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Nationalparke schützen Naturlandschaften mit ihrer natürlichen Dynamik und erhalten einen artenreichen heimischen Tier- und Pflanzenbestand.

"Nationalpark" ist die einzige Großschutzgebietskategorie in Deutschland, die nicht auf eine Nutzung durch den Menschen hinzielt.

 "Natur Natur sein lassen"

In Deutschland gibt es zurzeit 14 Nationalparks,
die zusammen ca. 0,54 % der deutschen Landfläche einnehmen.
Nur in den Kernzonen ist die Natur ganz sich selbst überlassen.

Gesetzliche Grundlagen:

Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG)
§ 24
Nationalparke

(1) Nationalparke sind rechtsverbindlich festgesetzte einheitlich zu schützende Gebiete, die

  • großräumig und von besonderer Eigenart sind.

  • in einem überwiegenden Teil ihres Gebietes die Voraussetzungen eines Naturschutzgebietes erfüllen und

  • sich in einem überwiegenden Teil ihres Gebietes in einem vom Menschen nicht oder wenig beeinflussten Zustand befinden oder geeignet sind, sich in einen Zustand zu entwickeln oder in einen Zustand entwickelt zu werden, der einen möglichst ungestörten Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik gewährleistet

(2) Nationalparke haben zum Ziel, im überwiegenden Teil ihres Gebiets den möglichst ungestörten Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik zu gewährleisten. Soweit es es der Schutzzweck erlaubt, sollen Nationalparke auch der wissenschaftlichen Umweltbeobachtung, der naturkundlichen Bildung und dem Naturerlebnis der Bevölkerung dienen.

(3) Die Länder stellen sicher, dass Nationalparke unter Berücksichtigung ihres besonderen Schutzzweckes sowie der durch die Großräumigkeit und Besiedlung gebotenen Ausnahmen wie Naturschutzgebiete geschützt werden.

(Weitere Informationen zu Nationalparken können Sie z.B. der Webseite des Bundesamtes für Naturschutz entnehmen.)

 

Bayerisches Naturschutzgesetz (BayNatSchG)
Art.8 Nationalparke


(1) Landschaftsräume, die eine Mindestfläche von 10 000 ha haben sollen, und die

  • wegen ihres ausgeglichenen Naturhaushalts, ihrer Bodengestaltung, ihrer Vielfalt oder ihrer Schönheit überragende Bedeutung besitzen,
  • im überwiegenden Teil ihres Gebiets die Voraussetzungen eines Naturschutzgebiets erfüllen und
  • sich in einem vom Menschen nicht oder wenig beeinflussten Zustand befinden oder geeignet sind, sich in einen Zustand zu entwickeln oder in einen Zustand entwickelt zu werden, der einen möglichst ungestörten Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik gewährleistet,

können durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Landtags zu Nationalparken erklärt werden. Im Fall eines grenzüberschreitenden Nationalparks kann die jenseits der Grenze liegende Fläche in die Mindestfläche eingerechnet werden, wenn sie nach den dort geltenden Vorschriften zum Nationalpark erkärt wird.

(2) Nationalparke haben zum Ziel, im überwiegenden Teil ihres Gebiets den möglichst ungestörten Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik zu gewährleisten. Sie dienen vornehmlich der Erhaltung und wissenschaftlichen Beobachtung natürlicher und naturnaher Lebensgemeinschaften sowie eines möglichst artenreichen heimischen Tier- und Pflanzenbestands. Nationalparke bezwecken keine wirtschaftbestimmte Nutzung.

(3) Nationalparke sind der Bevölkerung zu Bildungs- und Erholungszwecken zu erschließen, soweit es der Schutzzweck erlaubt.

(4) Durch Rechtsverordnung werden neben den zu Schutz und Pflege sowie zur Verwirklichung der Abs. 2 und 3 erforderlichen Vorschriften und Bestimmungen über die Verwaltung des Nationalparks und über die erforderlichen Lenkungsmaßnahmen einschließlich der Regelung der Jagdausübung, des Wildbestands und der Fischerei getroffen.

(Diese Information finden sie auch im BayNatSchG, z.B. auf der Webseite des Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit.)

 


Internationale Annerkennungskriterien durch die Weltnaturschutzunion (IUCN):

Die Zielvorgaben müssen nach einem Übergangszeitraum von
höchstens 30 Jahren auf mindestens 75 % der Fläche erfüllt sein.

 

 

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