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Aktuelle Infos zum Nationalpark Steigerwald

Pressemitteilungen und Pressemeldungen

Presse 2019

Januar 2019

  • Buchenwälder bieten Jahrhundertchance für Steigerwald-Region, Der BAyerische Bürgermeister 1/ 2019; Dr. Günther Denzler, Landrat des Landkreises Bamberg (1996–2014/CSU); Der Steigerwald ist im Aufbruch: ein großes Prädikats-Schutzgebiet für seine herausragenden Buchenwälder könnte Motor für die gesamte Regionalentwicklung sein. Die Staatsregierung und die Staatsforsten blockieren jedoch seit Jahren das Projekt. In der Bevölkerung gibt es mittlerweile eine Zweidrittel-Mehrheit dafür.

PRESSE 2018

Dezember 2018

  • Steigerwald-Streit geht weiter, FT vom 21.12.18; DEBATTE Nach Protesten von Naturverbänden haben die Staatsforsten erklärt, in diesem Winter im Ebracher Forst keine Bäume mehr zu fällen. Mitarbeiter des Forstbetriebs Ebrach wehren sich in einem offenen Brief gegen das Vorgehen der Umweltschützer.... Martin Bücker, Vorsitzender der Ortsgruppe Bamberg im Bund Naturschutz, spricht von einem „Erbe der Menschheit, das wir für unsere Nachfahren erhalten und nicht für ein paar Zehntausend Euro verscherbeln sollten“. Wie auch Badum vermutet Bücker, dass es sich bei den kürzlichen Fällungen um eine List der Staatsforsten handle. „Um den Wald zu entwerten“, wie Bücker sagt. Denn beim Bezirk Oberfranken liegt noch ein Antrag auf die Ausweisungen des Forstes als Naturschutzgebiet vor, der bisher unbearbeitet ist. Drohanrufe bei Forstmitarbeitern seien Bücker nicht bekannt. „Das täte mir auch leid, wir sind immer um einen Dialog bemüht.“ Dem stimmt auch Badum zu. Beide halten Wirtschaftswälder für wichtig und sind auch voll des Lobes über das von Forstbetriebsleiter Mergner entwickelte sogenannte Trittsteinkonzept, das eine schonende Nutzung vorsieht. „Aber eben für Nutzwälder, nicht für solch seltene“, meint Badum.

  • BN kritisiert Jagd auf dicke Buchen - BN fordert nutzungsfreies Schutzgebiet im Landkreis, Pressemitteilung BN Schweinfurt vom 20.12.18; Aktive der Kreisgruppe Schweinfurt im BUND Naturschutz trauern um zahlreiche dicke Buchen, die vom Forstbetrieb Ebrach der Bayerischen Staatsforsten bei Handthal gefällt wurden. In einem buchenreichen Laubwald wurden einige Dutzend dicke Buchen abgeholzt. „Wir sehen mit großer Sorge, dass die Staatsforsten systematisch die dicken Buchen nach und nach umsägen“, so Erich Rößner, stellvertretender Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Schweinfurt. „Wir sind schockiert, dass der Forstbetrieb Ebrach gezielt die zwischen 60 und 80 cm dicken Buchen fällt, offenbar bevor sie die 80 cm-Schwelle erreichen, ab der der Forst sie eigentlich schützen müsste“, kritisiert Edo Günther, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Schweinfurt. „Wir fordern als BN, dass die Staatsregierung endlich auch im Landkreis Schweinfurt Staatswälder großflächig schützt, damit der Forstbetrieb Ebrach nicht weiter gezwungen ist, hier dicke Buchen abzuholzen.“ FOTO in der Pressemitteilung

  • Der Kragen geplatzt, MP vom 20.12.18

  • Fällungen sollen gestoppt werden, FT vom 19.12.18; NATUR Die umstrittenen Baumfällungen im Hohen Buchenen Wald bei Ebrach werden vorerst gestoppt. Die Bayerischen Staatsforsten wollen auch ein neues Schutzkonzept für die Zukunft erarbeiten.

  • Badum kettet sich an Buche, FT vom 17.12.18; Die Bundestagsabgeordnete protestiert mit jungen Umweltaktivisten im Steigerwald... „Die Fällungen im Ebracher Forst sind keine Pflegemaßnahmen, sie sind ein profitorientierter Skandal. Während sich die Bayerische Staatsregierung vorn mit Ambitionen im Naturschutz rühmt, holzen die Bayerischen Staatsforsten hinterrücks im naturschutzfachlich wichtigsten Gebiet Bayerns jahrhundertealte Buchen ab.“.. Fällmoratorium gefordert.

  • Aus Protest an dicke Steigerwald-Buchen gekettet; MP vom 17.12.18

  • Leserforum: Von Märchen und Vertrauensbruch, MP vom 17.12.18; Zum Artikel „Wortbruch im Steigerwald?“ (Ausgabe vom  11. Dezember) erreichte die Redaktion folgender Leserbrief.
    Es war einmal. So beginnen die Märchen. Es war einmal ein Staatsforsten-Vorstand, ein Herr namens Martin Neumeyer, nicht der, der seinen letzten Mantel geteilt hat, sondern der, der nur mitteilte, vielmehr versprochen hat, im Klosterwald in diesem Winter keine dicken Bäume über 60 Zentimeter zu fällen.

  • Kostbare Natur uns und kommenden Generationen erhalten, MP vom 17.12.18, Leserbrief zum Artikel „Steigerwald: Neuer Streit um Baumfällungen“ (13.12.): Es ist kaum zu fassen, wie großzügig die Bayerischen Staatsforsten sogenannte „zurückhaltende Holznutzung” definieren. Naturgemäß können sich die Naturschützer damit keineswegs abfinden.

  • Wortbruch oder nicht?, Mainpost, 14.12.18; Ist es nun im Steigerwald zu einem Wortbruch vom Vorstandsvorsitzenden der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, gegenüber dem Ehrenvorsitzenden des Bund Naturschutz (BN), Hubert Weiger gekommen? Oder doch nicht? Der BN sagt klar ja, die Staatsforsten sagen nein und weisen die Anschuldigung von sich. Die Staatsforsten sprechen von einem „Verständigungsproblem“.... Danach hätten die Staatsforsten bei jenem Termin ihre Planungen für den „Hohen Buchenen Wald“ in der kommenden Einschlagssaison vorgestellt, also auch für den Winter 2018/2019. Dabei habe es laut BN die klare Aussage von Martin Neumeyer gegeben, dass dabei keine "dicken Bäume" gefällt würden. Der Begriff „dicke Bäume“ sei forstlich als Starkholz definiert, das ab einen Brusthöhendurchmesser von 60 Zentimeter beginne, so Ralf Straußberger.... Der Forstbetrieb Ebrach selbst habe die Starkbuchenvorräte im Forstbetrieb in einer Starkbucheninventur erfassen lassen. Forstbetriebsleiter Ulrich Mergner habe in diesem Zusammenhang die Aussage getroffen, dass die Gesamtvorräte an Buchen über 60 Zentimeter BHD (=Brusthöhendurchmesser) deutlich zugenommen hätten. Er habe dies auch bei Vorträgen auf Folien so dargestellt: Buchenstarkholz über 59 cm BHD

  • Geht der Profit über den Waldschutz?, MP vom 14.12.18; Trotz schlechten Wetters fanden sich eine Reihe Bürger zum Waldspaziergang des Vereins Nationalpark Steigerwald zu den nach der Wiederaufnahme der dort bislang ruhenden Waldwirtschaft gefällten Buchen im Hohen Buchenen Wald ein. Ziel war in diesem Fall die Abteilung Steinkreuz in der Nähe von Handthal. Unter den Teilnehmern an dem Waldbegang hätten sich auch Wald- und Naturfachleute befunden, teilt der Verein in einer Presseerklärung mit.

  • Nationalparkverein kontra Staatsforsten, MP vom 14.12.18; Mit "Dringlichkeitsschreiben" hat der Verein Nationalpark Steigerwald laut seiner Pressemitteilung die Vorstände der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer und Reinhardt Neft, sowie Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber auf die Situation im Steigerwald hingewiesen. Die Vereinsmitglieder und viele Bürger seien entsetzt, dass nun bereits zahlreiche dicke Bäume der Säge zum Opfer gefallen sind. Viele wirklich „dicke“ Bäume, sogar mit einem Durchmesser in Brusthöhe von über 80 Zentimeter seien dabei

  • Neuer Streit um Baumfällungen, MP vom 13.12.18; Von Wortbruch und Waldverwüstung ist deshalb bei den Naturschutzorganisationen die Rede. Gemeinsam gefordert wird ein sofortiger Stopp der "Einschläge" im ehemaligen Klosterforst der Zisterzienser. Zugleich halten die Verbände an ihrer Forderung fest, einen Nationalpark im Staatswald mit dem "Hohen Buchenen Wald" als Keimzelle zu errichten.

  • „Unser Steigerwald“: Verein empört sich über Naturschützer, MP vom 12.12.18; Der Verein „Unser Steigerwald“ ist nach eigenen Angaben „sehr verwundert über die Aktionen des Bundes Naturschutz und anderer Umweltverbände gegen die Aufnahme der Forstnutzung im Ebracher Forst“. Der Aktionismus der vergangenen Woche sei gnadenlos überzogen und entbehre jeglicher Verhältnismäßigkeit, stellt Oskar Ebert aus Untersteinbach von „Unser Steigerwald“ fest. Offenbar sollten in der Öffentlichkeit Vorurteile gegen eine ökologische hochwertige Waldbewirtschaftung erzeugt werden, vermutet er.

  •  „Alles „gnadenlos überzogen“ , FT vom 12.12.18. Kreis Haßberge — In der Diskussion um den wieder begonnenen Holzeinschlag in dem Waldstück „Hoher Buchene Forst“ bei Ebrach schaltet sich auch der Verein „Unser Steigerwald“ ein. Dessen stellvertretender Vorsitzender Oskar Ebert nimmt Stellung zu dem Artikel „Die Staatsforsten sägen wieder“
    Anmerkung: Die Aufhebung geschah allein wegen ungenügender Abgrenzbarkeit bzw. „falscher“ Schutzkategorie, die Schutzwürdigkeit stand nie in Frage. Auszug aus dem Urteil des Bayerischen Verfassungsgerichtshofe zum Waldschutzgebiet von 2016:  „Ist somit „Der Hohe Buchene Wald im Ebracher Forst“ allenfalls in einigen Teilbereichen, nicht aber (fast) durchgängig in der Natur abgrenzbar zu der ihn umgebenden Landschaft, war er – ungeachtet seiner zweifelsfrei bestehenden Schutzwürdigkeit und ungeachtet der Frage, ob eine derart große Fläche als Landschaftsbestandteil geschützt werden kann – kein geeignetes Schutzobjekt im Sinne des § 29 BNatSchG. § 29 BNatSchG (Anm.: Geschützter Landschaftsbestandteil) ermöglichte daher keine rechtsverbindliche Festsetzung der streitgegenständlichen Waldfläche zum geschützten Landschaftsbestandteil, so dass es der Ausgangsverordnung an einer Ermächtigungsgrundlage fehlt. Sie ist daher nichtig.“

  • Wohllebens Finanzspritze für Nationalpark im Steigerwald, MP vom 11.12.18; Über ganz besonders prominente Unterstützung durfte sich dieser Tage der Verein Nationalpark Steigerwald freuen. Im Rahmen der bundesweiten "Tagung für Waldbürgerinitiativen" im rheinland-pfälzischen Wershofen konnten 2. Vorsitzender Florian Tully zusammen mit den ebenfalls aus Gerolzhofen kommenden Vorstandsmitgliedern Claudia Ockl und Uwe Gratzky eine Spende in Höhe von 300 Euro von Wohllebens Waldakademie entgegennehmen. Überreicht wurde die Spende höchstpersönlich von Deutschlands derzeit wohl bekanntestem Förster, Peter Wohlleben, der mit seinen Büchern inzwischen ein Millionenpublikum erreicht.

  • Staatsforsten stellen große Transparenz heraus, MP vom 11.12.18; Mit „Hintergrundinformationen zur Hiebsmaßnahme im Ebracher Forst“ reagieren die Bayerischen Staatsforsten in Regensburg auf die Aktion, mit der die vereinten Umweltschutzverbände vom Bund Naturschutz (BN) über den WWF bis hin zu Greenpeace Bayern zusammen mit dem Verein Nationalpark Steigerwald gegen die Wiederaufnahme der Waldbewirtschaftung im umstrittenen ehemaligen Waldschutzgebiet „Hoher Buchener Wald“ protestierten

  • Wortbruch im Steigerwald?, Mainpost vom 10.12.18; Von Wortbruch und Waldverwüstung ist bei den vereinten Naturschutzorganisationen von Bund Naturschutz über WWF bis hin zu Greenpeace die Rede. Gefordert wird von den Verbänden ein sofortiger Stopp der „Einschläge“ im ehemaligen Klosterforst der Zisterzienser und ihn als Großschutzgebiet endgültig aus der Nutzung zu nehmen.

  • Die Staatsforsten sägen wieder, FT vom 8.12.18; STEIGERWALD Im Klosterwald bei Ebrach hat der Staatsforstbetrieb nach vierjähriger Pause mit dem Einschlag begonnen. Naturschützer befürchten, dass mit jedem gefällten Baum die Chancen auf einen Nationalpark schrumpfen.

  • Umweltverbände kritisieren Baumfällarbeiten im Steigerwald, BR vom 6.12.18; Seit einigen Tagen werden im "Hohen Buchenen Wald" im Steigerwald große Bäume gefällt. Alle wichtigen Umweltverbände in Bayern kritisieren die Arbeiten und fordern, dass das Waldstück als "nutzungsfreies Schutzgebiet" unberührt gelassen wird. Im "Hohen Buchenen Wald" im Ebracher Forst im Steigerwald haben Baumfällarbeiten begonnen. Entgegen der Zusagen der Bayerischen Staatsforsten sind in dem ehemaligen Schutzgebiet bei Ebrach im Landkreis Bamberg bereits mehrere große Bäume gefällt worden. Alle wichtigen Umweltverbände in Bayern kritisieren das Abholzen massiv und haben sich heute bei einer gemeinsamen Pressekonferenz dagegen ausgesprochen.

  • Grüne Bayern: Baumfällungen im Steigerwald stoppen, Der Neue Wiesentbote, 6.12.18; Patrick Friedl fordert nutzungsfreies Schutzgebiet für „Hohen Buchener Wald“

  • Naturschutz Protest gegen Fällungen im Steigerwald, SZ vom 6.12.18; Gegen massive Fällungen im Gebiet Hohen Buchenen Wald im Steigerwald haben acht Umweltverbände protestiert. Sie fordern, den Wald im Kreis Bamberg zum nutzungsfreien Schutzgebiet zu erklären.

  • Steigerwald in Gefahr - Naturschützer protestieren gegen Baumfällungen, BR2, regionalzeit-franken, Ein Beitrag von: Carlo Schindhelm, 06.12.2018

  • Schutzloser Steigerwald: Das Fällen der Starkbäume geht weiter , VERBÄNDE FORDERN NUTZUNGSFREIES SCHUTZGEBIET, Pressemitteilung der Verbände vom 5.12.18; Der BUND Naturschutz in Bayern, der Landesbund für Vogelschutz,  Greenpeace Bayern, die Gregor Louisoder-Stiftung und der Verein Nationalpark Steigerwald kritisieren zusammen mit dem WWF Deutschland die aktuell begonnenen Holzeinschläge im Hohen Buchenen Wald massiv. Nachdem die Staatsregierung den von Verbänden und der Bevölkerungsmehrheit im Steigerwald geforderten Schutz für den Hohen Buchenen Wald versagt hat, wurden dort entgegen der Zusagen der BaySF-Spitze zahlreiche dicke Bäume gefällt. „Jetzt einfach mit dem Abholzen der dicken Bäume weiterzumachen, halten wir für einen Skandal“, kritisieren die Verbände. Sie halten an ihrer Grundsatzforderung fest im Steigerwald einen Nationalpark einzurichten. Da dies die aktuelle Staatsregierung in dieser Periode nicht umsetzen will, fordern die Verbände mindestens den Hohen Buchenen Wald als nutzungsfreies Schutzgebiet zu schützen. Die Verbände stellen dabei klar, dass sie zur Holznutzung stehen, dass aber nicht genutzte Naturwälder ein integraler Bestandteil eines nachhaltigen Waldnutzungssystems sind und deshalb auch geschützt werden müssen.
    Links zur Pressemitteilung mit Fotos
    Mehr Fotos vom Holzeinschlag und der Aktion
  • Liebhard Löffler führt Verein "Nationalpark Steigerwald", MP vom 4.12.18; Der neue Vorstand des 1200 Mitglieder starken Vereins "Nationalpark Steigerwald" : Am besten gelang Dr. Liebhard Löffler aus Trabelsdorf die Überzeugungsarbeit. Mit überwältigender Mehrheit wurde der „Ur- Steigerwäldler“ zum Vorsitzenden des 1200 Mitglieder  starken Verbandes gewählt. Sein erster Stellvertreter wurde Florian Tully aus Gerolzhofen, seine zweite Stellvertreterin ist die Unternehmerin Ingrid Michel aus Untersteinbach. Die Mitglieder bestätigten Winfried Zeck aus Burgwindheim als Schatzmeister. Erich Helfrich aus Volkach wurde zum Schriftführer gewählt.

November 2018

  • Weilersbachtal: Gibt es ein juristisches Nachspiel?, MP vom 16.11.18; Haben die Verstöße gegen die Verordnung für das Naturschutzgebiet Weilersbachtal bei der Aufarbeitung eines Fichtenwindwurfs im Frühjahr durch den Forstbetrieb Ebrach der Bayerischen Staatsforsten vielleicht doch noch ein Nachspiel, in dem Fall ein juristisches? Nachdem die zuständige Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt in Schweinfurt aufgrund der Einsicht des Forstbetriebs und der nach einer Ortsbegehung vereinbarten Maßnahmen am Bachlauf von einem Ordnungswidrigkeitenverfahren abgesehen hat (wir berichteten), hat nun der Verein Nationalpark Nordsteigerwald am Mittwoch, 14. November, Strafanzeige gegen die Bayerischen Staatsforsten und Ulrich Mergner als den verantwortlichen Forstbetriebsleiter in Ebrach gestellt.
  • Die „Johnnies“ aus der Oberschicht, MP vom 21.11.18; Der Forstbetrieb Ebrach der Bayerischen Staatsforsten steht mehr denn je im Fokus der Öffentlichkeit. Ja, man kann getrost sagen, er steht inzwischen unter strenger Beobachtung insbesondere der Naturschutzszene. Jetzt hat ein für die Holzernte vorgesehener alter Bestand in der oberhalb von Fabrikschleichach im Revier Zell am Ebersberg gelegenen Abteilung Röthen die Aufmerksamkeit auf den Forstbetrieb gelenkt. Dort sollen nach Aussage besorgter Waldbesucher auch Buchen mit einem Brusthöhendurchmesser von über 80 Zentimeter farblich markiert – in der Förstersprache heißt es ausgezeichnet – worden sein, um sie zu entnehmen. Das wäre über der Grenze, die sich die Staatsforsten selbst auferlegt haben, um die sogenannten Methusalembäume nicht zu Geld zu machen, sondern sie stehen zu lassen, bis sie das Zeitliche segnen. Die Redaktion ist dem Hinweis nachgegangen.
  • Leserforum: Wasser aus dem Staatswald, Leserforum Tully, MP vom 10.11.18; Zum Thema „Damit das Hochwasser besser abläuft“ vom 16. November (Seite 21) erreichte die Redaktion folgender Leserbrief: Der Umbau unserer Wälder zu Forstplantagen hat fatale Wirkungen, auch auf den Wasserhaushalt. Durch den verstärkten Maschineneinsatz wie Harvester und Forwardern werden die empfindlichen Waldböden dauerhaft verdichtet.
  • Forstbetrieb kommt ungestraft davon, MP vom 11.11.18; Die Verstöße des Forstbetriebs Ebrach der Bayerischen Staatsforsten gegen die Verordnung für das Naturschutzgebiet „Weilersbachtal“ bei der Aufarbeitung eines Fichtenwindwurfs in der Abteilung Rotsteig mit schwerem Gerät werden kein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach sich ziehen. Das hat laut einer Pressemitteilung die in diesem Fall zuständige Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Scheinfurt entschieden. Der Forstbetrieb ist also noch einmal von behördlicher Seite mit einem blauen Augen davongekommen. Vorausgegangen war eine Ortsbegehung des von den Rückearbeiten betroffenen Abschnitts des Weilersbachtals in der Nähe von Fabrikschleichach. Ausschlaggebend für den Verzicht auf ein Bußgeldverfahren seien „die gezeigte Einsicht des Forstbetriebs Ebrach, die vereinbarten Maßnahmen am Bachlauf sowie die Fahrspuren und die Zusage, den oberen Teil des Talabschnittes als Trittstein auszuweisen“, gewesen, ist der Pressemitteilung weiter zu entnehmen.
  • Steigerwald gilt als klassisches Kurzreiseziel, FT vom 10.11.18; Fabrikschleichach - Bürgermeister aus fünf Landkreisen und die dazugehörigen Landräte kamen am Donnerstag in Fabrikschleichach zur Mitgliederversammlung des Tourismusverbandes Steigerwald zusammen. Neben der Tourismus-Bilanz für 2017 und den Planungen für 2019 stellten die Mitglieder die Weichen für die Überführung des bisherigen Verbandes in einen eingetragenen Verein. Anmerkung: wäre hier ein Nationalpark, würde das bundesweit Besucher anziehen, die auch mehrere Tage blieben.
  • Kultur sticht Natur aus, FT vom 6.11.18;  STEIGERWALD  Ein Unesco-Welterbetitel für Ebrach und Umgebung liegt noch in weiter Ferne. Jetzt soll das Europäische Kulturerbesiegel her. Der Landkreis Bamberg will jetzt mit der Klosterlandschaft punkten. Ein Welterbe-Titel für Ebrach und Umgebung liegt in weiter Ferne. Jetzt soll das Europäische Kulturerbesiegel her.... Landrat Kalb meinte in seiner Replik, man werde „das Welterbe, das Weltkulturerbe nicht aus den Augen verlieren“. Auf Frickes wiederholten Einwurf „Naturerbe!“ ging Kalb nicht ein.

Oktober 2018

  • 10 Jahre "Markus Lanz", 16.10.18, ZDF: Talkshow mit Politikerin Katharina Schulze, Politiker Erwin Huber, Journalist Michael Spreng sowie Förster und Autor Peter Wohlleben. Katharina Schulze, Politikerin: Schulze ist die Siegerin der Landtagswahl in Bayern. Die Grünen wurden mit 17,5 Prozent zweitstärkste Kraft. Die Fraktionsvorsitzende spricht über ihre politischen Ziele. Erwin Huber, Politiker: 40 Jahre lang saß Huber im bayerischen Landtag. 2008 trat er als Parteivorsitzender zurück. Huber spricht über seinen Nachfolger Horst Seehofer und äußert sich zur Situation der CSU. Michael Spreng, Journalist: Er sagt: "Das Wahlergebnis wird weitere Unsicherheit in die Große Koalition bringen." In der Sendung gibt Spreng seine Einschätzung zum Wahlergebnis und erklärt, was das für Berlin bedeutet. Peter Wohlleben, Förster und Autor: Er kennt sich aus mit der Gefühlswelt der Tiere. Gerade erschien Wohllebens  Bildband "Das Seelenleben der Tiere". In der Sendung spricht der Förster über Liebe, Trauer und Mitgefühl bei Tieren.
  • Was die Kandidaten zu einem Nationalpark sagen, MP vom 10.10.18; Der Vorstand des Vereins Nationalpark Steigerwald freut sich: Fast die Hälfte der 125 angeschriebenen Landtagskandidaten und -kandidatinnen verschiedener Parteien aus den Regierungsbezirken Unter- und Oberfranken füllten zum größten Teil den im Vorfeld der Landtagswahl versandten zehn Punkte umfassenden Fragebogen des Vereins zum Thema Nationalpark im Steigerwald aus. Die Zustimmung derjenigen, die geantwortet haben, war ausgesprochen hoch.... Die Befragung habe gezeigt, dass rund 85 Prozent der Politiker und Politikerinnen, die geantwortet haben, ein dauerhafter Naturschutz wichtig sei, weil eine intakte Natur die Grundlage für unsere Zukunft darstelle.... Deshalb empfinde es der Verein als einen Wermutstropfen, dass sich nur zwei Landtagskandidaten der CSU geäußert haben, obwohl diese Partei vor Jahren einmal Waldgebietsschutz groß geschrieben und beispielsweise den ersten deutschen Nationalpark im Bayerischen Wald durchgesetzt habe.
  • Freilandlabor für den Klimawandel, MP vom 10.10.18; Zur Unterstützung der Befürworter eines Nationalparks Steigerwald war die Bundesvorsitzende und Klimaschutzexpertin von Bündnis 90/Die Grünen, Annalena Baerbock, auf den Stollberg bei Handthal gekommen. Die Mitglieder des Nationalparkvereins freuten sich über den Rückenwind aus Berlin... „Wir schaffen einen dritten Nationalpark in Bayern“ ist eine der Kernforderungen im Zehn-Punkte-Programm von Bündnis 90/Die Grünen zur Landtagswahl. Favorit aller möglichen Gebiete ist dabei für Fachleute wie auch die Grünen der Steigerwald. Das war auch der Grund, weshalb Annalena Baerbock, begleitet vom Gerolzhöfer Kreis- und Geonet-Stadtrat Thomas Vizl, vor allem nach Handthal gekommen war.... Patrick Friedl (unterfränkischen Bezirksvorsitzenden und Würzburger Stadtrat) verwies in diesem Zusammenhang auf die gemeinsame Resolution der drei Bezirksverbände von Ober-, Mittel- und Unterfranken mit dem Ziel und Titel „Echter Naturschutz überall in Bayern – Der erste Nationalpark für Franken. Jetzt!“. Dieser, so Friedl, sei längst überfällig. Fachlich sei dabei der Steigerwald als potenzielles Unesco-Weltnaturerbe zweifelsfrei am besten geeignet. Ungeachtet dessen, wolle man nochmals eine Machbarkeitsstudie für alle in Frage kommenden Gebiete haben. Friedl bekräftigte. „Wir sind uns aber sicher, dass der Steigerwald dabei als Nummer 1 herauskommt.“... Ins selbe Nationalpark-Horn wie Patrick Friedl blies Ursula Sowa, die oberfränkische Spitzenkandidatin für die Landtagswahl und langjährige Bamberger Stadträtin. ...Georg Sperber betonte noch einmal, dass der Steigerwald bei fachlichen Bewertungen immer an der Spitze der Rangliste für einen Nationalpark rangiert habe.... Annalena Baerbock fügte an, dass ein Nationalpark auch zur Stärkung des ländlichen Raumes beitrage, was Infrastruktur und sanften Tourismus anbelange.
  • Das Tafelsilber bayerischer Natur schützen, MP vom 5.10.18; Acht Naturschutzverbände und Bürgerinitiativen aus dem Steigerwald, Bayern und Deutschland hatten unter dem Motto „Das Tafelsilber bayerischer Natur jetzt schützen“ zu einer Kundgebung vor der Bayerischen Staatskanzlei in München eingeladen. Aufgerufen hatten explizit der Bund Naturschutz in Bayern, Greenpeace, die Gregor-Louisoder-Umweltstiftung, der Landesbund für Vogelschutz in Bayern, die Naturfreunde Deutschlands, der Verein Nationalpark Nordsteigerwald, der WWF Deutschland und die Zoologische Gesellschaft Frankfurt.

September 2018

  • Söder unterstützt das Projekt, FT vom 29.9.18; VERNETZUNG  Rund 20 Bürgermeister übergaben dem Ministerpräsidenten eine Resolution der Initiative „geMAINsam“. Ein Maininformationszentrum in Knetzgau soll regionale Aktivitäten der Anrainer des „bayerischen Mains“ koordinieren.
  • 7600 Unterschriften für einen Nationalpark, MP vom 27.9.18; Der Verein „Nationalpark Nord-Steigerwald“ hat in München eine Petition für einen Nationalpark an Umweltminister Marcel Huber (CSU) übergeben. „Der Steigerwald muss eine faire Chance bekommen, Nationalpark zu werden“, forderte bei der Übergabe der rund 7600 Unterschriften die Vizepräsidentin des Landtags, Ulrike Gote (Bündnis 90/Die Grünen), laut einer Pressemitteilung ihrer Partei.
  • Stauffenberg will für drei Themen kämpfen, InFranken vom 25.9.18; ... Für Stauffenberg gibt es drei wesentliche Punkte, wofür er in München kämpfen will. Zum einen ist das der Umweltschutz, der nicht den Menschen ausschließt. Einem Nationalpark Steigerwald oder Rhön erteilt der Kandidat ausdrücklich eine Absage, denn wo der Mensch ausgesperrt ist, tue es auch der Natur und dem Wald nicht gut.

August 2018

  • Rendezvous auf dem Grünen Teppich: Porträt Hans Bibelriether, Unser Land vom 31.8.18; BR. Hans Bibelriether, 85 Jahre alt und Förster im Ruhestand, hat viel zu erzählen. 1969 beschloss der Bayerische Landtag, im Bayerischen Wald einen Nationalpark zu gründen, den ersten in Deutschland. Hans Bibelriether war vom ersten Tag an dabei. 29 Jahre lang war er Leiter der Nationalparkverwaltung und hatte von Anfang an viele Gegner. Förster, Jäger, Waldbauern. Er bekam sogar Morddrohungen. Doch es gab auch Mitstreiter: den damaligen Landwirtschaftsminister Hans Eisenmann, Hubert Weinzierl vom Bund Naturschutz und den Tierfilmer Bernhard Grzimek. Und noch heute ist er mit dem früheren CSU-Politiker Alois Glück befreundet. Bei  einem Rendezvous auf dem grünen Teppich redet der streitbare Förster und Naturschützer Hans Bibelriether über Borkenkäfer und Totholz, über Drohbriefe und das Bundesverdienstkreuz. Und er fordert: "Bayern braucht einen dritten Nationalpark.":
  • Beharrlich für das Ziel Nationalpark arbeiten, MP vom 12.8.18; Laut einer Pressemitteilung des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald begrüßte Vorsitzender Liebhard Löffler die Mitglieder mit markigen Worten: „Die Nationalparks in Bayern genießen bei der herrschenden Politik höchste Wertschätzung. Allerdings erst dann, wenn sie in die Jahre gekommen sind.“ Im Gasthaus zum Hirschen in Untersteinbach traf sich der Verein zur Mitgliederversammlung.
  • Steigerwald: Alles schon einmal da gewesen, Leserbrief Tischner FT vom 8.8.18; Zum Artikel „Bamberg mischt sich ein“ im FT vom 3. Juli 2018„Bamberg mischt sich ein“ war am 3. Juli im FT zu lesen. Die Stadträte seien, so schrieb das FT-Redakteur Michael Wehner in seinem Bericht, bei ihrer Fahrt in den Steigerwald darin bestätigt worden, dass Bamberg etwas tun müsse, damit die Buchen im Steigerwald erhalten blieben.
  • Steigerwald: Ein weiterer Uraltriese im Steigerwald ist gefallen, die Krone der Napoleonsbuche im Naturwaldreservat Brunnstube liegt jetzt als mächtiges Totholz auf dem Waldboden. Nach und nach brechen die letzten der über 300  Jahre alten Uraltriesen zusammen. Für sie gibt es keinen Ersatz, die anhaltende Forstwirtschaft verhindert das Altwerden der nächsten Generationen. Nur wenn wir die Steigerwälder Buchenwälder jetzt schützen, werden die nächsten Baumriesen den Wald im Laufe der nächsten Jahrzehnte bzw. Jahrhunderte zu einem wichtigen Lebensraum für seltene Arten machen. Mind. 1/3 aller europäischen waldbewohnenden Arten ist zwingend auf uralte wilde Wälder angewiesen. Die Napoleonsbuche damals und heute, ein Kurz-Film von Stephan Hummel
  • Premiumwanderweg in großer Not, MP vom 3.8.18; Irgendwie scheint der Staatsforst momentan nicht aus den Schlagzeilen zu kommen. Schwere Holzerntemaschinen waren so Anfang Mai vom Forstbetrieb Ebrach der Bayerischen Staatsforsten unter Missachtung der Schutzbestimmungen nicht nur durch einem dem Feuersalamander als Laichgewässer dienenden Bach im Naturschutzgebiet Weilersbachtal geschickt worden. Wie jetzt ans Tageslicht kam, war auch ein sensibler Bereich des zertifizierten Steigerwald-Panoramawegs bei Neuhausen zerstört worden. In dem besagten Eck war es noch sehr feucht, als der zum Holzrücken eingesetzte „Forwarder“ den aufgeweichten Waldboden mit teils tiefen Fahrspuren durchzog.
  • Berchtesgaden Hubers Coup - Dritter Nationalpark denkbar, SZ vom 2.8.18;  Von Christian Sebald, Berchtesgaden; Inzwischen hat man sich ja an das Hin und Her in der CSU gewöhnt. Aber diese Ansage kam doch überraschend. Auf dem Festakt zum 40-jährigen Bestehen des Nationalparks Berchtesgaden bekannte Umweltminister Marcel Huber (CSU) am Mittwochabend, dass er persönlich sich durchaus einen dritten Nationalpark in Bayern vorstellen könne. Und zwar nicht am Rande eines Zwiegesprächs oder in einer vertrauten Runde. Sondern frank und frei vor allen Gästen in seiner Festansprache, in der er den Nationalpark Berchtesgaden natürlich über alles lobte.
  • Huber: 96 Prozent für Nationalpark Berchtesgaden, Pressemitteilung stmuv vom 1.8.18; Seit vier Jahrzehnten ist der Nationalpark Berchtesgaden Besuchermagnet für Menschen aus aller Welt. Umweltminister Dr. Marcel Huber betonte heute auf dem Staatsempfang in Berchtesgaden: "Unser Nationalpark ist eines der großen Flaggschiffe für den Naturschutz und ein Besuchermagnet schlechthin. Deutschlands einziger Alpen-Nationalpark bietet Naturtourismus auf allerhöchstem Niveau. Nach 40 Jahren ist eine noch nie dagewesene Akzeptanz in der Bevölkerung erreicht: 96 Prozent der Menschen in Bayern stehen hinter dem Nationalpark, fast 90 Prozent sind in der Region der Meinung, er verbessert die Lebensqualität. Das sind nicht nur Zahlen, das ist eine Liebeserklärung an den Nationalpark." (Pressemitteilung stmuv, 1.8.18)
  • Über 60 Millionen Euro fließen in die Naturzentren Rhön und Spessart, FT vom 1.8.18, München - Draußen, auf dem Zugspitzplatt können Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und seine Minister den Klimawandel schon einmal live beobachten: Maximal dreißig Jahre wird der bereits arg geschrumpfte Gletscher dort noch zu sehen sein, sagt ein Experte der Forschungsstation Schneefernerhaus. ... Das beschlossene Maßnahmenpaket fasst allerdings vor allem bestehende Programme zusammen: zum Schutz der Moore. Für mehr Hochwasserschutz. Zur energetischen Sanierung staatlicher Gebäude. Neu ist immerhin eine „Entsiegelungsprämie“ von wohl 15 Euro pro Quadratmeter für die Beseitigung von Asphalt oder Beton. Zudem will die Söder-Regierung mit einer „Naturoffensive“ bestehende Naturschutzgebiete und Naturparke in Bayern stärken. Im Spessart und in der Rhön etwa soll dafür – als Ersatz für die gestoppten Nationalpark-Pläne – in neue Umweltbildungs- und Erlebniszentren investiert werden.

Juli 2018

  • Nationalpark-Befürworter geben nicht auf, MP vom 31.7.18; Knapp 40 Interessierte kamen kürzlich in das Gasthaus Michel nach Untersteinbach, um auf Einladung des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald mit der Bundestagsabgeordneten Manuela Rottmann (Grüne), die unter anderem den Landkreis Haßberge in Berlin vertritt, über die Zukunft des Nationalparkprojekts zu diskutieren. ..Die Enttäuschung über die Politik in München, aber auch über die bayerische Forstverwaltung, sei laut Rottmanns Pressemitteilung in der Diskussion deutlich zu spüren gewesen. Das laut Rottmann „vorläufige“ Aus für einen dritten Nationalpark in Bayern, das der Ministerpräsident Markus Söder in seiner Regierungserklärung im April verkündet hatte, sei ein Rückschlag für die Befürworter im Steigerwald. Die geplanten Zentren für Umweltbildung und Naturerlebnis in der Region seien ein reines Placebo. Statt in virtuellen Erlebniswelten Natur vorzuführen, solle diese lieber durch ein entsprechendes Konzept tatsächlich geschützt werden.
  • Ein Gewinn für Franken, Leserbrief FT vom 27.7.18; Betrifft Steigerwald: Beim Schutz des Klosterwaldes Ebrach vor dem Aussägen (fachlich korrekt: Ernten) von etwa 100-jährigen Altbäumen mit mehr als 60 Zentimeter Stammdurchmesser sind die Befürworter eines Großschutzgebietes im Nordsteigerwald auf jegliche Unterstützung angewiesen.
  • Drohen dem Forstbetrieb jetzt Konsequenzen?, MP vom 20.7.18;  Für einen kräftigen Nachhall hat unser Artikel „Forstbetrieb für Eingriff gemaßregelt“ auf unserer Homepage und in den Sozialen Medien gesorgt. Aber auch in der überregionalen Zeitungslandschaft hat der Vorfall im Naturschutzgebiet Weilersbachtal Staub aufgewirbelt. So war der Süddeutschen Zeitung der „Naturfrevel im Staatsforst“ ein größerer Bericht im Bayernteil wert.... Einen User stimmt die Aktion sehr nachdenklich. Er erklärt: „Erst dieser Tage ging eine Nachricht durch die Presse, dass Kolumbien, ein relativ armes Land, ein gigantisches Naturreservat eingerichtet hat. Ist ein reiches Land wie Bayern wirklich auf den Erlös der Staatsforsten im Steigerwald angewiesen?“ Nicht ausbleiben kann natürlich die Diskussion um den hinreichenden Schutz der Buchenwälder im Steigerwald. Ein Kommentar lautet: „Weg mit der Motorsäge und dem Harvester! Die Buchenwälder des Steigerwaldes wären im Nationalpark hundertmal besser aufgehoben . . . Deswegen Nationalpark Steigerwald zum richtigen Schutz der wertvollen fränkischen Buchenwälder.“
  • Standpunkt: Natur und Vertrauen zerstört, MP vom 20.7.18; Norbert Vollmann, Das was im Weilersbachtal passiert ist, ist kein Kavaliersdelikt. Durch Aktionen wie diese wird nicht nur ein Stück Natur, sondern auch ein Stück weit Vertrauen zerstört, das die Menschen in die Verlautbarungen der Bayerischen Staatsforsten setzen.
  • Waldarbeiten sorgen für Ärger, FT vom 17.7.18; SCHADEN  Weil bei einem Harvester-Einsatz im Naturschutzgebiet Weilersbachtal ein Bachbett beschädigt wurde, ist der Verein Nationalpark Nordsteigerwald sauer. Die Naturschutzbehörde sagt: zu Recht. Der Forstbetrieb Ebrach rechtfertigt sein Vorgehen.
  • Naturfrevel im Staatsforst, SZ vom 14.7.18; Der Feuersalamander ist streng geschützt, sein Lebensraum wird knapp. Im Steigerwald hatte er einen Rückzugsort, der nun zerstört ist. Im Weilersbachtal zerstören Arbeiter ein Biotop und handeln sich Ärger mit der Bezirksregierung von Unterfranken ein.
  • Ermutigender Besuch im Wald, Leserbrief Rebhahn FT vom 14.7.18; Zum Artikel „Steigerwald-Debatte: Jetzt mischt sich Bamberg ein“ im FT vom 3. Juli 2018Eine Auswahl des Stadtrats hat sich die Buchenwälder im Steigerwald angesehen! Toll! Auf seinen Höhen angelangt, eröffnen sich den Stadträten von Bamberg die Möglichkeiten. Guten Mut zur Beschlussfassung, kann man den Damen und Herren da nur wünschen – von einem Nationalpark und Unesco-Weltnaturerbe kann Bamberg, kaum eine halbe Stunde entfernt, nur profitieren
  • Hutzeln sind jetzt Kulturerbe, FT vom 9.7.18; Auszeichnung  Die Dörrobstherstellung und die Baumfelderkultur im Steigerwald sind in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes der Unesco aufgenommen worden. Landrat Kalb rührt die Werbetrommel für das Zisterzienser-Projekt
  • Forstbetrieb wird für Eingriff in Naturschutzgebiet gemaßregelt, MP vom 6.7.19; Der Forstbetrieb der Bayerischen Staatsforsten in Ebrach hat von „oben“ kräftig eins auf den Deckel bekommen. Anlass ist ein Anfang Mai stattgefundener Eingriff in das zwischen Fabrikschleichach und Hundelshausen gelegene Naturschutzgebiet Weilersbachtal. Angesichts der Tatsache, dass die Stellungnahme der Regierung von Unterfranken nichts an Deutlichkeit zu wünschen übrig lässt, kann von einem scharfen Rüffel der Behörden für die Art und Weise gesprochen werden, wie der Windwurf von 17 Fichten in der Waldabteilung Rotsteig aufgearbeitet worden ist.
  • Standpunkt: Zu brachial waren die vom Forstbetrieb gewählten Mittel, MP vom 6.7.18; Bei der Windwurfaufarbeitung im Naturschutzgebiet Weilersbachtal war jetzt für die Naturschutzbehörden die rote Linie vom Forstbetrieb Ebrach eindeutig überschritten worden. Anders ist der deutliche Rüffel, sagen wir ruhig die scharfe Zurechtweisung, nicht zu deuten. Wozu sonst auch war das Gebiet einst unter Schutz gestellt und eine Schutzgebietsverordnung erlassen worden, die genau definiert, was dort zulässig ist und was nicht und was im Zweifelsfall mit den Behörden abzustimmen ist.
  • Klares Votum der Landtagskandidaten für Nationalpark-Studie - Gut besuchte Podiumsdiskussion des BUND Naturschutz in Ebrach, Pressemitteilung des BN vom 5.7.18; Die Podiumsdiskussion des BUND Naturschutz mit Landtagskandidatinnen und -kandidaten des Stimmkreises Bamberg Land in Ebrach war sehr gut besucht. Dies zeigt, dass das Thema Buchenwälder im Steigerwald für die Region das Potential einer historischen Weichenstellung hat und weiter hoch aktuell bleibt: wird ein Nationalpark und Weltnaturerbe im Staats-wald kommen oder wird das durch „integrative“ Forstwirtschaft auf ganzer Fläche verhindert? Es wurde deutlich, dass es eine Befriedung nur geben kann, wenn die von fast allen Kandidaten geforderte Studie über die Aus-wirkungen eines Nationalparks Klarheit bringt. Die Bevölkerung muss auf Faktenbasis in die Diskussion einbezogen werden. Hubert Weiger, Vorsit-zender des BUND Deutschland, machte deutlich, dass es die Aufgabe demo-kratischer Parteien ist, die Diskussion in sachliche Bahnen zu lenken. Die Veranstaltung fand im Rahmen der traditionellen Tagung „Naturerbe Buchenwälder“ statt.
  • Bamberg „mischt sich ein“ , FT vom 3.7.18; NATUR  Bei einer Fahrt in den Steigerwald träumen Bambergs OB und Stadträte den Traum einer Welterbeachse in Franken. Sie soll von Bayreuth und Bamberg über den Steigerwald bis nach Würzburg reichen. Doch dieser Gedanke behagt nicht allen.
  • Die Natur hat Überparteilichkeit verdient, FT vom 3.7.18; Leserbrief Joachim Graff;  Zum Artikel „Der Wald steht für Natur, Spaß, Gesundheit – und noch viel mehr“ im FT vom 12. Juni 2018„Wie empfindlich das Gleichgewicht des Waldes ist“, dieses Zitat im Bericht über die Veranstaltung des Waldkompetenzzentrums Scheßlitz schlägt die Brücke zu einer anderen Veranstaltung, die gerade am Tag zuvor auf dem Maxplatz in Bamberg stattfand.
  • MdL Alexander Muthmann zu Besuch im Steigerwald; Der Neue Wisentbote vom 2.7.18 Mit MdL Alexander Muthmann besuchte ein ausgewiesener Fachmann in Sachen Naturschutz und insbesondere Nationalparkfragen den Steigerwald um Ebrach. Ist er doch nicht nur Bewohner und Abgeordneter des Nationalparkgebietes Bayerischer Wald und sitzt als solcher im Bay. Landtag – nein, er war lange Zeit Landrat im Landkreis Freyung-Grafenau und ist als solcher bestens vertraut mit dem Thema, weswegen ihn FDP-Kreisrat und Stellv. Kreisvorsitzender Dr. Liebhard Löffler im Namen des neugegründeten Ortsverbandes Burgebrach und des Kreisverbandes Bamberg der FDP eingeladen hatte. Begleitet wurde der derzeit einzige FDP-ler im Bay. Landtag von Thomas Nagel. Er ist Beisitzer im Landesvorstand der FDP und Bezirksvorsitzender für Oberfranken, und er ist Studienleiter der Akademie für Neue Medien in Kulmbach.

Juni 2018

  • Mehrheit der Bayern will mehr Artenschutz, FT vom 26.6.18; Fast 80 % der Menschen in Bayern wünschen sich mehr Engagement für den Schutz von Tieren und Pflanzen.
    Fatschenbrunn ist gerüstet, FT vom  22.6.18; TAG DER OFFENEN GARTENTÜR  Das Steigerwalddorf erwartet am Sonntag viele Besucher. Los geht es bereits um 9 Uhr mit einem Freiluftgottesdienst.

  • Trekkingerlebnis im Steigerwald, FT vom 20.6.18; Angebot  Ab 1. August kann gebucht werden. Die Übernachtungsplätze zwischen Oberschwappach und Geiselwind sind fast fertig. Rauhenebracher Grundschulkinder und Sportmanagement-Studenten legten noch einmal kräftig Hand an.

  • Fingerzeig im Ebracher Forst, FT vom 21.6.18;  Die Pläne der Bayerischen Staatsforsten sind geprägt von Ökoreservaten und Bewirtschaftung. Naturschützer loben die Nachhaltigkeit und Offenheit, kritisieren im Umgang mit alten Buchen aber eine „Milchmädchenrechnung“.

  • Die Rückkehr der Forstwirtschaft im Hohen Buchenen Wald, MP vom 18.8.18;
    Es gibt keine Ruhe im Steigerwald, FT vom 15.6.18;  KONFLIKT  Zu den ersten Amtshandlungen von Ministerpräsident Markus Söder gehörte die Beerdigung der Nationalpark-Idee. Die Befürworter eines solchen Schutzgebietes in Franken geben aber nicht auf. Und ihre Kontrahenten geben die Losung „Seid wachsam“ aus.

  • Doch noch Hoffnung für Nationalpark Steigerwald?, Welt vom 14.6.18; ... Das Waldgebiet um Ebrach ist hart umkämpft.... Nun integrieren die Staatsforsten das Gebiet in ihre Bewirtschaftung. Dazu gehöre etwa die Pflege von Eichenbeständen oder die Pflanzungen von jungen Tannen, erläuterte der Sprecher. «Zur nachhaltigen Waldwirtschaft gehört auch der Waldnaturschutz, daher werden mit dem Beginn der Bewirtschaftung auch Naturschutzmaßnahmen wie die Errichtung von Trittsteinen der natürlichen Waldentwicklung umgesetzt.» Das Trittstein-Konzept sieht vor, dass Teile der Flächen aus der Bewirtschaftung genommen werden, um sie komplett der Natur zu überlassen.
    Eine Fällung von Altbäumen sei nicht vorgesehen, betonte der Sprecher. Man werde das Konzept für den «sanften Einstieg» in die Bewirtschaftung an diesem Freitag der Öffentlichkeit vorstellen.

  • Jetzt ist der Stadtrat gefragt, FT vom 12.6.18;  Aktion  Der Nationalparktag auf dem Maxplatz rückte besonders den Steigerwald in den Fokus. Der Veranstalter forderte eine Resolution der Stadt Bamberg ohne Landkreis. Der Nationalparktag rückte besonders den Steigerwald in den Fokus. Der Veranstalter forderte eine Resolution der Stadt Bamberg ohne Landkreis.
    Hierzu auch Mainpost Kitzingen, 12.6.18

  • Nach Gifteinsatz: Verlassene Vogelnester mangels Nahrung?, Mainpost, 11.6.18; Leere Vogelnester und verlassene Gelege finden sich in den Nistkästen im Kronunger Waldstück „Hartholz“. Dort wurde Ende April vom Hubschrauber aus das Vergiftungsmittel Mimic gegen die Schwammspinnerraupe auf der Eiche gespritzt. Dass damit auch andere Insekten getroffen wurden, so dass die Vögel mangels Nahrung ihr Revier verlassen haben, davon geht das Kronunger LBV-Mitglied Georg Rüttiger aus.

Mai 2018

  • Zelten mit Plumpsklo und Feuerplatz, FT vom 29.5.18; TREKKING  Bei Ebrach und Burgwindheim sowie acht weiteren Plätzen im Steigerwald dürfen Wanderer ab August für je eine Nacht zelten. An zehn Plätzen im Steigerwald ist es Wanderern ab August erlaubt, für eine Nacht ein Zelt aufzuschlagen. Das Projekt wurde in Rauhenebrach vorgestellt... 100 000 Euro werden in das „Trekking Erlebnis Steigerwald“ fließen, 80 Prozent davon übernimmt das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Den Rest trägt die Gemeinde Rauhenebrach, auch in Form von Eigenleistung. Ab 1. August gibt es die App im Playstore, dann können die Trekkingplätze gebucht werden. Die Kosten belaufen sich auf 4,80 Euro pro Nacht und Person. ... Über die App kann man buchen und bezahlen und erhält auch eine Packliste sowie Vorschläge für die An- oder Abreise mit der Bahn...Wer nicht bucht, für den gilt auch die Ausnahmegenehmigung für Zelten und Feuermachen der Naturschutzbehörden nicht. Das heißt, er macht sich strafbar

  • Großer Nationalparktag in Bamberg , Mainpost vom 27.5.18; Das Naturerbe Steigerwald lädt anlässlich des Welt-Erbejahres und des Tags der Umwelt für Samstag, 9. Juni, von 9 bis 18 Uhr zu einem großen Nationalparktag auf den Maxplatz in Bamberg ein. Veranstalter ist der Verein Nationalpark Nordsteigerwald. Der Eintritt zu dem bunten Programm „zum Mitmachen, Genießen und Spaß haben“ ist frei.

  • Mergner sieht sich ins falsche Licht gerückt, MP vom 18.5.18; Der Schlagabtausch zwischen dem Vorstand des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald und dem Leiter des Ebracher Staatsforstbetriebs, Ulrich Mergner, geht weiter. Letzterer findet es in einer Stellungnahme bedauerlich, dass ein Gespräch, das er mit dem Vorstand des Nationalparkvereins in guter Atmosphäre geführt habe, nun zu einer Kampagne gegen den Forstbetrieb Ebrach und ihn persönlich missbraucht werde. Zugleich empfinde er, so Mergner, es nicht vertrauenswürdig, ihm Äußerungen in den Mund zu legen, die er nicht gesagt habe. Er reagiert damit nicht zuletzt auf den jüngsten Artikel „Ist Ulrich Mergner auf dem Holzweg?“.

  • Doppeltes Echo aus dem Wald, FT vom 16.5.18; Das Eintreten von Bambergs OB Starke (SPD) für einen Nationalpark im Steigerwald freut die einen und quält die anderen... Von den Freunden eines Nationalparks im Nordsteigerwald wird das Eintreten des Bamberger Oberbürgermeisters Andreas Starke (SPD) für ein Schutzgebiet bei Ebrach euphorisch begrüßt. Der Verein, dessen derzeitiger Vorsitzender Adolf Hümmer in Bamberg lebt, kämpft seit Jahren für ein Weltnaturerbe und einen Nationalpark im Steigerwald. Nun nutzt die Bewegung die Unterstützung aus dem Rathaus, um ihr Anliegen mit neuer Kreativität zu verfolgen: Von Helmut Müller (CSU) bis zum Kabarettisten Mäc Härder haben Hümmer und Co. bereits etliche prominente Baumpaten motivieren können, dem nach der Landtagswahl befürchteten Kahlschlag im Klosterwald mit ihrem Gesicht entgegenzutreten. Zu sehen sind die Videos auf dem Kanal Youtube. Am Samstag, 9. Juni, soll zudem das erste „große Nationalparkfest“ auf dem Maxplatz in Bamberg steigen. Reden, Podiumsdiskussion und Jazz für Frankens dicke Buchen. Doch auch harte Argumente machen die Runde: „Die Verbindung des Weltkulturerbes Bamberg mit einem Weltnaturerbe Steigerwald hätte großes Potenzial für sanften Tourismus. „Wir halten es für ein wichtiges Ziel, einen Teil des Steigerwaldes unter Schutz zu stellen“, erklären Vertreter der Bamberger FDP in Stadt und Landkreis im Schulterschluss. Auf Distanz zum eigenen Fraktionsvorsitzenden geht unterdessen CSU-Kreisvorsitzender Christian Lange: In „Ergänzung“ zu Müllers Aussagen stellt Lange klar, dass die CSU-Fraktion der Stadt keine Resolution zu Gunsten eines Weltnaturerbes im Steigerwald mittragen werde. Unabhängig davon, wie man zu der Frage persönlich steht, werde sich die Stadt-CSU nicht in die Angelegenheiten des Kreises einmischen, sagt Lange. Auch Kalb hält den Wald für „einen Ansatzpunkt“, stellt aber im Gegensatz zu den Naturschützern das Trittsteinkonzept der Staatsforsten nicht in Frage. Der Forderung von Stadt und Naturschützern nach einem Einschlagstopp der Stadt mag er sich deshalb nicht anschließen: „Wir möchten nicht über die Köpfe der Bevölkerung vor Ort entscheiden.“

  • Verein Nationalpark Nordsteigerwald e.V.: „Klosterwald zu wenig geschützt“, Der Neue Wiesentbote vom 15.5.18; Die längst widerlegten Argumente der Waldschutzgegner werden durch ständiges Wiederholen auch nicht wahrer. Zu diesem Ergebnis kommt der Vorstand des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald anlässlich seiner Sitzung, in der die publizierte Gegendarstellung des Forstbetriebsleiters Ulrich Mergner besprochen wurde. Die Ungereimtheiten werden schnell deutlich: Wenn der 770 Hektar umfassende Klosterwald auf seiner gesamten Fläche gegen Holzeinschlag in der Praxis geschützt wäre, wie behauptet wurde, könnten nicht zahlreiche Bäume zum Fällen bereits gekennzeichnet sein. Auch die Ankündigung des Einschlags spätestens im Herbst wäre absurd.

  • Bamberger FDP für Weltnaturerbe Steigerwald mit Option für späteren Nationalpark, Der Neue Wiesentbote vom 15.5.18; Die FDP in Stadt und Landkreis Bamberg spricht sich in einer gemeinsamen Pressemitteilung für die Unterschutzstellung des Ebracher Klosterwaldes aus. „Wir halten es für ein wichtiges Ziel, im Steigerwald einen Teil des Staatswaldes aus der aktiven Bewirtschaftung zu nehmen und unter besonderen Schutz zu stellen“, so die beiden FDP-Landtagskandidaten Martin Pöhner (Bamberg-Stadt) und Martin Wünsche (Bamberg-Land) „Damit bestünde die Chance, dass der Steigerwald in das bereits bestehende UNESCO-Weltnaturerbe Buchenwälder aufgenommen wird“, meint FDP-Kreisrat Dr. Liebhard Löffler.

  • Ist Ulrich Mergner auf dem Holzweg?, Mainpost vom 15.5.18; Die längst widerlegten Argumente der Waldschutzgegner werden durch ständiges Wiederholen auch nicht wahrer. Zu diesem Ergebnis kommt der dreiköpfige Vorstand des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald anlässlich einer Sitzung, in der die von dieser Redaktion publizierte Stellungnahme des Ebracher Forstbetriebsleiters Ulrich Mergner zu einer Pressemitteilung des Nationalparkvereins besprochen wurde....Seit Jahren habe der Freistaat eine unabhängige Machbarkeitsstudie über die Auswirkungen eines Großschutzgebiets im Staatswald auf die regionale Ökologie und Ökonomie verhindert. Eine solche Studie könnte die Wege des Holzes, den Bedarf der regionalen Holzwirtschaft und die notwendige Versorgung der heimischen Bevölkerung feststellen und Grundlage für ein vernünftiges Konzept bieten, betont abschließend der Vorstand des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald.

  • Die Angst vor den Motorsägen, FT vom 15.5.18; Steigerwald  - Ein später Vorstoß aus dem Bamberger Rathaus lässt aufhorchen. Die Stadtspitze will sich für ein Naturschutzgebiet bei Ebrach stark machen. Und verhindern, dass die Sägen anrücken. ... Bambergs OB Andeas Starke (SPD) lässt keinen Zweifel, auf welcher Seite er steht: "Ich bin ein eindeutiger Befürworter eines Nationalparkes im Steigerwald. Das wäre nicht nur ein wirksamer Beitrag für Natur und Umwelt, sondern auch eine wunderbare Ergänzung des Weltkulturerbes Bamberg, würde vor der Haustüre ein solches Gebiet entstehen." Dass Ministerpräsident Markus Söder die Nationalparkpläne vorerst beerdigt hat, hält Starke für einen Fehler. Es sei schade, dass Repräsentanten der Staatsregierung vor der Lobby der Forstwirtschaft eingeknickt seien.... Starke ist nicht allein: Im Stadtrat kann er auf eine ungewöhnlich breite Allianz vertrauen, die einer bereits fest eingeplanten Exkursion in den Steigerwald nur allzu gerne eine Resolution für die Rettung des Klosterwaids folgen lassen würde. Zu ihr gehören nicht nur die SPD und die Grünen. Auch die Bamberger Allianz will das "Naherholungsgebiet für viele Bamberger" geschützt wissen. Selbst in der Bamberger CSU, die auf Landesebene eine Machbarkeitsstudie stets abgelehnt hatte, finden sich namhafte Verfechter eines Welterbe- Waldes. "Das wäre eine tolle Geschichte für Franken", sagt etwa Fraktionschef Helmut Müller. Müller persönlich glaubt, dass ein Titel wie Nationalpark oder Welterbe sich langfristig bezahlt macht und am Ende wertvoller ist als die gewöhnliche Forstwirtschaft. "Warum sollte bei uns nicht funktionieren, was im Bayerischen Wald oder in Berchtesgaden klappt?" Was sagt man im Landkreis Bamberg dazu, dass der Bamberger Stadtrat gewissermaßen in Nachbars Garten wildert? Auf allzu viel Verständnis stößt es nicht: "Wir mischen uns ja auch nicht im städtischen Hoheitsgebiet ein", sagt Wolfgang Möhrlein, CSU Fraktionschef im Kreistag.

  • Freiheit für den Klosterwald!, Kommentar Wehner, FT vom 15.5.18; Ein Schutzgebiet im Klosterwald wäre ein kleiner Schritt für den Freistaat, aber ein großer für die Region. Das Beispiel würde vor Augen führen, welche Wirkung es hat, wenn sich der Mensch den Luxus leistet, seine Nutzungsansprüche um einen Bruchteil zu reduzieren, ein Stück fränkische Waldnatur gewissermaßen in die Freiheit zu entlassen. Dass aus dem Ebracher Klosterwald einmal ein Weltnaturerbe der Menschheit werden könnte, wäre ein Lohn, der manche Mühe und den Verzicht auf ein paar Tausend Euro aus dem Holzertrag locker wett machen würde.

  • Pro und Contra: Das Meinungsbild in der Region ist bunt gemischt, FT vom 15.5.18; Bamberg - Die letzte Umfrage stammt vom Dezember 2016 und wurde von Emnid im Auftrag des Bund Naturschutz und WWF Deutschland in der Steigerwaldregion inklusive Schweinfurt und Bamberg durchgeführt. Sie ergab eine klare Mehrheit für einen Nationalpark

  • Sendung Quer, Das Drama um den Steigerwald, 17.5.18: Er hat's schon nicht leicht, der Steigerwald. Obwohl er als einer der wertvollsten Laubwaldgebiete mit höchster Artenvielfalt und damit als äußerst schützenswert gilt, darf er einfach nicht geschützt werden.

  • Gesamte Sendung mit Schlusskommentar „Söderab Min. 36.00, ab Min 41.00 Kommentar mit Söder – Puppe

  • Hoher Buchener Wald bald nutzungsfrei?, MP vom 7.5.18; Auf Antrag der oberfränkische Bundestagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen, Lisa Badum, hat der Landesparteitag der Bayerischen Grünen in Hirschaid jetzt die Resolution „Bayern darf sein einziges potenzielles Unesco-Weltnaturerbe nicht vernichten – Steigerwald schützen, Abholzung stoppen!" verabschiedet. Die Bündnisgrünen in Bayern unterstützen damit die Forderung des Bund Naturschutz auf Ausweisung eines Naturschutzgebietes im Bereich „Der Hohe Buchene Wald im Ebracher Forst“ als Kerngebiet eines künftigen Nationalparks Steigerwald.
  • Gipfeltreffen“ im Steigerwald, MP vom 7.5.18;  Ob es jemals in dem jahrelangen Streit um ein großes Schutzgebiet oder gar einen Buchen-Nationalpark bei Ebrach zu einem Burgfrieden (die gleichnamige Waldabteilung befindet sich auf dem Zabelstein) kommen wird, steht in den Sternen. Zu einem besonderen „Gipfeltreffen“ kam es dieser Tage im Gasthaus Michel in Untersteinbach: Der Leiter des Forstbetriebs Ebrach der Bayerischen Staatsforsten, Ulrich Mergner, hatte die Einladung des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald angenommen, um die unterschiedlichen Positionen zum Waldnaturschutz zu diskutieren.... Gegen diese Darstellung in der Pressemitteilung des Vereins setzt sich Ulrich Mergner entschieden zur Wehr.
  • "Nationalpark bringt Arbeitsplätze und Touristen", MP vom 7.5.18; Steigerwälder erkundeten den Nationalpark Bayerischer Wald. Einheimische berichten vom „Motor für ihre Gemeinden“. Kommunalpolitiker, Touristiker und Wissenschaftler aus dem Bayerischen Wald stellten ihre Region vor. Über dieser Fahrt berichtet der Bund Naturschutz (BN) der Presse.
  • MdB Lisa Badum sieht in Hirschaid starkes Signal, FT vom 7.5.18; Hirschaid - Logisch, dass auch sie dabei war: Lisa Badum, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen für Bamberg/Forchheim, beim Bayerischen Grünen-Landesparteitag im Energiepark Hirschaid... Badum und die Grünen kritisieren die CSU und die Staatsforsten. Diese würden die Interessen der Bevölkerung und der Natur für „einen Appel und ein Ei“ verkaufen. Das sei schäbig. Sie betonte, sie werde dagegen Widerstand leisten. „Wir brauchen deshalb endlich das Schutzgebiet des Hohen Buchener Wald.“ Weil die uralten Buchen vor der Rodung stehen, habe sie einen Eilantrag eingebracht. Die geplante Vernichtung eines derartigen Naturschatzes ließen die Grünen der CSU nicht durchgehen. Man fordere auch weiterhin einen dritten Nationalpark. Dies Parks seien die Heimat der Artenvielfalt und Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel.

April 2018

  • Naturzentren und andere Wohltaten, Bayerische Staatszeitung vom 27.4.18; Ministerpräsident Söder hat den angekündigten dritten Nationalpark gekillt – wie geht’s jetzt weiter? Bayern bekommt also keinen dritten Nationalpark. Ministerpräsident Markus Söder teilte kürzlich mit, der Plan sei „zurückgestellt“, und zwar „auf absehbare Zeit“ . So blieb also durchaus ein Hintertürchen offen. Doch warum dieser Schritt – wo doch eine repräsentative Umfrage des Emnid-Instituts vom März eine Zustimmung von 64 Prozent seitens der bayerischen Bevölkerung zu einem dritten Nationalpark erbrachte; unter den CSU-Wählern waren es sogar 67 Prozent... Trotzdem wird der Bund Naturschutz gemeinsam mit dem Landesbund für Vogelschutz in den nächsten Monaten weiter für den Nationalpark kämpfen. „Uns gibt es seit 105 Jahren, wir haben einen langen Atem“, versichert Mergner. „Wer hätte etwa noch unter dem früheren Ministerpräsidenten Edmund Stoiber gedacht“, fragt Mergner, „dass eines Tages die grüne Gentechnik im Freistaat geächtet sein wird?“

  • BN-Chef: "Bayern wird einen dritten Nationalpark bekommen", MP vom 27.4.18; Das Gespräch führte Alice Natter; Nur wenige Vereine im Freistaat sind so einflussreich wie der Bund Naturschutz. Angesichts von 220 000 Mitgliedern kommt die Politik am BN kaum vorbei. An diesem Samstag wählt Bayerns größter Naturschutzverband nach 16 Jahren bei der Delegiertenversammlung in Eichstätt einen neuen Vorsitzenden: Nach 16 Jahren an der Spitze tritt Chef Hubert Weiger nicht mehr an, er will sich künftig verstärkt um die Arbeit als Vorsitzender des bundesweiten Dachverbands in Berlin, des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), kümmern. Ein Gespräch über Niederlagen und Erfolge in der langen Amtszeit.... Wo in Bayern sind Sie selbst am liebsten in der Natur unterwegs? Weiger: Am liebsten im Steigerwald. Er ist für mich mehr geworden als ein „Projekt“.

  • Die Bayerischen Staatsforsten kündigen Einschlag im Klosterwald Ebrach an, Der Neue Wisentbote vom 26.4.18; Nationalparkverein bleibt bei seiner Forderung nach einem Großschutzgebiet - Für den Erhalt und Schutz der alten Buchen im staatlichen Klosterwald Ebrach sprach sich der Vorstand des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald im Gespräch mit dem Forstbetriebsleiter Ulrich Mergner aus. Der Chef der Ebracher Staatsforsten hatte die Einladung des Vereins angenommen, die unterschiedlichen Positionen zum Waldnaturschutz im Gasthaus Michel Untersteinbach zu diskutieren.

  • „Wir schätzen den Nationalpark sehr“ - Steigerwälder im Nationalpark Bayerischer Wald – Einheimische berichten vom „Motor für ihre Gemeinden“, Pressemitteilung des BN vom 26.4.18; Kommunalpolitiker, Touristiker und Wissenschaftler aus dem Bayerischen Wald stellten interessierten Bürgerinnen und Bürgern aus dem Steigerwald am 22. April ihre Region vor. Das Interesse am Thema „Nationalpark“ ist im Steigerwald ungebremst hoch, die 11. Busfahrt des BUND Naturschutzes (BN) in eine Nationalparkregion war schnell ausgebucht. Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl und seine Mitarbeiter führten die beeindruckten Gäste in kleine Urwaldgebiete mit riesigen uralten Buchen, Tannen und Fichten. Ihr Fazit: Schutzgebiete sind wichtig für seltene Arten und es braucht auch große Schutzgebiete, das „Schützen und Nutzen-Konzept“ reicht nicht. Bei der Diskussion im Haus zur Wildnis waren sich die Vertreter aus Politik, Tourismus und Naturpark einig: der Nationalpark ist auch wirtschaftlich und touristisch ein großer Gewinn und sehr bedeutend für ihre Region. Die Steigerwälder nahmen die Empfehlung mit, die Option Ntionalpark genau zu prüfen.

  • Nationalpark-Pläne auf Eis, BR  24 vom 18.4.18; Statt einen dritten Nationalpark auszuweisen, will Markus Söder eine "Naturoffensive Bayern" starten. Er will vor allem die bayerischen Naturparks stärken und dort unter anderem Ranger einsetzen.

  • „Schwarzer Tag für den Naturschutz", BR24 vom 18.4.18; Bayerns Ministerpräsident Söder hat den Plänen für einen dritten Nationalpark im Freistaat in seiner Regierungserklärung eine Absage erteilt. Die Reaktionen darauf sind gemischt: Grüne und Naturschützer zeigen sich enttäuscht, Jäger und Landwirte im Landkreis Donau-Ries erleichtert.... "Wir werden ein Biodiversitätszentrum in der Rhön, ein Walderlebnis- und Eichenzentrum im Spessart, das Zentrum Naturerlebnis Alpin am Riedberger Horn und an der Donau ein begehbares Donau-Aquarium zusammen mit dem Haus im Moos einrichten. Wir verbieten nicht die Nutzung der Natur – wir laden ein, die Natur zu erleben."... Umkehr der CSU-Politik-Noch im Juli des vergangenen Jahres hatte die damalige Umweltministerin Ulrike Scharf von einem offenen Rennen zwischen Rhön und Donau-Auen um den Status eines Nationalparks gesprochen. Horst Seehofer verteidigte damals seine Initiative für einen dritten Nationalpark mit dem Hinweis auf entsprechende Umfragen, die besagten, dass 75 bis 85 Prozent der Bevölkerung für einen Nationalpark wären. Diese Erkenntnis hat nun sein Nachfolger, Markus Söder, beiseite geschoben.

  • Presserklärung der SPD zum Thema Nationalpark vom 12.4.18

  • Verein zählt jetzt 3600 Mitglieder, FT vom 10.4.18;  Versammlung  „Unser Steigerwald“ sieht sich im Kampf gegen einen Nationalpark bestätigt. Trossenfurt/Ebrach - Der Verein „Unser Steigerwald“ geht nach eigenen Angaben nicht davon aus, dass er in absehbarer Zeit überflüssig wird. „Denn trotz der jüngsten Gerichtsurteile, der klaren Aussage von Ministerpräsident Markus Söder und der eindeutigen Stimmungslage vor Ort gibt der Bund Naturschutz sein Ziel Nationalpark nicht auf“, sagte Vorsitzender Gerhard Eck bei der Jahresversammlung des Vereins im Oberaurach-Zentrum in Trossenfurt.

  • Entführung in die Natur – direkt vor der Haustür, InFranken vom 10.4.18; Geologischer Spaziergang mit Geologin Angela Wirsing zu den Steinbrüchen lockt 60 Gäste. ... Zu der „Entführung“ begrüßte der Veranstalter vom Verein Nationalpark Nordsteigerwald rund 60 Interessierte. Sie liefen die mehr als sechs Kilometer lange Strecke mit. An einigen Strecken im hügeligen, wunderschönen Waldgebiet zwischen Kirchschönbach und Geiselwind machte Geologin Wirsing auf manche Besonderheit aufmerksam, die dort verborgen ist.

  • Bund Naturschutz beantragt Schutzgebiet im Steigerwald, BR vom 12.4.18
  • „Der Steigerwald braucht mehr Schutz!“, FT vom 12..4.18; VORSTOSS  Der Bund Naturschutz beantragt bei der Regierung von Oberfranken das Naturschutzgebiet „Ebracher Klosterwald“. Anmerkung: wir halten nach wie vor am Ziel Nationalpark fest. Hier geht es jetzt darum, die alten Bäume im ehemaligen Geschützten Landschaftsbestandteil vor dem Fällen zu retten!
  • Steigerwald braucht endlich mehr Schutz, BUND Naturschutz beantragt Naturschutzgebiet Ebracher Klosterwald, Pressemitteilung BN vom 11.4.18; Seit über 10 Jahren wird ein Nationalpark Steigerwald diskutiert, dessen Einrichtung von der Bevölkerung in der Steigerwaldregion mit deutlicher Mehrheit unterstützt wird. Trotzdem weigert sich der Staatsforst die Wälder bei Ebrach entsprechend zu schützen, auch nicht durch ein deutlich kleineres flächiges Schutzgebiet. Somit droht vielen dicken Buchen Zug um Zug die Fällung. „Wir haben als BUND Naturschutz gestern die Regierung von Oberfranken angeschrieben und ein nutzungsfreies Naturschutzgebiet bei Ebrach beantragt“, so Hubert Weiger, Landesvorsitzender des BUND Naturschutz in Bayern (BN). ... „ Wir werten den Umgang mit unserem Vorschlag als Gradmesser für die Glaubwürdigkeit der neuen Staatsregierung unter Ministerpräsident Markus Söder, ob es im Waldnaturschutz Fortschritte gibt oder ob auch im Staatswald weiterhin der Holznutzung klarer Vorrang eingeräumt wird“, so Weiger.Webseite BUND Naturschutz

  • Günther Denzler und Georg Sperber als Vorreiter im Naturschutz gewürdigt, FT vom 10.4.18; Untersteinbach - Zwei Vorkämpfern des Naturschutzes im Steigerwald verlieh der Verein Nationalpark Nordsteigerwald jetzt die Ehrenmitgliedschaft. In der voll besetzten Gaststätte Michel in Untersteinbach wurden dem Forstdirektor i.R. Georg Sperber und dem Bezirkstagspräsidenten (im Artikel falsch) von Oberfranken und ehemaligen Landrat des Landkreises Bamberg, Günther Denzler, die Urkunden überreicht, wie aus einer Mitteilung des Vereins der Nationalpark-Befürworter hervorgeht.

  • Entführung in die Natur – direkt vor der Haustür, InFranken vom 10.4.18; Geologischer Spaziergang mit Geologin Angela Wirsing zu den Steinbrüchen lockt 60 Gäste. ... Zu der „Entführung“ begrüßte der Veranstalter vom Verein Nationalpark Nordsteigerwald rund 60 Interessierte. Sie liefen die mehr als sechs Kilometer lange Strecke mit. An einigen Strecken im hügeligen, wunderschönen Waldgebiet zwischen Kirchschönbach und Geiselwind machte Geologin Wirsing auf manche Besonderheit aufmerksam, die dort verborgen ist.

März 2018

  • Schlechte Chancen für Nationalparkbefürworter, MP vom 24.3.18; Die Signale werden klarer: Mit Bayerns neuem Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) wird es wohl keinen neuen Nationalpark im Freistaat geben. „Mir ist es auf Dauer wahrscheinlich wichtiger, in der Fläche mehr Natur zu haben, als auf Einzelflächen“ mit Verboten und Einschränkungen für Jäger und Fischer, sagte Söder am Samstag bei seinem Besuch der Landesversammlung des Bayerischen Jagdverbands in Veitshöchheim (Lkr. Würzburg). „Zum Naturschutz gehört eine Philosophie“, so Söder. „Die einen wollen No-Go-Areas“ und hielten Natur für einen Raum, „den man am besten nicht betritt“. Er schätze die bestehenden Nationalparks in Bayern, habe aber „eine grundlegende Skepsis“ gegen einen neuen.
  • Niederlage vor dem Verfassungsgerichtshof, MP vom 23.3.18; Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat die Popular-Klage des Vereins Nordsteigerwald und der Privatpersonen mit Entscheidung vom 19. März abgewiesen. Und dies – knapp zusammengefasst – aus zwei Gründen: Zum einen sei die Popularklage bereits unzulässig. Die Kläger hätten dem Gericht nicht dargelegt können, welches Grundrecht der Bayerischen Verfassung durch die Aufhebungsverordnung überhaupt verletzt sein könnte. Und zum anderen habe bereits das Bundesverwaltungsgericht die strittige Verordnung schon einmal geprüft und in ihrem Inhalt bestätigt.
  • Ausgewählte Steigerwald-Wälder, MP vom 17.3.18;  Ihr gemeinsames Bestreben bekundeten die Landräte Wilhelm Schneider (Haßberge), Florian Töpper (Schweinfurt), sowie die stellvertretenden Landräte Bernd Schnizlein (Neustadt-Aisch/Bad Windsheim) und Paul Streng (Kitzingen) zusammen mit ihrem Bamberger Amtskollegen Johann Kalb jüngst bei einem Pressetermin im historischen Schlüsselfelder Bürgersaal... 2014 als die Debatte um einen Nationalpark Steigerwald die Region bewegte, habe alles begonnen, so Landrat Kalb. „Bei den Überlegungen, was sonst noch im Steigerwald los ist, sind wir schnell bei der Kultur gelandet.“ Mit der Kultur soll es auch noch weitergehen: Wie Kalb informierte, wird für Kloster Ebrach zusammen mit anderen Zisterzienserklöstern in ganz Europa im nächsten Jahr das Europäische Kulturerbe angestrebt.
  • Gemeinsam für den Steigerwald, FT vom 17.3.18; TRADITIONEN  Die bäuerlichen Gemeinschaftswälder und die traditionelle Dörrobstherstellung im „Hutzeldorf“ Fatschenbrunn wurden ins „Bayerische Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes“ aufgenommen.
  • Gegen Flächenfraß und für den Nationalpark, MP vom 15.3.18; In Bayern gebe es bei Umfragen 64 Prozent Zustimmung für einen dritten Nationalpark. Weiger wertete das Ergebnis als einen der größten Erfolge seines Verbandes. Den Nationalparkgegnern empfahl er einen Besuch im Alt-Nationalpark Bayerischer Wald, um den dort mit ungeheurer Vitalität wachsenden Wald zu erleben. Er selbst gebe nie auf, für den Steigerwald als Nationalpark zu kämpfen. Dieses Gebiet sei dafür prädestiniert.
  • Anerkennung hat „Leuchtkraft“, FT vom 15.3.18; BRÄUCHE  Der Freistaat Bayern hat die Hutzel-Tradition in Fatschenbrunn als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Darüber freuen sich die Initiatoren, aber ihre Vorstellungen gehen weiter: Könnte es ein Leuchtturmprojekt im Steigerwald werden?... Der Kreis Haßberge möchte auch ein solches Leuchtturmprojekt innerhalb seiner Grenzen haben. Bei der jüngsten Sitzung des Kreistages waren zwei Ideen genannt worden: ein Keltendorf zwischen Zell und Oberschleichach auf dem Gelände des Marswaldspielplatzes und eine Art Wildgehege in Koppenwind. Besonders überzeugend wurden die Projekte aber nicht vorgetragen, und sie haben wohl kaum eine Chance auf Realisierung. Wie wäre es dann mit dem Hutzel-Informationszentrum in Fatschenbrunn?, fragt Hümmer. Der Antrag liege vor, es gebe ein Konzept, sagt er. Franz Hümmer: „Warum schließt man sich da nicht an?“ Die Anerkennung der Hutzel-Tradition als immaterielles Kulturerbe sieht Franz Hümmer als einen großen Schub für ein solches Zentrum. „Was gibt mehr Leuchtkraft als eine solche Anerkennung?“, fragt er.
  • Bräuche aus dem Steigerwald als immaterielles Kulturerbe, FT vom 14.3.18; München - Von der traditionellen Dörrobstherstellung im Steigerwald bis zum handwerklich gebrautem Bier aus der Oberpfalz: Zwölf lebendige Traditionen, Bräuche und Handwerkstechniken werden in diesem Jahr neu in das bayerische Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Das gab Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) bekannt. Wir gratulieren!
  • Mehrheit in Bayern für dritten Nationalpark, FT vom 13.3.18; München - Eine klare Mehrheit in Bayern ist einer Umfrage zufolge für einen dritten Nationalpark im Freistaat. 64 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, wie eine am Montag veröffentlichte Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Kantar Emnid im Auftrag des Bundes Naturschutz (BN) und des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) ergab. Mehr als jeder Fünfte (21 Prozent) war demnach dagegen, 15 Prozent machten keine Angaben.
  • Umfrage - Mehrheit der Bayern ist für dritten Nationalpark, SZ vom 12.3.18; Knapp zwei Drittel der Bevölkerung in Bayern sind für einen dritten Nationalpark im Freistaat. Unter den CSU-Wählern sind es sogar 67 Prozent. Das hat eine repräsentative Umfrage ergeben, die der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der Bund Naturschutz (BN) bei dem Meinungsforschungsinstitut Emnid in Auftrag gegeben haben. Die beiden Verbände haben deshalb den designierten Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) aufgefordert, den Beschluss der Staatsregierung von 2016 umzusetzen und rasch einen dritten Nationalpark einzurichten. SPD und Grüne schlossen sich der Forderung an.... Landesweit liegt die Zustimmung bei 64 Prozent. Mit 70 und 67 Prozent ist sie in Oberbayern und Schwaben am höchsten. Am geringsten fiel sie in der Oberpfalz (55 Prozent) und in Niederbayern (50 Prozent) aus. In Franken, wo es in der Vergangenheit lokale Proteste erst gegen einen Nationalpark im Steigerwald, dann gegen einen im Spessart und derzeit gegen einen in der Rhön gibt, ist die Zustimmung hoch. 66 Prozent der Mittelfranken, 61 Prozent der Oberfranken und 60 Prozent der Unterfranken befürworten einen dritten Nationalpark im Freistaat.
  • Umfrage in Bayern: Mehrheit für dritten Nationalpark, Die Welt vom 12.3.18: ....Auch SPD-Umweltpolitiker Florian von Brunn forderte die Regierung auf, an einem dritten Nationalpark festzuhalten. «Es kann nicht sein, dass der zukünftige Ministerpräsident wegen des Geschreis einiger CSU-Abgeordneter wirtschaftliche Einzelinteressen über den Naturschutz stellt und damit ein Versprechen der bisherigen Staatsregierung bricht», sagte Brunn. Die Grünen-Landtagsfraktionschefin Katharina Schulze rief Söder auf, den Weg für das Projekt frei zu machen. Das Thema Nationalpark sei nun lange rauf und runter diskutiert worden. Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger dagegen betonte, dass «die 15 Millionen Euro», die ein Nationalpark jährlich koste, lieber in viele dezentrale Naturschutzprojekte in ganz Bayern investiert werden sollten. «Ich sehe keine Gebietskulisse, die für einen weiteren Nationalpark mit 10 000 Hektar Größe geeignet wäre.
  • Gefährlich und rückständig, Mainpost vom 12.3.18; Leserbrief; Während ganz Deutschland versucht, sich auf die Zukunft vorzubereiten und zumindest offiziell ein "Weiter so" ausgeschlossen wird, muss die Welt der bayerischen Landwirte so bleiben, wie sie ist; komme was wolle. Nitrat im Grundwasser? Egal. Nötige Stromleitungen für Ökostrom aus dem Norden? Nicht mit uns! Naturschutz durch einen dritten Nationalpark? Bloß nicht!
  • Im Iran faszinierende Bäume erlebt, FT vom 6.3.18; FORSCHUNGSREISEBERICHT  Forstamtsleiter Hans Stark entführte seine Zuhörer im Umweltbildungszentrum in Oberschleichach in einen eindrucksvollen Buchen-Urwald. Hans Stark entführte seine Zuhörer im Umweltbildungszentrum in Oberschleichach in einen eindrucksvollen Buchenurwald am Kaspischen Meer

Februar 2018

  • Kreistag will die Spaltung überwinden, FT vom 27.2.18; Ein paar Mal flammten die alten Argumente auf, die die Diskussion um die Zukunft des Steigerwaldes angeheizt haben. Aber weitgehend bemühten sich sämtliche Kreisräte am Montagnachmittag um Sachlichkeit und unterstrichen das Bemühen, im Ringen um die Weiterentwicklung des Steigerwaldes einen Konsens anzustreben. Die Zukunft der Region südlich der Mainlinie stand im Blickpunkt der Sitzung des Kreistages Haßberge, der im Landratsamt in Haßfurt tagte... Zum Beispiel, dass aktuell eine Untersuchung im Gange ist, die Auskunft darüber geben soll, ob sich der Steigerwald für ein Biosphärenreservat (wie etwa die Rhön) eignet. Ein Büro in Österreich arbeitet daran; erste Ergebnisse sollen in der zweiten Jahreshälfte 2018 vorliegen.
  • Neustart für den Steigerwald MP vom 26.2.18; Seit zehn Jahren stehen sich im Steigerwald Nationalparkgegner und -befürworter unversöhnlich gegenüber. „Das ist nicht gut für die Region“, sagte am Montag der Landtagsabgeordnete Steffen Vogel (CSU) im Kreistag Haßberge und erntete damit keinerlei Widerspruch. Was die Möglichkeiten des Schutzes und der Inwertsetzung des nördlichen Steigerwaldes anbelangt, wagt der Landkreis Haßberge deshalb nun einen Neustart. Zumindest wenn es nach dem Kreistag geht.... Für Landrat Wilhelm Schneider (CSU) ist es höchste Zeit, endlich Kompromisse zu finden. „Wir wollen den Steigerwald gemeinsam weiterentwickeln“, schrieb er seinen Lokalpolitikern hinter die Ohren, jetzt ideologiefrei nach Lösungen zu suchen, die auch umsetzbar sind.... Wie Veronika Jägler vom Regionalmanagement ausführte, verfolgt der Landkreis stattdessen zwei kleinere Ideen: Der Marswaldspielplatz zwischen Oberschleichach und Zell, er ist Eigentum der Bayerischen Staatsforsten, könnte sich in nicht allzu ferner Zukunft in ein keltisches Dorf verwandeln und seine mit einfachen spielerischen und pädagogisch aufgearbeiteten Elementen in diese frühgeschichtliche Zeit zurückversetzen, zumal keltische Hügelgräber in der Nähe liegen und der überregional bekannte Keltenerlebnisweg hier vorbeiführt. Und für Koppenwind zeichnet sich ein „Leuchtturm“ mit einem Informationszentrum Ländlicher Raum, einem Wildgehege mit Wolf, Bär und vielleicht Wisent, einem Baumdorf mit Übernachtungsmöglichkeiten und einem Erlebnisspielplatz mit Streichelzoo ab.
  • Kampf um Nationalpark , MP vom 26.2.18; Der Verein Nationalpark Nordsteigerwald fordert, anhand einer Machbarkeitsstudie zu prüfen, welche Auswirkungen die Schaffung eines Nationalparks im Steigerwald auf die ländliche Region hätte, wie es in einer Pressemitteilung von Vertretern des Vereins heißt.
  • Kreistag Haßberge will Spaltung im Steigerwald überwinden, InFranken vom 26.2.18; Landrat Wilhelm Schneider (CSU) machte zu Beginn der Sitzung klar, dass über das Thema Steigerwald in dieser Sitzung des Kreistages nur informiert und diskutiert und kein Beschluss gefasst werden sollte. Würde es eine Beratung und Abstimmung über die eingereichten Anträge geben, dann befürchtete er, dass die Gräben, die ohnehin bestehen, noch tiefer aufgerissen werden würden. Egal wie ein Beschluss aussehen würde, könnte es neue Wunden geben, sagte er. Schneider schlug vor, die Sitzung zur Information und zum Austausch zu nutzen. Später solle in der Runde der Fraktionsvorsitzenden nach einer Lösung gesucht und dann das Thema erneut im Kreistag behandelt werden.
  • Söder begräbt Nationalpark, FT vom 26.2.18;  Seit knapp zwei Jahren wird sondiert: Wo könnte man das von Seehofer gewünschte Großschutzgebiet unterbringen? Der designierte Ministerpräsident hat sich wohl entschieden.
  • Markus, setz’ aufs richtige Pferd!, FT Leserbrief Rebhahn vom 24.2.18; Zum Thema Nationalpark „Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass der Nationalpark hier noch so ein großes Thema ist“, staunte Heimatminister Söder, als er in Zeil auf hundert Demonstranten vom Verein der Nationalparkbefürworter traf. Na also Markus, hast’ wohl deine eigenen Landsleute a weng unterschätzt! Die haben sich das in den Kopf gesetzt, die geben so schnell nicht nach.
  • Grüne Erfolge, grüne Niederlagen, MP vom 22.2.18; Der BN fordere die bayerische Staatsregierung auf, die „geplante Demontage des LEP“ nicht zu beschließen.... Dritter Nationalpark? BN hält am Steigerwald fest... Aufgegeben hat der BN das Thema nicht: „Wir halten am Steigerwald fest“, sagt Mergner. Er hoffe, dass Markus Söder, der sich zuletzt besonders zur Rhön skeptisch äußerte, in seiner Regierungserklärung „den Prozess nicht stoppt“ und dass „nach der Landtagswahl ein qualifizierter Suchprozess beginnt“... Was den BN 2017 freute .. . dass die 2016 von der Stadt Aschaffenburg im Obernauer Mainbogen geplante Ausweisung eines 40 Hektar großen Gewerbegebietes nach heftigen Protesten gestoppt wurde: Im neuen Flächennutzungsplan ist das Gebiet, Lebensraum seltener Arten und zugleich Naherholungsgebiet, nicht mehr enthalten.
  • Relikte aus dem finsteren Mittelalter, Leserbrief Lauper, FT vom 19.2.18; Zum Thema „Holzrechte haben absolut nichts mit dem Nationalpark Steigerwald zu tun“Es klingt wie ein schlechter Faschingsscherz: Gratis-Holz aus dem Steigerwald, Gemeinden aus dem Steigerwald wollen die gelebten Holzrechte-Traditionen als immaterielles Unesco-Kulturerbe prädikatisieren lassen und haben einen entsprechenden Antrag gestellt.... Vielmehr drängt sich der Eindruck auf, dass Nationalparkgegner gemerkt haben, wie einfach es ist, mit der Argumentation „Holzrechte“ ein für die Menschen und die Natur wichtiges Großschutzgebiet zu verhindern. Dabei gibt es im geplanten nördlichen Nationalparkgebiet Steigerwald gar keine Holzrechte, weil es sich ausschließlich um Wald unserer aller Bayerischer Staatforsten handelt... 300 Jahre lang waren wir in Franken Weltmeister bei den Hexenverfolgungen mit foltern nach den Grundsätzen des „Hexenhammers“. Hoffentlich kommt bei dieser langen Tradition niemand darauf und hält den Hexenhammer als Kulturerbe für schutzwürdig. Wir sollten die Holzrechte als das qualifizieren, was sie sind: Relikte aus dem finsteren Mittelalter.
  • Heimat ist ein seelischer Anker“, FT vom 16.2.18; Landfrauentag  Gastredner in der Hallstadter Bettelseehalle war Markus Söder. Er füllte das Tagesmotto mit Schlagworten von Abendland bis Palliativstation...Schnell fügte Söder noch ein, dass „Deutschland eine stabile Regierung braucht, unser Land hat es verdient“. Da war er schon bei seiner „Zurückhaltung beim Nationalpark Steigerwald“, beim „Flächen schonenden Arbeiten“, beim Breitbandausbau oder bei fehlendem Wohnraum. Und nebenbei ließ der Redner wissen, dass „nicht zentral in München entschieden werden muss, was im Landkreis Bamberg geschieht“.
  • Steigerwald im Kreistag, FT vom 14.2.18; Haßfurt/Kreis Haßberge - Das Thema Steigerwald steht im Mittelpunkt der nächsten Sitzung des Kreistags Haßberge. Das höchste Organ des Landkreises tagt am Montag, 26. Februar, ab 14 Uhr im Landratsamt in Haßfurt
  • Nationalpark-Nordsteigerwald e.V. demonstrierte bei Söder-Besuch, Der Neue Wiesentbote vom 5.2.18; Die Übergabe der Petition „Faire Chance für den Steigerwald“ war dem Heimatminister und künftigem Ministerpräsident schon vorher angekündigt worden. Die Übergabe der Unterschriften wurde dann jedoch von Söder ignoriert. Immerhin eine Petition mit Unterschriften von ca. 7500 Befürwortern, größtenteils aus der Region. Leider suchte Söder nicht den Dialog, sondern brach zur Veranstaltung in die Halle auf.
  •  „Eine Frage der Identität“, MP vom 2.2.18; Hohen Besuch gab es am Donnerstag beim Landfrauentag in der Tuchangerhalle in Zeil: Bayerns Finanz- und Heimatminister Markus Söder hielt dort eine Rede mit dem Titel „Das ist Heimat“. Die größte Aufmerksamkeit bekamen beim Besuch des designierten Ministerpräsidenten aber zwei andere Themen: Der Streit um die Schaffung eines Nationalparks im Steigerwald sowie die Frage nach Söders Kostüm in der Fernsehsendung „Fastnacht in Franken“.  In der Nationalpark-Frage demonstrierten beide Parteien vor der Halle, Söder erteilte einer erneuten Prüfung allerdings eine klare Absage (wir berichteten).... „Wir wollen die Natur stärken“, sagte er zur Nationalpark-Frage, sein Weg heiße aber „Förderung statt Verbot“.
  • Unerwartetes Machtwort, Streiflicht, MP Has vom 2.2.18; Die Lösung dürfte nämlich auch trotz eines solchen „Machtwortes“ noch nicht gefunden sein. Womit wir wieder bei Landrat Schneider wären. Sollte es bei allen Differenzen nicht vielleicht doch möglich sein, einen Kompromiss zu finden? Immerhin scheinen sich doch auch in Berlin die Koalitionspartner nähergekommen zu sein. Und Wilhelm Schneider hat sich in der Diskussion bislang so diplomatisch eine Parteinahme verkniffen, dass man über sein Angebot, als Vermittler tätig zu werden, getrost einmal nachdenken könnte.
  • Dritter Nationalpark liegt auf Eis, FT_6.2.18; München - Die Zeichen, dass der Auswahlprozess für einen möglichen dritten Nationalpark in Bayern seinem Ende entgegengeht, verdichten sich. So wollte Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) eigentlich am Freitag mit Gegnern wie Befürwortern in Ingolstadt über ein Großschutzgebiet in den Donau-Auen diskutieren. Doch dieses Treffen wurde abgesagt. „Man darf diese Situation nicht überbewerten“, wiegelt Scharfs Sprecher Thomas Marzahn zwar ab. Der designierte Ministerpräsident Markus Söder habe aber eine Grundsatzentscheidung angekündigt: „Diese Entscheidung gilt es nun abzuwarten“, so Marzahn. Dazu auch der Artikel Mainpost, Henry Stern, siehe Anhang
  • Söder soll sich zu drittem Nationalpark bekennen, SZ vom 2.2.18; Der Bund Naturschutz (BN) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV) haben den designierten Ministerpräsident Markus Söder aufgefordert, sich klar zu einem dritten Nationalpark in Bayern zu bekennen. "Der Beschluss für den dritten Nationalpark war eine einstimmige Entscheidung des Kabinetts, auch Söder hat ihn befürwortet", sagt LBV-Chef Norbert Schäffer. "Das Auswahlverfahren darf nicht in Frage gestellt werden." Der BN-Landesbeauftragte Richard Mergner sagt: "Die übergroße Mehrheit der Bevölkerung will den dritten Nationalpark, der Auswahlprozess muss wie geplant abgeschlossen werden."
  • Steigerwald bleibt außen vor, FT vom 2.2.18; Nationalpark-Gegner und -Befürworter nutzten den Besuch des designierten Ministerpräsidenten in Zeil. Löste Markus Söder im Lager von „Unser Steigerwald“ Erleichterung aus, so trafen ihn umgekehrt enttäuschte Buh-Rufe
  • Demo für Nationalpark Steigerwald, BR vom 1.2.18; Söder zerstört Hoffnungen auf Nationalpark Steigerwald: Einen Nationalpark Steigerwald werde es nicht geben – das sei längst entschieden, sagte Söder. Dafür bekam er Applaus von rund 50 Nationalpark-Gegnern, die ebenfalls aus der gesamten Region angereist waren. Beide Seiten sorgten vor der Tuchangerhalle für einen lautstarken Empfang des bayerischen Finanz- und Heimatministers.
  • Gemeinsamen Spaziergang vereinbart, MP vom 1.2.18; Nach diesem Urteil dürfte der Forstbetrieb Ebrach, zu dem das umstrittene Gebiet gehört, den Wald dort wieder ganz normal weiterbewirtschaften. Ob er das tun wird, war die Frage an Martin Neumeyer, Vorstandsvorsitzender der bayerischen Staatsforsten, und Forstbetriebsleiter Ulrich Mergner. Am Rande des Leitungswechsels am Baumwipfelpfad erklärte Neumeyer am Dienstag, man habe ein dreistündiges Gespräch mit dem Bund Naturschutz geführt, bei dem auch dessen Vorsitzender Hubert Weiger zugegen war. Dabei habe man vereinbart, im Frühjahr eine gemeinsame Wanderung durch das umstrittene Gebiet zu unternehmen. Dann soll besprochen werden, wie der Wald in Zukunft behandelt wird. „Ich will das nicht im Streit lösen, sondern auf einer gemeinsamen fachlichen Grundlage“, sagt Neumeyer. Auf dem Spaziergang werde man die Bäume anschauen und vielleicht zu einer gemeinsamen Einschätzung kommen, ob sie stehen bleiben können. Anmerkung: es geht nicht um einen Handel, welche Bäume stehen bleiben! Der BN fordert weiterhin die Ausweisung eines Schutzgebietes

Januar 2018

  • CSU-Initiative gegen neue Stellen im Naturschutz, LBV vom 30.1.18;  Abstimmung am Mittwoch im Landtag – LBV befürchtet schweren Schlag gegen den Naturschutz in Bayern Im Nachtragshaushalt 2018 hatte das bayerische Kabinett bereits acht neue Stellen für die unteren Naturschutzbehörden in Bayern bewilligt, doch diese sollen nun wieder gestrichen werden. Auslöser ist ein unbegründeter Antrag mehrerer CSU-Abgeordneter.
  • Ein Licht in den Wäldern, Bayerische Staatszeitung vom 30.1.18; Das mit Bernhard von Clairvaux eng verbundene Kloster Ebrach und die Kulturlandschaften der Zisterzienser in Franken:  ..... Diese Gebiete zählen heute zu den bedeutendsten Buchenwäldern Mitteleuropas. Der Waldabschnitt „Kleinengelein“ etwa – seine genaue Lage am Rande der Ebracher Besitzungen wurde früher gerne verheimlicht – sei nach Aussagen eines Fachmanns der „Bamberger Dom der Forstwissenschaft“. Auch jener erhebt sich ja auf einer Steigerwaldterrasse. Heute bedürfen der Wald ebenso wie der Dom des höchsten Schutzes durch den Staat. Hoffentlich dauert es keine Jahrhunderte mehr, bis man die Region als Nationalpark ausweist. Das Zusammenwirken von Natur und Kulturgeschichte ist dort einzigartig.
  • Sendung Quer vom 25.1.18: Steht der dritte Nationalpark vor dem Aus? Monatelang haben sie demonstriert, nun schöpfen die Nationalparkgegner neue Hoffnung: Der designierte Ministerpräsident Markus Söder hat sich "skeptisch" zu den Plänen geäußert, in der Rhön oder in den Donau-Auen einen dritten Nationalpark zu realisieren: Der Steigerwald ist das am besten geeignete Gebiet.
  • Der Frust der Naturschützer, SZ vom 25.1.18; Der Wille zu einem dritten Nationalpark in Bayern ist bei Ministerin Ulrike Scharf und auch den Umweltverbänden ungebrochen. Doch mit dem designierten Ministerpräsidenten Markus Söder wird das kein Spaß. Und so geben nicht wenige die Schlacht bereits verloren.... Einige wenige indes sehen nicht ganz so schwarz. Sie spekulieren, selbst wenn Söder den aktuellen Nationalparkplänen eine Abfuhr erteilt, werde er auf mittlere Sicht nicht darum herumkommen, einen einzurichten. Denn Söder, der wie kaum einer in der CSU eine Nase für Stimmungen in der Bevölkerung hat, wisse genau, dass er und seine Partei ohne Anstrengungen im Naturschutz auf Dauer selbst bei ganz strammen CSU-Wählern nicht mehr punkten können wie einst. Wenn Söder also vor der Landtagswahl die bisherige Nationalpark-Debatte abräume, werde er in nicht allzu ferner Zukunft Pläne für einen anderen aus der Tasche ziehen müssen. Und das sei dann womöglich wieder ein Nationalpark im Steigerwald, wie er schon vor mehr als zehn Jahren am Anfang der Debatte stand. Bisher scheiterte er am Widerstand der Region. Der aber ist längst nicht mehr so scharf wie einst.
  • WWF–Ehrenpräsident Drenckhahn: CSU hat Resignation „geplant“, MP vom 23.1.18; Prof. Detlev Drenckhahn: Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass ein Kabinettsbeschluss der CSU-Landesregierung so wenig wert ist und von den eigenen Leuten so massiv unterlaufen wird. Ich bin enttäuscht, weil man von der CSU, die einmal Vorreiter bei den Nationalparkgründungen im Bayerischen Wald und bei Berchtesgaden war, künftig kaum noch etwas für den Naturschutz erwarten kann. Sie könnte für viele wertekonservative Anhänger aus dem Naturschutz keine Option mehr sein. Absolute Mehrheiten und selbstherrliches politisches Handeln sind Gift für die Natur.
  • Leitartikel: Dritter Nationalpark in der Sackgasse, MP München vom 19.1.18; Man muss kein Kaffeesatzleser sein, um nach den jüngsten Äußerungen des künftigen Ministerpräsidenten Markus Söder zu dem Schluss zu kommen: Die Idee, einen dritten Nationalpark in Bayern zu gründen, steht endgültig vor dem Aus. Offen bleiben wohl lediglich noch der genaue Zeitpunkt und die Umstände des offiziellen Endes.
  • Söder ist skeptisch ob „dieser Nationalparksidee“, MP vom 19.1.18; Einen dritten Nationalpark in Bayern wird es wohl so schnell nicht geben – schon gar nicht in der Rhön. Der Auftritt des designierten bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder in Bad Kissingen lässt keine andere Interpretation zu als diese: Spätestens wenn der Kronprinz das Zepter von Horst Seehofer übernommen hat, wird er das konfliktbeladene Thema beerdigen. Am Rande des CSU-Neujahrsempfangs klang das so: Das Thema Nationalpark „kann man nicht ewig hinziehen. So etwas verschleppt man nicht, so etwas entscheidet man, weil das die Leute irgendwann verrückt macht“.
  • Söders Plan, SZ vom 19.1.18; Natur und Schöpfung: ...Im Streit um einen dritten Nationalpark hat Söder angekündigt, bis zum Sommer Klarheit zu schaffen. Aufgrund der regionalen Widerstände wird in der CSU damit gerechnet, dass eine Umsetzung nicht zustande kommt.
  • Aus für den Nationalpark in der Rhön?, MP vom 19.1.18; Unter den Gegnern eines Nationalparks in der Rhön hat Markus Söder am Donnerstagabend viele Freunde gewonnen. Am Rande eines Neujahrsempfangs von CSU und JU in Bad Kissingen erklärte der bayerische Finanz- und Heimatminister und designierte Ministerpräsident, er sei „skeptisch“ in Bezug auf einen Nationalpark. Eine Entscheidung kündigte er für die nächsten eineinhalb bis zwei Monate an. Man dürfe die Menschen damit nicht zu lange hinhalten. Ob es zu einem dritten Nationalpark in Bayern kommt, dürfe zudem nicht gegen den Willen der Menschen entschieden werden. Aus Söders Sicht ist der Wille der Betroffenen dabei „prioritär“. Rede Söder zu den Demonstranten: youtube
  • Söder bekommt Besuch von Nationalparkgegnern; MP vom 17.1.18;  Beim Neujahrsempfang von CSU und JU mit Finanzminister Markus Söder herrscht großer Andrang. Im Saal und auch davor. Nationalparkgegner haben sich zu einer Demo angesagt... Vor der Veranstaltung wird es zudem eine Begegnung Söders mit Gegnern des Projekts Nationalpark Rhön geben. Wie Erwin Kruczek, der stellvertretende Vorsitzende der Vereinigung Unsere Rhön, auf Nachfrage bestätigte, wollen die Nationalparkgegner vor Ort zeigen, „dass es in der Rhön erheblichen Widerstand gegen die Planung eines Nationalparks“ gibt.
  • Herbe Läden-Verluste für Ebrach; MP vom 16.1.18; Während Ebrach auf der einen Seite in touristischer Hinsicht stark vom Baumwipfelpfad und seit der Renovierung des Kaisersaals wieder in vollem Umfang vom Ebracher Musiksommer profitiert, schwimmen dem Marktflecken in Sachen Nahversorgung derzeit die Felle etwas davon. Mit der Metzgerei Mayer hat zum Jahresende der letzte örtliche Metzger geschlossen. Das letzte Lebensmittelgeschäft folgt am Ende des Monats Januar. Der Ausverkauf ist dort am Rathausplatz in vollem Gange.
  • Kulturerbe teilen lautet die Devise, MP vom 11.1.18; ....Gelungenes Auftakttreffen in Bamberg.„Mit dem Auftakttreffen konnten wir unseren internationalen Partner und auch die Regionalmanager und Touristiker der beteiligten Landkreise in Franken und der Oberpfalz an einen Tisch bringen und erste Arbeitsschritte definieren.... Ab Juni 2018 sollen mehrsprachige Ausstellungen, Exkursionen, Wanderwege und Führungen das kulturelle Erbe in der Landschaft für alle Generationen erlebbar machen... Eine Internetpräsenz auf der gemeinsamen europäischen Seite „Sharing Heritage“ informiert über den Reichtum der Klosterlandschaften sowie im kommenden Jahr über die lokalen Angebote und Veranstaltungen des fränkischen Projekts zum europäischen Kulturerbe.
  • Bund Naturschutz: Werben für den Nationalpark , MP München vom 8.1.18; Der Bund Naturschutz (BN) hofft bei der Suche nach einem Standort für einen dritten Nationalpark auf die Rückendeckung des künftigen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU): „Wir erwarten, dass Söder die Nationalpark-Suche uneingeschränkt fortführt und wie angekündigt noch vor der Landtagswahl im Herbst eine Grundsatzentscheidung zum Standort getroffen wird“, sagte der BN-Landeschef Hubert Weiger in München.... Die Versiegelung der Landschaft sei derzeit „das größte ungelöste Umweltproblem in Bayern“, findet Weiger. Der BN will deshalb in den nächsten Wochen entscheiden, ob er das von den Grünen auf den Weg gebrachte Volksbegehren gegen den Flächenverbrauch aktiv unterstützen wird. ...Die CSU und ihren neuen starken Mann sieht der BN bei diesem Thema auf dem komplett falschen Weg: „Söder hat offenbar die Vision aus Bayern eine einzige Metropolregion zu machen und das Land den Spekulanten zu öffnen“, kritisierte Weiger. Dennoch setzen die Naturschützer durchaus auch Hoffnungen in Söder. In der Vergangenheit habe er sich als durchaus sensibel für gesellschaftliche Entwicklungen gezeigt: „Die Zukunft des Umweltschutzes in Bayern hängt deshalb vor allem vom Druck aus der Bevölkerung ab.“

Mai

  • "National-biosphären-welterbepark“, FT vom 31.5.17 Ein Naturschutzgebiet ist eine per Gesetz streng gegen den menschlichen Eingriff geschützte Fläche – das Prädikat bedeutet mit dem Nationalpark die höchste Stufe des Naturschutzes in Deutschland. In der Bundesrepublik gibt es 8757 Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 1,37 Millionen Hektar – 3,7 Prozent der Landesfläche. In Bayern wurden 605 Naturschutzgebiete ausgewiesen (zwei Prozent der Landesfläche), davon in Oberfranken 95, in Mittelfranken 63 und in Unterfranken 138. Zu den größten Naturschutzgebieten im Freistaat zählen die Kernzonen im Biosphärenreservat Rhön

  • „Große Worte am Dreifrankeneck“, FT vom 29.5.17; An Himmelfahrt ging es oberhalb von Heuchelheim am Symbol fränkischer Einheit um das Thema Heimat. Dabei erfuhr Innenminister Joachim Herrmann (CSU), wo auf dem Land der Schuh drückt: Nahversorgung und Ärztemangel... Hauptredner war Innenminister Joachim Herrmann. Er wandte sich an die Delegation „mit den grünen Shirts“ vom Verein Naturpark Steigerwald und bekräftigte sein Versprechen: „Der Steigerwald bleibt Naturpark!“

  • „Rhön-Grabfeld: Landrat positioniert sich“, InFranken vom 28.5.17; Habermann positioniert sich; "Es ist für mich nicht zu verstehen, wie man sich vor dem Vorliegen der Antworten schon positionieren konnte", sagte er. Einerseits sei geschimpft worden, dass es zu wenig Informationen gebe und aufgrund dessen sei von Interessengruppen die Entscheidung gegen einen Nationalpark getroffen worden. Immer wieder sei davon die Rede gewesen, dass die Entscheidung wo der Nationalpark hinkomme bis Juli getroffen werden soll. Habermann stellte klar: "Bis Juli wird entschieden, wer in die nächste Phase eintritt. Es geht um ernsthafte Interessenbekundungen für weitere Verhandlungen, um mehr nicht."

  • „Nationalpark Rhön: Fragen und Antworten zum umstrittenen Schutzgebiet“, InFranken vom 28.5.17; Lange hat die Region auf Details zum möglichen Nationalpark in der Rhön gewartet. Nun liegen die Antworten aus dem Bayerischen Umweltministerium vor. Hier finden Sie die Antworten der Staatsregierung: Nationalpark Röhn - Fragen und Antworten 

  • „Mehr als 6000 Unterstützer fand die Online-Petition bisher“, MP vom 28.5.17; Der Verein Nationalpark Nordsteigerwald setzt sich weiter dafür ein, dass auch im Steigerwald die Bürger dieselbe umfassende Information der Staatsregierung über das Angebot „Dritter Nationalpark in Bayern“ erhalten, wie andere Regionen. Er hat dazu die Online-Petition „Faire Chance für den Steigerwald“ gestartet unter www.openpetition.de/!steigerwald 

  • „Nationalparkverein aus dem Steigerwald wirbt für Onlinepetition“, Wiesentbote vom 26.5.17; JETZT unterschreiben: „Faire Chance für den Steigerwald“!  Der Verein Nationalpark Nordsteigerwald ruft alle BürgerInnen auf sich dafür einzusetzen, dass sie im Steigerwald dieselbe umfassende Information der Staatsregierung zum Angebot 3.Nationalpark in Bayern erhalten, wie andere Regionen – bevor Ende Juli die Entscheidung fällt! Bitte unterstützen Sie die Petition „Faire Chance für den Steigerwald“. Unterzeichnen Sie im Internet: www.openpetition.de/!steigerwald

  • „Scharf schließt Steigerwald erneut aus“, BR vom 26.5.17; Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf hat einem möglichen Nationalpark Steigerwald erneut eine Absage erteilt. Und das, obwohl der Verein Nationalpark Nordsteigerwald erreichen will, dass die Region bei der Suche nach einem dritten Nationalpark berücksichtigt wird.

  • „Grüne Kreistagsfraktion im Landkreis Bamberg wählt neuen Vorsitz“, Wiesentbote vom 26.5.17; Bernd Fricke übernimmt für Helga Bieberstein – Andreas Lösche bleibt Stellvertreter; Die Kreistagsfraktion der Grünen hat einen neuen Fraktionsvorsitzenden gewählt. Bernd Fricke, gleichzeitig zweiter Bürgermeister von Stegaurach, wurde im Rahmen der jüngsten Fraktionssitzung zum neuen Vorsitzenden der Fraktion gewählt. „Ich freue mich, meine Jahrzehnte langen politischen Erfahrungen in verschiedensten Gremien in diese neuen Position einbringen zu dürfen“, sagte Fricke. „Wir werden energisch gegen das Aussitzen unliebsamer Themen durch den Landrat vorgehen, in dem Anträge über viele Monate nicht behandelt werden.“... Auch der Einsatz für einen Nationalpark Steigerwald steht weiter ganz oben auf der Agenda. „Diese Jahrhundertchance darf sich der Landkreis einfach nicht entgehen lassen“, fordert Lösche.

  • „Die schöne Unbekannte „, SZ vom 26.5.17; Wenn in Bayern von Buchenwäldern die Rede ist, geht es meist um den Spessart und den Steigerwald. Doch wegen der massiven Proteste gegen einen Nationalpark, rückt die Rhön immer mehr als Kandidatin in den Fokus.

  • „Forstleute gegen Nationalpark“, FT vom 24.5.17; Kronach - Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) wehrt sich vehement gegen eine mögliche Ernennung des Frankenwaldes zum Nationalpark. Der Frankenwald sei vielfältig nutzbar, teilte der BDF am Dienstag mit. „Er ist Rohstoffquelle, sorgt für günstiges Brennmaterial, sauberes Trinkwasser, ist touristisch gut erschlossen und weist eine einzigartige Vielfalt auf.“ Würde das Mittelgebirge im Nordosten Frankens zum Nationalpark erklärt, würde dieser „Mehrfachnutzen ad absurdum“ geführt.

  • „Der lachende Vierte?“, FT vom 22.5.17;  Bei der Suche nach dem dritten Nationalpark in Bayern gibt es jetzt gleich zwei Geheimfavoriten: Weil es im Spessart genau wie im Steigerwald Zoff gibt, könnten die Donau- und Isar-Auen das Rennen machen. Oder am Ende gar der Frankenwald.... Im Umweltausschuss wurde Mitte März Zwischenbilanz gezogen und das Ziel ausgegeben, den Favoriten für „NP3“ spätestens Ende Juli zu nominieren. In Frage kommen die Rhön, der Spessart, die Auen von Donau und Isar und das Ammergebirge sowie, jedoch allenfalls mit einer Wildcard, der Steigerwald. Hier fordern Naturschutzverbände und Kommunalpolitiker wie der Ebracher Bürgermeister Max-Dieter Schneider seit Jahren die Ausweisung eines Nationalparks. Dem stellt sich eine mächtige Lobby entgegen, an deren Spitze ein Kabinettskollege von Scharf steht, Innen-Staatssekretär Gerhard Eck aus dem Kreis Schweinfurt. Um die Diskussion nicht weiter anzuheizen, hat Seehofer den Steigerwald bei der Suche ausgeklammert, obwohl der Staatswald für Experten am besten geeignet für ein Großschutzgebiet ist – sogar mit der Aussicht, Weltnaturerbe zu werden.

  • „Welterbe: Dörrobst statt Buchen“, FT vom 21.5.17; Form, Ablauf und Ergebnis des Dialogprozesses stellten im Kreisausschuss nicht alle zufrieden. Die Forderung, den Steigerwald bei der Suche nach einem dritten Nationalpark in Bayern einzubeziehen, verstummt nicht. Der Nationalpark Steigerwald wurde von den Gegnern schon mehrfach beerdigt, aber totzukriegen ist er nicht. Das wurde auch bei der Debatte im Kreisausschuss des Bamberger Kreistags am Freitag deutlich, die sich am Sachstandsbericht zum sogenannten Dialogprozess entzündete.... Jonas Merzbacher (SPD) bestand auf der Forderung seiner Partei, die Eignung des Steigerwaldes für einen Nationalpark mit einem unabhängigen Gutachten prüfen zu lassen. Außerdem regte er eine „demokratische Entscheidung“ an: „Wir sollten die Bürger befragen.“

  • „Frankenwald_ Zweifel wachsen“, FT vom 20.5.17; Der Vorstoß für ein großes Naturschutzgebiet im Landkreis Kronach stößt gleichermaßen auf Zustimmung wie auf Kritik. Viele Fachleute halten die Region mit ihren Wirtschaftswäldern für ungeeignet.

  • SPD-Umweltpolitiker lehnen Nationalpark im Frankenwald ab / Klaus Adelt: „Kein zusammenhängendes Schutzgebiet“ - Florian von Brunn: „Reines Ablenkungsmanöver der CSU“ , Bundesumweltportal vom 19.5.17, Adelt verweist darauf, dass Fachleute den Steigerwald als Standort für einen dritten bayerischen Nationalpark bevorzugen. „Doch diese Region will Ministerin Scharf noch nicht mal untersuchen lassen.“  Adelts Kollege, der Münchner Abgeordnete und Umweltpolitiker Florian von Brunn, sieht in der Benennung des Frankenwalds ein reines „Ablenkungsmanöver der Staatsregierung“. Es gehe der CSU nur darum, Interesse am Umweltschutz zu heucheln: „Die CSU schleift den Alpenplan, lässt zu, dass die bayerische Heimat durch unbegrenzte Ausweisungen von neuen Gewerbegebieten zersiedelt wird und schützt die wertvollen Buchenbestände im Steigerwald nicht. Doch gleichzeitig versucht sie, ihre Politik mit unsinnigen Schutzvorschlägen grün anzupinseln. Das ist unglaubwürdig und durchsichtig.“

  • „Nationalpark Frankenwald?“, FT vom 19.5.17; Ein Landtagsabgeordneter aus Kronach sieht in dem Großschutzgebiet einen Wachstumsmotor für die Region. Die Chancen stehen 50:50.

  • „Nationalpark Frankenwald?“-2- FT vom 19.5.17; Der Kronacher Landtagsabgeordnete Jürgen Baumgärtner bringt den Landkreis Kronach als möglichen dritten bayerischen Nationalpark ins Spiel... Zeitlicher Druck für die nächsten Schritte bestehe nicht, räumt der Abgeordnete ein. Zwar war seitens der Regierung noch im April von einer Entscheidungsfindung bis Ende Juli die Rede, doch Baumgärtner meint, dass durchaus bis Ende des Jahres Spielraum bestehe, ehe ein Kandidat ausgewählt wird

  • „Reaktionen im Landkreis“, FT vom 19.5.17; Kreis Kronach - Jens Korn, Bürgermeister von Wallenfels (CSU), hat bereits die Diskussionen um die anderen möglichen Nationalparks, verfolgt. Die großen Pro- und Kontra-Punkte, die dabei diskutiert wurden, lassen sich laut Korn auch auf den Frankenwald übertragen. „Der Nationalpark wäre eine riesen Chance, die Region weiterzuentwickeln“, so Korn. Auch für den Tourismus sieht er eine große Chance... Landrat Klaus Löffler (CSU) sieht in einem Nationalpark eine große Chance für die Region. Es sei aber wichtig, dass alle relevanten Gruppierungen wie beispielsweise die Waldbesitzer oder Landwirte von Anfang an in den Entscheidungsprozess mit eingebunden und gehört werden müssen. Er habe Baumgärtner gebeten, ein Abstimmungsgespräch mit Ministerpräsident Horst Seehofer zu vereinbaren.

  • Drei Bewerber sind im Gespräch, ein Vierter ist noch am Grübeln“, FT vom 19.5.17 Auflistung inclusive Steigerwald

  • „Frankenwald ist neuer Kandidat bei der Suche nach Nationalpark“, SZ vom 18.5.17; In das Auswahlverfahren für einen dritten Nationalpark in Bayern hat sich jetzt eine vierte Region ins Spiel gebracht: der Frankenwald. "Ich habe über einen langen Zeitraum viele Gespräche mit unseren Bauern, Jägern und Kommunalpolitikern daheim geführt", sagte der CSU-Landtagsabgeordnete Jürgen Baumgärtner am Donnerstag in München.
    Der 44-jährige Politiker stammt aus Kronach, dem Tor zum Frankenwald. Das Ergebnis der Runden: "Wir wollen einen ergebnisoffenen Dialog über einen Nationalpark Frankenwald", sagte Baumgärtner. "Das kann eine große Chance für unsere Region sein."...Aus Sicht des Naturschutzes ist der Frankenwald tatsächlich der bislang schwächste Kandidat für Bayerns dritten Nationalpark. Der wichtigste Grund ist, dass dort fast ausschließlich reine Fichtenwälder wachsen. Einen Fichten-Nationalpark hat Bayern aber schon im Bayerischen Wald.... Einen Nationalpark in der Rhön kann sich offenbar auch Seehofer gut vorstellen. Am Mittwoch erklärte er gegenüber unterfränkischen Landtagsabgeordneten, dass dort eine länderübergreifende Dreierlösung für einen Nationalpark möglich sei. Mit seinem thüringischen Amtskollegen Bodo Ramelow habe er bereits gesprochen und gute Signale bekommen. Volker Bouffier aus Hessen werde er demnächst ansprechen. Zugleich kündigte Seehofer an, dass die Staatsregierung auch die 18 Naturparks im Freistaat besser ausstatten werde, um den Tourismus anzukurbeln. Seehofer: "Das wird eine feine Sache."

  • „Nationalpark im Frankenwald?“, MP vom 18.5.17; Der Ministerpräsident selbst zeigte sich am Rande einer Plenarsitzung von dem neuen Vorschlag jedenfalls wenig überrascht: „Den Frankenwald schlage ich schon seit Monaten vor“, sagte er nur. Dem Vernehmen nach kommt wohl vor allem ein großes Stück Staatswald im Nordosten des Landkreises Kronach als Schutzgebiet infrage. Auch ein grenzübergreifendes Projekt mit Thüringen sei möglich, sagte Seehofer. SPD und Grüne im Landtag sprachen von einem Ablenkungsmanöver der CSU: Aus fachlicher Sicht müssten die Buchenwälder im Steigerwald und Spessart geschützt werden – was aber nicht zuletzt durch örtliche CSU-Politiker massiv behindert werde. Die Fichtenwälder des Frankenwaldes seien im Grundsatz als Nationalpark sehr wohl geeignet, beteuert dagegen Ministerin Scharf. Anders, als Spessart oder Steigerwald wäre ein Nationalpark Frankenwald aber ein „Entwicklungsnationalpark“: Ein Schutzgebiet, in dem der erwünschte Naturzustand erst über Jahrzehnte entstehen muss.... Wann die endgültige Entscheidung fallen soll, bleibt aber weiter offen: „Den Spessart entscheiden wir in jedem Fall noch vor der Sommerpause“, sagte Seehofer auf Nachfrage nur... Offenbar plant der Ministerpräsident – ähnlich wie kürzlich in der Bildungspolitik – rechtzeitig vor der Landtagswahl im Herbst 2018 ein großes bayernweites Naturschutz-Paket. Erste Gespräche mit CSU-Umweltpolitikern zum Thema haben diese Woche bereits stattgefunden. Denkbar wäre etwa eine bessere finanzielle und personelle Ausstattung bestehender Naturschutzgebiete, aber auch mehr publikumswirksame Projekte wie der erfolgreiche Baumwipfelpfad im Steigerwald.

  • „Leserforum: Ein sinnentleerter Wald-Rummelplatz?“, MP vom 15.5.17; Zum Thema Baumwipfelpfad: Ich war letztes Wochenende wieder mal in meinem Wochenendhaus in Untersteinbach, habe mir mit Freunden den „Baumwipfelpfad“ angesehen, und war als Biologe einigermaßen schockiert: Den Pfad entlang (fast) keine Informationen zur Waldökologie, aber jede Menge Tafeln zum Thema: „Wie toll ist doch unsere Holzindustrie“ und „Wie fälle ich möglichst rasch und sicher Waldbäume?“

  • Therapie unter Tannen - 3sat.Mediathek: Ein Film von Klaus Kastenholz: Der Wald ist für uns längst nicht mehr nur Nutzfläche, sondern auch Ort der Erholung. Immer mehr Ärzte und Wissenschaftler erkennen: Der Wald kann uns heilen. 43,3 min

  • „Weltkulturerbe im Steigerwald?“, FT vom 15.5.17;

  • „Steigerwald: Unesco-Weltkulturerbe steht nun ganz oben“, MP vom 14.5.17; ....Eine zweite Schiene wäre „ein besserer Schutz der hervorragenden Naturausstattung des Steigerwaldes“. Das könnte man durch ein Unesco-Weltnaturerbe erwerben, was laut Barth „natürlich ein sehr anspruchsvolles Ziel ist“. Es mache aber auf jeden Fall Sinn und deswegen sollte man sich das Thema Biosphärenreservat einmal genau ansehen. Hierzu würde das Umweltministerium Unterlagen für den nächsten „runden Tisch“ erarbeiten, der in einem knappen Jahr stattfinden könnte. Er hoffe allerdings sehr, dass dazu die Naturschutzverbände bei der Stange bleiben. Sie schmerze es derzeit wohl sehr, dass ein Nationalpark Steigerwald nicht zur Verwirklichung und Prüfung anstehe. Der Dialog zur Weiterentwicklung des Steigerwalds solle aber auf der Tagesordnung bleiben.

  • „Nationalpark Steigerwald scheint in weite Ferne gerückt zu sein“, FT vom 13.5.17; Nach aktuellem Stand scheint die Verwirklichung eines Nationalparks Steigerwald in weite Ferne gerückt zu sein. Jedenfalls haben sich Regionalpolitiker, Landräte sowie die Vertreter von Vereinen und Institutionen gestern in Haßfurt in der zweiten Runde des Dialogprozesses Steigerwald auf eine andere Variante verständigt, die auf ein Weltkulturerbe zielt. „Ein Nationalpark Steigerwald ist ausgeschlossen. Auf absehbare Zeit ist das keine realistische Option“, sagt Christian Barth, der Amtschef des bayerischen Umweltministeriums. Der zweite runde Tisch lief unter der Leitung des Umweltministeriums. Man habe sich geeinigt, erklärte Barth, dass ein reines Trittstein-Konzept zu wenig sei. Man habe versucht, einen Schritt weiterzukommen. Und zwar hin zur Entwicklung eines Unesco-Weltkulturerbes... Enttäuscht sind die Naturschutzverbände. Die Vorsitzenden des Vereins „Nationalpark Nordsteigerwald“ Benedikt Schmitt (Geusfeld) und Martin Mößlein (Handthal) verhehlten dies auf Nachfrage unserer Redaktion nicht. Beim ersten runden Tisch sollte die Option auf einen Nationalpark Steigerwald zumindest geprüft werden; dieser Punkt war nun einfach von der Tagesordnung gestrichen: „Insofern überlegen jetzt alle Naturschutzverbände, ob es überhaupt noch Sinn macht, bei diesem Dialogprozess dabei zu sein. Erst diese Option festhalten und dann einfach unter den Tisch fallen lassen. So geht es nicht.“

  • „Vorerst kein Nationalpark“, FT Ausgabe HAS vom 13.5.17; Zusatz zum Artikel oben: Oskar Ebert, der stellvertretende Landrat des Landkreises Haßberge (und Zweiter Vorsitzender des Vereins „Unter Steigerwald“) sieht in einem Biosphärenreservat ebenfalls eine gute Grundlage. Dafür müsse man allerdings prüfen, wo es entstehen könnte und welche Auswirkungen es auf Bereiche, wie die Landwirtschaft, habe.

  • „Nur realisierbare Optionen“, MP vom 12.5.17; In einer Stellungnahme begründet das bayerische Umweltministerium jetzt gegenüber dieser Redaktion, warum es bei der Einladung zum zweiten Runden Tisch von der ursprünglich geplanten Ergebnisoffenheit auf der Suche nach einer Entwicklungsmöglichkeit für den Steigerwald abgerückt ist... Die Landräte als politisch verantwortliche Repräsentanten der Steigerwaldregion hätten parteiübergreifend deutlich gemacht, dass sie einen Nationalpark nicht wünschen, so das Ministerium. Außerdem sehe der Ministerratsbeschluss vom August 2016 zum dritten Nationalpark vor, dass der Steigerwald nicht in die aktuelle Suche eingeschlossen werde.

  • „Weltnaturerbe“ und „Nationalpark“ verschwanden von der Tagesordnung“, FT vom 12.5.17;  Enttäuschung unter Nationalparkanhängern und Naturschützern in der Region: In der heute in Haßfurt stattfindenden zweiten Runde des Dialogprozesses Steigerwald soll offenbar über zwei wichtige Entwicklungsalternativen gar nicht mehr diskutiert werden – die Variante eines Nationalparks Steigerwald und eines Unesco-Weltnaturerbes im Steigerwald. ... „Nun soll die Zukunft des Steigerwalds unter Ausschluss der Öffentlichkeit besiegelt werden“, ärgert sich Benedikt Schmitt vom Verein Nationalpark Nordsteigerwald über das aus seiner Sicht undemokratische Vorgehen... . „Der ganze Dialogprozess entpuppt sich als Farce mit dem dem durch die bayerische Staatsregierung vorab festgelegten Ziel, einen Nationalpark Steigerwald zu verhindern“, stellt Schmitt fest... „Diese einseitige Dialogausrichtung“ widerspreche dem Willen der Region und dem Versprechen, einen ergebnisoffenen transparenten Willensbildungsprozess zuzulassen, sagt BN-Landesvorsitzender Hubert Weiger. Er fordert, für eine Befriedung der Situation auch die Möglichkeit eines Nationalparks und eines Weltnaturerbegebiets im Steigerwald zu überprüfen. Eine Rücknahme der „einseitigen Vorabfestlegung“ fordert auch die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Schweinfurt sowie die geo-net-Fraktion im Stadtrat von Gerolzhofen. Nur durch ein faires, ergebnisoffenes Verfahren könne wieder Frieden im Steigerwald einkehren, so Kreisrat Thomas Vizl.

  • „Weniger Fragen, aber viel Interesse am Nationalpark“, MP vom 11.5.17; Antworten zum Nationalpark Rhön. Manches Lob, so einige kontroverse Leserzuschriften, aber nicht sehr viele konkrete Fragen, das ist das Ergebnis eines Aufrufes dieser Redaktion an die Leser, Fragen zum Thema Nationalpark zu stellen. Hintergrund der Aktion ist, dass bekanntlich in wenigen Wochen darüber entschieden werden soll, ob in der Rhön möglicherweise ein dritter bayerische Nationalpark eingerichtet wird. Bei diesem Thema gibt es in der Region noch so einige Unsicherheiten. Während für die einen die Chancen des Projektes überwiegen, sehen andere mehr Gefahren und Risiken. Dennoch gilt, dass die Rhöner bei der Entscheidung mitreden sollen. Dafür wiederum sind fundierte Informationen Voraussetzung. Mit der Frageaktion soll der Dialog vorangetrieben und Hilfestellung für eine fundierte Entscheidungsfindung geboten werden.... Vertreter des Bund Naturschutz in Bayern (BN) haben sich zwar auch für einen Nationalpark Rhön ausgesprochen. Massiv geworben haben maßgebliche Vertreter des BN aber in den vergangenen Wochen aber für einen Nationalpark Spessart. Bevorzugen sie den Spessart ? Die Antwort vom Landesbeauftragenten des BN, Richard Mergner, auf diese Frage ist ein klares „Nein“. Die Position des BN sei klar: Er fordere eine faire Chance für den Steigerwald. Den Spessart halte er wegen der Geschlossenheit des Gebietes für geeignet. Das gelte auch für die Rhön, die vor allem eine große geologische Vielfalt aufzuweisen habe. Der BN präferiere keine der Regionen.

  • „Unser Standpunkt: Es winkt die goldene Steigerwald-Ananas“, MP vom 11.5.17; Ein transparenter, fairer, ergebnisoffener Prozess mit einer am Ende stehenden Entscheidung für die Region aus der Region zu deren Befriedung sieht anders aus.

  • „Endet Steigerwald-Dialogprozess im Chaos?“, MP vom 12.5.17; Der „Regionale Dialogprozess“, den die Staatsregierung im März 2016 zur Befriedung des Steigerwalds in Leben gerufen hatte, steht vor dem Aus. Von der von Umweltministerin Ulrike Scharf versprochenen Ergebnisoffenheit im Vorfeld einer Entscheidung in der Region zur weiteren Entwicklung des Steigerwalds kann keine Rede mehr sein. Die Einladung zum zweiten Runden Tisch an diesem Freitag, 12. Mai, im Haßfurter Landratsamt grenzt die Möglichkeiten stark ein. Dementsprechend verärgert reagieren Naturschutzverbände, der Nationalparkverein und Parteien wie die Grünen.... Der BN habe das bayerische Umweltministerium gebeten, die für den Dialogprozess zentralen Grundsätze wie „Bürgerbeteiligung“, „Ergebnisoffenheit“, „Region entscheidet“, „Transparenz“ und „Schaffung eines besseren Schutzes im Steigerwald“ einzuhalten. Für eine Befriedung der Region sei es zwingend nötig, dass für den Steigerwald „Nationalpark“ und „Weltnaturerbe“ als Entwicklungsmöglichkeiten überprüft werden. Dazu müsse eine vergleichende Potenzialanalyse angefertigt werden. Auch der Verein Nationalpark Nordsteigerwald bringt seinen Unmut darüber zum Ausdruck, dass ein Nationalpark Steigerwald und ein damit verbundenes mögliches Unesco-Weltnaturerbe Steigerwald mit einem Federstrich annulliert worden sei, ohne vorher ausreichende Fakten auf den Tisch gelegt zu haben, die für eine sachliche Diskussion essenziell wären.

  • „Waldbesitzer gegen Nationalpark“, MP vom 9.5.17; Der Präsident des bayerischen Waldbesitzerverbandes, Josef Ziegler, hat klar Stellung gegen einen möglichen Nationalpark Rhön bezogen. „Für uns Waldbesitzer ist es eine Selbstverständlichkeit, gegen jede Form des Nutzungsverzichtes einzutreten“, sagte Ziegler bei der Versammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Fränkische Rhön und Grabfeld in Salz. Dorthin war er als Referent eingeladen worden. „Wir sind gegen die pauschale Flächenstilllegung, gegen neue Nationalparke, gegen Wildnisgebiete, gegen einen einseitigen Waldumbau in Richtung Laubholz, gegen eine Naturschutzgesetzgebung, die die Bewirtschaftungsfreiheit des Waldeigentümers einschränkt“, sagte der Verbandschef.

  • „Jetzt organisiert sich auch Widerstand in der Rhön“, MP vom 9.5.17; Jetzt kündigt Erwin Kruczek die Gründung einer Bürgerinitiative unter dem Motto „Gemeinsam stark – unsere Rhön“ an. Der zweite Bürgermeister von Hohenroth (Lkr. Rhön-Grabfeld) und pensionierte Forstberater der Forstbetriebsgemeinschaft Fränkische Rhön und Grabfeld sieht auf Anhieb ein Potenzial von über 1000 Mitgliedern und fasst für die Gründungsversammlung die Stadthalle von Bad Neustadt ins Auge.Im Zentrum der Kritik steht vor allem der vom Ministerium vorgegebene Zeitdruck bis zur Entscheidung Ende Juli. „Der Dialogprozess hat noch gar nicht begonnen“, moniert Kruczek.

  • NATURSCHUTZVERBÄNDE FORDERN PRÜFUNG VON „NATIONALPARK“ UND „WELTERBE“ IM DIALOGPROZESS STEIGERWALD, Pressemitteilung des BUND Naturschutz vom 10.5.17; „Wir kritisieren diese einseitige Ausrichtung des Dialogprozesses, weil dies dem Willen der Region klar widerspricht“, so Hubert Weiger, Landes-vorsitzender des BUND Naturschutz. Der BN hat das bayerische Umwelt-ministerium gebeten, die für den Dialogprozess zentralen Grundsätzen wie „Bürgerbeteiligung“, „Ergebnisoffenheit“, „Region entscheidet“, „Transparenz“ und „Schaffung eines besseren Schutzes im Steigerwald“, einzuhalten.
    Die Naturschutzverbände erwarten, dass die Staatsregierung die Beschlüsse der ersten Runde des Dialogverfahrens beachtet, damit dem Dia-log nicht die Geschäftsgrundlage entzogen wird.

  • „Mosaikstein für den Steigerwald“, MP vom 4.5.17; Landrat Wilhelm Schneider glaubt nicht, dass die Diskussion um einen Nationalpark im Steigerwald beendet wird, falls ein anderes Gebiet – beispielsweise der Spessart oder die Rhön – den Zuschlag für den geplanten dritten Nationalpark in Bayern erhält. „Die werden sicherlich weitermachen“, sagte Schneider bei seiner Jahrespressekonferenz mit Blick insbesondere auf den Bund Naturschutz. Dessen kompromisslose Haltung werde sich mutmaßlich erst dann ändern, wenn es an der Vorstandsspitze Veränderungen gebe. Dabei sei es doch wichtig, so der Landrat, den Steigerwald weiterzuentwickeln. Der derzeit laufende Dialogprozess sei eine vernünftige Sache.
    Der Landkreis Bamberg habe bereits den Baumwipfelpfad bei Ebrach erhalten, der Landkreis Schweinfurt das Nachhaltigkeitszentrum in Handthal. Man sei jetzt mit verschiedenen Ministerien in München im Gespräch, damit auch der Bereich des Steigerwalds im Landkreis Haßberge „einen Mosaikstein erhält, der die beiden schon bestehenden Einrichtungen ergänzt“.

  • „Nein zu atomarem Langzeitlager“, MP vom 2.5.17; Bürgeraktion Müll und Umwelt hat in ihrer Jahreshauptversammlung ihre Schwerpunkte für 2017 formuliert.... Unterstützenswert bleibt in ihren Augen das Projekt für einen Nationalpark Steigerwald sowie die Energiewende und dezentrale Energiegewinnung vor Ort in der Region.

April 2017

  • „Nationalpark: Studie bis Ende Juni“, MP vom 24.4.17;  Viele der oft komplizierten Fragen über die Auswirkungen eines dritten Nationalparks in Bayern, das hat Umweltministerin Ulrike Scharf mehrfach angekündigt, sollen in einem Gutachten geklärt werden. Diesen Worten folgen nun Taten. Das Umweltministerium hat jetzt für die möglichen Nationalpark-Regionen Rhön, Spessart und Donau-Auen eine Studie zu sozioökonomischen Auswirkungen in Auftrag gegeben. Die Studie wird von Professor Hubert Job vom Lehrstuhl für Geografie und Regionalforschung an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg erstellt. Das teilte das Ministerium auf Anfrage dieser Redaktion mit.

  • Auswirkungen eines Nationalparks: Studie in Auftrag gegeben“, MP vom 20.4.17; Das Bayerische Umweltministerium hat für die möglichen Nationalpark-Regionen Rhön, Spessart und Donau-Auen eine Studie zu sozioökonomischen Auswirkungen in Auftrag gegeben. Die Studie wird von Professor Hubert Job vom Lehrstuhl für Geografie und Regionalforschung an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg erstellt, teilte das Ministerium auf Anfrage mit. ... Umweltministerin Ulrike Scharf: „...Bis Ende Juni sollen seine Untersuchungen zeigen, welche konkreten Wirkungen ein Nationalpark für die jeweiligen Regionen haben kann. Bis zur Sommerpause wollen wir einen Nationalpark-Kandidaten finden.“... So wurde beispielsweise angeboten, dass Mitarbeiter des Ministeriums in die Regionen kommen und in Bürgerversammlungen oder Gemeinderatssitzungen über die Chancen und Auswirkungen eines Nationalparks informieren.

  • „Nationalpark wäre nur kleiner Teil des Steigerwalds“, FT vom 22.4.17, Leserbrief Spörlein; Zum Artikel „Der Säger und sein Holz“ im Fränkischen Sonntag von Ostern 2017; Nationalpark: in jeder Hinsicht zukunftsträchtig! Es ist wirklich kaum zu glauben, dass nach zehn Jahren Diskussion um einen Nationalpark im Steigerwald Menschen, die sich berufen fühlen, sich dazu zu äußern, immer noch vollkommen uninformiert erscheinen. Zunächst zur „Info“ des Artikels: Nicht „der Steigerwald“ soll auf Vorschlag des aktuellen oberfränkischen Bezirkstagspräsidenten Dr. Denzler zum Nationalpark werden, sondern eine Fläche von rund 11 000 Hektar zwischen Ebrach und Main im Norden. Das ist nicht einmal ein Zehntel der Gesamtfläche des Naturparks Steigerwald.

  • „Der Säger und sein Holz“, FT vom 15.4.17; Nationalpark Steigerwald? Mensch, das klingt doch gut. Nach Tier- und Pflanzenvielfalt, nach Erholung und Nichtstun… Wenn Burkard Müller solche Aussagen liest oder hört, schüttelt er vehement den Kopf: „Ich reg’ mich nimmer über solche naiven Sätze auf!“ Natürlich regt er sich doch auf. Und poltert: „Genau das denken Menschen, die entweder weit weg von der Natur leben oder sich wenig mit der Thematik befassen. Oder beides.“

  • „Naturschützer: Notfalls vierter Nationalpark“, SZ vom 17.4.17; Bayerns Naturschützer wollen sich nach der für Ende Juli angekündigten Entscheidung über einen dritten Nationalpark in Bayern nicht zufrieden geben. Sie wollen weiter einen Nationalpark Steigerwald durchsetzen, obwohl die Staatsregierung diesen unter Verweis auf Widerstände vor Ort aus dem Auswahlverfahren genommen hat. "Wir werden nicht aufgeben, bis wir den Nationalpark Steigerwald haben", sagte der Vorsitzende des Bundes Naturschutz in Bayern (BN), Hubert Weiger.

  • „Seehofer will bis Ende Juli über dritten Nationalpark entscheiden“, Passauer Neue Presse vom 7.4.17; Bei der Suche nach einem Standort für den dritten Nationalpark in Bayern drückt die CSU-Staatsregierung nun aufs Tempo: Bis Ende Juli soll die Suche entschieden sein. Dies haben am Freitag Ministerpräsident Horst Seehofer, Umweltministerin Ulrike Scharf und Justizminister Winfried Bausback (alle CSU) bei einem Gespräch mit Nationalparkgegnern aus dem Spessart in der Staatskanzlei vereinbart. "Wir wollen bis zur Sommerpause den Kandidaten für den dritten Nationalpark finden", sagte Scharf im Anschluss der Deutschen Presse-Agentur in München.

  • „Den Steigerwald bei der Auswahl berücksichtigen“, MP vom 7.4.17; „Faire Chancen für den Nationalpark Steigerwald“ stand über einer Informationsveranstaltung, zu welcher der „Bund Naturschutz“ und der „Freundeskreis Nationalpark Steigerwald“ gemeinsam eingeladen hatten. Das Interesse war so groß, dass das Sportheim der SG Eltmann die Besucher kaum fassen konnte. Sie plädierten mit ihren Wortbeiträgen dafür, den Steigerwald in das laufende ergebnisoffene Auswahlverfahren für den dritter Nationalpark in Bayern einzubeziehen.
    „Spitzengespräch - Nationalparkstreit wird Chef-Sache“, SZ vom 7.4.17; Nun hat sich Horst Seehofer (CSU) direkt in den Streit über einen Nationalpark im unterfränkischen Spessart eingeschaltet. Am Freitagnachmittag empfing der Ministerpräsident Umweltministerin Ulrike Scharf, den Landtagsabgeordneten und Vorsitzenden des Haushaltsausschusses im Maximilianeum, Peter Winter, und weitere CSU-Politiker zu einem Spitzengespräch in der Staatskanzlei. Teilnehmern zufolge betonte Seehofer, dass der Dialog über den dritten Nationalpark für Bayern wie geplant fortgesetzt werde, eine Entscheidung über den Standort sei im Juli zu erwarten...

  • „Rätselraten - Wo kommt der dritte Nationalpark hin?“, BR vom 3.4.17; 6 min. Dass es einen weiteren Nationalpark geben soll, ist erklärter Wille der Staatsregierung. Zur Auswahl stehen derzeit fünf Kandidaten: der Spessart, der Steigerwald, die Rhön, die Donau-Auen und das Ammergebirge.

  • SWmagazin: Nationalpark woanders, Jan/Feb 2017

  • Mäc Härder wirbt für den Nationalpark Steigerwald

  • „Steigerwald JETZT in den Nationalparkprozess“, Pressemitteilung Freundeskreis Nationalpark Steigerwald vom 7.4.17; Kommunalpolitiker werben parteiübergreifend für eine Faire Chance für den Steigerwald im Wettbewerb der Regionen
    Das Sportheim war voll, rund 100 interessierte Bürger waren zur Informationsveranstaltung „Faire Chance für den Steigerwald“  in Eltmann am Mittwoch, 5. April, gekommen. Vier Kommunalpolitiker unterschiedlicher Parteien machten gemeinsam Wahlkampf: sie appellierten an KolllegInnen und Landräte, sich dafür einzusetzen, dass der Steigerwald bei der Wahl des 3. bayerischen Nationalparks dieselben Rechte und Chancen erhält, wie andere Gebiete. Vorrausichtlich gegen Ende dieses Jahres wird die Entscheidung zum 3. Nationalpark fallen.
    Die Referenten riefen dazu auf, JETZT für die Steigerwald-Region zu kämpfen und bei der Onlinepetition zu unterschreiben, damit die Region eine umfassende Informierung erhält, bevor die Entscheidung fällt: openpetition.de/!steigerwald. Auch die Allianz „Faire Chance für den Steigerwald“ aus Wirtschaftsvertretern und Kommunalpolitikern setzt sich dafür ein. Wer sich hier anschließen will, kann sich an Bürgermeister Schneider vom Markt Ebrach wenden oder an die Nationalparkvereine, sie vermitteln. Der Nationalpark ist eine Jahrhundertchance, die die Region auch wirtschaftlich stark voran bringt und eine weite Strahlkraft auf das gesamte Umfeld hat. Diese Chance kommt so schnell nicht wieder und muss gut geprüft sein. Die Staatsregierung bietet anderen Regionen einen transparenten und ergebnisoffenen Prozess mit umfassender Informierung aller Bürger. Die Landräte und KommunalpolitikerInnen sind aufgerufen, sich JETZT im Wettbewerb der Regionen für ihre Steigerwald-Region einzusetzen. Das Angebot der Staatsregierung ist zu finden unter: www.np3.bayern.de. BUND Naturschutz Haßberge und Freundeskreis Nationalpark Steigerwald hatten zur Veranstaltung geladen.

  • „Nationalpark-Befürworter fordern in Eltmann eine Machbarkeitsstudie“, FT vom 7.4.16;  „Faire Chancen für den Nationalpark Steigerwald“ stand als Motto über einer Informationsveranstaltung, zu der der Bund Naturschutz und der Freundeskreis Nationalpark Steigerwald nach Eltmann eingeladen hatten. Das Interesse war so groß, dass das Sportheim der SG Eltmann die vielen Besucher kaum fassen konnte. Die Redner plädierten dafür, den Steigerwald in das laufende, ergebnisoffene Auswahlverfahren für den dritten Nationalpark in Bayern einzubeziehen und ihn davon nicht auszuschließen.

  • Sitzung Plenum online vom 6.4.17 mit Rede von Ulrike Scharf: Bayerischer Landtag, Plenum online, TOP 8, unter Dringlichkeitsantrag Punkt 3 zu finden. Hier können auch die Redebeiträge gehört werden. Angenommener CSU Antrag: ...Der  ergebnisoffene  Dialogprozess  mit  den  potenziellen  Regionen für einen dritten Nationalpark ist derzeit in vollem Gange. Die  Staatsregierung  wird  aufgefordert,  den  Prozess  in  notwendigem Umfang  weiterzuführen  und  zeitnah  abzuschließen.  Der  Dialog  mit den  Menschen  vor  Ort  und  deren  Zustimmung  sind  unabdingbare Voraussetzung für  eine Realisierung. Gegen  den Willen der  Bevölkerung  in  der  Region  wird  kein  weiterer  Nationalpark  in  Bayern  beschlossen.
    Ulrike Scharf: zu Anträgen / Stand 3. NLP, unbedingt anhören!:  Klare Aussage, Steigerwald bleibt ausgeschlossen, trotzdem Umweltministerin Scharf den Freie Wählern vorwirft, sie entmündigen die Bürger (s.u.). Was macht denn die CSU in Bezug auf den Steigerwald anderes?
    Hier Aussage Scharf zu Trittsteinkonzept: „Das Trittsteinkonzept hat seine Bedeutung, hat aber in der Wertigkeit für den Naturschutz nicht die Bedeutung, wie ein Nationalpark“

  • „Die Unterfranken-CSU ist gegen einen Spessart-Nationalpark“, 6.4.17; Die CSU ringt in Sachen dritter Nationalpark in Bayern um eine einheitliche Linie mit ihrem eigenen Ministerpräsidenten Horst Seehofer: Im Landtag sorgte etwa ein Dringlichkeitsantrag der Freien Wähler für heftige Diskussionen in der CSU-Fraktion. Darin forderte die Oppositionspartei von der CSU die komplette Rücknahme des von Seehofer initiierten Ministerratsbeschlusses, einen dritten Nationalpark in Bayern „anzustreben“... So stimmte der CSU-Bezirksvorstand Unterfranken am Montag offenbar einhellig gegen einen möglichen Nationalpark im Spessart. Bezirkschef Gerhard Eck (CSU) bestätigte auf Nachfrage dieser Redaktion das ablehnende Spessart-Votum, das geheim gehalten worden sei, „um kein Öl ins Feuer zu gießen“... Ein vorzeitiger Ausschluss des Spessarts aus dem noch laufenden Dialogverfahren scheint derzeit allerdings unwahrscheinlich: „Der Dialogprozess wird fortgeführt, dabei bleibt es“, beteuerte Ministerin Scharf im Landtag. Wer, wie die Freien Wähler, den sachlichen Dialog über die Vor- und Nachteile eines Nationalparks ablehne, „verbietet der Bevölkerung die Diskussion“. Eine derartige „Entmündigung“ der Regionen werde sie nicht zulassen. In ihren Gesprächen vor Ort könne sie zudem keine grundsätzliche Ablehnung erkennen: „Die Menschen wollen Naturschutz“, sagte Scharf.

  • „Grüne Kreisverbände: „Basta-Politik der CSU-Landtagsfraktion gegen Steigerwaldbevölkerung“, Wiesentbote vom 4.4.17; Gemeinsame Erklärung der Grünen Kreisverbände Bamberg-Land und Haßberge Grüne: „Ablehnung einer Machbarkeitsstudie für einen Nationalpark Steigerwald durch die CSU ist ein Tritt vors Schienbein für die Bevölkerung“

  • „Für die Grünen ist die Ablehnung einer Machbarkeitsstudie für einen Nationalpark Steigerwald durch die CSU ein Tritt vors Schienbein für die Bevölkerung“, inundumschweinfurt vom 3.4.17

  • „Jetzt sind es fünf“, BR vom 3.4.17; Fünf Natur-Schönheiten - siehe oben - konkurrieren um den Titel "Dritter bayerischer Nationalpark" und um ein jährliches Preisgeld vom Freistaat in Höhe von rund zehn Millionen Euro. Bis Ende des Jahres will Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf der Staatsregierung ihren Favoriten präsentieren - allerdings ohne die von SPD und Grünen geforderten Machbarkeitsstudien in Auftrag zu geben.

  • „Nationalpark: Es gibt kein Gutachten zum Steigerwald“, MP vom 30.3.17; Die CSU-Mehrheit hat im Umweltausschuss des Landtags eine von SPD und Grünen geforderte Machbarkeitsstudie für einen möglichen Nationalpark im Steigerwald verhindert. „Wir können für jedes denkbare Gebiet Studien anstellen, aber das würde ewig lang dauern“, sagte der CSU-Umweltexperte Otto Hünnerkopf. Der Steigerwald sei bewusst aus dem Auswahlprozess für einen dritten bayerischen Nationalpark ausgeschlossen worden, „weil es dort keine Zustimmung der Bevölkerung gibt“, sagte der Abgeordnete aus Wiesentheid (Lkr. Kitzingen).

März 2017

  • „BN fordert „ergebnisoffene Bewertung“, FT vom 29.3.17; Der Bund Naturschutz sieht im Steigerwald den Wunsch wachsen, dass der Steigerwald bei der Suche nach einem dritten Nationalpark in Bayern nicht weiter ausgeschlossen werde. Zahlreiche Kommunalpolitiker, Wirtschaftsvertreter und Waldexperten richteten entsprechende Appelle an die Landräte im Steigerwald und an die Staatsregierung, teilte der Bund Naturschutz mit. „Wir haben eine Petition auf den Weg gebracht, die klarmachen soll, dass unsere Region von den Landräten erwartet, dass sie eine ergebnisoffene Nationalpark-Bewerbung des Steigerwaldes unterstützen“, erklärt Martin Mößlein, Vorstand des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald.

  • „Nationalpark wäre eine Jahrhundertchance“, Leserbrief FT vom 29.3.17;...Es fiel mir wirklich unangenehm auf, wie Staatssekretär Eck die möglichen Fördergelder schlechtredet. Vielleicht erscheinen 20 Millionen Euro jährlich, vom reichen München aus gesehen, nur wie eine Kleinigkeit. Im Steigerwald lässt sich damit sicher viel erreichen. Es gibt in der Region bedürftigere Leute als Herrn Eck und die wollen ganz und gar nicht auf solch eine Jahrhundertchance Nationalpark mit den Fördergeldern verzichten.

  • Die Grünen in Unterfranken unterstützen die Einrichtung eines 3. bayerischen Nationalparks in Unterfranken, 25.3.17:  „Beschluss der Bezirksversammlung am 25.3.2017 in Ochsenfurt: Mehr Naturschutz in Spessart, Steigerwald & Rhön - für einen 3. Bayerischen Nationalpark in Unterfranken. Dazu auch die Pressemitteilung der Bezirksversammlung.

  • „Steigerwald: Bund Naturschutz reicht Klagebegründung beim Bundesverwaltungericht in Leipzig ein“, Marktspiegel vom 24.3.17: „Nationalpark? Ja, nein, vielleicht.“, MP vom 24.3.17; Ob Donau-Auen oder Ammergebirge: Nicht nur in Franken ist ein neues Großschutzgebiet umstritten. Auch an anderen möglichen Standorten ginge ein Nationalpark nicht ohne Widerrede durch.

  • UNTERSTÜTZUNG FÜR NATIONALPARKBEWERBUNG WÄCHST - STEIGERWALD SOLL IN NATIONALPARKSUCHE EINBEZOGEN WERDEN, Pressemitteilung BN vom 20.3.17; In der Steigerwaldregion wächst der Wunsch, dass der Steigerwald bei der Suche nach einem dritten Nationalpark in Bayern nicht weiter ausgeschlossen wird. Zahlreiche Kommunalpolitiker, viele Wirtschaftsvertreter und Waldexperten richten entsprechende Appelle an die Landräte im Steigerwald und an die Staatsregierung . „Wir haben eine Petition auf den Weg gebracht, die klar machen soll, dass unsere Region von den Landräte erwartet, dass sie eine ergebnisoffene Nationalparkbewerbung des Steigerwaldes unterstützen“, so Martin Mößlein, Vorstand des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald. „Wir setzen darauf, dass die Landräte und die Staatsregierung angesichts der deutlichen Zustimmung aus der Steigerwaldregion tätig werden, damit der Steigerwald in den Suchprozess aufgenommen wird“, so Ralf Straußberger, Waldreferent beim BUND Naturschutz in Bayern. „Wir gehen davon aus, dass dies auch dem Politikstil von Ministerpräsident Seehofer entspräche, der bedeutet, dass man miteinander spricht und dass man macht, was die Mehrheit will“, so Oberfrankens Bezirkstagspräsident Günther Denzler und Max-Dieter Schneider, Ebrachs Bürgermeister.

  • Faire Chance für den Steigerwald gefordert“, BR vom20.3.17 PETITION läuft uvm.

  • Freie Wähler Miltenberg fordern Machbarkeitsstudie für mögliche Nationalparkgebiete, Pressemitteilung der Freien Wähler, Spessart, 19.3.17:  „Die Freien Wähler im Landkreis Miltenberg haben am 18.03.2017 beschlossen, eine Machbarkeitsstudie zum geplanten Nationalpark Spessart und für alle 5 derzeit in Bayern diskutierten Standorte zu fordern. Erst danach kann ein endgültiges Urteil bezüglich des Standorts gefällt werden. Im Spessart muss das Problem der bestehenden Holzrechte gebührend berücksichtigt werden. Ganz wichtig ist das Einvernehmen mit der einheimischen Bevölkerung.“

  • „Dritter Nationalpark in Bayern: Die Rhön rückt auf“, SZ vom 17.3.17; Es war eine eigentümliche Situation am Donnerstag im Landtag. Drinnen im Senatssaal lieferten sich Naturschützer, Touristiker, Bauernverbands-Leute, Waldbesitzer und Forstexperten einen Schlagabtausch über die Pläne für einen dritten Nationalpark in Bayern. Derweil zeichnet sich ab, dass der bisherige Favorit dafür, der unterfränkische Spessart, womöglich aus dem Rennen ist.

  • PRESSE Expertenanhörung Landtag: Hier finden Sie alle Statements der Experten zum Download

  • „Streit um Nationalpark“, BR vom 16.3.17; Expertenanhörung im Umweltausschuss

  • Pressemitteilung der SPD zur Expertenanhörung

  • „Experten streiten um Nationalpark“, FT vom 16.3.17; LANDTAG   Während Gegner eines neuen Großschutzgebietes für kleinteiligen Naturschutz plädieren, halten die Befürworter ausgerechnet den Steigerwald für am besten geeignet. Wo sollte – wenn überhaupt – der dritte Nationalpark in Bayern entstehen? Wer eine mehr als vierstündige Expertenanhörung im Landtag aufmerksam verfolgte, der konnte zu dem Schluss kommen, dass zumindest die Nationalpark-Befürworter ausgerechnet das einzige Waldgebiet in Bayern, das ausdrücklich ausgenommen ist, für am Besten geeignet halten: „Ich kann nicht verstehen, dass gerade der Steigerwald ausgeschlossen ist“, wunderte sich etwa Manfred Großmann, Leiter des Nationalparks Hainich in Thüringen.

  • „Wohin kommt der neue Nationalpark?“, MP vom 16.3.17; Landtagsanhörung: Während Gegner eines neuen Großschutzgebietes für kleinteiligen Naturschutz plädieren, halten die Befürworter ausgerechnet den Steigerwald für am besten geeignet.

  • „Freie Wähler streiten über Nationalpark“, MP vom 17.3.17; Die Freien Wähler sind sich uneins über ihre Haltung zu einem möglichen Nationalpark im Spessart: Während Parteichef Hubert Aiwanger sich im Nachgang einer Expertenanhörung im Landtag entschieden gegen ein neues Schutzgebiet aussprach, unterstützte der unterfränkische FW-Landtagsabgeordnete Hans Jürgen Fahn in einer schriftlichen Stellungnahme die Nationalpark-Pläne in Unterfranken. „Aus ökologischen Gründen halte ich einen Nationalpark Spessart für sinnvoll und wünschenswert“, teilte Fahn darin mit.
    Anmerkung: seit Jahren kämpft Herr Fahn massiv gegen einen Nationalpark im Steigerwald – sein Bürgerbüro ist in Aschaffenburg.

  • „Der Baum und sein Traum“, MP vom 16.3.17; Zum Thema Steigerwald hat sich Inka Neff vom Verein Nationalpark Nordsteigerwald ein Theaterstück einfallen lassen, das sie auf die Bühne bringen möchte. Dafür sucht sie noch Akteure für die Aufführung.

  • Umweltausschuss: Bericht zur Expertenanhörung zum dritten Nationalpark in Bayern, Donnerstag, 16. März 2017

  • JA! – Wir wollen – eine faire Chance für den Steigerwald - JETZT Bürger - Petition unterstützen, damit unsere Region die gleiche Chance erhält wie Spessart oder Rhön!, Pressemitteilung des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald vom 10.3.17; Alle Bürgerinnen und Bürger in den Landkreisen Bamberg, Haßberge und Schweinfurt sind aufgerufen, jetzt mit ihrer Unterschrift eine Petition des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald zu unterstützen. Die Petition ist gerichtet an die Landräte, die Oberbürgermeister und die KommunalpolitikerInnen in den Landkreisen Bamberg, Hassberge und Schweinfurt und den Städten Bamberg und Schweinfurt. Sie appelliert an die Adressaten, sich bei der Bayerischen Staatsregierung für eine faire Chance des Steigerwalds auf den 3. Nationalpark einzusetzen. Gefordert wird eine umfassende Information über die „Jahrhundertchance Nationalpark Steigerwald“ mit Einbeziehung aller BürgerInnen, bevor eine Entscheidung gefällt wird.

  • "Gerolzhofen geht in die Offensive", FT vom 8.3.17; Ebrach/Gerolzhofen - Der Stadtrat von Gerolzhofen hat in seiner Sitzung am Montag eine Forderung an die Bayerische Staatsregierung verabschiedet, den Steigerwald in den aktuellen Prozess zur Auswahl eines dritten Nationalparks in Bayern und in die notwendigen Untersuchungen und Studien einzubeziehen. Der Beschluss wurde mit 10:8 Stimmen getroffen. Dafür stimmten die Fraktionen von geo-net, SPD und Freien Wählern, dagegen die CSU und der Bürgermeister. Gerolzhofen ist laut Stadtrat Thomas Vizl damit die erste Gemeinde im Kreis Schweinfurt, die die Aufnahme des Steigerwalds in das Auswahlverfahren für einen dritten Nationalpark in Bayern fordert.

  • „Trotz Gegenstimmen der CSU: Gerolzhofen fordert die Aufnahme des Steigerwalds in das Auswahlverfahren für einen dritten Nationalpark in Bayern“, inundumschweinfurt, 7.3.17;  „GEROLZHOFEN – Der Stadtrat von Gerolzhofen hat in seiner Sitzung vom 06. März den unten stehenden Beschluss in Sachen Nationalpark gefasst. Der Antrag wurde mit 10 zu 8 Stimmen beschlossen. Dafür stimmten die Fraktionen von geo-net, SPD und Freie Wähler, dagegen CSU und Bürgermeister Thorsten Wozniak.

  • Nationalpark: „Steigerwald muss im Rennen bleiben““, MP vom 6.3.17; „Nationalpark Steigerwald“, aus Sicht der Landtags-Grünen hätte der Steigerwald diesen Titel mehr als verdient.

  • „Steigerwald soll ins Verfahren“, SZ vom 5.3.17;  Heftige Kritik an Plänen Seehofers für Nationalpark Spessart
    Die Kritik am Auswahlverfahren für den dritten Nationalpark in Bayern wird schärfer. "Bei der Gebietsauswahl sollten ausschließlich fachliche Kriterien den Ausschlag geben und nicht politische Erwägungen", sagt der Landschaftsplaner Norbert Panek. "Deshalb sollte die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf umgehend den fränkischen Steigerwald in das Auswahlverfahren einbeziehen." Panek zählt zu den renommiertesten Nationalpark- und Buchenwaldexperten Deutschlands, er ist Initiator des Nationalparks Kellerwald in Nordhessen und hat sich intensiv mit den alten Buchenwäldern im Steigerwald und im Spessart beschäftigt.

  • „Hat der Steigerwald realistische Chancen auf einen Kulturerbe-Titel?“, FT vom 4.3.17;  Am Dienstag, 14. März, findet laut einer Meldung aus dem „Steigerwald-Zentrum – Nachhaltigkeit erleben“ von 15 bis 18 Uhr die Abschlussveranstaltung zur „Kulturland-schaftsinventarisation Steigerwald“ im Steigerwald-Zentrum in Handthal statt.

  • Grüne sehen in einem Nationalpark Steigerwald weiterhin eine große Chance für die Region“, in und um Schweinfurt vom 3.3.17; Auch für Claudia Stamm ist der Nationalpark eine große Chance für die Region. Der Steigerwald könne mit seinen Strukturproblemen entweder so „weiter wursteln wie bisher oder aber ie Möglichkeiten, die sich durch das Schutzgebiet bieten., nutzen“ Der Nationalpark müsse aber weiterhin nachdrücklich vor allem von den Menschen im Steigerwald gefordert werden. Die Grüne Landtagsfraktion steht dabei an der Seite der Nationalpark-Befürworter, was sich auch am Freitag zeige, wenn Mandatsträger im Ebracher Forst unterwegs sind. Dazu auch: „Nationalpark: Der Schatz  muss nur gehoben werden“, FT vom 3.3.17;  Wie sieht die Zukunft der Steigerwald- Region aus? Darüber diskutierten gut 100 Zuhörer mit grünen Kommunalpolitikern aus Bamberg, den Haßbergen und Schweinfurt in Ebrach.

  • „Bürgermeister zweifeln an Nationalpark als Tourismus-Beleber“, MP vom 3.3.17; Kritisch melden sich nach der Infoveranstaltung „Eine Vitaminspritze für den Steigerwald?“ am 17. Februar in Gerolzhofen drei Bürgermeister der Region zu Wort 


Februar 2017

  • „Kreisversammlung -  ÖDP setzt auf Kontinuität“, FT vom 25.2.17; Der als Direktkandidat der ÖDP für den Wahlkreis Bamberg nominierte Lucas Büchner nannte als Hauptziele unter anderem: Weiterführung der Energiewende, Entwicklung der Elektromobilität und Berücksichtigung des Steigerwaldes bei der Suche nach einem dritten bayerischen Nationalpark.

  • „Informationsabend zur Nationalpark-Debatte: Der Verein Nationalpark Nordsteigerwald will eine Vitaminspritze für die Region“, in und um Schweinfurt vom 23.2.17; Für die Referenten ist ihr Nationalpark DIE „Erfolgsgeschichte der Region“ schlechthin. Die im Steigerwald kursierenden Katastrophenszenarien sind für die Bayerwäldler unverständlich. Sie gaben auch gleich praktische Tipps und rieten, bei der Ausweisung des Nationalparks auf regionale Vorteile, wie Wiederbelebung von Bahnlinien und Ausbau von Infrastruktur zu pochen. Die Veranstalter appellierten an die hiesigen Kommunalpolitiker, sich bei der Staatsregierung für die Gleichbehandlung des Steigerwalds mit Spessart und Rhön stark zu machen. Wer die Chance auf den 3. Nationalpark jetzt verstreichen lässt, müsse sich später der Frage stellen: „Wo waren Sie, als der Steigerwald eine einmalige Chance bekommen hat?“

  • Peter Wohlleben im Alpha-Forum , Freitag, 24.02.2017, In hintergründigen Zwiegesprächen entstehen Porträts der Interviewten, in denen genügend Zeit für Details und Nuancen bleibt. Nicht das kurze, mediengerechte Zitat, sondern der Lebensweg des Gesprächspartners mit all seinen Erfolgen und Rückschlägen steht im Mittelpunkt von alpha-Forum.

  • Die Grünen aus drei Landkreisen sprechen über den Steigerwald“, FT vom 23.2.17: am Aschermittwoch in Ebrach

  • „Vom Wald zum Wald: Vitaminspritze für Nationalpark“, MP vom 20.2.17; Praktiker aus dem Bayerischen Wald berichten, wie sich ein Nationalpark auswirken kann. Allein: Die Botschaft kommt nicht an. Das Thema Nationalpark Steigerwald polarisiert. Und so waren trotz LiveÜbertragung der „Fastnacht in Franken“ am Freitag rund 100 Interessierte ins Pfarrer-Hersam-Haus gekommen, um sich von Praktikern aus dem Bayerischen Wald aus erster Hand berichten zu lassen, wie sich ein Nationalpark positiv auf eine Region auswirken kann. [...]Nächster Referent war Jochen Stieglmeier, der seit drei Jahrzehnten in der Hotelerie des Bayerischen Waldes zuhause ist. „Was ist los bei Euch?“, fragte er provozierend in die Runde. „Soviel Emotion und Katastrohen-Szenarien!“

  • „Offenes Auswahlverfahren müsste möglich sein“, MP vom 18.2.17; Unsere Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf würde sich bei  der Auswahl eines dritten Nationalparks in Bayern sehr viel leichter tun, wenn ihr  Potenzialanalysen und Machbarkeitsstudien der  fachlich am besten  geeigneten Standorte von unabhängigen Fachleuten/ Institutionen zur Verfügung stünden.

  • „Scharfer Gegenwind im Spessart“, FT vom 13.2.17; Die Wälder im Mainviereck sind Favorit bei der Suche nach dem besten Platz für ein neues Großschutzgebiet in Bayern. Doch in der Region formiert sich heftiger Widerstand.

  • "Franken lockt immer mehr Urlauber an“, FT vom 13.2.17; „Wir müssen auf Qualität achten. Der Billigtourismus kann nicht unsere Zukunft in Franken sein“, betonte Herrmann und verwies auf staatliche Fördergelder [...] Die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr seien besonders für die Stabilisierung der Wirtschaft im ländlichen Raum wichtig.

  • Steigerwald: Die Debatte nimmt keine Ende Eine Allianz aus Politik und Wirtschaft fordert Chance in Sachen Nationalpark, tvo vom 10.2.17;

  • „Nachgefragt vom 10. Februar 2017: Die Steigerwald-Debatte“, Nationalpark oder nicht Nationalpark?“, tvo, tv oberfranken vom 10.2.17;

  • Bayerns dritter Nationalpark – Hat der Steigerwald eine faire Chance?“, tv touring vom 10.2.17; Mit dem Bayerischen Wald und dem Berchtesgadener Land wurden in den 70er Jahren zwei Nationalparks im Freistaat gegründet. Im Juli 2016 hat das bayerische Kabinett beschlossen, einen dritten Nationalpark in Bayern anzustreben. Seitdem wird die Diskussion um den Steigerwald zum Dauerthema in der Region. Vor allem da Umweltministerin Ulrike Scharf und Ministerpräsident Horst Seehofer den Steigerwald bei der Nationalparksuche kategorisch ausgeschlossen haben. Eine Allianz aus Wirtschaftsvertretern und Kommunalpolitikern setzt sich nun für eine faire Chance beim Auswahlprozess für Bayerns 3. Nationalpark ein.
  • „Eine Allianz für den Nationalpark“, MP vom 9.2.17; Ein Bündnis aus bislang 160 Vertretern von Kommunalpolitik und Wirtschaft fordert neben Spessart und Rhön eine „Faire Chance für den Steigerwald“ beim Auswahlverfahren. Die Zahl der Vertreter aus Kommunalpolitik und heimischer Wirtschaft, die sich öffentlich zu einem Buchen-Nationalpark auf rund 11 000 Hektar Staatswaldgebiet im Steigerwald bekennen, wächst  zunehmend. Jetzt haben sie sich zur Allianz „Faire Chance für den Steigerwald“ zusammengeschlossen. In Ebrach ging das gesellschaftsübergreifende Bündnis erstmals an die Öffentlichkeit.
  • „Kaum Diskussion um Nationalpark Rhön“, MP Spessart vom 9.2.17; Im Steigerwald und im Spessart wird diskutiert und demonstriert, in der Rhön herrscht beim Thema Nationalpark Gelassenheit.
  • „Bürgerbewegung für den Nationalpark gegründet“, MP Spessart, 9.2.17; Bürger aus dem Spessart haben am  Mittwochabend in Lohr die Bürgerbewegung "Freunde des Spessarts" gegründet, die sich für einen Nationalpark im Spessart einsetzt.
  • „Sie kämpfen für den Steigerwald“, FT vom 9.2.17; Die Initiative „Faire Chance für den Steigerwald“ fordert die Landräte auf, den Steigerwald für den Auswahlprozess doch noch anzumelden Die Vertreter aus Politik und Wirtschaft hoffe auf mehr regionale Wertschöpfung.
  • „Ulrike Scharf: „Der Spessart ist top““, MP vom 9.2.17; Scharf: Es existieren vielfach falsche Vorstellungen von einem Nationalpark. Man fürchtet Aussperrung, Stillstand und die Käseglocke, die über ein Gebiet gestülpt wird. Doch genau das ist nicht der Fall. Das lässt sich sehr gut an den beiden bestehenden bayerischen Nationalparken zeigen. Dorthin kommen jährlich etwa drei Millionen Besucher. Es bleiben rund 70 Millionen Euro an Wertschöpfung in den Regionen. Und es resultieren dort Hunderte Arbeitsplätze aus den Nationalparken. Auch der Nationalpark im Bayerischen Wald war anfangs umstritten. Mittlerweile weiß man, dass er ein Segen für die ganze Region ist und die Region von einem solchen Projekt nachhaltig profitiert. Ein Nationalpark ist eine Premiummarke. Für die Region ist es eine große Chance. [...]Im Steigerwald gibt es eine Sondersituation mit langer Vorgeschichte, auch mit noch laufenden Gerichtsverfahren. Die drei Landräte dort haben beim Ministerpräsidenten deutlich gemacht, keinen Nationalpark zu wollen. Deswegen gibt es die Entscheidung des Ministerrates, den Steigerwald von der Suche nach einem Nationalparkgebiet auszusparen. Gleichwohl wird in einem regionalen Dialogprozess daran gearbeitet, den Schutzstatus des Steigerwaldes zu verbessern.
  •  „Kann der Steigerwald doch Nationalpark werden?“, FT Leserbrief vom 3.2.17; Zum Artikel „Millionen stehen auf dem Spiel“ im FT am 27. Dezember 2016Kommt Umweltministerin Ulrike Scharf vielleicht doch in den Steigerwald, um den Ort für Bayerns dritten Nationalpark zu suchen? Wenn jemand die sympathische Energie hat, die Dinge in die Hand zu nehmen, dann sie. Dann kann man doch noch hoffen, dass in den Buchenwäldern des Forstbetriebs Ebrach der Nationalpark Steigerwald eingerichtet wird.
  • Film-Link: „Bamberg: Steigerwald soll faire Chance bekommen - Bund Naturschutz lässt beim Thema Nationalpark nicht locker“, tvo vom 2.2.17: Im Bayerischen Wald und beim oberbayerischen Berchtesgarden gibt es schon zwei. Doch Bayern soll nach dem Willen der Staatsregierung einen dritten Nationalpark bekommen. Soweit, so gut. Doch im Steigerwald ist man enttäuscht. Denn diese Region wird von der Staatsregierung explizit ausgenommen. Begründung: die Bevölkerung stehe nicht hinter einem solchen Vorhaben, es gebe lokale Konflikte. Kein Nationalpark im Steigerwald, damit will sich der Bund Naturschutz nicht abfinden. In Bamberg ruft man nun einmal mehr zum Protest auf. 
  • Landratsamt Bamberg und Verein "Unser Steigerwald" beziehen Stellung zu Forderungen, tvo vom 2.2.17; Im Dauerstreit um einen Nationalpark im Steigerwald hat der Bund Naturschutz (BN) in Bamberg einmal mehr seine Sicht der Dinge klar gemacht. Nun reagieren das Landratsamt Bamberg und der Verein „Unser Steigerwald“.
    Anmerkung: „Unser Steigerwald“ befragte 2014 bei seiner FORSA-Umfrage ebenfalls rund 1000 Personen aus denselben Landkreisen BA, SW und HAS und den Städten Bamberg und Schweinfurt. Die EMNID-Umfrage der Naturschutzverbände 2016 ist repräsentativ und wurde von einem der führenden Marktforschungsunternehmen durchgeführt. Über die Objektivität der Fragen kann sich jeder selbst ein Bild machen.
    Die 20 Gemeinden der Resolution gegen den Nationalpark haben die genannte Resolution unterschrieben, lang bevor die Bayerische Staatsregierung den 3. Nationalpark ins Spiel gebracht hat. Die Ausgangslage hat sich damit aber grundlegend geändert!

Informationsbüro

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Tel.: 09553/ 98 90 42

E-mail: info(at)freundeskreis-nationalpark-steigerwald.de

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Webseite des BUND Naturschutz in Bayern

Offizielle Webseite Umweltministerium

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