Mai

  • "National-biosphären-welterbepark“, FT vom 31.5.17 Ein Naturschutzgebiet ist eine per Gesetz streng gegen den menschlichen Eingriff geschützte Fläche – das Prädikat bedeutet mit dem Nationalpark die höchste Stufe des Naturschutzes in Deutschland. In der Bundesrepublik gibt es 8757 Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 1,37 Millionen Hektar – 3,7 Prozent der Landesfläche. In Bayern wurden 605 Naturschutzgebiete ausgewiesen (zwei Prozent der Landesfläche), davon in Oberfranken 95, in Mittelfranken 63 und in Unterfranken 138. Zu den größten Naturschutzgebieten im Freistaat zählen die Kernzonen im Biosphärenreservat Rhön

  • „Große Worte am Dreifrankeneck“, FT vom 29.5.17; An Himmelfahrt ging es oberhalb von Heuchelheim am Symbol fränkischer Einheit um das Thema Heimat. Dabei erfuhr Innenminister Joachim Herrmann (CSU), wo auf dem Land der Schuh drückt: Nahversorgung und Ärztemangel... Hauptredner war Innenminister Joachim Herrmann. Er wandte sich an die Delegation „mit den grünen Shirts“ vom Verein Naturpark Steigerwald und bekräftigte sein Versprechen: „Der Steigerwald bleibt Naturpark!“

  • „Rhön-Grabfeld: Landrat positioniert sich“, InFranken vom 28.5.17; Habermann positioniert sich; "Es ist für mich nicht zu verstehen, wie man sich vor dem Vorliegen der Antworten schon positionieren konnte", sagte er. Einerseits sei geschimpft worden, dass es zu wenig Informationen gebe und aufgrund dessen sei von Interessengruppen die Entscheidung gegen einen Nationalpark getroffen worden. Immer wieder sei davon die Rede gewesen, dass die Entscheidung wo der Nationalpark hinkomme bis Juli getroffen werden soll. Habermann stellte klar: "Bis Juli wird entschieden, wer in die nächste Phase eintritt. Es geht um ernsthafte Interessenbekundungen für weitere Verhandlungen, um mehr nicht."

  • „Nationalpark Rhön: Fragen und Antworten zum umstrittenen Schutzgebiet“, InFranken vom 28.5.17; Lange hat die Region auf Details zum möglichen Nationalpark in der Rhön gewartet. Nun liegen die Antworten aus dem Bayerischen Umweltministerium vor. Hier finden Sie die Antworten der Staatsregierung: Nationalpark Röhn - Fragen und Antworten 

  • „Mehr als 6000 Unterstützer fand die Online-Petition bisher“, MP vom 28.5.17; Der Verein Nationalpark Nordsteigerwald setzt sich weiter dafür ein, dass auch im Steigerwald die Bürger dieselbe umfassende Information der Staatsregierung über das Angebot „Dritter Nationalpark in Bayern“ erhalten, wie andere Regionen. Er hat dazu die Online-Petition „Faire Chance für den Steigerwald“ gestartet unter www.openpetition.de/!steigerwald 

  • „Nationalparkverein aus dem Steigerwald wirbt für Onlinepetition“, Wiesentbote vom 26.5.17;JETZT unterschreiben: „Faire Chance für den Steigerwald“!  Der Verein Nationalpark Nordsteigerwald ruft alle BürgerInnen auf sich dafür einzusetzen, dass sie im Steigerwald dieselbe umfassende Information der Staatsregierung zum Angebot 3.Nationalpark in Bayern erhalten, wie andere Regionen – bevor Ende Juli die Entscheidung fällt! Bitte unterstützen Sie die Petition „Faire Chance für den Steigerwald“. Unterzeichnen Sie im Internet: www.openpetition.de/!steigerwald

  • „Scharf schließt Steigerwald erneut aus“, BR vom 26.5.17;Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf hat einem möglichen Nationalpark Steigerwald erneut eine Absage erteilt. Und das, obwohl der Verein Nationalpark Nordsteigerwald erreichen will, dass die Region bei der Suche nach einem dritten Nationalpark berücksichtigt wird.

  • „Grüne Kreistagsfraktion im Landkreis Bamberg wählt neuen Vorsitz“, Wiesentbote vom 26.5.17;Bernd Fricke übernimmt für Helga Bieberstein – Andreas Lösche bleibt Stellvertreter; Die Kreistagsfraktion der Grünen hat einen neuen Fraktionsvorsitzenden gewählt. Bernd Fricke, gleichzeitig zweiter Bürgermeister von Stegaurach, wurde im Rahmen der jüngsten Fraktionssitzung zum neuen Vorsitzenden der Fraktion gewählt. „Ich freue mich, meine Jahrzehnte langen politischen Erfahrungen in verschiedensten Gremien in diese neuen Position einbringen zu dürfen“, sagte Fricke. „Wir werden energisch gegen das Aussitzen unliebsamer Themen durch den Landrat vorgehen, in dem Anträge über viele Monate nicht behandelt werden.“... Auch der Einsatz für einen Nationalpark Steigerwald steht weiter ganz oben auf der Agenda. „Diese Jahrhundertchance darf sich der Landkreis einfach nicht entgehen lassen“, fordert Lösche.

  • „Die schöne Unbekannte „, SZ vom 26.5.17; Wenn in Bayern von Buchenwäldern die Rede ist, geht es meist um den Spessart und den Steigerwald. Doch wegen der massiven Proteste gegen einen Nationalpark, rückt die Rhön immer mehr als Kandidatin in den Fokus.

  • „Forstleute gegen Nationalpark“, FT vom 24.5.17; Kronach - Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) wehrt sich vehement gegen eine mögliche Ernennung des Frankenwaldes zum Nationalpark. Der Frankenwald sei vielfältig nutzbar, teilte der BDF am Dienstag mit. „Er ist Rohstoffquelle, sorgt für günstiges Brennmaterial, sauberes Trinkwasser, ist touristisch gut erschlossen und weist eine einzigartige Vielfalt auf.“ Würde das Mittelgebirge im Nordosten Frankens zum Nationalpark erklärt, würde dieser „Mehrfachnutzen ad absurdum“ geführt.

  • „Der lachende Vierte?“, FT vom 22.5.17;  Bei der Suche nach dem dritten Nationalpark in Bayern gibt es jetzt gleich zwei Geheimfavoriten: Weil es im Spessart genau wie im Steigerwald Zoff gibt, könnten die Donau- und Isar-Auen das Rennen machen. Oder am Ende gar der Frankenwald.... Im Umweltausschuss wurde Mitte März Zwischenbilanz gezogen und das Ziel ausgegeben, den Favoriten für „NP3“ spätestens Ende Juli zu nominieren. In Frage kommen die Rhön, der Spessart, die Auen von Donau und Isar und das Ammergebirge sowie, jedoch allenfalls mit einer Wildcard, der Steigerwald. Hier fordern Naturschutzverbände und Kommunalpolitiker wie der Ebracher Bürgermeister Max-Dieter Schneider seit Jahren die Ausweisung eines Nationalparks. Dem stellt sich eine mächtige Lobby entgegen, an deren Spitze ein Kabinettskollege von Scharf steht, Innen-Staatssekretär Gerhard Eck aus dem Kreis Schweinfurt. Um die Diskussion nicht weiter anzuheizen, hat Seehofer den Steigerwald bei der Suche ausgeklammert, obwohl der Staatswald für Experten am besten geeignet für ein Großschutzgebiet ist – sogar mit der Aussicht, Weltnaturerbe zu werden.

  • „Welterbe: Dörrobst statt Buchen“, FT vom 21.5.17; Form, Ablauf und Ergebnis des Dialogprozesses stellten im Kreisausschuss nicht alle zufrieden. Die Forderung, den Steigerwald bei der Suche nach einem dritten Nationalpark in Bayern einzubeziehen, verstummt nicht. Der Nationalpark Steigerwald wurde von den Gegnern schon mehrfach beerdigt, aber totzukriegen ist er nicht. Das wurde auch bei der Debatte im Kreisausschuss des Bamberger Kreistags am Freitag deutlich, die sich am Sachstandsbericht zum sogenannten Dialogprozess entzündete.... Jonas Merzbacher (SPD) bestand auf der Forderung seiner Partei, die Eignung des Steigerwaldes für einen Nationalpark mit einem unabhängigen Gutachten prüfen zu lassen. Außerdem regte er eine „demokratische Entscheidung“ an: „Wir sollten die Bürger befragen.“

  • „Frankenwald_ Zweifel wachsen“, FT vom 20.5.17; Der Vorstoß für ein großes Naturschutzgebiet im Landkreis Kronach stößt gleichermaßen auf Zustimmung wie auf Kritik. Viele Fachleute halten die Region mit ihren Wirtschaftswäldern für ungeeignet.

  • SPD-Umweltpolitiker lehnen Nationalpark im Frankenwald ab / Klaus Adelt: „Kein zusammenhängendes Schutzgebiet“ - Florian von Brunn: „Reines Ablenkungsmanöver der CSU“ , Bundesumweltportal vom 19.5.17, Adelt verweist darauf, dass Fachleute den Steigerwald als Standort für einen dritten bayerischen Nationalpark bevorzugen. „Doch diese Region will Ministerin Scharf noch nicht mal untersuchen lassen.“  Adelts Kollege, der Münchner Abgeordnete und Umweltpolitiker Florian von Brunn, sieht in der Benennung des Frankenwalds ein reines „Ablenkungsmanöver der Staatsregierung“. Es gehe der CSU nur darum, Interesse am Umweltschutz zu heucheln: „Die CSU schleift den Alpenplan, lässt zu, dass die bayerische Heimat durch unbegrenzte Ausweisungen von neuen Gewerbegebieten zersiedelt wird und schützt die wertvollen Buchenbestände im Steigerwald nicht. Doch gleichzeitig versucht sie, ihre Politik mit unsinnigen Schutzvorschlägen grün anzupinseln. Das ist unglaubwürdig und durchsichtig.“

  • „Nationalpark Frankenwald?“, FT vom 19.5.17; Ein Landtagsabgeordneter aus Kronach sieht in dem Großschutzgebiet einen Wachstumsmotor für die Region. Die Chancen stehen 50:50.

  • „Nationalpark Frankenwald?“-2- FT vom 19.5.17; Der Kronacher Landtagsabgeordnete Jürgen Baumgärtner bringt den Landkreis Kronach als möglichen dritten bayerischen Nationalpark ins Spiel... Zeitlicher Druck für die nächsten Schritte bestehe nicht, räumt der Abgeordnete ein. Zwar war seitens der Regierung noch im April von einer Entscheidungsfindung bis Ende Juli die Rede, doch Baumgärtner meint, dass durchaus bis Ende des Jahres Spielraum bestehe, ehe ein Kandidat ausgewählt wird

  • „Reaktionen im Landkreis“, FT vom 19.5.17; Kreis Kronach - Jens Korn, Bürgermeister von Wallenfels (CSU), hat bereits die Diskussionen um die anderen möglichen Nationalparks, verfolgt. Die großen Pro- und Kontra-Punkte, die dabei diskutiert wurden, lassen sich laut Korn auch auf den Frankenwald übertragen. „Der Nationalpark wäre eine riesen Chance, die Region weiterzuentwickeln“, so Korn. Auch für den Tourismus sieht er eine große Chance... Landrat Klaus Löffler (CSU) sieht in einem Nationalpark eine große Chance für die Region. Es sei aber wichtig, dass alle relevanten Gruppierungen wie beispielsweise die Waldbesitzer oder Landwirte von Anfang an in den Entscheidungsprozess mit eingebunden und gehört werden müssen. Er habe Baumgärtner gebeten, ein Abstimmungsgespräch mit Ministerpräsident Horst Seehofer zu vereinbaren.

  • Drei Bewerber sind im Gespräch, ein Vierter ist noch am Grübeln“, FT vom 19.5.17 Auflistung inclusive Steigerwald

  • „Frankenwald ist neuer Kandidat bei der Suche nach Nationalpark“, SZ vom 18.5.17; In das Auswahlverfahren für einen dritten Nationalpark in Bayern hat sich jetzt eine vierte Region ins Spiel gebracht: der Frankenwald. "Ich habe über einen langen Zeitraum viele Gespräche mit unseren Bauern, Jägern und Kommunalpolitikern daheim geführt", sagte der CSU-Landtagsabgeordnete Jürgen Baumgärtner am Donnerstag in München.
    Der 44-jährige Politiker stammt aus Kronach, dem Tor zum Frankenwald. Das Ergebnis der Runden: "Wir wollen einen ergebnisoffenen Dialog über einen Nationalpark Frankenwald", sagte Baumgärtner. "Das kann eine große Chance für unsere Region sein."...Aus Sicht des Naturschutzes ist der Frankenwald tatsächlich der bislang schwächste Kandidat für Bayerns dritten Nationalpark. Der wichtigste Grund ist, dass dort fast ausschließlich reine Fichtenwälder wachsen. Einen Fichten-Nationalpark hat Bayern aber schon im Bayerischen Wald.... Einen Nationalpark in der Rhön kann sich offenbar auch Seehofer gut vorstellen. Am Mittwoch erklärte er gegenüber unterfränkischen Landtagsabgeordneten, dass dort eine länderübergreifende Dreierlösung für einen Nationalpark möglich sei. Mit seinem thüringischen Amtskollegen Bodo Ramelow habe er bereits gesprochen und gute Signale bekommen. Volker Bouffier aus Hessen werde er demnächst ansprechen. Zugleich kündigte Seehofer an, dass die Staatsregierung auch die 18 Naturparks im Freistaat besser ausstatten werde, um den Tourismus anzukurbeln. Seehofer: "Das wird eine feine Sache."

  • „Nationalpark im Frankenwald?“, MP vom 18.5.17; Der Ministerpräsident selbst zeigte sich am Rande einer Plenarsitzung von dem neuen Vorschlag jedenfalls wenig überrascht: „Den Frankenwald schlage ich schon seit Monaten vor“, sagte er nur. Dem Vernehmen nach kommt wohl vor allem ein großes Stück Staatswald im Nordosten des Landkreises Kronach als Schutzgebiet infrage. Auch ein grenzübergreifendes Projekt mit Thüringen sei möglich, sagte Seehofer. SPD und Grüne im Landtag sprachen von einem Ablenkungsmanöver der CSU: Aus fachlicher Sicht müssten die Buchenwälder im Steigerwald und Spessart geschützt werden – was aber nicht zuletzt durch örtliche CSU-Politiker massiv behindert werde. Die Fichtenwälder des Frankenwaldes seien im Grundsatz als Nationalpark sehr wohl geeignet, beteuert dagegen Ministerin Scharf. Anders, als Spessart oder Steigerwald wäre ein Nationalpark Frankenwald aber ein „Entwicklungsnationalpark“: Ein Schutzgebiet, in dem der erwünschte Naturzustand erst über Jahrzehnte entstehen muss.... Wann die endgültige Entscheidung fallen soll, bleibt aber weiter offen: „Den Spessart entscheiden wir in jedem Fall noch vor der Sommerpause“, sagte Seehofer auf Nachfrage nur... Offenbar plant der Ministerpräsident – ähnlich wie kürzlich in der Bildungspolitik – rechtzeitig vor der Landtagswahl im Herbst 2018 ein großes bayernweites Naturschutz-Paket. Erste Gespräche mit CSU-Umweltpolitikern zum Thema haben diese Woche bereits stattgefunden. Denkbar wäre etwa eine bessere finanzielle und personelle Ausstattung bestehender Naturschutzgebiete, aber auch mehr publikumswirksame Projekte wie der erfolgreiche Baumwipfelpfad im Steigerwald.

  • „Leserforum: Ein sinnentleerter Wald-Rummelplatz?“, MP vom 15.5.17; Zum Thema Baumwipfelpfad: Ich war letztes Wochenende wieder mal in meinem Wochenendhaus in Untersteinbach, habe mir mit Freunden den „Baumwipfelpfad“ angesehen, und war als Biologe einigermaßen schockiert: Den Pfad entlang (fast) keine Informationen zur Waldökologie, aber jede Menge Tafeln zum Thema: „Wie toll ist doch unsere Holzindustrie“ und „Wie fälle ich möglichst rasch und sicher Waldbäume?“

  • Therapie unter Tannen - 3sat.Mediathek: Ein Film von Klaus Kastenholz: Der Wald ist für uns längst nicht mehr nur Nutzfläche, sondern auch Ort der Erholung. Immer mehr Ärzte und Wissenschaftler erkennen: Der Wald kann uns heilen. 43,3 min

  • „Weltkulturerbe im Steigerwald?“, FT vom 15.5.17;

  • „Steigerwald: Unesco-Weltkulturerbe steht nun ganz oben“, MP vom 14.5.17; ....Eine zweite Schiene wäre „ein besserer Schutz der hervorragenden Naturausstattung des Steigerwaldes“. Das könnte man durch ein Unesco-Weltnaturerbe erwerben, was laut Barth „natürlich ein sehr anspruchsvolles Ziel ist“. Es mache aber auf jeden Fall Sinn und deswegen sollte man sich das Thema Biosphärenreservat einmal genau ansehen. Hierzu würde das Umweltministerium Unterlagen für den nächsten „runden Tisch“ erarbeiten, der in einem knappen Jahr stattfinden könnte. Er hoffe allerdings sehr, dass dazu die Naturschutzverbände bei der Stange bleiben. Sie schmerze es derzeit wohl sehr, dass ein Nationalpark Steigerwald nicht zur Verwirklichung und Prüfung anstehe. Der Dialog zur Weiterentwicklung des Steigerwalds solle aber auf der Tagesordnung bleiben.

  • „Nationalpark Steigerwald scheint in weite Ferne gerückt zu sein“, FT vom 13.5.17; Nach aktuellem Stand scheint die Verwirklichung eines Nationalparks Steigerwald in weite Ferne gerückt zu sein. Jedenfalls haben sich Regionalpolitiker, Landräte sowie die Vertreter von Vereinen und Institutionen gestern in Haßfurt in der zweiten Runde des Dialogprozesses Steigerwald auf eine andere Variante verständigt, die auf ein Weltkulturerbe zielt. „Ein Nationalpark Steigerwald ist ausgeschlossen. Auf absehbare Zeit ist das keine realistische Option“, sagt Christian Barth, der Amtschef des bayerischen Umweltministeriums. Der zweite runde Tisch lief unter der Leitung des Umweltministeriums. Man habe sich geeinigt, erklärte Barth, dass ein reines Trittstein-Konzept zu wenig sei. Man habe versucht, einen Schritt weiterzukommen. Und zwar hin zur Entwicklung eines Unesco-Weltkulturerbes... Enttäuscht sind die Naturschutzverbände. Die Vorsitzenden des Vereins „Nationalpark Nordsteigerwald“ Benedikt Schmitt (Geusfeld) und Martin Mößlein (Handthal) verhehlten dies auf Nachfrage unserer Redaktion nicht. Beim ersten runden Tisch sollte die Option auf einen Nationalpark Steigerwald zumindest geprüft werden; dieser Punkt war nun einfach von der Tagesordnung gestrichen: „Insofern überlegen jetzt alle Naturschutzverbände, ob es überhaupt noch Sinn macht, bei diesem Dialogprozess dabei zu sein. Erst diese Option festhalten und dann einfach unter den Tisch fallen lassen. So geht es nicht.“

  • „Vorerst kein Nationalpark“, FT Ausgabe HAS vom 13.5.17; Zusatz zum Artikel oben: Oskar Ebert, der stellvertretende Landrat des Landkreises Haßberge (und Zweiter Vorsitzender des Vereins „Unter Steigerwald“) sieht in einem Biosphärenreservat ebenfalls eine gute Grundlage. Dafür müsse man allerdings prüfen, wo es entstehen könnte und welche Auswirkungen es auf Bereiche, wie die Landwirtschaft, habe.

  • „Nur realisierbare Optionen“, MP vom 12.5.17; In einer Stellungnahme begründet das bayerische Umweltministerium jetzt gegenüber dieser Redaktion, warum es bei der Einladung zum zweiten Runden Tisch von der ursprünglich geplanten Ergebnisoffenheit auf der Suche nach einer Entwicklungsmöglichkeit für den Steigerwald abgerückt ist... Die Landräte als politisch verantwortliche Repräsentanten der Steigerwaldregion hätten parteiübergreifend deutlich gemacht, dass sie einen Nationalpark nicht wünschen, so das Ministerium. Außerdem sehe der Ministerratsbeschluss vom August 2016 zum dritten Nationalpark vor, dass der Steigerwald nicht in die aktuelle Suche eingeschlossen werde.

  • „Weltnaturerbe“ und „Nationalpark“ verschwanden von der Tagesordnung“, FT vom 12.5.17;  Enttäuschung unter Nationalparkanhängern und Naturschützern in der Region: In der heute in Haßfurt stattfindenden zweiten Runde des Dialogprozesses Steigerwald soll offenbar über zwei wichtige Entwicklungsalternativen gar nicht mehr diskutiert werden – die Variante eines Nationalparks Steigerwald und eines Unesco-Weltnaturerbes im Steigerwald. ... „Nun soll die Zukunft des Steigerwalds unter Ausschluss der Öffentlichkeit besiegelt werden“, ärgert sich Benedikt Schmitt vom Verein Nationalpark Nordsteigerwald über das aus seiner Sicht undemokratische Vorgehen... . „Der ganze Dialogprozess entpuppt sich als Farce mit dem dem durch die bayerische Staatsregierung vorab festgelegten Ziel, einen Nationalpark Steigerwald zu verhindern“, stellt Schmitt fest... „Diese einseitige Dialogausrichtung“ widerspreche dem Willen der Region und dem Versprechen, einen ergebnisoffenen transparenten Willensbildungsprozess zuzulassen, sagt BN-Landesvorsitzender Hubert Weiger. Er fordert, für eine Befriedung der Situation auch die Möglichkeit eines Nationalparks und eines Weltnaturerbegebiets im Steigerwald zu überprüfen. Eine Rücknahme der „einseitigen Vorabfestlegung“ fordert auch die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Schweinfurt sowie die geo-net-Fraktion im Stadtrat von Gerolzhofen. Nur durch ein faires, ergebnisoffenes Verfahren könne wieder Frieden im Steigerwald einkehren, so Kreisrat Thomas Vizl.

  • „Weniger Fragen, aber viel Interesse am Nationalpark“, MP vom 11.5.17; Antworten zum Nationalpark Rhön. Manches Lob, so einige kontroverse Leserzuschriften, aber nicht sehr viele konkrete Fragen, das ist das Ergebnis eines Aufrufes dieser Redaktion an die Leser, Fragen zum Thema Nationalpark zu stellen. Hintergrund der Aktion ist, dass bekanntlich in wenigen Wochen darüber entschieden werden soll, ob in der Rhön möglicherweise ein dritter bayerische Nationalpark eingerichtet wird. Bei diesem Thema gibt es in der Region noch so einige Unsicherheiten. Während für die einen die Chancen des Projektes überwiegen, sehen andere mehr Gefahren und Risiken. Dennoch gilt, dass die Rhöner bei der Entscheidung mitreden sollen. Dafür wiederum sind fundierte Informationen Voraussetzung. Mit der Frageaktion soll der Dialog vorangetrieben und Hilfestellung für eine fundierte Entscheidungsfindung geboten werden.... Vertreter des Bund Naturschutz in Bayern (BN) haben sich zwar auch für einen Nationalpark Rhön ausgesprochen. Massiv geworben haben maßgebliche Vertreter des BN aber in den vergangenen Wochen aber für einen Nationalpark Spessart. Bevorzugen sie den Spessart ? Die Antwort vom Landesbeauftragenten des BN, Richard Mergner, auf diese Frage ist ein klares „Nein“. Die Position des BN sei klar: Er fordere eine faire Chance für den Steigerwald. Den Spessart halte er wegen der Geschlossenheit des Gebietes für geeignet. Das gelte auch für die Rhön, die vor allem eine große geologische Vielfalt aufzuweisen habe. Der BN präferiere keine der Regionen.

  • „Unser Standpunkt: Es winkt die goldene Steigerwald-Ananas“, MP vom 11.5.17; Ein transparenter, fairer, ergebnisoffener Prozess mit einer am Ende stehenden Entscheidung für die Region aus der Region zu deren Befriedung sieht anders aus.

  • „Endet Steigerwald-Dialogprozess im Chaos?“, MP vom 12.5.17; Der „Regionale Dialogprozess“, den die Staatsregierung im März 2016 zur Befriedung des Steigerwalds in Leben gerufen hatte, steht vor dem Aus. Von der von Umweltministerin Ulrike Scharf versprochenen Ergebnisoffenheit im Vorfeld einer Entscheidung in der Region zur weiteren Entwicklung des Steigerwalds kann keine Rede mehr sein. Die Einladung zum zweiten Runden Tisch an diesem Freitag, 12. Mai, im Haßfurter Landratsamt grenzt die Möglichkeiten stark ein. Dementsprechend verärgert reagieren Naturschutzverbände, der Nationalparkverein und Parteien wie die Grünen.... Der BN habe das bayerische Umweltministerium gebeten, die für den Dialogprozess zentralen Grundsätze wie „Bürgerbeteiligung“, „Ergebnisoffenheit“, „Region entscheidet“, „Transparenz“ und „Schaffung eines besseren Schutzes im Steigerwald“ einzuhalten. Für eine Befriedung der Region sei es zwingend nötig, dass für den Steigerwald „Nationalpark“ und „Weltnaturerbe“ als Entwicklungsmöglichkeiten überprüft werden. Dazu müsse eine vergleichende Potenzialanalyse angefertigt werden.Auch der Verein Nationalpark Nordsteigerwald bringt seinen Unmut darüber zum Ausdruck, dass ein Nationalpark Steigerwald und ein damit verbundenes mögliches Unesco-Weltnaturerbe Steigerwald mit einem Federstrich annulliert worden sei, ohne vorher ausreichende Fakten auf den Tisch gelegt zu haben, die für eine sachliche Diskussion essenziell wären.

  • „Waldbesitzer gegen Nationalpark“, MP vom 9.5.17; Der Präsident des bayerischen Waldbesitzerverbandes, Josef Ziegler, hat klar Stellung gegen einen möglichen Nationalpark Rhön bezogen. „Für uns Waldbesitzer ist es eine Selbstverständlichkeit, gegen jede Form des Nutzungsverzichtes einzutreten“, sagte Ziegler bei der Versammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Fränkische Rhön und Grabfeld in Salz. Dorthin war er als Referent eingeladen worden. „Wir sind gegen die pauschale Flächenstilllegung, gegen neue Nationalparke, gegen Wildnisgebiete, gegen einen einseitigen Waldumbau in Richtung Laubholz, gegen eine Naturschutzgesetzgebung, die die Bewirtschaftungsfreiheit des Waldeigentümers einschränkt“, sagte der Verbandschef.

  • „Jetzt organisiert sich auch Widerstand in der Rhön“, MP vom 9.5.17; Jetzt kündigt Erwin Kruczek die Gründung einer Bürgerinitiative unter dem Motto „Gemeinsam stark – unsere Rhön“ an. Der zweite Bürgermeister von Hohenroth (Lkr. Rhön-Grabfeld) und pensionierte Forstberater der Forstbetriebsgemeinschaft Fränkische Rhön und Grabfeld sieht auf Anhieb ein Potenzial von über 1000 Mitgliedern und fasst für die Gründungsversammlung die Stadthalle von Bad Neustadt ins Auge.Im Zentrum der Kritik steht vor allem der vom Ministerium vorgegebene Zeitdruck bis zur Entscheidung Ende Juli. „Der Dialogprozess hat noch gar nicht begonnen“, moniert Kruczek.

  • NATURSCHUTZVERBÄNDE FORDERN PRÜFUNG VON „NATIONALPARK“ UND „WELTERBE“ IM DIALOGPROZESS STEIGERWALD, Pressemitteilung des BUND Naturschutz vom 10.5.17; „Wir kritisieren diese einseitige Ausrichtung des Dialogprozesses, weil dies dem Willen der Region klar widerspricht“, so Hubert Weiger, Landes-vorsitzender des BUND Naturschutz. Der BN hat das bayerische Umwelt-ministerium gebeten, die für den Dialogprozess zentralen Grundsätzen wie „Bürgerbeteiligung“, „Ergebnisoffenheit“, „Region entscheidet“, „Transparenz“ und „Schaffung eines besseren Schutzes im Steigerwald“, einzuhalten.
    Die Naturschutzverbände erwarten, dass die Staatsregierung die Beschlüsse der ersten Runde des Dialogverfahrens beachtet, damit dem Dia-log nicht die Geschäftsgrundlage entzogen wird.

  • „Mosaikstein für den Steigerwald“, MP vom 4.5.17; Landrat Wilhelm Schneider glaubt nicht, dass die Diskussion um einen Nationalpark im Steigerwald beendet wird, falls ein anderes Gebiet – beispielsweise der Spessart oder die Rhön – den Zuschlag für den geplanten dritten Nationalpark in Bayern erhält. „Die werden sicherlich weitermachen“, sagte Schneider bei seiner Jahrespressekonferenz mit Blick insbesondere auf den Bund Naturschutz. Dessen kompromisslose Haltung werde sich mutmaßlich erst dann ändern, wenn es an der Vorstandsspitze Veränderungen gebe. Dabei sei es doch wichtig, so der Landrat, den Steigerwald weiterzuentwickeln. Der derzeit laufende Dialogprozess sei eine vernünftige Sache.
    Der Landkreis Bamberg habe bereits den Baumwipfelpfad bei Ebrach erhalten, der Landkreis Schweinfurt das Nachhaltigkeitszentrum in Handthal. Man sei jetzt mit verschiedenen Ministerien in München im Gespräch, damit auch der Bereich des Steigerwalds im Landkreis Haßberge „einen Mosaikstein erhält, der die beiden schon bestehenden Einrichtungen ergänzt“.

  • „Nein zu atomarem Langzeitlager“, MP vom 2.5.17; Bürgeraktion Müll und Umwelt hat in ihrer Jahreshauptversammlung ihre Schwerpunkte für 2017 formuliert.... Unterstützenswert bleibt in ihren Augen das Projekt für einen Nationalpark Steigerwald sowie die Energiewende und dezentrale Energiegewinnung vor Ort in der Region.

April 2017

  • „Nationalpark: Studie bis Ende Juni“, MP vom 24.4.17;  Viele der oft komplizierten Fragen über die Auswirkungen eines dritten Nationalparks in Bayern, das hat Umweltministerin Ulrike Scharf mehrfach angekündigt, sollen in einem Gutachten geklärt werden. Diesen Worten folgen nun Taten. Das Umweltministerium hat jetzt für die möglichen Nationalpark-Regionen Rhön, Spessart und Donau-Auen eine Studie zu sozioökonomischen Auswirkungen in Auftrag gegeben. Die Studie wird von Professor Hubert Job vom Lehrstuhl für Geografie und Regionalforschung an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg erstellt. Das teilte das Ministerium auf Anfrage dieser Redaktion mit.

  • Auswirkungen eines Nationalparks: Studie in Auftrag gegeben“, MP vom 20.4.17; Das Bayerische Umweltministerium hat für die möglichen Nationalpark-Regionen Rhön, Spessart und Donau-Auen eine Studie zu sozioökonomischen Auswirkungen in Auftrag gegeben. Die Studie wird von Professor Hubert Job vom Lehrstuhl für Geografie und Regionalforschung an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg erstellt, teilte das Ministerium auf Anfrage mit. ... Umweltministerin Ulrike Scharf: „...Bis Ende Juni sollen seine Untersuchungen zeigen, welche konkreten Wirkungen ein Nationalpark für die jeweiligen Regionen haben kann. Bis zur Sommerpause wollen wir einen Nationalpark-Kandidaten finden.“... So wurde beispielsweise angeboten, dass Mitarbeiter des Ministeriums in die Regionen kommen und in Bürgerversammlungen oder Gemeinderatssitzungen über die Chancen und Auswirkungen eines Nationalparks informieren.

  • „Nationalpark wäre nur kleiner Teil des Steigerwalds“, FT vom 22.4.17, Leserbrief Spörlein; Zum Artikel „Der Säger und sein Holz“ im Fränkischen Sonntag von Ostern 2017; Nationalpark: in jeder Hinsicht zukunftsträchtig! Es ist wirklich kaum zu glauben, dass nach zehn Jahren Diskussion um einen Nationalpark im Steigerwald Menschen, die sich berufen fühlen, sich dazu zu äußern, immer noch vollkommen uninformiert erscheinen. Zunächst zur „Info“ des Artikels: Nicht „der Steigerwald“ soll auf Vorschlag des aktuellen oberfränkischen Bezirkstagspräsidenten Dr. Denzler zum Nationalpark werden, sondern eine Fläche von rund 11 000 Hektar zwischen Ebrach und Main im Norden. Das ist nicht einmal ein Zehntel der Gesamtfläche des Naturparks Steigerwald.

  • „Der Säger und sein Holz“, FT vom 15.4.17; Nationalpark Steigerwald? Mensch, das klingt doch gut. Nach Tier- und Pflanzenvielfalt, nach Erholung und Nichtstun… Wenn Burkard Müller solche Aussagen liest oder hört, schüttelt er vehement den Kopf: „Ich reg’ mich nimmer über solche naiven Sätze auf!“ Natürlich regt er sich doch auf. Und poltert: „Genau das denken Menschen, die entweder weit weg von der Natur leben oder sich wenig mit der Thematik befassen. Oder beides.“

  • „Naturschützer: Notfalls vierter Nationalpark“, SZ vom 17.4.17; Bayerns Naturschützer wollen sich nach der für Ende Juli angekündigten Entscheidung über einen dritten Nationalpark in Bayern nicht zufrieden geben. Sie wollen weiter einen Nationalpark Steigerwald durchsetzen, obwohl die Staatsregierung diesen unter Verweis auf Widerstände vor Ort aus dem Auswahlverfahren genommen hat. "Wir werden nicht aufgeben, bis wir den Nationalpark Steigerwald haben", sagte der Vorsitzende des Bundes Naturschutz in Bayern (BN), Hubert Weiger.

  • „Seehofer will bis Ende Juli über dritten Nationalpark entscheiden“, Passauer Neue Presse vom 7.4.17; Bei der Suche nach einem Standort für den dritten Nationalpark in Bayern drückt die CSU-Staatsregierung nun aufs Tempo: Bis Ende Juli soll die Suche entschieden sein. Dies haben am Freitag Ministerpräsident Horst Seehofer, Umweltministerin Ulrike Scharf und Justizminister Winfried Bausback (alle CSU) bei einem Gespräch mit Nationalparkgegnern aus dem Spessart in der Staatskanzlei vereinbart. "Wir wollen bis zur Sommerpause den Kandidaten für den dritten Nationalpark finden", sagte Scharf im Anschluss der Deutschen Presse-Agentur in München.

  • „Den Steigerwald bei der Auswahl berücksichtigen“, MP vom 7.4.17; „Faire Chancen für den Nationalpark Steigerwald“ stand über einer Informationsveranstaltung, zu welcher der „Bund Naturschutz“ und der „Freundeskreis Nationalpark Steigerwald“ gemeinsam eingeladen hatten. Das Interesse war so groß, dass das Sportheim der SG Eltmann die Besucher kaum fassen konnte. Sie plädierten mit ihren Wortbeiträgen dafür, den Steigerwald in das laufende ergebnisoffene Auswahlverfahren für den dritter Nationalpark in Bayern einzubeziehen.
    „Spitzengespräch - Nationalparkstreit wird Chef-Sache“, SZ vom 7.4.17; Nun hat sich Horst Seehofer (CSU) direkt in den Streit über einen Nationalpark im unterfränkischen Spessart eingeschaltet. Am Freitagnachmittag empfing der Ministerpräsident Umweltministerin Ulrike Scharf, den Landtagsabgeordneten und Vorsitzenden des Haushaltsausschusses im Maximilianeum, Peter Winter, und weitere CSU-Politiker zu einem Spitzengespräch in der Staatskanzlei. Teilnehmern zufolge betonte Seehofer, dass der Dialog über den dritten Nationalpark für Bayern wie geplant fortgesetzt werde, eine Entscheidung über den Standort sei im Juli zu erwarten...

  • „Rätselraten - Wo kommt der dritte Nationalpark hin?“, BR vom 3.4.17; 6 min. Dass es einen weiteren Nationalpark geben soll, ist erklärter Wille der Staatsregierung. Zur Auswahl stehen derzeit fünf Kandidaten: der Spessart, der Steigerwald, die Rhön, die Donau-Auen und das Ammergebirge.

  • SWmagazin: Nationalpark woanders, Jan/Feb 2017

  • Mäc Härder wirbt für den Nationalpark Steigerwald

  • „Steigerwald JETZT in den Nationalparkprozess“, Pressemitteilung Freundeskreis Nationalpark Steigerwald vom 7.4.17; Kommunalpolitiker werben parteiübergreifend für eine Faire Chance für den Steigerwald im Wettbewerb der Regionen
    Das Sportheim war voll, rund 100 interessierte Bürger waren zur Informationsveranstaltung „Faire Chance für den Steigerwald“  in Eltmann am Mittwoch, 5. April, gekommen. Vier Kommunalpolitiker unterschiedlicher Parteien machten gemeinsam Wahlkampf: sie appellierten an KolllegInnen und Landräte, sich dafür einzusetzen, dass der Steigerwald bei der Wahl des 3. bayerischen Nationalparks dieselben Rechte und Chancen erhält, wie andere Gebiete. Vorrausichtlich gegen Ende dieses Jahres wird die Entscheidung zum 3. Nationalpark fallen.
    Die Referenten riefen dazu auf, JETZT für die Steigerwald-Region zu kämpfen und bei der Onlinepetition zu unterschreiben, damit die Region eine umfassende Informierung erhält, bevor die Entscheidung fällt: openpetition.de/!steigerwald. Auch die Allianz „Faire Chance für den Steigerwald“ aus Wirtschaftsvertretern und Kommunalpolitikern setzt sich dafür ein. Wer sich hier anschließen will, kann sich an Bürgermeister Schneider vom Markt Ebrach wenden oder an die Nationalparkvereine, sie vermitteln. Der Nationalpark ist eine Jahrhundertchance, die die Region auch wirtschaftlich stark voran bringt und eine weite Strahlkraft auf das gesamte Umfeld hat. Diese Chance kommt so schnell nicht wieder und muss gut geprüft sein. Die Staatsregierung bietet anderen Regionen einen transparenten und ergebnisoffenen Prozess mit umfassender Informierung aller Bürger. Die Landräte und KommunalpolitikerInnen sind aufgerufen, sich JETZT im Wettbewerb der Regionen für ihre Steigerwald-Region einzusetzen. Das Angebot der Staatsregierung ist zu finden unter: www.np3.bayern.de. BUND Naturschutz Haßberge und Freundeskreis Nationalpark Steigerwald hatten zur Veranstaltung geladen.

  • „Nationalpark-Befürworter fordern in Eltmann eine Machbarkeitsstudie“, FT vom 7.4.16;  „Faire Chancen für den Nationalpark Steigerwald“ stand als Motto über einer Informationsveranstaltung, zu der der Bund Naturschutz und der Freundeskreis Nationalpark Steigerwald nach Eltmann eingeladen hatten. Das Interesse war so groß, dass das Sportheim der SG Eltmann die vielen Besucher kaum fassen konnte. Die Redner plädierten dafür, den Steigerwald in das laufende, ergebnisoffene Auswahlverfahren für den dritten Nationalpark in Bayern einzubeziehen und ihn davon nicht auszuschließen.

  • Sitzung Plenum online vom 6.4.17 mit Rede von Ulrike Scharf: Bayerischer Landtag, Plenum online, TOP 8, unter Dringlichkeitsantrag Punkt 3 zu finden. Hier können auch die Redebeiträge gehört werden. Angenommener CSU Antrag: ...Der  ergebnisoffene  Dialogprozess  mit  den  potenziellen  Regionen für einen dritten Nationalpark ist derzeit in vollem Gange. Die  Staatsregierung  wird  aufgefordert,  den  Prozess  in  notwendigem Umfang  weiterzuführen  und  zeitnah  abzuschließen.  Der  Dialog  mit den  Menschen  vor  Ort  und  deren  Zustimmung  sind  unabdingbare Voraussetzung für  eine Realisierung. Gegen  den Willen der  Bevölkerung  in  der  Region  wird  kein  weiterer  Nationalpark  in  Bayern  beschlossen.
    Ulrike Scharf: zu Anträgen / Stand 3. NLP, unbedingt anhören!:  Klare Aussage, Steigerwald bleibt ausgeschlossen, trotzdem Umweltministerin Scharf den Freie Wählern vorwirft, sie entmündigen die Bürger (s.u.). Was macht denn die CSU in Bezug auf den Steigerwald anderes?
    Hier Aussage Scharf zu Trittsteinkonzept: „Das Trittsteinkonzept hat seine Bedeutung, hat aber in der Wertigkeit für den Naturschutz nicht die Bedeutung, wie ein Nationalpark“

  • „Die Unterfranken-CSU ist gegen einen Spessart-Nationalpark“, 6.4.17; Die CSU ringt in Sachen dritter Nationalpark in Bayern um eine einheitliche Linie mit ihrem eigenen Ministerpräsidenten Horst Seehofer: Im Landtag sorgte etwa ein Dringlichkeitsantrag der Freien Wähler für heftige Diskussionen in der CSU-Fraktion. Darin forderte die Oppositionspartei von der CSU die komplette Rücknahme des von Seehofer initiierten Ministerratsbeschlusses, einen dritten Nationalpark in Bayern „anzustreben“... So stimmte der CSU-Bezirksvorstand Unterfranken am Montag offenbar einhellig gegen einen möglichen Nationalpark im Spessart. Bezirkschef Gerhard Eck (CSU) bestätigte auf Nachfrage dieser Redaktion das ablehnende Spessart-Votum, das geheim gehalten worden sei, „um kein Öl ins Feuer zu gießen“... Ein vorzeitiger Ausschluss des Spessarts aus dem noch laufenden Dialogverfahren scheint derzeit allerdings unwahrscheinlich: „Der Dialogprozess wird fortgeführt, dabei bleibt es“, beteuerte Ministerin Scharf im Landtag. Wer, wie die Freien Wähler, den sachlichen Dialog über die Vor- und Nachteile eines Nationalparks ablehne, „verbietet der Bevölkerung die Diskussion“. Eine derartige „Entmündigung“ der Regionen werde sie nicht zulassen. In ihren Gesprächen vor Ort könne sie zudem keine grundsätzliche Ablehnung erkennen: „Die Menschen wollen Naturschutz“, sagte Scharf.

  • „Grüne Kreisverbände: „Basta-Politik der CSU-Landtagsfraktion gegen Steigerwaldbevölkerung“, Wiesentbote vom 4.4.17; Gemeinsame Erklärung der Grünen Kreisverbände Bamberg-Land und Haßberge Grüne: „Ablehnung einer Machbarkeitsstudie für einen Nationalpark Steigerwald durch die CSU ist ein Tritt vors Schienbein für die Bevölkerung“

  • „Für die Grünen ist die Ablehnung einer Machbarkeitsstudie für einen Nationalpark Steigerwald durch die CSU ein Tritt vors Schienbein für die Bevölkerung“, inundumschweinfurt vom 3.4.17

  • „Jetzt sind es fünf“, BR vom 3.4.17; Fünf Natur-Schönheiten - siehe oben - konkurrieren um den Titel "Dritter bayerischer Nationalpark" und um ein jährliches Preisgeld vom Freistaat in Höhe von rund zehn Millionen Euro. Bis Ende des Jahres will Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf der Staatsregierung ihren Favoriten präsentieren - allerdings ohne die von SPD und Grünen geforderten Machbarkeitsstudien in Auftrag zu geben.

  • „Nationalpark: Es gibt kein Gutachten zum Steigerwald“, MP vom 30.3.17; Die CSU-Mehrheit hat im Umweltausschuss des Landtags eine von SPD und Grünen geforderte Machbarkeitsstudie für einen möglichen Nationalpark im Steigerwald verhindert. „Wir können für jedes denkbare Gebiet Studien anstellen, aber das würde ewig lang dauern“, sagte der CSU-Umweltexperte Otto Hünnerkopf. Der Steigerwald sei bewusst aus dem Auswahlprozess für einen dritten bayerischen Nationalpark ausgeschlossen worden, „weil es dort keine Zustimmung der Bevölkerung gibt“, sagte der Abgeordnete aus Wiesentheid (Lkr. Kitzingen).

März 2017

  • „BN fordert „ergebnisoffene Bewertung“, FT vom 29.3.17; Der Bund Naturschutz sieht im Steigerwald den Wunsch wachsen, dass der Steigerwald bei der Suche nach einem dritten Nationalpark in Bayern nicht weiter ausgeschlossen werde. Zahlreiche Kommunalpolitiker, Wirtschaftsvertreter und Waldexperten richteten entsprechende Appelle an die Landräte im Steigerwald und an die Staatsregierung, teilte der Bund Naturschutz mit. „Wir haben eine Petition auf den Weg gebracht, die klarmachen soll, dass unsere Region von den Landräten erwartet, dass sie eine ergebnisoffene Nationalpark-Bewerbung des Steigerwaldes unterstützen“, erklärt Martin Mößlein, Vorstand des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald.

  • „Nationalpark wäre eine Jahrhundertchance“, Leserbrief FT vom 29.3.17;...Es fiel mir wirklich unangenehm auf, wie Staatssekretär Eck die möglichen Fördergelder schlechtredet. Vielleicht erscheinen 20 Millionen Euro jährlich, vom reichen München aus gesehen, nur wie eine Kleinigkeit. Im Steigerwald lässt sich damit sicher viel erreichen. Es gibt in der Region bedürftigere Leute als Herrn Eck und die wollen ganz und gar nicht auf solch eine Jahrhundertchance Nationalpark mit den Fördergeldern verzichten.

  • Die Grünen in Unterfranken unterstützen die Einrichtung eines 3. bayerischen Nationalparks in Unterfranken, 25.3.17:  „Beschluss der Bezirksversammlung am 25.3.2017 in Ochsenfurt: Mehr Naturschutz in Spessart, Steigerwald & Rhön - für einen 3. Bayerischen Nationalpark in Unterfranken. Dazu auch die Pressemitteilung der Bezirksversammlung.

  • „Steigerwald: Bund Naturschutz reicht Klagebegründung beim Bundesverwaltungericht in Leipzig ein“, Marktspiegel vom 24.3.17: „Nationalpark? Ja, nein, vielleicht.“, MP vom 24.3.17; Ob Donau-Auen oder Ammergebirge: Nicht nur in Franken ist ein neues Großschutzgebiet umstritten. Auch an anderen möglichen Standorten ginge ein Nationalpark nicht ohne Widerrede durch.

  • UNTERSTÜTZUNG FÜR NATIONALPARKBEWERBUNG WÄCHST - STEIGERWALD SOLL IN NATIONALPARKSUCHE EINBEZOGEN WERDEN, Pressemitteilung BN vom 20.3.17; In der Steigerwaldregion wächst der Wunsch, dass der Steigerwald bei der Suche nach einem dritten Nationalpark in Bayern nicht weiter ausgeschlossen wird. Zahlreiche Kommunalpolitiker, viele Wirtschaftsvertreter und Waldexperten richten entsprechende Appelle an die Landräte im Steigerwald und an die Staatsregierung . „Wir haben eine Petition auf den Weg gebracht, die klar machen soll, dass unsere Region von den Landräte erwartet, dass sie eine ergebnisoffene Nationalparkbewerbung des Steigerwaldes unterstützen“, so Martin Mößlein, Vorstand des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald. „Wir setzen darauf, dass die Landräte und die Staatsregierung angesichts der deutlichen Zustimmung aus der Steigerwaldregion tätig werden, damit der Steigerwald in den Suchprozess aufgenommen wird“, so Ralf Straußberger, Waldreferent beim BUND Naturschutz in Bayern. „Wir gehen davon aus, dass dies auch dem Politikstil von Ministerpräsident Seehofer entspräche, der bedeutet, dass man miteinander spricht und dass man macht, was die Mehrheit will“, so Oberfrankens Bezirkstagspräsident Günther Denzler und Max-Dieter Schneider, Ebrachs Bürgermeister.

  • Faire Chance für den Steigerwald gefordert“, BR vom20.3.17 PETITION läuft uvm.

  • Freie Wähler Miltenberg fordern Machbarkeitsstudie für mögliche Nationalparkgebiete, Pressemitteilung der Freien Wähler, Spessart, 19.3.17:  „Die Freien Wähler im Landkreis Miltenberg haben am 18.03.2017 beschlossen, eine Machbarkeitsstudie zum geplanten Nationalpark Spessart und für alle 5 derzeit in Bayern diskutierten Standorte zu fordern. Erst danach kann ein endgültiges Urteil bezüglich des Standorts gefällt werden. Im Spessart muss das Problem der bestehenden Holzrechte gebührend berücksichtigt werden. Ganz wichtig ist das Einvernehmen mit der einheimischen Bevölkerung.“

  • „Dritter Nationalpark in Bayern: Die Rhön rückt auf“, SZ vom 17.3.17; Es war eine eigentümliche Situation am Donnerstag im Landtag. Drinnen im Senatssaal lieferten sich Naturschützer, Touristiker, Bauernverbands-Leute, Waldbesitzer und Forstexperten einen Schlagabtausch über die Pläne für einen dritten Nationalpark in Bayern. Derweil zeichnet sich ab, dass der bisherige Favorit dafür, der unterfränkische Spessart, womöglich aus dem Rennen ist.

  • PRESSE Expertenanhörung Landtag: Hier finden Sie alle Statements der Experten zum Download

  • „Streit um Nationalpark“, BR vom 16.3.17; Expertenanhörung im Umweltausschuss

  • Pressemitteilung der SPD zur Expertenanhörung

  • „Experten streiten um Nationalpark“, FT vom 16.3.17; LANDTAG   Während Gegner eines neuen Großschutzgebietes für kleinteiligen Naturschutz plädieren, halten die Befürworter ausgerechnet den Steigerwald für am besten geeignet. Wo sollte – wenn überhaupt – der dritte Nationalpark in Bayern entstehen? Wer eine mehr als vierstündige Expertenanhörung im Landtag aufmerksam verfolgte, der konnte zu dem Schluss kommen, dass zumindest die Nationalpark-Befürworter ausgerechnet das einzige Waldgebiet in Bayern, das ausdrücklich ausgenommen ist, für am Besten geeignet halten: „Ich kann nicht verstehen, dass gerade der Steigerwald ausgeschlossen ist“, wunderte sich etwa Manfred Großmann, Leiter des Nationalparks Hainich in Thüringen.

  • „Wohin kommt der neue Nationalpark?“, MP vom 16.3.17; Landtagsanhörung: Während Gegner eines neuen Großschutzgebietes für kleinteiligen Naturschutz plädieren, halten die Befürworter ausgerechnet den Steigerwald für am besten geeignet.

  • „Freie Wähler streiten über Nationalpark“, MP vom 17.3.17; Die Freien Wähler sind sich uneins über ihre Haltung zu einem möglichen Nationalpark im Spessart: Während Parteichef Hubert Aiwanger sich im Nachgang einer Expertenanhörung im Landtag entschieden gegen ein neues Schutzgebiet aussprach, unterstützte der unterfränkische FW-Landtagsabgeordnete Hans Jürgen Fahn in einer schriftlichen Stellungnahme die Nationalpark-Pläne in Unterfranken. „Aus ökologischen Gründen halte ich einen Nationalpark Spessart für sinnvoll und wünschenswert“, teilte Fahn darin mit.
    Anmerkung: seit Jahren kämpft Herr Fahn massiv gegen einen Nationalpark im Steigerwald – sein Bürgerbüro ist in Aschaffenburg.

  • „Der Baum und sein Traum“, MP vom 16.3.17; Zum Thema Steigerwald hat sich Inka Neff vom Verein Nationalpark Nordsteigerwald ein Theaterstück einfallen lassen, das sie auf die Bühne bringen möchte. Dafür sucht sie noch Akteure für die Aufführung.

  • Umweltausschuss: Bericht zur Expertenanhörung zum dritten Nationalpark in Bayern, Donnerstag, 16. März 2017

  • JA! – Wir wollen – eine faire Chance für den Steigerwald - JETZT Bürger - Petition unterstützen, damit unsere Region die gleiche Chance erhält wie Spessart oder Rhön!, Pressemitteilung des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald vom 10.3.17; Alle Bürgerinnen und Bürger in den Landkreisen Bamberg, Haßberge und Schweinfurt sind aufgerufen, jetzt mit ihrer Unterschrift eine Petition des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald zu unterstützen. Die Petition ist gerichtet an die Landräte, die Oberbürgermeister und die KommunalpolitikerInnen in den Landkreisen Bamberg, Hassberge und Schweinfurt und den Städten Bamberg und Schweinfurt. Sie appelliert an die Adressaten, sich bei der Bayerischen Staatsregierung für eine faire Chance des Steigerwalds auf den 3. Nationalpark einzusetzen. Gefordert wird eine umfassende Information über die „Jahrhundertchance Nationalpark Steigerwald“ mit Einbeziehung aller BürgerInnen, bevor eine Entscheidung gefällt wird.

  • "Gerolzhofen geht in die Offensive", FT vom 8.3.17; Ebrach/Gerolzhofen - Der Stadtrat von Gerolzhofen hat in seiner Sitzung am Montag eine Forderung an die Bayerische Staatsregierung verabschiedet, den Steigerwald in den aktuellen Prozess zur Auswahl eines dritten Nationalparks in Bayern und in die notwendigen Untersuchungen und Studien einzubeziehen. Der Beschluss wurde mit 10:8 Stimmen getroffen. Dafür stimmten die Fraktionen von geo-net, SPD und Freien Wählern, dagegen die CSU und der Bürgermeister. Gerolzhofen ist laut Stadtrat Thomas Vizl damit die erste Gemeinde im Kreis Schweinfurt, die die Aufnahme des Steigerwalds in das Auswahlverfahren für einen dritten Nationalpark in Bayern fordert.

  • „Trotz Gegenstimmen der CSU: Gerolzhofen fordert die Aufnahme des Steigerwalds in das Auswahlverfahren für einen dritten Nationalpark in Bayern“, inundumschweinfurt, 7.3.17;  „GEROLZHOFEN – Der Stadtrat von Gerolzhofen hat in seiner Sitzung vom 06. März den unten stehenden Beschluss in Sachen Nationalpark gefasst. Der Antrag wurde mit 10 zu 8 Stimmen beschlossen. Dafür stimmten die Fraktionen von geo-net, SPD und Freie Wähler, dagegen CSU und Bürgermeister Thorsten Wozniak.

  • Nationalpark: „Steigerwald muss im Rennen bleiben““, MP vom 6.3.17; „Nationalpark Steigerwald“, aus Sicht der Landtags-Grünen hätte der Steigerwald diesen Titel mehr als verdient.

  • „Steigerwald soll ins Verfahren“, SZ vom 5.3.17;  Heftige Kritik an Plänen Seehofers für Nationalpark Spessart
    Die Kritik am Auswahlverfahren für den dritten Nationalpark in Bayern wird schärfer. "Bei der Gebietsauswahl sollten ausschließlich fachliche Kriterien den Ausschlag geben und nicht politische Erwägungen", sagt der Landschaftsplaner Norbert Panek. "Deshalb sollte die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf umgehend den fränkischen Steigerwald in das Auswahlverfahren einbeziehen." Panek zählt zu den renommiertesten Nationalpark- und Buchenwaldexperten Deutschlands, er ist Initiator des Nationalparks Kellerwald in Nordhessen und hat sich intensiv mit den alten Buchenwäldern im Steigerwald und im Spessart beschäftigt.

  • „Hat der Steigerwald realistische Chancen auf einen Kulturerbe-Titel?“, FT vom 4.3.17;  Am Dienstag, 14. März, findet laut einer Meldung aus dem „Steigerwald-Zentrum – Nachhaltigkeit erleben“ von 15 bis 18 Uhr die Abschlussveranstaltung zur „Kulturland-schaftsinventarisation Steigerwald“ im Steigerwald-Zentrum in Handthal statt.

  • Grüne sehen in einem Nationalpark Steigerwald weiterhin eine große Chance für die Region“, in und um Schweinfurt vom 3.3.17; Auch für Claudia Stamm ist der Nationalpark eine große Chance für die Region. Der Steigerwald könne mit seinen Strukturproblemen entweder so „weiter wursteln wie bisher oder aber ie Möglichkeiten, die sich durch das Schutzgebiet bieten., nutzen“ Der Nationalpark müsse aber weiterhin nachdrücklich vor allem von den Menschen im Steigerwald gefordert werden. Die Grüne Landtagsfraktion steht dabei an der Seite der Nationalpark-Befürworter, was sich auch am Freitag zeige, wenn Mandatsträger im Ebracher Forst unterwegs sind. Dazu auch: „Nationalpark: Der Schatz  muss nur gehoben werden“, FT vom 3.3.17;  Wie sieht die Zukunft der Steigerwald- Region aus? Darüber diskutierten gut 100 Zuhörer mit grünen Kommunalpolitikern aus Bamberg, den Haßbergen und Schweinfurt in Ebrach.

  • „Bürgermeister zweifeln an Nationalpark als Tourismus-Beleber“, MP vom 3.3.17; Kritisch melden sich nach der Infoveranstaltung „Eine Vitaminspritze für den Steigerwald?“ am 17. Februar in Gerolzhofen drei Bürgermeister der Region zu Wort 


Februar 2017

  • „Kreisversammlung -  ÖDP setzt auf Kontinuität“, FT vom 25.2.17; Der als Direktkandidat der ÖDP für den Wahlkreis Bamberg nominierte Lucas Büchner nannte als Hauptziele unter anderem: Weiterführung der Energiewende, Entwicklung der Elektromobilität und Berücksichtigung des Steigerwaldes bei der Suche nach einem dritten bayerischen Nationalpark.

  • „Informationsabend zur Nationalpark-Debatte: Der Verein Nationalpark Nordsteigerwald will eine Vitaminspritze für die Region“, in und um Schweinfurt vom 23.2.17; Für die Referenten ist ihr Nationalpark DIE „Erfolgsgeschichte der Region“ schlechthin. Die im Steigerwald kursierenden Katastrophenszenarien sind für die Bayerwäldler unverständlich. Sie gaben auch gleich praktische Tipps und rieten, bei der Ausweisung des Nationalparks auf regionale Vorteile, wie Wiederbelebung von Bahnlinien und Ausbau von Infrastruktur zu pochen. Die Veranstalter appellierten an die hiesigen Kommunalpolitiker, sich bei der Staatsregierung für die Gleichbehandlung des Steigerwalds mit Spessart und Rhön stark zu machen. Wer die Chance auf den 3. Nationalpark jetzt verstreichen lässt, müsse sich später der Frage stellen: „Wo waren Sie, als der Steigerwald eine einmalige Chance bekommen hat?“

  • Peter Wohlleben im Alpha-Forum , Freitag, 24.02.2017, In hintergründigen Zwiegesprächen entstehen Porträts der Interviewten, in denen genügend Zeit für Details und Nuancen bleibt. Nicht das kurze, mediengerechte Zitat, sondern der Lebensweg des Gesprächspartners mit all seinen Erfolgen und Rückschlägen steht im Mittelpunkt von alpha-Forum.

  • Die Grünen aus drei Landkreisen sprechen über den Steigerwald“, FT vom 23.2.17: am Aschermittwoch in Ebrach

  • „Vom Wald zum Wald: Vitaminspritze für Nationalpark“, MP vom 20.2.17; Praktiker aus dem Bayerischen Wald berichten, wie sich ein Nationalpark auswirken kann. Allein: Die Botschaft kommt nicht an. Das Thema Nationalpark Steigerwald polarisiert. Und so waren trotz LiveÜbertragung der „Fastnacht in Franken“ am Freitag rund 100 Interessierte ins Pfarrer-Hersam-Haus gekommen, um sich von Praktikern aus dem Bayerischen Wald aus erster Hand berichten zu lassen, wie sich ein Nationalpark positiv auf eine Region auswirken kann. [...]Nächster Referent war Jochen Stieglmeier, der seit drei Jahrzehnten in der Hotelerie des Bayerischen Waldes zuhause ist. „Was ist los bei Euch?“, fragte er provozierend in die Runde. „Soviel Emotion und Katastrohen-Szenarien!“

  • „Offenes Auswahlverfahren müsste möglich sein“, MP vom 18.2.17; Unsere Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf würde sich bei  der Auswahl eines dritten Nationalparks in Bayern sehr viel leichter tun, wenn ihr  Potenzialanalysen und Machbarkeitsstudien der  fachlich am besten  geeigneten Standorte von unabhängigen Fachleuten/ Institutionen zur Verfügung stünden.

  • „Scharfer Gegenwind im Spessart“, FT vom 13.2.17; Die Wälder im Mainviereck sind Favorit bei der Suche nach dem besten Platz für ein neues Großschutzgebiet in Bayern. Doch in der Region formiert sich heftiger Widerstand.

  • "Franken lockt immer mehr Urlauber an“, FT vom 13.2.17; „Wir müssen auf Qualität achten. Der Billigtourismus kann nicht unsere Zukunft in Franken sein“, betonte Herrmann und verwies auf staatliche Fördergelder [...] Die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr seien besonders für die Stabilisierung der Wirtschaft im ländlichen Raum wichtig.

  • Steigerwald: Die Debatte nimmt keine Ende Eine Allianz aus Politik und Wirtschaft fordert Chance in Sachen Nationalpark, tvo vom 10.2.17;

  • „Nachgefragt vom 10. Februar 2017: Die Steigerwald-Debatte“, Nationalpark oder nicht Nationalpark?“, tvo, tv oberfranken vom 10.2.17;

  • Bayerns dritter Nationalpark – Hat der Steigerwald eine faire Chance?“, tv touring vom 10.2.17; Mit dem Bayerischen Wald und dem Berchtesgadener Land wurden in den 70er Jahren zwei Nationalparks im Freistaat gegründet. Im Juli 2016 hat das bayerische Kabinett beschlossen, einen dritten Nationalpark in Bayern anzustreben. Seitdem wird die Diskussion um den Steigerwald zum Dauerthema in der Region. Vor allem da Umweltministerin Ulrike Scharf und Ministerpräsident Horst Seehofer den Steigerwald bei der Nationalparksuche kategorisch ausgeschlossen haben. Eine Allianz aus Wirtschaftsvertretern und Kommunalpolitikern setzt sich nun für eine faire Chance beim Auswahlprozess für Bayerns 3. Nationalpark ein.
  • „Eine Allianz für den Nationalpark“, MP vom 9.2.17; Ein Bündnis aus bislang 160 Vertretern von Kommunalpolitik und Wirtschaft fordert neben Spessart und Rhön eine „Faire Chance für den Steigerwald“ beim Auswahlverfahren. Die Zahl der Vertreter aus Kommunalpolitik und heimischer Wirtschaft, die sich öffentlich zu einem Buchen-Nationalpark auf rund 11 000 Hektar Staatswaldgebiet im Steigerwald bekennen, wächst  zunehmend. Jetzt haben sie sich zur Allianz „Faire Chance für den Steigerwald“ zusammengeschlossen. In Ebrach ging das gesellschaftsübergreifende Bündnis erstmals an die Öffentlichkeit.
  • „Kaum Diskussion um Nationalpark Rhön“, MP Spessart vom 9.2.17; Im Steigerwald und im Spessart wird diskutiert und demonstriert, in der Rhön herrscht beim Thema Nationalpark Gelassenheit.
  • „Bürgerbewegung für den Nationalpark gegründet“, MP Spessart, 9.2.17; Bürger aus dem Spessart haben am  Mittwochabend in Lohr die Bürgerbewegung "Freunde des Spessarts" gegründet, die sich für einen Nationalpark im Spessart einsetzt.
  • „Sie kämpfen für den Steigerwald“, FT vom 9.2.17; Die Initiative „Faire Chance für den Steigerwald“ fordert die Landräte auf, den Steigerwald für den Auswahlprozess doch noch anzumelden Die Vertreter aus Politik und Wirtschaft hoffe auf mehr regionale Wertschöpfung.
  • „Ulrike Scharf: „Der Spessart ist top““, MP vom 9.2.17; Scharf: Es existieren vielfach falsche Vorstellungen von einem Nationalpark. Man fürchtet Aussperrung, Stillstand und die Käseglocke, die über ein Gebiet gestülpt wird. Doch genau das ist nicht der Fall. Das lässt sich sehr gut an den beiden bestehenden bayerischen Nationalparken zeigen. Dorthin kommen jährlich etwa drei Millionen Besucher. Es bleiben rund 70 Millionen Euro an Wertschöpfung in den Regionen. Und es resultieren dort Hunderte Arbeitsplätze aus den Nationalparken. Auch der Nationalpark im Bayerischen Wald war anfangs umstritten. Mittlerweile weiß man, dass er ein Segen für die ganze Region ist und die Region von einem solchen Projekt nachhaltig profitiert. Ein Nationalpark ist eine Premiummarke. Für die Region ist es eine große Chance. [...]Im Steigerwald gibt es eine Sondersituation mit langer Vorgeschichte, auch mit noch laufenden Gerichtsverfahren. Die drei Landräte dort haben beim Ministerpräsidenten deutlich gemacht, keinen Nationalpark zu wollen. Deswegen gibt es die Entscheidung des Ministerrates, den Steigerwald von der Suche nach einem Nationalparkgebiet auszusparen. Gleichwohl wird in einem regionalen Dialogprozess daran gearbeitet, den Schutzstatus des Steigerwaldes zu verbessern.
  •  „Kann der Steigerwald doch Nationalpark werden?“, FT Leserbrief vom 3.2.17; Zum Artikel „Millionen stehen auf dem Spiel“ im FT am 27. Dezember 2016Kommt Umweltministerin Ulrike Scharf vielleicht doch in den Steigerwald, um den Ort für Bayerns dritten Nationalpark zu suchen? Wenn jemand die sympathische Energie hat, die Dinge in die Hand zu nehmen, dann sie. Dann kann man doch noch hoffen, dass in den Buchenwäldern des Forstbetriebs Ebrach der Nationalpark Steigerwald eingerichtet wird.
  • Film-Link: „Bamberg: Steigerwald soll faire Chance bekommen - Bund Naturschutz lässt beim Thema Nationalpark nicht locker“, tvo vom 2.2.17:Im Bayerischen Wald und beim oberbayerischen Berchtesgarden gibt es schon zwei. Doch Bayern soll nach dem Willen der Staatsregierung einen dritten Nationalpark bekommen. Soweit, so gut. Doch im Steigerwald ist man enttäuscht. Denn diese Region wird von der Staatsregierung explizit ausgenommen. Begründung: die Bevölkerung stehe nicht hinter einem solchen Vorhaben, es gebe lokale Konflikte. Kein Nationalpark im Steigerwald, damit will sich der Bund Naturschutz nicht abfinden. In Bamberg ruft man nun einmal mehr zum Protest auf. 
  • Landratsamt Bamberg und Verein "Unser Steigerwald" beziehen Stellung zu Forderungen, tvo vom 2.2.17; Im Dauerstreit um einen Nationalpark im Steigerwald hat der Bund Naturschutz (BN) in Bamberg einmal mehr seine Sicht der Dinge klar gemacht. Nun reagieren das Landratsamt Bamberg und der Verein „Unser Steigerwald“.
    Anmerkung: „Unser Steigerwald“ befragte 2014 bei seiner FORSA-Umfrage ebenfalls rund 1000 Personen aus denselben Landkreisen BA, SW und HAS und den Städten Bamberg und Schweinfurt. Die EMNID-Umfrage der Naturschutzverbände 2016 ist repräsentativ und wurde von einem der führenden Marktforschungsunternehmen durchgeführt. Über die Objektivität der Fragen kann sich jeder selbst ein Bild machen.
    Die 20 Gemeinden der Resolution gegen den Nationalpark haben die genannte Resolution unterschrieben, lang bevor die Bayerische Staatsregierung den 3. Nationalpark ins Spiel gebracht hat. Die Ausgangslage hat sich damit aber grundlegend geändert!