PRESSE 2018

Dezember 2018

  • Nationalparkverein prangert die Abholzung Hunderter Starkbuchen an, FT vom 31.12.18; Fabrikschleichach — Erneut prallen im Steigerwald die Auffassungen über die angemessene Art der Waldbewirtschaftung aufeinander. „Mit Trauer und Fassungslosigkeit“ reagierten Mitglieder des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald auf Einschlagsmaßnahmen im Bereich von Fabrikschleichach im Landkreis Haßberge, die bisher noch nicht bekannt waren. Dort habe der Staatsforstbetrieb „Hunderte mächtiger alter Buchen“ gefällt, wird der Vorsitzende des Nationalparkvereins Liebhardt Löffler (FDP) in einer Pressemitteilung zitiert.

  • Wohlleben drittes Ehrenmitglied, FT vom 31.12.18; Bei einem Seminar mit den Waldbürgerinitiativen Deutschlands in Wershofen/Eifel wurde der Buchautor Peter Wohlleben zum dritten Ehrenmitglied des Vereins Nationalpark Steigerwald ernannt.

  • Steigerwald-Streit geht weiter, FT vom 21.12.18; DEBATTE Nach Protesten von Naturverbänden haben die Staatsforsten erklärt, in diesem Winter im Ebracher Forst keine Bäume mehr zu fällen. Mitarbeiter des Forstbetriebs Ebrach wehren sich in einem offenen Brief gegen das Vorgehen der Umweltschützer.... Martin Bücker, Vorsitzender der Ortsgruppe Bamberg im Bund Naturschutz, spricht von einem „Erbe der Menschheit, das wir für unsere Nachfahren erhalten und nicht für ein paar Zehntausend Euro verscherbeln sollten“. Wie auch Badum vermutet Bücker, dass es sich bei den kürzlichen Fällungen um eine List der Staatsforsten handle. „Um den Wald zu entwerten“, wie Bücker sagt. Denn beim Bezirk Oberfranken liegt noch ein Antrag auf die Ausweisungen des Forstes als Naturschutzgebiet vor, der bisher unbearbeitet ist. Drohanrufe bei Forstmitarbeitern seien Bücker nicht bekannt. „Das täte mir auch leid, wir sind immer um einen Dialog bemüht.“ Dem stimmt auch Badum zu. Beide halten Wirtschaftswälder für wichtig und sind auch voll des Lobes über das von Forstbetriebsleiter Mergner entwickelte sogenannte Trittsteinkonzept, das eine schonende Nutzung vorsieht. „Aber eben für Nutzwälder, nicht für solch seltene“, meint Badum.

  • Der Kragen geplatzt, MP vom 20.12.18

  • Fällungen sollen gestoppt werden, FT vom 19.12.18; NATUR Die umstrittenen Baumfällungen im Hohen Buchenen Wald bei Ebrach werden vorerst gestoppt. Die Bayerischen Staatsforsten wollen auch ein neues Schutzkonzept für die Zukunft erarbeiten.

  • Badum kettet sich an Buche, FT vom 17.12.18; Die Bundestagsabgeordnete protestiert mit jungen Umweltaktivisten im Steigerwald... „Die Fällungen im Ebracher Forst sind keine Pflegemaßnahmen, sie sind ein profitorientierter Skandal. Während sich die Bayerische Staatsregierung vorn mit Ambitionen im Naturschutz rühmt, holzen die Bayerischen Staatsforsten hinterrücks im naturschutzfachlich wichtigsten Gebiet Bayerns jahrhundertealte Buchen ab.“.. Fällmoratorium gefordert.

  • Aus Protest an dicke Steigerwald-Buchen gekettet; MP vom 17.12.18

  • Leserforum: Von Märchen und Vertrauensbruch, MP vom 17.12.18; Zum Artikel „Wortbruch im Steigerwald?“ (Ausgabe vom  11. Dezember) erreichte die Redaktion folgender Leserbrief.
    Es war einmal. So beginnen die Märchen. Es war einmal ein Staatsforsten-Vorstand, ein Herr namens Martin Neumeyer, nicht der, der seinen letzten Mantel geteilt hat, sondern der, der nur mitteilte, vielmehr versprochen hat, im Klosterwald in diesem Winter keine dicken Bäume über 60 Zentimeter zu fällen.

  • Kostbare Natur uns und kommenden Generationen erhalten, MP vom 17.12.18, Leserbrief zum Artikel „Steigerwald: Neuer Streit um Baumfällungen“ (13.12.): Es ist kaum zu fassen, wie großzügig die Bayerischen Staatsforsten sogenannte „zurückhaltende Holznutzung” definieren. Naturgemäß können sich die Naturschützer damit keineswegs abfinden.

  • Wortbruch oder nicht?, Mainpost, 14.12.18; Ist es nun im Steigerwald zu einem Wortbruch vom Vorstandsvorsitzenden der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, gegenüber dem Ehrenvorsitzenden des Bund Naturschutz (BN), Hubert Weiger gekommen? Oder doch nicht? Der BN sagt klar ja, die Staatsforsten sagen nein und weisen die Anschuldigung von sich. Die Staatsforsten sprechen von einem „Verständigungsproblem“.... Danach hätten die Staatsforsten bei jenem Termin ihre Planungen für den „Hohen Buchenen Wald“ in der kommenden Einschlagssaison vorgestellt, also auch für den Winter 2018/2019. Dabei habe es laut BN die klare Aussage von Martin Neumeyer gegeben, dass dabei keine "dicken Bäume" gefällt würden. Der Begriff „dicke Bäume“ sei forstlich als Starkholz definiert, das ab einen Brusthöhendurchmesser von 60 Zentimeter beginne, so Ralf Straußberger.... Der Forstbetrieb Ebrach selbst habe die Starkbuchenvorräte im Forstbetrieb in einer Starkbucheninventur erfassen lassen. Forstbetriebsleiter Ulrich Mergner habe in diesem Zusammenhang die Aussage getroffen, dass die Gesamtvorräte an Buchen über 60 Zentimeter BHD (=Brusthöhendurchmesser) deutlich zugenommen hätten. Er habe dies auch bei Vorträgen auf Folien so dargestellt: Buchenstarkholz über 59 cm BHD

  • Geht der Profit über den Waldschutz?, MP vom 14.12.18; Trotz schlechten Wetters fanden sich eine Reihe Bürger zum Waldspaziergang des Vereins Nationalpark Steigerwald zu den nach der Wiederaufnahme der dort bislang ruhenden Waldwirtschaft gefällten Buchen im Hohen Buchenen Wald ein. Ziel war in diesem Fall die Abteilung Steinkreuz in der Nähe von Handthal. Unter den Teilnehmern an dem Waldbegang hätten sich auch Wald- und Naturfachleute befunden, teilt der Verein in einer Presseerklärung mit.

  • Nationalparkverein kontra Staatsforsten, MP vom 14.12.18; Mit "Dringlichkeitsschreiben" hat der Verein Nationalpark Steigerwald laut seiner Pressemitteilung die Vorstände der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer und Reinhardt Neft, sowie Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber auf die Situation im Steigerwald hingewiesen. Die Vereinsmitglieder und viele Bürger seien entsetzt, dass nun bereits zahlreiche dicke Bäume der Säge zum Opfer gefallen sind. Viele wirklich „dicke“ Bäume, sogar mit einem Durchmesser in Brusthöhe von über 80 Zentimeter seien dabei

  • Neuer Streit um Baumfällungen, MP vom 13.12.18; Von Wortbruch und Waldverwüstung ist deshalb bei den Naturschutzorganisationen die Rede. Gemeinsam gefordert wird ein sofortiger Stopp der "Einschläge" im ehemaligen Klosterforst der Zisterzienser. Zugleich halten die Verbände an ihrer Forderung fest, einen Nationalpark im Staatswald mit dem "Hohen Buchenen Wald" als Keimzelle zu errichten.

  • „Unser Steigerwald“: Verein empört sich über Naturschützer, MP vom 12.12.18; Der Verein „Unser Steigerwald“ ist nach eigenen Angaben „sehr verwundert über die Aktionen des Bundes Naturschutz und anderer Umweltverbände gegen die Aufnahme der Forstnutzung im Ebracher Forst“. Der Aktionismus der vergangenen Woche sei gnadenlos überzogen und entbehre jeglicher Verhältnismäßigkeit, stellt Oskar Ebert aus Untersteinbach von „Unser Steigerwald“ fest. Offenbar sollten in der Öffentlichkeit Vorurteile gegen eine ökologische hochwertige Waldbewirtschaftung erzeugt werden, vermutet er.

  •  „Alles „gnadenlos überzogen“ , FT vom 12.12.18. Kreis Haßberge — In der Diskussion um den wieder begonnenen Holzeinschlag in dem Waldstück „Hoher Buchene Forst“ bei Ebrach schaltet sich auch der Verein „Unser Steigerwald“ ein. Dessen stellvertretender Vorsitzender Oskar Ebert nimmt Stellung zu dem Artikel „Die Staatsforsten sägen wieder“
    Anmerkung: Die Aufhebung geschah allein wegen ungenügender Abgrenzbarkeit bzw. „falscher“ Schutzkategorie, die Schutzwürdigkeit stand nie in Frage. Auszug aus dem Urteil des Bayerischen Verfassungsgerichtshofe zum Waldschutzgebiet von 2016:  „Ist somit „Der Hohe Buchene Wald im Ebracher Forst“ allenfalls in einigen Teilbereichen, nicht aber (fast) durchgängig in der Natur abgrenzbar zu der ihn umgebenden Landschaft, war er – ungeachtet seiner zweifelsfrei bestehenden Schutzwürdigkeit und ungeachtet der Frage, ob eine derart große Fläche als Landschaftsbestandteil geschützt werden kann – kein geeignetes Schutzobjekt im Sinne des § 29 BNatSchG. § 29 BNatSchG (Anm.: Geschützter Landschaftsbestandteil) ermöglichte daher keine rechtsverbindliche Festsetzung der streitgegenständlichen Waldfläche zum geschützten Landschaftsbestandteil, so dass es der Ausgangsverordnung an einer Ermächtigungsgrundlage fehlt. Sie ist daher nichtig.“

  • Wohllebens Finanzspritze für Nationalpark im Steigerwald, MP vom 11.12.18; Über ganz besonders prominente Unterstützung durfte sich dieser Tage der Verein Nationalpark Steigerwald freuen. Im Rahmen der bundesweiten "Tagung für Waldbürgerinitiativen" im rheinland-pfälzischen Wershofen konnten 2. Vorsitzender Florian Tully zusammen mit den ebenfalls aus Gerolzhofen kommenden Vorstandsmitgliedern Claudia Ockl und Uwe Gratzky eine Spende in Höhe von 300 Euro von Wohllebens Waldakademie entgegennehmen. Überreicht wurde die Spende höchstpersönlich von Deutschlands derzeit wohl bekanntestem Förster, Peter Wohlleben, der mit seinen Büchern inzwischen ein Millionenpublikum erreicht.

  • Staatsforsten stellen große Transparenz heraus, MP vom 11.12.18; Mit „Hintergrundinformationen zur Hiebsmaßnahme im Ebracher Forst“ reagieren die Bayerischen Staatsforsten in Regensburg auf die Aktion, mit der die vereinten Umweltschutzverbände vom Bund Naturschutz (BN) über den WWF bis hin zu Greenpeace Bayern zusammen mit dem Verein Nationalpark Steigerwald gegen die Wiederaufnahme der Waldbewirtschaftung im umstrittenen ehemaligen Waldschutzgebiet „Hoher Buchener Wald“ protestierten

  • Wortbruch im Steigerwald?, Mainpost vom 10.12.18; Von Wortbruch und Waldverwüstung ist bei den vereinten Naturschutzorganisationen von Bund Naturschutz über WWF bis hin zu Greenpeace die Rede. Gefordert wird von den Verbänden ein sofortiger Stopp der „Einschläge“ im ehemaligen Klosterforst der Zisterzienser und ihn als Großschutzgebiet endgültig aus der Nutzung zu nehmen.

  • Die Staatsforsten sägen wieder, FT vom 8.12.18; STEIGERWALD Im Klosterwald bei Ebrach hat der Staatsforstbetrieb nach vierjähriger Pause mit dem Einschlag begonnen. Naturschützer befürchten, dass mit jedem gefällten Baum die Chancen auf einen Nationalpark schrumpfen.

  • Umweltverbände kritisieren Baumfällarbeiten im Steigerwald, BR vom 6.12.18; Seit einigen Tagen werden im "Hohen Buchenen Wald" im Steigerwald große Bäume gefällt. Alle wichtigen Umweltverbände in Bayern kritisieren die Arbeiten und fordern, dass das Waldstück als "nutzungsfreies Schutzgebiet" unberührt gelassen wird. Im "Hohen Buchenen Wald" im Ebracher Forst im Steigerwald haben Baumfällarbeiten begonnen. Entgegen der Zusagen der Bayerischen Staatsforsten sind in dem ehemaligen Schutzgebiet bei Ebrach im Landkreis Bamberg bereits mehrere große Bäume gefällt worden. Alle wichtigen Umweltverbände in Bayern kritisieren das Abholzen massiv und haben sich heute bei einer gemeinsamen Pressekonferenz dagegen ausgesprochen.

  • Grüne Bayern: Baumfällungen im Steigerwald stoppen, Der Neue Wiesentbote, 6.12.18; Patrick Friedl fordert nutzungsfreies Schutzgebiet für „Hohen Buchener Wald“

  • Naturschutz Protest gegen Fällungen im Steigerwald, SZ vom 6.12.18; Gegen massive Fällungen im Gebiet Hohen Buchenen Wald im Steigerwald haben acht Umweltverbände protestiert. Sie fordern, den Wald im Kreis Bamberg zum nutzungsfreien Schutzgebiet zu erklären.

  • Steigerwald in Gefahr - Naturschützer protestieren gegen Baumfällungen, BR2, regionalzeit-franken, Ein Beitrag von: Carlo Schindhelm, 06.12.2018
  • Liebhard Löffler führt Verein "Nationalpark Steigerwald", MP vom 4.12.18; Der neue Vorstand des 1200 Mitglieder starken Vereins "Nationalpark Steigerwald" : Am besten gelang Dr. Liebhard Löffler aus Trabelsdorf die Überzeugungsarbeit. Mit überwältigender Mehrheit wurde der „Ur- Steigerwäldler“ zum Vorsitzenden des 1200 Mitglieder  starken Verbandes gewählt. Sein erster Stellvertreter wurde Florian Tully aus Gerolzhofen, seine zweite Stellvertreterin ist die Unternehmerin Ingrid Michel aus Untersteinbach. Die Mitglieder bestätigten Winfried Zeck aus Burgwindheim als Schatzmeister. Erich Helfrich aus Volkach wurde zum Schriftführer gewählt.

November 2018

  • Weilersbachtal: Gibt es ein juristisches Nachspiel?, MP vom 16.11.18; Haben die Verstöße gegen die Verordnung für das Naturschutzgebiet Weilersbachtal bei der Aufarbeitung eines Fichtenwindwurfs im Frühjahr durch den Forstbetrieb Ebrach der Bayerischen Staatsforsten vielleicht doch noch ein Nachspiel, in dem Fall ein juristisches? Nachdem die zuständige Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt in Schweinfurt aufgrund der Einsicht des Forstbetriebs und der nach einer Ortsbegehung vereinbarten Maßnahmen am Bachlauf von einem Ordnungswidrigkeitenverfahren abgesehen hat (wir berichteten), hat nun der Verein Nationalpark Nordsteigerwald am Mittwoch, 14. November, Strafanzeige gegen die Bayerischen Staatsforsten und Ulrich Mergner als den verantwortlichen Forstbetriebsleiter in Ebrach gestellt.
  • Die „Johnnies“ aus der Oberschicht, MP vom 21.11.18; Der Forstbetrieb Ebrach der Bayerischen Staatsforsten steht mehr denn je im Fokus der Öffentlichkeit. Ja, man kann getrost sagen, er steht inzwischen unter strenger Beobachtung insbesondere der Naturschutzszene. Jetzt hat ein für die Holzernte vorgesehener alter Bestand in der oberhalb von Fabrikschleichach im Revier Zell am Ebersberg gelegenen Abteilung Röthen die Aufmerksamkeit auf den Forstbetrieb gelenkt. Dort sollen nach Aussage besorgter Waldbesucher auch Buchen mit einem Brusthöhendurchmesser von über 80 Zentimeter farblich markiert – in der Förstersprache heißt es ausgezeichnet – worden sein, um sie zu entnehmen. Das wäre über der Grenze, die sich die Staatsforsten selbst auferlegt haben, um die sogenannten Methusalembäume nicht zu Geld zu machen, sondern sie stehen zu lassen, bis sie das Zeitliche segnen. Die Redaktion ist dem Hinweis nachgegangen.
  • Leserforum: Wasser aus dem Staatswald, Leserforum Tully, MP vom 10.11.18; Zum Thema „Damit das Hochwasser besser abläuft“ vom 16. November (Seite 21) erreichte die Redaktion folgender Leserbrief: Der Umbau unserer Wälder zu Forstplantagen hat fatale Wirkungen, auch auf den Wasserhaushalt. Durch den verstärkten Maschineneinsatz wie Harvester und Forwardern werden die empfindlichen Waldböden dauerhaft verdichtet.
  • Forstbetrieb kommt ungestraft davon, MP vom 11.11.18; Die Verstöße des Forstbetriebs Ebrach der Bayerischen Staatsforsten gegen die Verordnung für das Naturschutzgebiet „Weilersbachtal“ bei der Aufarbeitung eines Fichtenwindwurfs in der Abteilung Rotsteig mit schwerem Gerät werden kein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach sich ziehen. Das hat laut einer Pressemitteilung die in diesem Fall zuständige Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Scheinfurt entschieden. Der Forstbetrieb ist also noch einmal von behördlicher Seite mit einem blauen Augen davongekommen. Vorausgegangen war eine Ortsbegehung des von den Rückearbeiten betroffenen Abschnitts des Weilersbachtals in der Nähe von Fabrikschleichach. Ausschlaggebend für den Verzicht auf ein Bußgeldverfahren seien „die gezeigte Einsicht des Forstbetriebs Ebrach, die vereinbarten Maßnahmen am Bachlauf sowie die Fahrspuren und die Zusage, den oberen Teil des Talabschnittes als Trittstein auszuweisen“, gewesen, ist der Pressemitteilung weiter zu entnehmen.
  • Steigerwald gilt als klassisches Kurzreiseziel, FT vom 10.11.18; Fabrikschleichach - Bürgermeister aus fünf Landkreisen und die dazugehörigen Landräte kamen am Donnerstag in Fabrikschleichach zur Mitgliederversammlung des Tourismusverbandes Steigerwald zusammen. Neben der Tourismus-Bilanz für 2017 und den Planungen für 2019 stellten die Mitglieder die Weichen für die Überführung des bisherigen Verbandes in einen eingetragenen Verein.Anmerkung: wäre hier ein Nationalpark, würde das bundesweit Besucher anziehen, die auch mehrere Tage blieben.
  • Kultur sticht Natur aus, FT vom 6.11.18;  STEIGERWALD  Ein Unesco-Welterbetitel für Ebrach und Umgebung liegt noch in weiter Ferne. Jetzt soll das Europäische Kulturerbesiegel her. Der Landkreis Bamberg will jetzt mit der Klosterlandschaft punkten. Ein Welterbe-Titel für Ebrach und Umgebung liegt in weiter Ferne. Jetzt soll das Europäische Kulturerbesiegel her.... Landrat Kalb meinte in seiner Replik, man werde „das Welterbe, das Weltkulturerbe nicht aus den Augen verlieren“. Auf Frickes wiederholten Einwurf „Naturerbe!“ ging Kalb nicht ein.

Oktober 2018

  • 10 Jahre "Markus Lanz", 16.10.18, ZDF: Talkshow mit Politikerin Katharina Schulze, Politiker Erwin Huber, Journalist Michael Spreng sowie Förster und Autor Peter Wohlleben. Katharina Schulze, Politikerin: Schulze ist die Siegerin der Landtagswahl in Bayern. Die Grünen wurden mit 17,5 Prozent zweitstärkste Kraft. Die Fraktionsvorsitzende spricht über ihre politischen Ziele. Erwin Huber, Politiker: 40 Jahre lang saß Huber im bayerischen Landtag. 2008 trat er als Parteivorsitzender zurück. Huber spricht über seinen Nachfolger Horst Seehofer und äußert sich zur Situation der CSU. Michael Spreng, Journalist: Er sagt: "Das Wahlergebnis wird weitere Unsicherheit in die Große Koalition bringen." In der Sendung gibt Spreng seine Einschätzung zum Wahlergebnis und erklärt, was das für Berlin bedeutet. Peter Wohlleben, Förster und Autor: Er kennt sich aus mit der Gefühlswelt der Tiere. Gerade erschien Wohllebens  Bildband "Das Seelenleben der Tiere". In der Sendung spricht der Förster über Liebe, Trauer und Mitgefühl bei Tieren.
  • Was die Kandidaten zu einem Nationalpark sagen, MP vom 10.10.18; Der Vorstand des Vereins Nationalpark Steigerwald freut sich: Fast die Hälfte der 125 angeschriebenen Landtagskandidaten und -kandidatinnen verschiedener Parteien aus den Regierungsbezirken Unter- und Oberfranken füllten zum größten Teil den im Vorfeld der Landtagswahl versandten zehn Punkte umfassenden Fragebogen des Vereins zum Thema Nationalpark im Steigerwald aus. Die Zustimmung derjenigen, die geantwortet haben, war ausgesprochen hoch.... Die Befragung habe gezeigt, dass rund 85 Prozent der Politiker und Politikerinnen, die geantwortet haben, ein dauerhafter Naturschutz wichtig sei, weil eine intakte Natur die Grundlage für unsere Zukunft darstelle.... Deshalb empfinde es der Verein als einen Wermutstropfen, dass sich nur zwei Landtagskandidaten der CSU geäußert haben, obwohl diese Partei vor Jahren einmal Waldgebietsschutz groß geschrieben und beispielsweise den ersten deutschen Nationalpark im Bayerischen Wald durchgesetzt habe.
  • Freilandlabor für den Klimawandel, MP vom 10.10.18; Zur Unterstützung der Befürworter eines Nationalparks Steigerwald war die Bundesvorsitzende und Klimaschutzexpertin von Bündnis 90/Die Grünen, Annalena Baerbock, auf den Stollberg bei Handthal gekommen. Die Mitglieder des Nationalparkvereins freuten sich über den Rückenwind aus Berlin... „Wir schaffen einen dritten Nationalpark in Bayern“ ist eine der Kernforderungen im Zehn-Punkte-Programm von Bündnis 90/Die Grünen zur Landtagswahl. Favorit aller möglichen Gebiete ist dabei für Fachleute wie auch die Grünen der Steigerwald. Das war auch der Grund, weshalb Annalena Baerbock, begleitet vom Gerolzhöfer Kreis- und Geonet-Stadtrat Thomas Vizl, vor allem nach Handthal gekommen war.... Patrick Friedl (unterfränkischen Bezirksvorsitzenden und Würzburger Stadtrat) verwies in diesem Zusammenhang auf die gemeinsame Resolution der drei Bezirksverbände von Ober-, Mittel- und Unterfranken mit dem Ziel und Titel „Echter Naturschutz überall in Bayern – Der erste Nationalpark für Franken. Jetzt!“. Dieser, so Friedl, sei längst überfällig. Fachlich sei dabei der Steigerwald als potenzielles Unesco-Weltnaturerbe zweifelsfrei am besten geeignet. Ungeachtet dessen, wolle man nochmals eine Machbarkeitsstudie für alle in Frage kommenden Gebiete haben. Friedl bekräftigte. „Wir sind uns aber sicher, dass der Steigerwald dabei als Nummer 1 herauskommt.“... Ins selbe Nationalpark-Horn wie Patrick Friedl blies Ursula Sowa, die oberfränkische Spitzenkandidatin für die Landtagswahl und langjährige Bamberger Stadträtin. ...Georg Sperber betonte noch einmal, dass der Steigerwald bei fachlichen Bewertungen immer an der Spitze der Rangliste für einen Nationalpark rangiert habe.... Annalena Baerbock fügte an, dass ein Nationalpark auch zur Stärkung des ländlichen Raumes beitrage, was Infrastruktur und sanften Tourismus anbelange.
  • Das Tafelsilber bayerischer Natur schützen, MP vom 5.10.18; Acht Naturschutzverbände und Bürgerinitiativen aus dem Steigerwald, Bayern und Deutschland hatten unter dem Motto „Das Tafelsilber bayerischer Natur jetzt schützen“ zu einer Kundgebung vor der Bayerischen Staatskanzlei in München eingeladen. Aufgerufen hatten explizit der Bund Naturschutz in Bayern, Greenpeace, die Gregor-Louisoder-Umweltstiftung, der Landesbund für Vogelschutz in Bayern, die Naturfreunde Deutschlands, der Verein Nationalpark Nordsteigerwald, der WWF Deutschland und die Zoologische Gesellschaft Frankfurt.

September 2018

  • Söder unterstützt das Projekt, FT vom 29.9.18; VERNETZUNG  Rund 20 Bürgermeister übergaben dem Ministerpräsidenten eine Resolution der Initiative „geMAINsam“. Ein Maininformationszentrum in Knetzgau soll regionale Aktivitäten der Anrainer des „bayerischen Mains“ koordinieren.
  • 7600 Unterschriften für einen Nationalpark, MP vom 27.9.18; Der Verein „Nationalpark Nord-Steigerwald“ hat in München eine Petition für einen Nationalpark an Umweltminister Marcel Huber (CSU) übergeben. „Der Steigerwald muss eine faire Chance bekommen, Nationalpark zu werden“, forderte bei der Übergabe der rund 7600 Unterschriften die Vizepräsidentin des Landtags, Ulrike Gote (Bündnis 90/Die Grünen), laut einer Pressemitteilung ihrer Partei.
  • Stauffenberg will für drei Themen kämpfen, InFranken vom 25.9.18; ... Für Stauffenberg gibt es drei wesentliche Punkte, wofür er in München kämpfen will. Zum einen ist das der Umweltschutz, der nicht den Menschen ausschließt. Einem Nationalpark Steigerwald oder Rhön erteilt der Kandidat ausdrücklich eine Absage, denn wo der Mensch ausgesperrt ist, tue es auch der Natur und dem Wald nicht gut.

August 2018

  • Rendezvous auf dem Grünen Teppich: Porträt Hans Bibelriether, Unser Land vom 31.8.18; BR. Hans Bibelriether, 85 Jahre alt und Förster im Ruhestand, hat viel zu erzählen. 1969 beschloss der Bayerische Landtag, im Bayerischen Wald einen Nationalpark zu gründen, den ersten in Deutschland. Hans Bibelriether war vom ersten Tag an dabei. 29 Jahre lang war er Leiter der Nationalparkverwaltung und hatte von Anfang an viele Gegner. Förster, Jäger, Waldbauern. Er bekam sogar Morddrohungen. Doch es gab auch Mitstreiter: den damaligen Landwirtschaftsminister Hans Eisenmann, Hubert Weinzierl vom Bund Naturschutz und den Tierfilmer Bernhard Grzimek. Und noch heute ist er mit dem früheren CSU-Politiker Alois Glück befreundet. Bei  einem Rendezvous auf dem grünen Teppich redet der streitbare Förster und Naturschützer Hans Bibelriether über Borkenkäfer und Totholz, über Drohbriefe und das Bundesverdienstkreuz. Und er fordert: "Bayern braucht einen dritten Nationalpark.":
  • Beharrlich für das Ziel Nationalpark arbeiten, MP vom 12.8.18; Laut einer Pressemitteilung des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald begrüßte Vorsitzender Liebhard Löffler die Mitglieder mit markigen Worten: „Die Nationalparks in Bayern genießen bei der herrschenden Politik höchste Wertschätzung. Allerdings erst dann, wenn sie in die Jahre gekommen sind.“ Im Gasthaus zum Hirschen in Untersteinbach traf sich der Verein zur Mitgliederversammlung.
  • Steigerwald: Alles schon einmal da gewesen, Leserbrief Tischner FT vom 8.8.18; Zum Artikel „Bamberg mischt sich ein“ im FT vom 3. Juli 2018„Bamberg mischt sich ein“ war am 3. Juli im FT zu lesen. Die Stadträte seien, so schrieb das FT-Redakteur Michael Wehner in seinem Bericht, bei ihrer Fahrt in den Steigerwald darin bestätigt worden, dass Bamberg etwas tun müsse, damit die Buchen im Steigerwald erhalten blieben.
  • Steigerwald: Ein weiterer Uraltriese im Steigerwald ist gefallen, die Krone der Napoleonsbuche im Naturwaldreservat Brunnstube liegt jetzt als mächtiges Totholz auf dem Waldboden. Nach und nach brechen die letzten der über 300  Jahre alten Uraltriesen zusammen. Für sie gibt es keinen Ersatz, die anhaltende Forstwirtschaft verhindert das Altwerden der nächsten Generationen. Nur wenn wir die Steigerwälder Buchenwälder jetzt schützen, werden die nächsten Baumriesen den Wald im Laufe der nächsten Jahrzehnte bzw. Jahrhunderte zu einem wichtigen Lebensraum für seltene Arten machen. Mind. 1/3 aller europäischen waldbewohnenden Arten ist zwingend auf uralte wilde Wälder angewiesen. Die Napoleonsbuche damals und heute, ein Kurz-Film von Stephan Hummel
  • Premiumwanderweg in großer Not, MP vom 3.8.18; Irgendwie scheint der Staatsforst momentan nicht aus den Schlagzeilen zu kommen. Schwere Holzerntemaschinen waren so Anfang Mai vom Forstbetrieb Ebrach der Bayerischen Staatsforsten unter Missachtung der Schutzbestimmungen nicht nur durch einem dem Feuersalamander als Laichgewässer dienenden Bach im Naturschutzgebiet Weilersbachtal geschickt worden. Wie jetzt ans Tageslicht kam, war auch ein sensibler Bereich des zertifizierten Steigerwald-Panoramawegs bei Neuhausen zerstört worden. In dem besagten Eck war es noch sehr feucht, als der zum Holzrücken eingesetzte „Forwarder“ den aufgeweichten Waldboden mit teils tiefen Fahrspuren durchzog.
  • Berchtesgaden Hubers Coup - Dritter Nationalpark denkbar, SZ vom 2.8.18;  Von Christian Sebald, Berchtesgaden; Inzwischen hat man sich ja an das Hin und Her in der CSU gewöhnt. Aber diese Ansage kam doch überraschend. Auf dem Festakt zum 40-jährigen Bestehen des Nationalparks Berchtesgaden bekannte Umweltminister Marcel Huber (CSU) am Mittwochabend, dass er persönlich sich durchaus einen dritten Nationalpark in Bayern vorstellen könne. Und zwar nicht am Rande eines Zwiegesprächs oder in einer vertrauten Runde. Sondern frank und frei vor allen Gästen in seiner Festansprache, in der er den Nationalpark Berchtesgaden natürlich über alles lobte.
  • Huber: 96 Prozent für Nationalpark Berchtesgaden, Pressemitteilung stmuv vom 1.8.18; Seit vier Jahrzehnten ist der Nationalpark Berchtesgaden Besuchermagnet für Menschen aus aller Welt. Umweltminister Dr. Marcel Huber betonte heute auf dem Staatsempfang in Berchtesgaden: "Unser Nationalpark ist eines der großen Flaggschiffe für den Naturschutz und ein Besuchermagnet schlechthin. Deutschlands einziger Alpen-Nationalpark bietet Naturtourismus auf allerhöchstem Niveau. Nach 40 Jahren ist eine noch nie dagewesene Akzeptanz in der Bevölkerung erreicht: 96 Prozent der Menschen in Bayern stehen hinter dem Nationalpark, fast 90 Prozent sind in der Region der Meinung, er verbessert die Lebensqualität. Das sind nicht nur Zahlen, das ist eine Liebeserklärung an den Nationalpark." (Pressemitteilung stmuv, 1.8.18)
  • Über 60 Millionen Euro fließen in die Naturzentren Rhön und Spessart, FT vom 1.8.18, München - Draußen, auf dem Zugspitzplatt können Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und seine Minister den Klimawandel schon einmal live beobachten: Maximal dreißig Jahre wird der bereits arg geschrumpfte Gletscher dort noch zu sehen sein, sagt ein Experte der Forschungsstation Schneefernerhaus. ... Das beschlossene Maßnahmenpaket fasst allerdings vor allem bestehende Programme zusammen: zum Schutz der Moore. Für mehr Hochwasserschutz. Zur energetischen Sanierung staatlicher Gebäude. Neu ist immerhin eine „Entsiegelungsprämie“ von wohl 15 Euro pro Quadratmeter für die Beseitigung von Asphalt oder Beton. Zudem will die Söder-Regierung mit einer „Naturoffensive“ bestehende Naturschutzgebiete und Naturparke in Bayern stärken. Im Spessart und in der Rhön etwa soll dafür – als Ersatz für die gestoppten Nationalpark-Pläne – in neue Umweltbildungs- und Erlebniszentren investiert werden.

Juli 2018

  • Nationalpark-Befürworter geben nicht auf, MP vom 31.7.18; Knapp 40 Interessierte kamen kürzlich in das Gasthaus Michel nach Untersteinbach, um auf Einladung des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald mit der Bundestagsabgeordneten Manuela Rottmann (Grüne), die unter anderem den Landkreis Haßberge in Berlin vertritt, über die Zukunft des Nationalparkprojekts zu diskutieren. ..Die Enttäuschung über die Politik in München, aber auch über die bayerische Forstverwaltung, sei laut Rottmanns Pressemitteilung in der Diskussion deutlich zu spüren gewesen. Das laut Rottmann „vorläufige“ Aus für einen dritten Nationalpark in Bayern, das der Ministerpräsident Markus Söder in seiner Regierungserklärung im April verkündet hatte, sei ein Rückschlag für die Befürworter im Steigerwald. Die geplanten Zentren für Umweltbildung und Naturerlebnis in der Region seien ein reines Placebo. Statt in virtuellen Erlebniswelten Natur vorzuführen, solle diese lieber durch ein entsprechendes Konzept tatsächlich geschützt werden.
  • Ein Gewinn für Franken, Leserbrief FT vom 27.7.18; Betrifft Steigerwald: Beim Schutz des Klosterwaldes Ebrach vor dem Aussägen (fachlich korrekt: Ernten) von etwa 100-jährigen Altbäumen mit mehr als 60 Zentimeter Stammdurchmesser sind die Befürworter eines Großschutzgebietes im Nordsteigerwald auf jegliche Unterstützung angewiesen.
  • Drohen dem Forstbetrieb jetzt Konsequenzen?, MP vom 20.7.18;  Für einen kräftigen Nachhall hat unser Artikel „Forstbetrieb für Eingriff gemaßregelt“ auf unserer Homepage und in den Sozialen Medien gesorgt. Aber auch in der überregionalen Zeitungslandschaft hat der Vorfall im Naturschutzgebiet Weilersbachtal Staub aufgewirbelt. So war der Süddeutschen Zeitung der „Naturfrevel im Staatsforst“ ein größerer Bericht im Bayernteil wert.... Einen User stimmt die Aktion sehr nachdenklich. Er erklärt: „Erst dieser Tage ging eine Nachricht durch die Presse, dass Kolumbien, ein relativ armes Land, ein gigantisches Naturreservat eingerichtet hat. Ist ein reiches Land wie Bayern wirklich auf den Erlös der Staatsforsten im Steigerwald angewiesen?“ Nicht ausbleiben kann natürlich die Diskussion um den hinreichenden Schutz der Buchenwälder im Steigerwald. Ein Kommentar lautet: „Weg mit der Motorsäge und dem Harvester! Die Buchenwälder des Steigerwaldes wären im Nationalpark hundertmal besser aufgehoben . . . Deswegen Nationalpark Steigerwald zum richtigen Schutz der wertvollen fränkischen Buchenwälder.“
  • Standpunkt: Natur und Vertrauen zerstört, MP vom 20.7.18; Norbert Vollmann, Das was im Weilersbachtal passiert ist, ist kein Kavaliersdelikt. Durch Aktionen wie diese wird nicht nur ein Stück Natur, sondern auch ein Stück weit Vertrauen zerstört, das die Menschen in die Verlautbarungen der Bayerischen Staatsforsten setzen.
  • Waldarbeiten sorgen für Ärger, FT vom 17.7.18; SCHADEN  Weil bei einem Harvester-Einsatz im Naturschutzgebiet Weilersbachtal ein Bachbett beschädigt wurde, ist der Verein Nationalpark Nordsteigerwald sauer. Die Naturschutzbehörde sagt: zu Recht. Der Forstbetrieb Ebrach rechtfertigt sein Vorgehen.
  • Naturfrevel im Staatsforst, SZ vom 14.7.18; Der Feuersalamander ist streng geschützt, sein Lebensraum wird knapp. Im Steigerwald hatte er einen Rückzugsort, der nun zerstört ist. Im Weilersbachtal zerstören Arbeiter ein Biotop und handeln sich Ärger mit der Bezirksregierung von Unterfranken ein.
  • Ermutigender Besuch im Wald, Leserbrief Rebhahn FT vom 14.7.18; Zum Artikel „Steigerwald-Debatte: Jetzt mischt sich Bamberg ein“ im FT vom 3. Juli 2018Eine Auswahl des Stadtrats hat sich die Buchenwälder im Steigerwald angesehen! Toll! Auf seinen Höhen angelangt, eröffnen sich den Stadträten von Bamberg die Möglichkeiten. Guten Mut zur Beschlussfassung, kann man den Damen und Herren da nur wünschen – von einem Nationalpark und Unesco-Weltnaturerbe kann Bamberg, kaum eine halbe Stunde entfernt, nur profitieren
  • Hutzeln sind jetzt Kulturerbe, FT vom 9.7.18; Auszeichnung  Die Dörrobstherstellung und die Baumfelderkultur im Steigerwald sind in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes der Unesco aufgenommen worden. Landrat Kalb rührt die Werbetrommel für das Zisterzienser-Projekt
  • Forstbetrieb wird für Eingriff in Naturschutzgebiet gemaßregelt, MP vom 6.7.19; Der Forstbetrieb der Bayerischen Staatsforsten in Ebrach hat von „oben“ kräftig eins auf den Deckel bekommen. Anlass ist ein Anfang Mai stattgefundener Eingriff in das zwischen Fabrikschleichach und Hundelshausen gelegene Naturschutzgebiet Weilersbachtal. Angesichts der Tatsache, dass die Stellungnahme der Regierung von Unterfranken nichts an Deutlichkeit zu wünschen übrig lässt, kann von einem scharfen Rüffel der Behörden für die Art und Weise gesprochen werden, wie der Windwurf von 17 Fichten in der Waldabteilung Rotsteig aufgearbeitet worden ist.
  • Standpunkt: Zu brachial waren die vom Forstbetrieb gewählten Mittel, MP vom 6.7.18; Bei der Windwurfaufarbeitung im Naturschutzgebiet Weilersbachtal war jetzt für die Naturschutzbehörden die rote Linie vom Forstbetrieb Ebrach eindeutig überschritten worden. Anders ist der deutliche Rüffel, sagen wir ruhig die scharfe Zurechtweisung, nicht zu deuten. Wozu sonst auch war das Gebiet einst unter Schutz gestellt und eine Schutzgebietsverordnung erlassen worden, die genau definiert, was dort zulässig ist und was nicht und was im Zweifelsfall mit den Behörden abzustimmen ist.
  • Klares Votum der Landtagskandidaten für Nationalpark-Studie - Gut besuchte Podiumsdiskussion des BUND Naturschutz in Ebrach, Pressemitteilung des BN vom 5.7.18; Die Podiumsdiskussion des BUND Naturschutz mit Landtagskandidatinnen und -kandidaten des Stimmkreises Bamberg Land in Ebrach war sehr gut besucht. Dies zeigt, dass das Thema Buchenwälder im Steigerwald für die Region das Potential einer historischen Weichenstellung hat und weiter hoch aktuell bleibt: wird ein Nationalpark und Weltnaturerbe im Staats-wald kommen oder wird das durch „integrative“ Forstwirtschaft auf ganzer Fläche verhindert? Es wurde deutlich, dass es eine Befriedung nur geben kann, wenn die von fast allen Kandidaten geforderte Studie über die Aus-wirkungen eines Nationalparks Klarheit bringt. Die Bevölkerung muss auf Faktenbasis in die Diskussion einbezogen werden. Hubert Weiger, Vorsit-zender des BUND Deutschland, machte deutlich, dass es die Aufgabe demo-kratischer Parteien ist, die Diskussion in sachliche Bahnen zu lenken. Die Veranstaltung fand im Rahmen der traditionellen Tagung „Naturerbe Buchenwälder“ statt.
  • Bamberg „mischt sich ein“ , FT vom 3.7.18; NATUR  Bei einer Fahrt in den Steigerwald träumen Bambergs OB und Stadträte den Traum einer Welterbeachse in Franken. Sie soll von Bayreuth und Bamberg über den Steigerwald bis nach Würzburg reichen. Doch dieser Gedanke behagt nicht allen.
  • Die Natur hat Überparteilichkeit verdient, FT vom 3.7.18; Leserbrief Joachim Graff;  Zum Artikel „Der Wald steht für Natur, Spaß, Gesundheit – und noch viel mehr“ im FT vom 12. Juni 2018„Wie empfindlich das Gleichgewicht des Waldes ist“, dieses Zitat im Bericht über die Veranstaltung des Waldkompetenzzentrums Scheßlitz schlägt die Brücke zu einer anderen Veranstaltung, die gerade am Tag zuvor auf dem Maxplatz in Bamberg stattfand.
  • MdL Alexander Muthmann zu Besuch im Steigerwald; Der Neue Wisentbote vom 2.7.18 Mit MdL Alexander Muthmann besuchte ein ausgewiesener Fachmann in Sachen Naturschutz und insbesondere Nationalparkfragen den Steigerwald um Ebrach. Ist er doch nicht nur Bewohner und Abgeordneter des Nationalparkgebietes Bayerischer Wald und sitzt als solcher im Bay. Landtag – nein, er war lange Zeit Landrat im Landkreis Freyung-Grafenau und ist als solcher bestens vertraut mit dem Thema, weswegen ihn FDP-Kreisrat und Stellv. Kreisvorsitzender Dr. Liebhard Löffler im Namen des neugegründeten Ortsverbandes Burgebrach und des Kreisverbandes Bamberg der FDP eingeladen hatte. Begleitet wurde der derzeit einzige FDP-ler im Bay. Landtag von Thomas Nagel. Er ist Beisitzer im Landesvorstand der FDP und Bezirksvorsitzender für Oberfranken, und er ist Studienleiter der Akademie für Neue Medien in Kulmbach.

Juni 2018

  • Mehrheit der Bayern will mehr Artenschutz, FT vom 26.6.18; Fast 80 % der Menschen in Bayern wünschen sich mehr Engagement für den Schutz von Tieren und Pflanzen.
    Fatschenbrunn ist gerüstet, FT vom  22.6.18; TAG DER OFFENEN GARTENTÜR  Das Steigerwalddorf erwartet am Sonntag viele Besucher. Los geht es bereits um 9 Uhr mit einem Freiluftgottesdienst.

  • Trekkingerlebnis im Steigerwald, FT vom 20.6.18; Angebot  Ab 1. August kann gebucht werden. Die Übernachtungsplätze zwischen Oberschwappach und Geiselwind sind fast fertig. Rauhenebracher Grundschulkinder und Sportmanagement-Studenten legten noch einmal kräftig Hand an.

  • Fingerzeig im Ebracher Forst, FT vom 21.6.18;  Die Pläne der Bayerischen Staatsforsten sind geprägt von Ökoreservaten und Bewirtschaftung. Naturschützer loben die Nachhaltigkeit und Offenheit, kritisieren im Umgang mit alten Buchen aber eine „Milchmädchenrechnung“.

  • Die Rückkehr der Forstwirtschaft im Hohen Buchenen Wald, MP vom 18.8.18;
    Es gibt keine Ruhe im Steigerwald, FT vom 15.6.18;  KONFLIKT  Zu den ersten Amtshandlungen von Ministerpräsident Markus Söder gehörte die Beerdigung der Nationalpark-Idee. Die Befürworter eines solchen Schutzgebietes in Franken geben aber nicht auf. Und ihre Kontrahenten geben die Losung „Seid wachsam“ aus.

  • Doch noch Hoffnung für Nationalpark Steigerwald?, Welt vom 14.6.18; ... Das Waldgebiet um Ebrach ist hart umkämpft.... Nun integrieren die Staatsforsten das Gebiet in ihre Bewirtschaftung. Dazu gehöre etwa die Pflege von Eichenbeständen oder die Pflanzungen von jungen Tannen, erläuterte der Sprecher. «Zur nachhaltigen Waldwirtschaft gehört auch der Waldnaturschutz, daher werden mit dem Beginn der Bewirtschaftung auch Naturschutzmaßnahmen wie die Errichtung von Trittsteinen der natürlichen Waldentwicklung umgesetzt.» Das Trittstein-Konzept sieht vor, dass Teile der Flächen aus der Bewirtschaftung genommen werden, um sie komplett der Natur zu überlassen.
    Eine Fällung von Altbäumen sei nicht vorgesehen, betonte der Sprecher. Man werde das Konzept für den «sanften Einstieg» in die Bewirtschaftung an diesem Freitag der Öffentlichkeit vorstellen.

  • Jetzt ist der Stadtrat gefragt, FT vom 12.6.18;  Aktion  Der Nationalparktag auf dem Maxplatz rückte besonders den Steigerwald in den Fokus. Der Veranstalter forderte eine Resolution der Stadt Bamberg ohne Landkreis. Der Nationalparktag rückte besonders den Steigerwald in den Fokus. Der Veranstalter forderte eine Resolution der Stadt Bamberg ohne Landkreis.
    Hierzu auch Mainpost Kitzingen, 12.6.18

  • Nach Gifteinsatz: Verlassene Vogelnester mangels Nahrung?, Mainpost, 11.6.18; Leere Vogelnester und verlassene Gelege finden sich in den Nistkästen im Kronunger Waldstück „Hartholz“. Dort wurde Ende April vom Hubschrauber aus das Vergiftungsmittel Mimic gegen die Schwammspinnerraupe auf der Eiche gespritzt. Dass damit auch andere Insekten getroffen wurden, so dass die Vögel mangels Nahrung ihr Revier verlassen haben, davon geht das Kronunger LBV-Mitglied Georg Rüttiger aus.

Mai 2018

  • Zelten mit Plumpsklo und Feuerplatz, FT vom 29.5.18; TREKKING  Bei Ebrach und Burgwindheim sowie acht weiteren Plätzen im Steigerwald dürfen Wanderer ab August für je eine Nacht zelten. An zehn Plätzen im Steigerwald ist es Wanderern ab August erlaubt, für eine Nacht ein Zelt aufzuschlagen. Das Projekt wurde in Rauhenebrach vorgestellt... 100 000 Euro werden in das „Trekking Erlebnis Steigerwald“ fließen, 80 Prozent davon übernimmt das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Den Rest trägt die Gemeinde Rauhenebrach, auch in Form von Eigenleistung. Ab 1. August gibt es die App im Playstore, dann können die Trekkingplätze gebucht werden. Die Kosten belaufen sich auf 4,80 Euro pro Nacht und Person. ... Über die App kann man buchen und bezahlen und erhält auch eine Packliste sowie Vorschläge für die An- oder Abreise mit der Bahn...Wer nicht bucht, für den gilt auch die Ausnahmegenehmigung für Zelten und Feuermachen der Naturschutzbehörden nicht. Das heißt, er macht sich strafbar

  • Mergner sieht sich ins falsche Licht gerückt, MP vom 18.5.18; Der Schlagabtausch zwischen dem Vorstand des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald und dem Leiter des Ebracher Staatsforstbetriebs, Ulrich Mergner, geht weiter. Letzterer findet es in einer Stellungnahme bedauerlich, dass ein Gespräch, das er mit dem Vorstand des Nationalparkvereins in guter Atmosphäre geführt habe, nun zu einer Kampagne gegen den Forstbetrieb Ebrach und ihn persönlich missbraucht werde. Zugleich empfinde er, so Mergner, es nicht vertrauenswürdig, ihm Äußerungen in den Mund zu legen, die er nicht gesagt habe. Er reagiert damit nicht zuletzt auf den jüngsten Artikel „Ist Ulrich Mergner auf dem Holzweg?“.

  • Doppeltes Echo aus dem Wald, FT vom 16.5.18; Das Eintreten von Bambergs OB Starke (SPD) für einen Nationalpark im Steigerwald freut die einen und quält die anderen... Von den Freunden eines Nationalparks im Nordsteigerwald wird das Eintreten des Bamberger Oberbürgermeisters Andreas Starke (SPD) für ein Schutzgebiet bei Ebrach euphorisch begrüßt. Der Verein, dessen derzeitiger Vorsitzender Adolf Hümmer in Bamberg lebt, kämpft seit Jahren für ein Weltnaturerbe und einen Nationalpark im Steigerwald. Nun nutzt die Bewegung die Unterstützung aus dem Rathaus, um ihr Anliegen mit neuer Kreativität zu verfolgen: Von Helmut Müller (CSU) bis zum Kabarettisten Mäc Härder haben Hümmer und Co. bereits etliche prominente Baumpaten motivieren können, dem nach der Landtagswahl befürchteten Kahlschlag im Klosterwald mit ihrem Gesicht entgegenzutreten. Zu sehen sind die Videos auf dem Kanal Youtube. Am Samstag, 9. Juni, soll zudem das erste „große Nationalparkfest“ auf dem Maxplatz in Bamberg steigen. Reden, Podiumsdiskussion und Jazz für Frankens dicke Buchen. Doch auch harte Argumente machen die Runde: „Die Verbindung des Weltkulturerbes Bamberg mit einem Weltnaturerbe Steigerwald hätte großes Potenzial für sanften Tourismus. „Wir halten es für ein wichtiges Ziel, einen Teil des Steigerwaldes unter Schutz zu stellen“, erklären Vertreter der Bamberger FDP in Stadt und Landkreis im Schulterschluss. Auf Distanz zum eigenen Fraktionsvorsitzenden geht unterdessen CSU-Kreisvorsitzender Christian Lange: In „Ergänzung“ zu Müllers Aussagen stellt Lange klar, dass die CSU-Fraktion der Stadt keine Resolution zu Gunsten eines Weltnaturerbes im Steigerwald mittragen werde. Unabhängig davon, wie man zu der Frage persönlich steht, werde sich die Stadt-CSU nicht in die Angelegenheiten des Kreises einmischen, sagt Lange. Auch Kalb hält den Wald für „einen Ansatzpunkt“, stellt aber im Gegensatz zu den Naturschützern das Trittsteinkonzept der Staatsforsten nicht in Frage. Der Forderung von Stadt und Naturschützern nach einem Einschlagstopp der Stadt mag er sich deshalb nicht anschließen: „Wir möchten nicht über die Köpfe der Bevölkerung vor Ort entscheiden.“

  • Verein Nationalpark Nordsteigerwald e.V.: „Klosterwald zu wenig geschützt“, Der Neue Wiesentbote vom 15.5.18; Die längst widerlegten Argumente der Waldschutzgegner werden durch ständiges Wiederholen auch nicht wahrer. Zu diesem Ergebnis kommt der Vorstand des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald anlässlich seiner Sitzung, in der die publizierte Gegendarstellung des Forstbetriebsleiters Ulrich Mergner besprochen wurde. Die Ungereimtheiten werden schnell deutlich: Wenn der 770 Hektar umfassende Klosterwald auf seiner gesamten Fläche gegen Holzeinschlag in der Praxis geschützt wäre, wie behauptet wurde, könnten nicht zahlreiche Bäume zum Fällen bereits gekennzeichnet sein. Auch die Ankündigung des Einschlags spätestens im Herbst wäre absurd.

  • Bamberger FDP für Weltnaturerbe Steigerwald mit Option für späteren Nationalpark, Der Neue Wiesentbote vom 15.5.18; Die FDP in Stadt und Landkreis Bamberg spricht sich in einer gemeinsamen Pressemitteilung für die Unterschutzstellung des Ebracher Klosterwaldes aus. „Wir halten es für ein wichtiges Ziel, im Steigerwald einen Teil des Staatswaldes aus der aktiven Bewirtschaftung zu nehmen und unter besonderen Schutz zu stellen“, so die beiden FDP-Landtagskandidaten Martin Pöhner (Bamberg-Stadt) und Martin Wünsche (Bamberg-Land) „Damit bestünde die Chance, dass der Steigerwald in das bereits bestehende UNESCO-Weltnaturerbe Buchenwälder aufgenommen wird“, meint FDP-Kreisrat Dr. Liebhard Löffler.

  • Ist Ulrich Mergner auf dem Holzweg?, Mainpost vom 15.5.18; Die längst widerlegten Argumente der Waldschutzgegner werden durch ständiges Wiederholen auch nicht wahrer. Zu diesem Ergebnis kommt der dreiköpfige Vorstand des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald anlässlich einer Sitzung, in der die von dieser Redaktion publizierte Stellungnahme des Ebracher Forstbetriebsleiters Ulrich Mergner zu einer Pressemitteilung des Nationalparkvereins besprochen wurde....Seit Jahren habe der Freistaat eine unabhängige Machbarkeitsstudie über die Auswirkungen eines Großschutzgebiets im Staatswald auf die regionale Ökologie und Ökonomie verhindert. Eine solche Studie könnte die Wege des Holzes, den Bedarf der regionalen Holzwirtschaft und die notwendige Versorgung der heimischen Bevölkerung feststellen und Grundlage für ein vernünftiges Konzept bieten, betont abschließend der Vorstand des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald.

  • Die Angst vor den Motorsägen, FT vom 15.5.18; Steigerwald  - Ein später Vorstoß aus dem Bamberger Rathaus lässt aufhorchen. Die Stadtspitze will sich für ein Naturschutzgebiet bei Ebrach stark machen. Und verhindern, dass die Sägen anrücken. ... Bambergs OB Andeas Starke (SPD) lässt keinen Zweifel, auf welcher Seite er steht: "Ich bin ein eindeutiger Befürworter eines Nationalparkes im Steigerwald. Das wäre nicht nur ein wirksamer Beitrag für Natur und Umwelt, sondern auch eine wunderbare Ergänzung des Weltkulturerbes Bamberg, würde vor der Haustüre ein solches Gebiet entstehen." Dass Ministerpräsident Markus Söder die Nationalparkpläne vorerst beerdigt hat, hält Starke für einen Fehler. Es sei schade, dass Repräsentanten der Staatsregierung vor der Lobby der Forstwirtschaft eingeknickt seien.... Starke ist nicht allein: Im Stadtrat kann er auf eine ungewöhnlich breite Allianz vertrauen, die einer bereits fest eingeplanten Exkursion in den Steigerwald nur allzu gerne eine Resolution für die Rettung des Klosterwaids folgen lassen würde. Zu ihr gehören nicht nur die SPD und die Grünen. Auch die Bamberger Allianz will das "Naherholungsgebiet für viele Bamberger" geschützt wissen. Selbst in der Bamberger CSU, die auf Landesebene eine Machbarkeitsstudie stets abgelehnt hatte, finden sich namhafte Verfechter eines Welterbe- Waldes. "Das wäre eine tolle Geschichte für Franken", sagt etwa Fraktionschef Helmut Müller. Müller persönlich glaubt, dass ein Titel wie Nationalpark oder Welterbe sich langfristig bezahlt macht und am Ende wertvoller ist als die gewöhnliche Forstwirtschaft. "Warum sollte bei uns nicht funktionieren, was im Bayerischen Wald oder in Berchtesgaden klappt?" Was sagt man im Landkreis Bamberg dazu, dass der Bamberger Stadtrat gewissermaßen in Nachbars Garten wildert? Auf allzu viel Verständnis stößt es nicht: "Wir mischen uns ja auch nicht im städtischen Hoheitsgebiet ein", sagt Wolfgang Möhrlein, CSU Fraktionschef im Kreistag.

  • Freiheit für den Klosterwald!, Kommentar Wehner, FT vom 15.5.18; Ein Schutzgebiet im Klosterwald wäre ein kleiner Schritt für den Freistaat, aber ein großer für die Region. Das Beispiel würde vor Augen führen, welche Wirkung es hat, wenn sich der Mensch den Luxus leistet, seine Nutzungsansprüche um einen Bruchteil zu reduzieren, ein Stück fränkische Waldnatur gewissermaßen in die Freiheit zu entlassen. Dass aus dem Ebracher Klosterwald einmal ein Weltnaturerbe der Menschheit werden könnte, wäre ein Lohn, der manche Mühe und den Verzicht auf ein paar Tausend Euro aus dem Holzertrag locker wett machen würde.

  • Pro und Contra: Das Meinungsbild in der Region ist bunt gemischt, FT vom 15.5.18; Bamberg - Die letzte Umfrage stammt vom Dezember 2016 und wurde von Emnid im Auftrag des Bund Naturschutz und WWF Deutschland in der Steigerwaldregion inklusive Schweinfurt und Bamberg durchgeführt. Sie ergab eine klare Mehrheit für einen Nationalpark

  • Hoher Buchener Wald bald nutzungsfrei?, MP vom 7.5.18; Auf Antrag der oberfränkische Bundestagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen, Lisa Badum, hat der Landesparteitag der Bayerischen Grünen in Hirschaid jetzt die Resolution „Bayern darf sein einziges potenzielles Unesco-Weltnaturerbe nicht vernichten – Steigerwald schützen, Abholzung stoppen!" verabschiedet. Die Bündnisgrünen in Bayern unterstützen damit die Forderung des Bund Naturschutz auf Ausweisung eines Naturschutzgebietes im Bereich „Der Hohe Buchene Wald im Ebracher Forst“ als Kerngebiet eines künftigen Nationalparks Steigerwald.
  • Gipfeltreffen“ im Steigerwald, MP vom 7.5.18;  Ob es jemals in dem jahrelangen Streit um ein großes Schutzgebiet oder gar einen Buchen-Nationalpark bei Ebrach zu einem Burgfrieden (die gleichnamige Waldabteilung befindet sich auf dem Zabelstein) kommen wird, steht in den Sternen. Zu einem besonderen „Gipfeltreffen“ kam es dieser Tage im Gasthaus Michel in Untersteinbach: Der Leiter des Forstbetriebs Ebrach der Bayerischen Staatsforsten, Ulrich Mergner, hatte die Einladung des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald angenommen, um die unterschiedlichen Positionen zum Waldnaturschutz zu diskutieren.... Gegen diese Darstellung in der Pressemitteilung des Vereins setzt sich Ulrich Mergner entschieden zur Wehr.
  • "Nationalpark bringt Arbeitsplätze und Touristen", MP vom 7.5.18; Steigerwälder erkundeten den Nationalpark Bayerischer Wald. Einheimische berichten vom „Motor für ihre Gemeinden“. Kommunalpolitiker, Touristiker und Wissenschaftler aus dem Bayerischen Wald stellten ihre Region vor. Über dieser Fahrt berichtet der Bund Naturschutz (BN) der Presse.
  • MdB Lisa Badum sieht in Hirschaid starkes Signal, FT vom 7.5.18; Hirschaid - Logisch, dass auch sie dabei war: Lisa Badum, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen für Bamberg/Forchheim, beim Bayerischen Grünen-Landesparteitag im Energiepark Hirschaid... Badum und die Grünen kritisieren die CSU und die Staatsforsten. Diese würden die Interessen der Bevölkerung und der Natur für „einen Appel und ein Ei“ verkaufen. Das sei schäbig. Sie betonte, sie werde dagegen Widerstand leisten. „Wir brauchen deshalb endlich das Schutzgebiet des Hohen Buchener Wald.“ Weil die uralten Buchen vor der Rodung stehen, habe sie einen Eilantrag eingebracht. Die geplante Vernichtung eines derartigen Naturschatzes ließen die Grünen der CSU nicht durchgehen. Man fordere auch weiterhin einen dritten Nationalpark. Dies Parks seien die Heimat der Artenvielfalt und Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel.

April 2018

  • Naturzentren und andere Wohltaten, Bayerische Staatszeitung vom 27.4.18; Ministerpräsident Söder hat den angekündigten dritten Nationalpark gekillt – wie geht’s jetzt weiter? Bayern bekommt also keinen dritten Nationalpark. Ministerpräsident Markus Söder teilte kürzlich mit, der Plan sei „zurückgestellt“, und zwar „auf absehbare Zeit“ . So blieb also durchaus ein Hintertürchen offen. Doch warum dieser Schritt – wo doch eine repräsentative Umfrage des Emnid-Instituts vom März eine Zustimmung von 64 Prozent seitens der bayerischen Bevölkerung zu einem dritten Nationalpark erbrachte; unter den CSU-Wählern waren es sogar 67 Prozent... Trotzdem wird der Bund Naturschutz gemeinsam mit dem Landesbund für Vogelschutz in den nächsten Monaten weiter für den Nationalpark kämpfen. „Uns gibt es seit 105 Jahren, wir haben einen langen Atem“, versichert Mergner. „Wer hätte etwa noch unter dem früheren Ministerpräsidenten Edmund Stoiber gedacht“, fragt Mergner, „dass eines Tages die grüne Gentechnik im Freistaat geächtet sein wird?“

  • BN-Chef: "Bayern wird einen dritten Nationalpark bekommen", MP vom 27.4.18; Das Gespräch führte Alice Natter; Nur wenige Vereine im Freistaat sind so einflussreich wie der Bund Naturschutz. Angesichts von 220 000 Mitgliedern kommt die Politik am BN kaum vorbei. An diesem Samstag wählt Bayerns größter Naturschutzverband nach 16 Jahren bei der Delegiertenversammlung in Eichstätt einen neuen Vorsitzenden: Nach 16 Jahren an der Spitze tritt Chef Hubert Weiger nicht mehr an, er will sich künftig verstärkt um die Arbeit als Vorsitzender des bundesweiten Dachverbands in Berlin, des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), kümmern. Ein Gespräch über Niederlagen und Erfolge in der langen Amtszeit.... Wo in Bayern sind Sie selbst am liebsten in der Natur unterwegs? Weiger: Am liebsten im Steigerwald. Er ist für mich mehr geworden als ein „Projekt“.

  • Die Bayerischen Staatsforsten kündigen Einschlag im Klosterwald Ebrach an, Der Neue Wisentbote vom 26.4.18; Nationalparkverein bleibt bei seiner Forderung nach einem Großschutzgebiet - Für den Erhalt und Schutz der alten Buchen im staatlichen Klosterwald Ebrach sprach sich der Vorstand des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald im Gespräch mit dem Forstbetriebsleiter Ulrich Mergner aus. Der Chef der Ebracher Staatsforsten hatte die Einladung des Vereins angenommen, die unterschiedlichen Positionen zum Waldnaturschutz im Gasthaus Michel Untersteinbach zu diskutieren.

  • „Wir schätzen den Nationalpark sehr“ - Steigerwälder im Nationalpark Bayerischer Wald – Einheimische berichten vom „Motor für ihre Gemeinden“, Pressemitteilung des BN vom 26.4.18; Kommunalpolitiker, Touristiker und Wissenschaftler aus dem Bayerischen Wald stellten interessierten Bürgerinnen und Bürgern aus dem Steigerwald am 22. April ihre Region vor. Das Interesse am Thema „Nationalpark“ ist im Steigerwald ungebremst hoch, die 11. Busfahrt des BUND Naturschutzes (BN) in eine Nationalparkregion war schnell ausgebucht. Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl und seine Mitarbeiter führten die beeindruckten Gäste in kleine Urwaldgebiete mit riesigen uralten Buchen, Tannen und Fichten. Ihr Fazit: Schutzgebiete sind wichtig für seltene Arten und es braucht auch große Schutzgebiete, das „Schützen und Nutzen-Konzept“ reicht nicht. Bei der Diskussion im Haus zur Wildnis waren sich die Vertreter aus Politik, Tourismus und Naturpark einig: der Nationalpark ist auch wirtschaftlich und touristisch ein großer Gewinn und sehr bedeutend für ihre Region. Die Steigerwälder nahmen die Empfehlung mit, die Option Ntionalpark genau zu prüfen.

  • Nationalpark-Pläne auf Eis, BR  24 vom 18.4.18; Statt einen dritten Nationalpark auszuweisen, will Markus Söder eine "Naturoffensive Bayern" starten. Er will vor allem die bayerischen Naturparks stärken und dort unter anderem Ranger einsetzen.

  • „Schwarzer Tag für den Naturschutz", BR24 vom 18.4.18; Bayerns Ministerpräsident Söder hat den Plänen für einen dritten Nationalpark im Freistaat in seiner Regierungserklärung eine Absage erteilt. Die Reaktionen darauf sind gemischt: Grüne und Naturschützer zeigen sich enttäuscht, Jäger und Landwirte im Landkreis Donau-Ries erleichtert.... "Wir werden ein Biodiversitätszentrum in der Rhön, ein Walderlebnis- und Eichenzentrum im Spessart, das Zentrum Naturerlebnis Alpin am Riedberger Horn und an der Donau ein begehbares Donau-Aquarium zusammen mit dem Haus im Moos einrichten. Wir verbieten nicht die Nutzung der Natur – wir laden ein, die Natur zu erleben."... Umkehr der CSU-Politik-Noch im Juli des vergangenen Jahres hatte die damalige Umweltministerin Ulrike Scharf von einem offenen Rennen zwischen Rhön und Donau-Auen um den Status eines Nationalparks gesprochen. Horst Seehofer verteidigte damals seine Initiative für einen dritten Nationalpark mit dem Hinweis auf entsprechende Umfragen, die besagten, dass 75 bis 85 Prozent der Bevölkerung für einen Nationalpark wären. Diese Erkenntnis hat nun sein Nachfolger, Markus Söder, beiseite geschoben.

  • Presserklärung der SPD zum Thema Nationalpark vom 12.4.18

  • Verein zählt jetzt 3600 Mitglieder, FT vom 10.4.18;  Versammlung  „Unser Steigerwald“ sieht sich im Kampf gegen einen Nationalpark bestätigt. Trossenfurt/Ebrach - Der Verein „Unser Steigerwald“ geht nach eigenen Angaben nicht davon aus, dass er in absehbarer Zeit überflüssig wird. „Denn trotz der jüngsten Gerichtsurteile, der klaren Aussage von Ministerpräsident Markus Söder und der eindeutigen Stimmungslage vor Ort gibt der Bund Naturschutz sein Ziel Nationalpark nicht auf“, sagte Vorsitzender Gerhard Eck bei der Jahresversammlung des Vereins im Oberaurach-Zentrum in Trossenfurt.

  • Entführung in die Natur – direkt vor der Haustür, InFranken vom 10.4.18; Geologischer Spaziergang mit Geologin Angela Wirsing zu den Steinbrüchen lockt 60 Gäste. ... Zu der „Entführung“ begrüßte der Veranstalter vom Verein Nationalpark Nordsteigerwald rund 60 Interessierte. Sie liefen die mehr als sechs Kilometer lange Strecke mit. An einigen Strecken im hügeligen, wunderschönen Waldgebiet zwischen Kirchschönbach und Geiselwind machte Geologin Wirsing auf manche Besonderheit aufmerksam, die dort verborgen ist.

  • Bund Naturschutz beantragt Schutzgebiet im Steigerwald, BR vom 12.4.18
  • „Der Steigerwald braucht mehr Schutz!“, FT vom 12..4.18; VORSTOSS  Der Bund Naturschutz beantragt bei der Regierung von Oberfranken das Naturschutzgebiet „Ebracher Klosterwald“. Anmerkung: wir halten nach wie vor am Ziel Nationalpark fest. Hier geht es jetzt darum, die alten Bäume im ehemaligen Geschützten Landschaftsbestandteil vor dem Fällen zu retten!

  • Günther Denzler und Georg Sperber als Vorreiter im Naturschutz gewürdigt, FT vom 10.4.18; Untersteinbach - Zwei Vorkämpfern des Naturschutzes im Steigerwald verlieh der Verein Nationalpark Nordsteigerwald jetzt die Ehrenmitgliedschaft. In der voll besetzten Gaststätte Michel in Untersteinbach wurden dem Forstdirektor i.R. Georg Sperber und dem Bezirkstagspräsidenten (im Artikel falsch) von Oberfranken und ehemaligen Landrat des Landkreises Bamberg, Günther Denzler, die Urkunden überreicht, wie aus einer Mitteilung des Vereins der Nationalpark-Befürworter hervorgeht.

  • Entführung in die Natur – direkt vor der Haustür, InFranken vom 10.4.18; Geologischer Spaziergang mit Geologin Angela Wirsing zu den Steinbrüchen lockt 60 Gäste. ... Zu der „Entführung“ begrüßte der Veranstalter vom Verein Nationalpark Nordsteigerwald rund 60 Interessierte. Sie liefen die mehr als sechs Kilometer lange Strecke mit. An einigen Strecken im hügeligen, wunderschönen Waldgebiet zwischen Kirchschönbach und Geiselwind machte Geologin Wirsing auf manche Besonderheit aufmerksam, die dort verborgen ist.

März 2018

  • Schlechte Chancen für Nationalparkbefürworter, MP vom 24.3.18; Die Signale werden klarer: Mit Bayerns neuem Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) wird es wohl keinen neuen Nationalpark im Freistaat geben. „Mir ist es auf Dauer wahrscheinlich wichtiger, in der Fläche mehr Natur zu haben, als auf Einzelflächen“ mit Verboten und Einschränkungen für Jäger und Fischer, sagte Söder am Samstag bei seinem Besuch der Landesversammlung des Bayerischen Jagdverbands in Veitshöchheim (Lkr. Würzburg). „Zum Naturschutz gehört eine Philosophie“, so Söder. „Die einen wollen No-Go-Areas“ und hielten Natur für einen Raum, „den man am besten nicht betritt“. Er schätze die bestehenden Nationalparks in Bayern, habe aber „eine grundlegende Skepsis“ gegen einen neuen.
  • Niederlage vor dem Verfassungsgerichtshof, MP vom 23.3.18; Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat die Popular-Klage des Vereins Nordsteigerwald und der Privatpersonen mit Entscheidung vom 19. März abgewiesen. Und dies – knapp zusammengefasst – aus zwei Gründen: Zum einen sei die Popularklage bereits unzulässig. Die Kläger hätten dem Gericht nicht dargelegt können, welches Grundrecht der Bayerischen Verfassung durch die Aufhebungsverordnung überhaupt verletzt sein könnte. Und zum anderen habe bereits das Bundesverwaltungsgericht die strittige Verordnung schon einmal geprüft und in ihrem Inhalt bestätigt.
  • Ausgewählte Steigerwald-Wälder, MP vom 17.3.18;  Ihr gemeinsames Bestreben bekundeten die Landräte Wilhelm Schneider (Haßberge), Florian Töpper (Schweinfurt), sowie die stellvertretenden Landräte Bernd Schnizlein (Neustadt-Aisch/Bad Windsheim) und Paul Streng (Kitzingen) zusammen mit ihrem Bamberger Amtskollegen Johann Kalb jüngst bei einem Pressetermin im historischen Schlüsselfelder Bürgersaal... 2014 als die Debatte um einen Nationalpark Steigerwald die Region bewegte, habe alles begonnen, so Landrat Kalb. „Bei den Überlegungen, was sonst noch im Steigerwald los ist, sind wir schnell bei der Kultur gelandet.“ Mit der Kultur soll es auch noch weitergehen: Wie Kalb informierte, wird für Kloster Ebrach zusammen mit anderen Zisterzienserklöstern in ganz Europa im nächsten Jahr das Europäische Kulturerbe angestrebt.
  • Gemeinsam für den Steigerwald, FT vom 17.3.18; TRADITIONEN  Die bäuerlichen Gemeinschaftswälder und die traditionelle Dörrobstherstellung im „Hutzeldorf“ Fatschenbrunn wurden ins „Bayerische Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes“ aufgenommen.
  • Gegen Flächenfraß und für den Nationalpark, MP vom 15.3.18; In Bayern gebe es bei Umfragen 64 Prozent Zustimmung für einen dritten Nationalpark. Weiger wertete das Ergebnis als einen der größten Erfolge seines Verbandes. Den Nationalparkgegnern empfahl er einen Besuch im Alt-Nationalpark Bayerischer Wald, um den dort mit ungeheurer Vitalität wachsenden Wald zu erleben. Er selbst gebe nie auf, für den Steigerwald als Nationalpark zu kämpfen. Dieses Gebiet sei dafür prädestiniert.
  • Anerkennung hat „Leuchtkraft“, FT vom 15.3.18; BRÄUCHE  Der Freistaat Bayern hat die Hutzel-Tradition in Fatschenbrunn als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Darüber freuen sich die Initiatoren, aber ihre Vorstellungen gehen weiter: Könnte es ein Leuchtturmprojekt im Steigerwald werden?... Der Kreis Haßberge möchte auch ein solches Leuchtturmprojekt innerhalb seiner Grenzen haben. Bei der jüngsten Sitzung des Kreistages waren zwei Ideen genannt worden: ein Keltendorf zwischen Zell und Oberschleichach auf dem Gelände des Marswaldspielplatzes und eine Art Wildgehege in Koppenwind. Besonders überzeugend wurden die Projekte aber nicht vorgetragen, und sie haben wohl kaum eine Chance auf Realisierung. Wie wäre es dann mit dem Hutzel-Informationszentrum in Fatschenbrunn?, fragt Hümmer. Der Antrag liege vor, es gebe ein Konzept, sagt er. Franz Hümmer: „Warum schließt man sich da nicht an?“ Die Anerkennung der Hutzel-Tradition als immaterielles Kulturerbe sieht Franz Hümmer als einen großen Schub für ein solches Zentrum. „Was gibt mehr Leuchtkraft als eine solche Anerkennung?“, fragt er.
  • Bräuche aus dem Steigerwald als immaterielles Kulturerbe, FT vom 14.3.18; München - Von der traditionellen Dörrobstherstellung im Steigerwald bis zum handwerklich gebrautem Bier aus der Oberpfalz: Zwölf lebendige Traditionen, Bräuche und Handwerkstechniken werden in diesem Jahr neu in das bayerische Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Das gab Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) bekannt. Wir gratulieren!
  • Umfrage - Mehrheit der Bayern ist für dritten Nationalpark, SZ vom 12.3.18; Knapp zwei Drittel der Bevölkerung in Bayern sind für einen dritten Nationalpark im Freistaat. Unter den CSU-Wählern sind es sogar 67 Prozent. Das hat eine repräsentative Umfrage ergeben, die der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der Bund Naturschutz (BN) bei dem Meinungsforschungsinstitut Emnid in Auftrag gegeben haben. Die beiden Verbände haben deshalb den designierten Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) aufgefordert, den Beschluss der Staatsregierung von 2016 umzusetzen und rasch einen dritten Nationalpark einzurichten. SPD und Grüne schlossen sich der Forderung an.... Landesweit liegt die Zustimmung bei 64 Prozent. Mit 70 und 67 Prozent ist sie in Oberbayern und Schwaben am höchsten. Am geringsten fiel sie in der Oberpfalz (55 Prozent) und in Niederbayern (50 Prozent) aus. In Franken, wo es in der Vergangenheit lokale Proteste erst gegen einen Nationalpark im Steigerwald, dann gegen einen im Spessart und derzeit gegen einen in der Rhön gibt, ist die Zustimmung hoch. 66 Prozent der Mittelfranken, 61 Prozent der Oberfranken und 60 Prozent der Unterfranken befürworten einen dritten Nationalpark im Freistaat.
  • Umfrage in Bayern: Mehrheit für dritten Nationalpark, Die Welt vom 12.3.18: ....Auch SPD-Umweltpolitiker Florian von Brunn forderte die Regierung auf, an einem dritten Nationalpark festzuhalten. «Es kann nicht sein, dass der zukünftige Ministerpräsident wegen des Geschreis einiger CSU-Abgeordneter wirtschaftliche Einzelinteressen über den Naturschutz stellt und damit ein Versprechen der bisherigen Staatsregierung bricht», sagte Brunn. Die Grünen-Landtagsfraktionschefin Katharina Schulze rief Söder auf, den Weg für das Projekt frei zu machen. Das Thema Nationalpark sei nun lange rauf und runter diskutiert worden. Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger dagegen betonte, dass «die 15 Millionen Euro», die ein Nationalpark jährlich koste, lieber in viele dezentrale Naturschutzprojekte in ganz Bayern investiert werden sollten. «Ich sehe keine Gebietskulisse, die für einen weiteren Nationalpark mit 10 000 Hektar Größe geeignet wäre.
  • Gefährlich und rückständig, Mainpost vom 12.3.18; Leserbrief; Während ganz Deutschland versucht, sich auf die Zukunft vorzubereiten und zumindest offiziell ein "Weiter so" ausgeschlossen wird, muss die Welt der bayerischen Landwirte so bleiben, wie sie ist; komme was wolle. Nitrat im Grundwasser? Egal. Nötige Stromleitungen für Ökostrom aus dem Norden? Nicht mit uns! Naturschutz durch einen dritten Nationalpark? Bloß nicht!
  • Im Iran faszinierende Bäume erlebt, FT vom 6.3.18; FORSCHUNGSREISEBERICHT  Forstamtsleiter Hans Stark entführte seine Zuhörer im Umweltbildungszentrum in Oberschleichach in einen eindrucksvollen Buchen-Urwald. Hans Stark entführte seine Zuhörer im Umweltbildungszentrum in Oberschleichach in einen eindrucksvollen Buchenurwald am Kaspischen Meer

Februar 2018

  • Kreistag will die Spaltung überwinden, FT vom 27.2.18; Ein paar Mal flammten die alten Argumente auf, die die Diskussion um die Zukunft des Steigerwaldes angeheizt haben. Aber weitgehend bemühten sich sämtliche Kreisräte am Montagnachmittag um Sachlichkeit und unterstrichen das Bemühen, im Ringen um die Weiterentwicklung des Steigerwaldes einen Konsens anzustreben. Die Zukunft der Region südlich der Mainlinie stand im Blickpunkt der Sitzung des Kreistages Haßberge, der im Landratsamt in Haßfurt tagte... Zum Beispiel, dass aktuell eine Untersuchung im Gange ist, die Auskunft darüber geben soll, ob sich der Steigerwald für ein Biosphärenreservat (wie etwa die Rhön) eignet. Ein Büro in Österreich arbeitet daran; erste Ergebnisse sollen in der zweiten Jahreshälfte 2018 vorliegen.
  • Neustart für den Steigerwald MP vom 26.2.18; Seit zehn Jahren stehen sich im Steigerwald Nationalparkgegner und -befürworter unversöhnlich gegenüber. „Das ist nicht gut für die Region“, sagte am Montag der Landtagsabgeordnete Steffen Vogel (CSU) im Kreistag Haßberge und erntete damit keinerlei Widerspruch. Was die Möglichkeiten des Schutzes und der Inwertsetzung des nördlichen Steigerwaldes anbelangt, wagt der Landkreis Haßberge deshalb nun einen Neustart. Zumindest wenn es nach dem Kreistag geht.... Für Landrat Wilhelm Schneider (CSU) ist es höchste Zeit, endlich Kompromisse zu finden. „Wir wollen den Steigerwald gemeinsam weiterentwickeln“, schrieb er seinen Lokalpolitikern hinter die Ohren, jetzt ideologiefrei nach Lösungen zu suchen, die auch umsetzbar sind.... Wie Veronika Jägler vom Regionalmanagement ausführte, verfolgt der Landkreis stattdessen zwei kleinere Ideen: Der Marswaldspielplatz zwischen Oberschleichach und Zell, er ist Eigentum der Bayerischen Staatsforsten, könnte sich in nicht allzu ferner Zukunft in ein keltisches Dorf verwandeln und seine mit einfachen spielerischen und pädagogisch aufgearbeiteten Elementen in diese frühgeschichtliche Zeit zurückversetzen, zumal keltische Hügelgräber in der Nähe liegen und der überregional bekannte Keltenerlebnisweg hier vorbeiführt. Und für Koppenwind zeichnet sich ein „Leuchtturm“ mit einem Informationszentrum Ländlicher Raum, einem Wildgehege mit Wolf, Bär und vielleicht Wisent, einem Baumdorf mit Übernachtungsmöglichkeiten und einem Erlebnisspielplatz mit Streichelzoo ab.
  • Kampf um Nationalpark , MP vom 26.2.18; Der Verein Nationalpark Nordsteigerwald fordert, anhand einer Machbarkeitsstudie zu prüfen, welche Auswirkungen die Schaffung eines Nationalparks im Steigerwald auf die ländliche Region hätte, wie es in einer Pressemitteilung von Vertretern des Vereins heißt.
  • Kreistag Haßberge will Spaltung im Steigerwald überwinden, InFranken vom 26.2.18; Landrat Wilhelm Schneider (CSU) machte zu Beginn der Sitzung klar, dass über das Thema Steigerwald in dieser Sitzung des Kreistages nur informiert und diskutiert und kein Beschluss gefasst werden sollte. Würde es eine Beratung und Abstimmung über die eingereichten Anträge geben, dann befürchtete er, dass die Gräben, die ohnehin bestehen, noch tiefer aufgerissen werden würden. Egal wie ein Beschluss aussehen würde, könnte es neue Wunden geben, sagte er. Schneider schlug vor, die Sitzung zur Information und zum Austausch zu nutzen. Später solle in der Runde der Fraktionsvorsitzenden nach einer Lösung gesucht und dann das Thema erneut im Kreistag behandelt werden.
  • Söder begräbt Nationalpark, FT vom 26.2.18;  Seit knapp zwei Jahren wird sondiert: Wo könnte man das von Seehofer gewünschte Großschutzgebiet unterbringen? Der designierte Ministerpräsident hat sich wohl entschieden.
  • Markus, setz’ aufs richtige Pferd!, FT Leserbrief Rebhahn vom 24.2.18; Zum Thema Nationalpark „Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass der Nationalpark hier noch so ein großes Thema ist“, staunte Heimatminister Söder, als er in Zeil auf hundert Demonstranten vom Verein der Nationalparkbefürworter traf. Na also Markus, hast’ wohl deine eigenen Landsleute a weng unterschätzt! Die haben sich das in den Kopf gesetzt, die geben so schnell nicht nach.
  • Grüne Erfolge, grüne Niederlagen, MP vom 22.2.18; Der BN fordere die bayerische Staatsregierung auf, die „geplante Demontage des LEP“ nicht zu beschließen.... Dritter Nationalpark? BN hält am Steigerwald fest... Aufgegeben hat der BN das Thema nicht: „Wir halten am Steigerwald fest“, sagt Mergner. Er hoffe, dass Markus Söder, der sich zuletzt besonders zur Rhön skeptisch äußerte, in seiner Regierungserklärung „den Prozess nicht stoppt“ und dass „nach der Landtagswahl ein qualifizierter Suchprozess beginnt“... Was den BN 2017 freute .. . dass die 2016 von der Stadt Aschaffenburg im Obernauer Mainbogen geplante Ausweisung eines 40 Hektar großen Gewerbegebietes nach heftigen Protesten gestoppt wurde: Im neuen Flächennutzungsplan ist das Gebiet, Lebensraum seltener Arten und zugleich Naherholungsgebiet, nicht mehr enthalten.
  • Relikte aus dem finsteren Mittelalter, Leserbrief Lauper, FT vom 19.2.18; Zum Thema „Holzrechte haben absolut nichts mit dem Nationalpark Steigerwald zu tun“Es klingt wie ein schlechter Faschingsscherz: Gratis-Holz aus dem Steigerwald, Gemeinden aus dem Steigerwald wollen die gelebten Holzrechte-Traditionen als immaterielles Unesco-Kulturerbe prädikatisieren lassen und haben einen entsprechenden Antrag gestellt.... Vielmehr drängt sich der Eindruck auf, dass Nationalparkgegner gemerkt haben, wie einfach es ist, mit der Argumentation „Holzrechte“ ein für die Menschen und die Natur wichtiges Großschutzgebiet zu verhindern. Dabei gibt es im geplanten nördlichen Nationalparkgebiet Steigerwald gar keine Holzrechte, weil es sich ausschließlich um Wald unserer aller Bayerischer Staatforsten handelt... 300 Jahre lang waren wir in Franken Weltmeister bei den Hexenverfolgungen mit foltern nach den Grundsätzen des „Hexenhammers“. Hoffentlich kommt bei dieser langen Tradition niemand darauf und hält den Hexenhammer als Kulturerbe für schutzwürdig. Wir sollten die Holzrechte als das qualifizieren, was sie sind: Relikte aus dem finsteren Mittelalter.
  • Heimat ist ein seelischer Anker“, FT vom 16.2.18; Landfrauentag  Gastredner in der Hallstadter Bettelseehalle war Markus Söder. Er füllte das Tagesmotto mit Schlagworten von Abendland bis Palliativstation...Schnell fügte Söder noch ein, dass „Deutschland eine stabile Regierung braucht, unser Land hat es verdient“. Da war er schon bei seiner „Zurückhaltung beim Nationalpark Steigerwald“, beim „Flächen schonenden Arbeiten“, beim Breitbandausbau oder bei fehlendem Wohnraum. Und nebenbei ließ der Redner wissen, dass „nicht zentral in München entschieden werden muss, was im Landkreis Bamberg geschieht“.
  • Steigerwald im Kreistag, FT vom 14.2.18; Haßfurt/Kreis Haßberge - Das Thema Steigerwald steht im Mittelpunkt der nächsten Sitzung des Kreistags Haßberge. Das höchste Organ des Landkreises tagt am Montag, 26. Februar, ab 14 Uhr im Landratsamt in Haßfurt
  • Nationalpark-Nordsteigerwald e.V. demonstrierte bei Söder-Besuch, Der Neue Wiesentbote vom 5.2.18; Die Übergabe der Petition „Faire Chance für den Steigerwald“ war dem Heimatminister und künftigem Ministerpräsident schon vorher angekündigt worden. Die Übergabe der Unterschriften wurde dann jedoch von Söder ignoriert. Immerhin eine Petition mit Unterschriften von ca. 7500 Befürwortern, größtenteils aus der Region. Leider suchte Söder nicht den Dialog, sondern brach zur Veranstaltung in die Halle auf.
  •  „Eine Frage der Identität“, MP vom 2.2.18; Hohen Besuch gab es am Donnerstag beim Landfrauentag in der Tuchangerhalle in Zeil: Bayerns Finanz- und Heimatminister Markus Söder hielt dort eine Rede mit dem Titel „Das ist Heimat“. Die größte Aufmerksamkeit bekamen beim Besuch des designierten Ministerpräsidenten aber zwei andere Themen: Der Streit um die Schaffung eines Nationalparks im Steigerwald sowie die Frage nach Söders Kostüm in der Fernsehsendung „Fastnacht in Franken“.  In der Nationalpark-Frage demonstrierten beide Parteien vor der Halle, Söder erteilte einer erneuten Prüfung allerdings eine klare Absage (wir berichteten).... „Wir wollen die Natur stärken“, sagte er zur Nationalpark-Frage, sein Weg heiße aber „Förderung statt Verbot“.
  • Unerwartetes Machtwort, Streiflicht, MP Has vom 2.2.18; Die Lösung dürfte nämlich auch trotz eines solchen „Machtwortes“ noch nicht gefunden sein. Womit wir wieder bei Landrat Schneider wären. Sollte es bei allen Differenzen nicht vielleicht doch möglich sein, einen Kompromiss zu finden? Immerhin scheinen sich doch auch in Berlin die Koalitionspartner nähergekommen zu sein. Und Wilhelm Schneider hat sich in der Diskussion bislang so diplomatisch eine Parteinahme verkniffen, dass man über sein Angebot, als Vermittler tätig zu werden, getrost einmal nachdenken könnte.
  • Dritter Nationalpark liegt auf Eis, FT_6.2.18; München - Die Zeichen, dass der Auswahlprozess für einen möglichen dritten Nationalpark in Bayern seinem Ende entgegengeht, verdichten sich. So wollte Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) eigentlich am Freitag mit Gegnern wie Befürwortern in Ingolstadt über ein Großschutzgebiet in den Donau-Auen diskutieren. Doch dieses Treffen wurde abgesagt. „Man darf diese Situation nicht überbewerten“, wiegelt Scharfs Sprecher Thomas Marzahn zwar ab. Der designierte Ministerpräsident Markus Söder habe aber eine Grundsatzentscheidung angekündigt: „Diese Entscheidung gilt es nun abzuwarten“, so Marzahn. Dazu auch der Artikel Mainpost, Henry Stern, siehe Anhang
  • Söder soll sich zu drittem Nationalpark bekennen, SZ vom 2.2.18; Der Bund Naturschutz (BN) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV) haben den designierten Ministerpräsident Markus Söder aufgefordert, sich klar zu einem dritten Nationalpark in Bayern zu bekennen. "Der Beschluss für den dritten Nationalpark war eine einstimmige Entscheidung des Kabinetts, auch Söder hat ihn befürwortet", sagt LBV-Chef Norbert Schäffer. "Das Auswahlverfahren darf nicht in Frage gestellt werden." Der BN-Landesbeauftragte Richard Mergner sagt: "Die übergroße Mehrheit der Bevölkerung will den dritten Nationalpark, der Auswahlprozess muss wie geplant abgeschlossen werden."
  • Steigerwald bleibt außen vor, FT vom 2.2.18; Nationalpark-Gegner und -Befürworter nutzten den Besuch des designierten Ministerpräsidenten in Zeil. Löste Markus Söder im Lager von „Unser Steigerwald“ Erleichterung aus, so trafen ihn umgekehrt enttäuschte Buh-Rufe
  • Gemeinsamen Spaziergang vereinbart, MP vom 1.2.18; Nach diesem Urteil dürfte der Forstbetrieb Ebrach, zu dem das umstrittene Gebiet gehört, den Wald dort wieder ganz normal weiterbewirtschaften. Ob er das tun wird, war die Frage an Martin Neumeyer, Vorstandsvorsitzender der bayerischen Staatsforsten, und Forstbetriebsleiter Ulrich Mergner. Am Rande des Leitungswechsels am Baumwipfelpfad erklärte Neumeyer am Dienstag, man habe ein dreistündiges Gespräch mit dem Bund Naturschutz geführt, bei dem auch dessen Vorsitzender Hubert Weiger zugegen war. Dabei habe man vereinbart, im Frühjahr eine gemeinsame Wanderung durch das umstrittene Gebiet zu unternehmen. Dann soll besprochen werden, wie der Wald in Zukunft behandelt wird. „Ich will das nicht im Streit lösen, sondern auf einer gemeinsamen fachlichen Grundlage“, sagt Neumeyer. Auf dem Spaziergang werde man die Bäume anschauen und vielleicht zu einer gemeinsamen Einschätzung kommen, ob sie stehen bleiben können.Anmerkung: es geht nicht um einen Handel, welche Bäume stehen bleiben! Der BN fordert weiterhin die Ausweisung eines Schutzgebietes

Januar 2018

  • CSU-Initiative gegen neue Stellen im Naturschutz, LBV vom 30.1.18;  Abstimmung am Mittwoch im Landtag – LBV befürchtet schweren Schlag gegen den Naturschutz in Bayern Im Nachtragshaushalt 2018 hatte das bayerische Kabinett bereits acht neue Stellen für die unteren Naturschutzbehörden in Bayern bewilligt, doch diese sollen nun wieder gestrichen werden. Auslöser ist ein unbegründeter Antrag mehrerer CSU-Abgeordneter.
  • Ein Licht in den Wäldern, Bayerische Staatszeitung vom 30.1.18; Das mit Bernhard von Clairvaux eng verbundene Kloster Ebrach und die Kulturlandschaften der Zisterzienser in Franken:  ..... Diese Gebiete zählen heute zu den bedeutendsten Buchenwäldern Mitteleuropas. Der Waldabschnitt „Kleinengelein“ etwa – seine genaue Lage am Rande der Ebracher Besitzungen wurde früher gerne verheimlicht – sei nach Aussagen eines Fachmanns der „Bamberger Dom der Forstwissenschaft“. Auch jener erhebt sich ja auf einer Steigerwaldterrasse. Heute bedürfen der Wald ebenso wie der Dom des höchsten Schutzes durch den Staat. Hoffentlich dauert es keine Jahrhunderte mehr, bis man die Region als Nationalpark ausweist. Das Zusammenwirken von Natur und Kulturgeschichte ist dort einzigartig.
  • Sendung Quer vom 25.1.18: Steht der dritte Nationalpark vor dem Aus? Monatelang haben sie demonstriert, nun schöpfen die Nationalparkgegner neue Hoffnung: Der designierte Ministerpräsident Markus Söder hat sich "skeptisch" zu den Plänen geäußert, in der Rhön oder in den Donau-Auen einen dritten Nationalpark zu realisieren: Der Steigerwald ist das am besten geeignete Gebiet.
  • Der Frust der Naturschützer, SZ vom 25.1.18; Der Wille zu einem dritten Nationalpark in Bayern ist bei Ministerin Ulrike Scharf und auch den Umweltverbänden ungebrochen. Doch mit dem designierten Ministerpräsidenten Markus Söder wird das kein Spaß. Und so geben nicht wenige die Schlacht bereits verloren.... Einige wenige indes sehen nicht ganz so schwarz. Sie spekulieren, selbst wenn Söder den aktuellen Nationalparkplänen eine Abfuhr erteilt, werde er auf mittlere Sicht nicht darum herumkommen, einen einzurichten. Denn Söder, der wie kaum einer in der CSU eine Nase für Stimmungen in der Bevölkerung hat, wisse genau, dass er und seine Partei ohne Anstrengungen im Naturschutz auf Dauer selbst bei ganz strammen CSU-Wählern nicht mehr punkten können wie einst. Wenn Söder also vor der Landtagswahl die bisherige Nationalpark-Debatte abräume, werde er in nicht allzu ferner Zukunft Pläne für einen anderen aus der Tasche ziehen müssen. Und das sei dann womöglich wieder ein Nationalpark im Steigerwald, wie er schon vor mehr als zehn Jahren am Anfang der Debatte stand. Bisher scheiterte er am Widerstand der Region. Der aber ist längst nicht mehr so scharf wie einst.
  • WWF–Ehrenpräsident Drenckhahn: CSU hat Resignation „geplant“, MP vom 23.1.18; Prof. Detlev Drenckhahn: Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass ein Kabinettsbeschluss der CSU-Landesregierung so wenig wert ist und von den eigenen Leuten so massiv unterlaufen wird. Ich bin enttäuscht, weil man von der CSU, die einmal Vorreiter bei den Nationalparkgründungen im Bayerischen Wald und bei Berchtesgaden war, künftig kaum noch etwas für den Naturschutz erwarten kann. Sie könnte für viele wertekonservative Anhänger aus dem Naturschutz keine Option mehr sein. Absolute Mehrheiten und selbstherrliches politisches Handeln sind Gift für die Natur.
  • Leitartikel: Dritter Nationalpark in der Sackgasse, MP München vom 19.1.18; Man muss kein Kaffeesatzleser sein, um nach den jüngsten Äußerungen des künftigen Ministerpräsidenten Markus Söder zu dem Schluss zu kommen: Die Idee, einen dritten Nationalpark in Bayern zu gründen, steht endgültig vor dem Aus. Offen bleiben wohl lediglich noch der genaue Zeitpunkt und die Umstände des offiziellen Endes.
  • Söder ist skeptisch ob „dieser Nationalparksidee“, MP vom 19.1.18; Einen dritten Nationalpark in Bayern wird es wohl so schnell nicht geben – schon gar nicht in der Rhön. Der Auftritt des designierten bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder in Bad Kissingen lässt keine andere Interpretation zu als diese: Spätestens wenn der Kronprinz das Zepter von Horst Seehofer übernommen hat, wird er das konfliktbeladene Thema beerdigen. Am Rande des CSU-Neujahrsempfangs klang das so: Das Thema Nationalpark „kann man nicht ewig hinziehen. So etwas verschleppt man nicht, so etwas entscheidet man, weil das die Leute irgendwann verrückt macht“.
  • Söders Plan, SZ vom 19.1.18; Natur und Schöpfung: ...Im Streit um einen dritten Nationalpark hat Söder angekündigt, bis zum Sommer Klarheit zu schaffen. Aufgrund der regionalen Widerstände wird in der CSU damit gerechnet, dass eine Umsetzung nicht zustande kommt.
  • Aus für den Nationalpark in der Rhön?, MP vom 19.1.18; Unter den Gegnern eines Nationalparks in der Rhön hat Markus Söder am Donnerstagabend viele Freunde gewonnen. Am Rande eines Neujahrsempfangs von CSU und JU in Bad Kissingen erklärte der bayerische Finanz- und Heimatminister und designierte Ministerpräsident, er sei „skeptisch“ in Bezug auf einen Nationalpark. Eine Entscheidung kündigte er für die nächsten eineinhalb bis zwei Monate an. Man dürfe die Menschen damit nicht zu lange hinhalten. Ob es zu einem dritten Nationalpark in Bayern kommt, dürfe zudem nicht gegen den Willen der Menschen entschieden werden. Aus Söders Sicht ist der Wille der Betroffenen dabei „prioritär“. Rede Söder zu den Demonstranten: youtube
  • Söder bekommt Besuch von Nationalparkgegnern; MP vom 17.1.18;  Beim Neujahrsempfang von CSU und JU mit Finanzminister Markus Söder herrscht großer Andrang. Im Saal und auch davor. Nationalparkgegner haben sich zu einer Demo angesagt... Vor der Veranstaltung wird es zudem eine Begegnung Söders mit Gegnern des Projekts Nationalpark Rhön geben. Wie Erwin Kruczek, der stellvertretende Vorsitzende der Vereinigung Unsere Rhön, auf Nachfrage bestätigte, wollen die Nationalparkgegner vor Ort zeigen, „dass es in der Rhön erheblichen Widerstand gegen die Planung eines Nationalparks“ gibt.
  • Herbe Läden-Verluste für Ebrach; MP vom 16.1.18; Während Ebrach auf der einen Seite in touristischer Hinsicht stark vom Baumwipfelpfad und seit der Renovierung des Kaisersaals wieder in vollem Umfang vom Ebracher Musiksommer profitiert, schwimmen dem Marktflecken in Sachen Nahversorgung derzeit die Felle etwas davon. Mit der Metzgerei Mayer hat zum Jahresende der letzte örtliche Metzger geschlossen. Das letzte Lebensmittelgeschäft folgt am Ende des Monats Januar. Der Ausverkauf ist dort am Rathausplatz in vollem Gange.
  • Kulturerbe teilen lautet die Devise, MP vom 11.1.18; ....Gelungenes Auftakttreffen in Bamberg.„Mit dem Auftakttreffen konnten wir unseren internationalen Partner und auch die Regionalmanager und Touristiker der beteiligten Landkreise in Franken und der Oberpfalz an einen Tisch bringen und erste Arbeitsschritte definieren.... Ab Juni 2018 sollen mehrsprachige Ausstellungen, Exkursionen, Wanderwege und Führungen das kulturelle Erbe in der Landschaft für alle Generationen erlebbar machen... Eine Internetpräsenz auf der gemeinsamen europäischen Seite „Sharing Heritage“ informiert über den Reichtum der Klosterlandschaften sowie im kommenden Jahr über die lokalen Angebote und Veranstaltungen des fränkischen Projekts zum europäischen Kulturerbe.
  • Bund Naturschutz: Werben für den Nationalpark , MP München vom 8.1.18; Der Bund Naturschutz (BN) hofft bei der Suche nach einem Standort für einen dritten Nationalpark auf die Rückendeckung des künftigen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU): „Wir erwarten, dass Söder die Nationalpark-Suche uneingeschränkt fortführt und wie angekündigt noch vor der Landtagswahl im Herbst eine Grundsatzentscheidung zum Standort getroffen wird“, sagte der BN-Landeschef Hubert Weiger in München.... Die Versiegelung der Landschaft sei derzeit „das größte ungelöste Umweltproblem in Bayern“, findet Weiger. Der BN will deshalb in den nächsten Wochen entscheiden, ob er das von den Grünen auf den Weg gebrachte Volksbegehren gegen den Flächenverbrauch aktiv unterstützen wird. ...Die CSU und ihren neuen starken Mann sieht der BN bei diesem Thema auf dem komplett falschen Weg: „Söder hat offenbar die Vision aus Bayern eine einzige Metropolregion zu machen und das Land den Spekulanten zu öffnen“, kritisierte Weiger. Dennoch setzen die Naturschützer durchaus auch Hoffnungen in Söder. In der Vergangenheit habe er sich als durchaus sensibel für gesellschaftliche Entwicklungen gezeigt: „Die Zukunft des Umweltschutzes in Bayern hängt deshalb vor allem vom Druck aus der Bevölkerung ab.“