Viele dicke Buchen gefällt - BN fordert besseren Schutz des fränkischen Naturschatzes, Januar 2026
Dicke, alte Buchen sind wertvolle Lebensräume für viele Arten und große Kohlenstoffspeicher. Fällungen in der Abteilung Steinkreuz, "Hoher Buchener Wald", Dez. 2025. Foto: Ulla Reck Die meisten dicken Buchen werden Zug um Zug gefällt. Damit wird verhindert, dass ein ökologisch wertvoller alter Wald aus Bäumen über 180 Jahren entsteht. Foto Einschlag in der Abteilung Steinkreuz im "Hohen Buchenen Wald", Dez. 2025. Foto: Ulla Reck Holzeinschlag in der Abteilung Mühlrangen bei Ebrach, Dez. 2025. Lücken im schützenden Kronendach öffnen die Prforten für Hitze und Dürre, das Waldinnenklima wird gestört. Foto: Günther Oltsch Im wertvollsten Staatswald Bayerns werden weiter dicke Buchen gefällt. Ihr Fehlen reißt große Löcher ins schützende Kronendach und in den fränkischen Naturschatz. Einschlag am Steinknock bei Fabrikschleichach, Dez. 2025. Foto: Ulla Reck Tonnenschwere Holzerntemaschinen verdichten den Boden auf breiten Schneisen, die den Wald durchziehen (Rückegassen). Wasserspeicher und Bodenlebewesen werden geschädigt. Ein dichtes Netz verdichteter Maschinenwege durchzieht die Bayerischen Staatsforsten: Bodenschäden auf einer Fläche von 15-20 %. Foto: BN Bodenschäden durch maschinelle Holzrückung am Geiersberg, Winter 2024/ 25. Hier kann das Wasser nicht mehr gut versickern und wird bei Starkregen schnell aus dem Wald geleitet. Foto: BN Auch Biotopbäume und Totholz werden entnommen. Foto: BN
In den Staatswäldern im Steigerwald wurden zuletzt wieder viele dicke Bäume gefällt. Anstatt die wertvollen Bäume zu schützen, setzt die Staatsregierung auf die Einnahmen aus dem Holzverkauf. Der BUND Naturschutz appelliert an die Bayerische Staatsregierung, den Holzeinschlag im Steigerwald zurückzufahren, die alten Bäume vollständig zu erhalten und Frankens Naturerbe besser zu schützen – am besten durch einen Nationalpark.