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Pro Steigerwald Nationalpark

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Pressemitteilungen und Pressemeldungen

Aktuelle Infos zum Nationalpark Steigerwald

Presse 2021

September 2021

  • Stellungnahme des Vereins Nationalpark Steigerwald e.V zu einer Veröffentlichung der Nationalparkgegner „Unser Steigerwald“, Der Neue Wiesentbote vom 21.9.21; „Manipulative Meinungsumfrage zur Akzeptanz der Bevölkerung eines Nationalparks im Steigerwald“ – „Umfragen sind nicht vergleichbar“; Haben die Einwohner aus den Städten Bamberg und Schweinfurt nicht das Recht darauf, darüber befragt zu werden, ob sie gerne einen Nationalpark Steigerwald vor ihrer Haustüre auf einem Teil-Areal des Staatsforstbetriebes Ebrach hätten?... Ein Befragter, der die Fragen mit stenographiert hat, hat dem Verein Nationalpark Steigerwald e. V. die Fragen zugeleitet und zugestimmt, dass das Mitgeschriebene veröffentlicht wird. „Jetzt kann jeder Leser sich sein eigenes Bild machen“, betont Löffler.
  • Hier der Link zu den protokollierten Fragen der Umfrage von "Unser Steigerwald" auf der Homepage des „Verein Nationalpark Steigerwald e.V.“
  • Verein Nationalpark Steigerwald e.V. zur Bundestagswahl, Der Neue Wiesentbote vom 20.9.21; Pressemitteilung veröffentlicht von Redaktion am 20. September 2021;  Der Verein Nationalpark Steigerwald e.V. hat die Kandidaten der Parteien für den Bundestag über ihre Einstellung zur Errichtung eines Nationalparks Steigerwald befragt und viel positive Resonanz erhalten.
  • „Interesse am Nationalpark ist groß“, FT vom 17.9.21; Ebrach – Zu einer Sternfahrt mit sachkundigen Einblicken in den Steigerwald lud der Verein Nationalpark Steigerwald ein. Der Erste Vorsitzende, Liebhard Löffler, freute sich, dass die meisten der 300 Teilnehmer bei bestem Wetter mit dem Fahrrad gekommen waren.
  • Nationalpark: zwei Umfragen mit unterschiedlichen Ergebnissen, MP vom 16.9.21; Der Verein "Nationalpark Steigerwald" und Bündnis 90/Die Grünen" hatten am Anfang des Jahres eine von ihnen in Auftrag gegebene Umfrage veröffentlicht, wonach 75 Prozent der Befragten einen Nationalpark im Steigerwald "sehr gut" oder "eher gut" finden. Nun hat auch der Verein "Unser Steigerwald", in dem sich die Gegner eines Nationalparks formiert haben, eine Umfrage durchführen lassen. Das Ergebnis dieser neuen Erhebung: Nur 27 Prozent der Befragten sind für einen Nationalpark.... Die aktuelle Umfrage von "Unser Steigerwald" wurde vom Institut ForschungsWerk aus Nürnberg durchgeführt. Man habe dabei, so erklärt es Ebert, bewusst darauf verzichtet, auch Bürgerinnen und Bürger aus den Städten Schweinfurt und Bamberg zu befragen, sondern sich nur auf die Bevölkerung konzentriert, die im und am Nordsteigerwald wohnt. 500 Personen wurden abgefragt, aus der Region um Eltmann, Sand, Zeil, Gerolzhofen bis Ebrach und Burgebrach. Damit seien beide Umfragen hinsichtlich der Bevölkerung in den Landkreisgemeinden von den Teilnehmerzahlen her vergleichbar, so Ebert.... Bei 69 Prozent stößt der Wegfall von regionalem Brennholz auf Ablehnung, gerade zehn Prozent finden das gut. 40 Prozent finden es nicht gut, dass in einem Nationalpark durch verrottendes Holz Kohlendioxid in die Atmosphäre entweicht...
  • Neuerliche Umfrage: 40 Prozent lehnen Nationalpark im Steigerwald ab, FT vom 16.9.21; Ebrach — Eine große Anzahl Bürger lehnt die Ausweisung eines Nationalparks im Steigerwald ab. Das bestätigt jetzt eine vom Verein Unser Steigerwald e.V. in Auftrag gegebene Umfrage in der Region nördlicher Steigerwald. Durchgeführt wurde sie im Juni durch das Institut ForschungsWerk GmbH, Nürnberg.

August 2021

  • Das Bundesamt für Naturschutz stellte am 21. Juli aktuelle Daten zur Naturwaldentwicklung in Deutschland vor. Die Ergebnisse sind ernüchternd: das für 2020 angestrebte Ziel, dass 5 Prozent der deutschen Wälder Naturwald werden sollen, wird mit 3,1 Prozent deutlich verfehlt. Der BUND Naturschutz kritisiert dabei, dass für dieses wichtige Waldnaturschutzziel keine ausreichende fachliche Grundlage oder kein abgestimmtes Konzept vorliegt, welche Flächen denn aus welchen Gründen Naturwald werden sollen. Bislang kommt es nur darauf an, welche Flächen die Forstseite meldet. So werden sogar Kleinstflächen ab 0,3 Hektar akzeptiert, obwohl man dort nicht von einer natürlichen Waldentwicklung sprechen kann, wenn z.B. der umgebende Wald abgenutzt wird. Die Folge ist in der Praxis, dass vor allem derartige Kleinstflächen „geschützt“ werden: in Bayern sind über 75 % der Naturwälder unter 5 Hektar groß. Große, naturschutzfachliche wertvolle Waldgebiete werden bislang nicht geschützt. Deshalb fordern wir, zeitnah einen Nationalpark Steigerwald als dritten Nationalpark in Bayern.
  • Das Weltnaturerbe Buchenwälder erhält Zuwachs - Die größte serielle Welterbestätte wird noch größer: Das Unesco-Welterbe "Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas" wird um 6 weitere Vertragsstaaten erweitert: Die UNESCO-Welterbestätte "Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas" wird um sechs weitere Staaten (Bosnien und Herzegowina, Frankreich, Nordmazedonien, Polen, Schweiz und Tschechien) erweitert. Mit dieser Erweiterung werden 15 neue Schutzgebiete in die Buchenwaldfamilie aufgenommen und weitere wertvolle Waldgebiete in anderen Ländern könnten folgen.... Somit entsteht die größte serielle Welterbe-Stätte weltweit. Mit 94 Stätten in 18 Ländern ist sie die einzige Welterbestätte weltweit, die so viele Teilbereiche miteinander verbindet. Sie umfasst Gebiete in Albanien, Österreich, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Frankreich, Deutschland, Italien, Kroatien, Tschechien, Nordmazedonien, Polen, Rumänien, der Slowakischen Republik, Slowenien, Spanien, der Schweiz und der Ukraine. Anmerkung: seit 2011 wären auch die Buchenwälder im Steigerwald Weltnaturerbe, hätte die Bayerische Staatsregierung ein nutzungsfreies Schutzgebiet zumindest zugelassen und sich für den Schutz der heimischen Buchenwälder eingesetzt!
  • Zwei alte Schweizer Buchenwälder werden UNESCO-Welterbe
  • 10 Jahre Weltnaturerbe Buchenwälder: DLF, Juni 2021: Buchenwälder bedeckten einst weite Teile Europas, heute sind sie weitgehend verschwunden. Am 25. Juni 2011 erklärte die UNESCO Europas „Alte Buchenwälder“ zu Weltnaturerbe-Stätten, darunter auch fünf der letzten „Urwälder“ in Deutschland. Akut gefährdet sind sie dennoch.
    Gratulanten finden Sie hier auf der Seite des Weltnaturerbes Buchenwälder
  • SPD-Fraktionschef fordert Machbarkeitsstudie für Nationalpark, MP vom 4.8.21; Im Rahmen seiner Sommerreise #BAYeuchTour hat der Vorsitzende der BayernSPD-Landtagsfraktion Florian von Brunn im Steigerwald seine Forderung nach einer Machbarkeitsstudie bekräftigt. In einem Gespräch und bei einem kurzen Spaziergang durch den Steigerwald mit Vertreterinnen und Vertretern des Vereins Nationalpark Steigerwald und zwei SPD-Bundestagsabgeordneten konnte sich von Brunn von den wertvollen Buchenbeständen überzeugen: "In Bayern fehlt noch ein großes Schutzgebiet für den Laubwald, insbesondere für die Buche. Deswegen wollen wir weiterhin eine Machbarkeitsstudie für einen Nationalpark Steigerwald - als Grundlage für einen sachlichen Dialog." Der Bamberg-Forchheimer Abgeordnete Andreas Schwarz fordert in einer Pressemitteilung einen runden Tisch mit allen Entscheidungsträgerinnnen und Entscheidungsträgern sowie Interessenvertretungen. "Ein Nationalpark ist eine Chance auch für die Region - und genau dafür braucht es jetzt eine objektive Studie."
  • Kleinod vor der Haustüre: SPD Politiker informieren sich über die Vorteile eines Nationalparks im Naturpark Steigerwald, in und um schweinfurt, 4.8.21; STEIGERWALD – Was macht den Nordsteigerwald so wertvoll, dass er Heimat für einen 1. Nationalpark in Franken und das einzige UNESCO Weltnaturerbe in Bayern werden soll? Dieser Frage gehen die SPD Politiker Florian von Brunn Vorsitzender der Landtagsfraktion, Andreas Schwarz MdB und Carsten Träger MdB vor Ort nach. Eingeladen hatte der Verein Nationalpark Steigerwald e.V., der Freundeskreis Nationalpark Steigerwald und der Bund Naturschutz. Der 1. Vorsitzende des Bürgervereins Dr. Liebhard Löffler betonte in seiner Begrüßung, wie wichtig es ist, dass sich die Politik über den einzigartigen Naturschatz im Nordsteigerwald informieren.
  • Liebhard Löffler wieder Vorsitzender des Nationalparkvereins, MP vom 29.7.21; Die Mitgliederversammlung des Vereins Nationalpark Steigerwald hat ihren Vorstand neu gewählt und zeigt dabei Kontinuität. Deutlich wird dies aus einer Pressemitteilung des Vereins.... „Die Attraktivität des Nationalparkvereins ist stark“, freute sich Löffler und betonte, dass der Verein in letzter Zeit einen Mitgliederzuwachs von 1300 auf über 1400 Waldschützer erreicht habe. Die steigende Begeisterung für intakte Wälder spiegle sich auch in einer aktuellen Umfrage wieder, wonach 75 Prozent der Befragten in der Region den Nationalpark im Steigerwald befürworten, so die Mitteilung weiter. Den Einsatz des Nationalparkvereins würdigte der Gastredner Prof. Dr. Thomas Foken Mikrometeorologe und Autor mehrerer Lehrbücher in seinem Referat zum Thema „Klimawandel im Steigerwald“.
  • Verein „Nationalpark Steigerwald e.V.“ hielt Mitgliederversammlung mit Neuwahlen, Der Neue Wiesentbote, 29.7.21; Die Mitgliederversammlung des Vereins Nationalpark Steigerwald e.V. hat ihren Vorstand neu gewählt und zeigt dabei Kontinuität. ...„Die Attraktivität des Nationalparkvereins ist stark“, freut sich Löffler und betont, dass der Verein in letzter Zeit einen Mitgliederzuwachs von 1300 auf über 1400 Waldschützer erreicht habe. Die steigende Begeisterung für intakte Wälder spiegle sich auch in einer aktuellen Umfrage wieder, wonach 75 Prozent der Befragten in der Region den Nationalpark im Steigerwald befürworten.... Den Einsatz des Nationalparkvereins würdigte der Gastredner Prof. Dr. Thomas Foken Mikrometeorologe und Autor mehrerer Lehrbücher in seinem Referat zum Thema „Klimawandel im Steigerwald“. Er schilderte, wie sich in jeder Höhenschicht ein neues Ökosystem befindet und wie sich die Ökosysteme durch den Klimawandel verändern. Sein Fazit: “ Es darf kein „Weiter so“ geben. Unsere Ökosysteme machen nicht mehr mit. Sie sind in Gefahr“. 
  • Staatswald im Steigerwald für Nationalpark geeignet, MP vom 24.6.21; Bei einer gemeinsamen Wanderung im Steigerwald im Bereich Handthal erhielten Grünen-Politiker aus Bamberg, Würzburg und Schweinfurt Informationen aus erster Hand über den geforderten Nationalpark im nördlichen Steigerwald. Das geht aus einer Pressemitteilung des Vereins Nationalpark Steigerwald hervor.... Im Anschluss an den Rundgang einigten sich die Teilnehmer, sich gemeinsam für ein Einschlagmoratorium für Laubbäume im angedachten Nationalparkgebiet einzusetzen. Dem schloss sich MdL Patrick Friedl an. Der Nationalparkverein sehe die Gefahr, dass ansonsten gezielt die älteren Buchen herausgenommen würden und damit der ökologische Wert des Gebiets sinke. Jonas Glüsenkamp, zweiter Bürgermeister der Stadt Bamberg, und Martin Heilig, Bayerns erster Klimabürgermeister aus Würzburg, hätten für diese Initiative ebenso ihre Unterstützung zugesagt, wie auch die Landtagsabgeordnete Ursula Sowa (Bamberg). Als örtlicher Vertreter aus dem Landkreis Schweinfurt nahm Kreisrat Thomas Vizl an der Veranstaltung teil.

Juli 2021

  • Die Fichte geht, die Elsbeere kommt, FT vom 14.7.21; NATURSCHUTZ Die Regenzeit verwischt die Spuren, die der Klimawandel in Franken bereits hinterlassen hat. Das Leiden und Sterben der Bäume ist aber unübersehbar. Ein Umbau braucht Zeit – und neue Arten.... Forstleute wie Hans Stark, der das Forstamt der Universität Würzburg in Sailershausen bei Haßfurt leitet, gehen mit einem weinenden und einem lachenden Auge in den Wald. Weinend, weil die Bäume, weil viele Bäume unübersehbar leiden. Lachend, weil endlich einmal der ersehnte Regen fällt.... Die Klima-Debatte liefert aktuell wieder Argumente: für und auch gegen einen Wald, den man sich selbst überlässt. Dann, so die Überlegung von Naturschützern, würde auf natürliche Art ein Wald entstehen, der mit den Klima- und Standortbedingungen am besten zurecht kommt. Mit einem doppelten Effekt, wie Ralf Straußberger vom Bund Naturschutz (BN) sagt: „Ein junger Urwald bindet sehr viel Kohlendioxid aus der Atmosphäre. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag, um die vom Menschen verursachte Klimaveränderung zu bremsen oder gar zu stoppen.“... Das sieht Willi Rößner, Professor im Ruhestand in Augsburg, ganz anders...Anmerkung: Hinweis auf das Positionspapier des Bundesamtes für Naturschutz, „Wälder im Klimawandel: Steigerung von Anpassungsfähigkeit und Resilienz durch mehr Vielfalt und Heterogenität“, 2020: www.bfn.de/fileadmin/BfN/landwirtschaft/Dokumente/BfN-Positionspapier_Waelder_im_Klimawandel_bf.pdf : „Der  Anteil    von  Wäldern    mit  natürlicher,  ungelenkter  Waldentwicklung sollte schnell  und  signifikant erhöht  und  ihre    Bedeutung  auch  für  Klimaschutz  und  Klimaanpassung  stärker  anerkannt  werden.   Sie unterstützen  natürliche  Anpassungsprozesse  in  Reaktion  auf  den  Klimawandel  und sind notwendig, um das gesamte   Spektrum von an den Wald gebundener Biodiversität zu erhalten.“Hierzu auch jüngste Forschungsergebnisse zu Buchenwäldern: Wissenschaftler der Leuphana Universität Lüneburg haben herausgefunden, dass die Empfindlichkeit für Klimaschwankungen bei Buchen stark von ihrer Bewirtschaftungshistorie abhängt. Die Untersuchungen auf vier Flächen (zwei ökologisch bewirtschaftet, eine seit 20 Jahren nicht bewirtschaftet, eine seit über 50 Jahren nicht bewirtschaftet) im Lübecker Stadtwald haben gezeigt, dass das Durchmesser-Wachstum von Buchen in bewirtschafteten Waldbeständen bei starker Trockenheit deutlich geringer ist als in unbewirtschafteten Beständen. https://naturwald-akademie.org/forschung/studien/bewirtschaftung-macht-buchen-bei-trockenheit-empfindlicher/
  • Alles eine Frage der Umfrage, FT vom 21.7.21; .... Manipulative Umfrage? Noch bevor die Umfrage von „Unser Steigerwald“ veröffentlicht wurde, kommt diesmal scharfe Kritik von der Gegenseite. So berichtet der Verein „Nationalpark Steigerwald“, ihm seien Informationen über eine „aktuelle manipulative Telefon-umfrage der Nationalparkgegner zum Thema Nationalpark Steigerwald“ zugetragen worden. Zum Beispiel habe sich ein Befragter gefragt: „Wie soll man darauf antworten, ob man es gut oder schlecht findet, dass man sich in einem Nationalpark Steigerwald nur auf gekennzeichneten Wegen bewegen darf?“ In den Fragen werde auch die Verfügbarkeit von Sägeholz und Brennholz angesprochen und mit der einleitenden Unterstellung verknüpft, dass der Rohstoff Holz knapp werde. Oder es werde abgefragt, wie man es finde, dass die Ausweisung eines Nationalparks zu vermehrtem CO2-Ausstoß führe. „Wir kritisieren massiv, dass Nationalparkgegner in der Umfrage versuchen, durch Suggestivfragen und Unterstellungen künstlich eine kritische Grundstimmung zum Nationalpark herbeizureden“, sagt Liebhard Löffler, Erster Vorsitzender von „Nationalpark Steigerwald“. Das sei ein Paradebeispiel dafür, wie man eine Umfrage nicht machen sollte, wenn man ein repräsentatives Meinungsbild zu einem bestimmten Thema bekommen wolle. Der Verein verweist darauf, dass es zum Beispiel beim Wegegebot im – mittlerweile abgebrochenen Findungsprozess für einen dritten Nationalpark in Bayern klare Vorgaben der Staatsregierung gegeben habe. Derartige Beschränkung gebe es auch im Nationalpark Berchtesgaden oder Hainich (Thüringen nicht). Auch für den Brennholzbezug gebe es verträgliche Lösungen. Die Aussage zum vermehrten CO2-Ausstoß sei längst widerlegt.
  • Baumpate für eine dicke Buche werden, FT Ba, 6.7.21; Landkreis Bamberg — Zum Tag der Buchenwälder riefen die Kreisgruppen des Bundes Naturschutz (BN) in den Landkreisen Bamberg, Schweinfurt und Haßberge Kommunalpolitiker und Bürger dazu auf, einen Nationalpark zu unterstützen, in dem die Buchenwälder im Steigerwald geschützt werden. „Setzen Sie ein sichtbares Zeichen an die Politik für den notwendigen Schutz und werden Sie ideelle Baumpatin bzw. ideeller Baumpate für eine dicke Buche im ,Hohen Buchenen Wald‘!“, sagte der Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Bamberg, Martin Bücker.
  • Zum "Tag der Franken", der in diesem Jahr nicht wie sonst mit einer großen Festveranstaltung begangen werden kann, kommt die Frankenschau am Sonntag ein bisschen anders als gewohnt daher. ... Neben der Natur steht die Nutzung des Waldes immer wieder in der Diskussion. Seit Jahren wird gestritten, ob im Steigerwald ein Nationalpark entstehen soll. Die Gegner befürchten weniger Holzertrag. Die Befürworter erhoffen sich mehr Schutz für Flora und Fauna....Frankenschau, 4.7.21 gesamt, hier Steigerwald von Minute 4.20 – ca. 9.40
  • Beitrag Naturpark Steigerwald 50 Jahre als Zusammenschnitt, auch mit Martin Mößlein und Fridays for Future

Juni 2021

  • "Waldwanderer" will auf Zustand der Wälder aufmerksam machen, BR 24 vom 30.6.21; ... Seit 113 Tagen ist Klamer unterwegs – momentan in Unterfranken: Den Steigerwald hat der "Waldwanderer" schon durchquert – und zeigt sich im BR-Interview begeistert. Der Steigerwald habe wie kein anderer Wald bisher so viele Laubbäume und vor allem so alte Laubbäume, sagt Klamer: "Das ist was ganz Außergewöhnliches. Da kann man durchaus sagen, dass hier ein Nationalpark angebracht ist."
  • Mir der Waldlegende Dr. Sperber im Steigerwald, Blog Gerald Klamer, 26.6.21
  • Naturschutz im Steigerwald, Blog Gerald Klamer, 25.6.21: Forstbetrieb und Wanderung + Pressetermin mit Freundeskreis und Verein Nationalpark Steigerwald: ... Das Naturschutzkonzept ist also durchaus erfolgreich und sollte meiner Meinung nach von anderen Forstbetrieben übernommen werden. Aber kann es einen Nationalpark ersetzen? Meiner Meinung nach nicht. Auch bei einer noch so schonenden Bewirtschaftung gibt es etliche Effekte, die es in einem Naturwald eben nicht gibt. Das reicht von der Befahrung der Flächen zur Holzernte, über die Menge an Totholz, das nicht besonders hohe Alter, dass die meisten Bäume erreichen, bevor sie geernet werden, bis zum ständigen Entzug von Biomasse die vielleicht von den Zersetzerketten benötigt wird, zu deren optimalen Funktionieren. ... Ich bin ja schon eine weite Strecke durch Bayern gewandert, aber in ein großes, altes Laubwaldgebiet bin ich erst im Steigerwald gekommen, obwohl  früher die meisten Wälder ähnlich ausgesehen haben. Sollte es da nicht wichtig und möglich sein, dieses Gebiet auf einer relativ kleinen Fläche von 10.000 ha in einem Nationalpark wirklich konsequent zu schützen?
  • BN fordert Nationalpark für die Buchenwälder , FT Has vom 25.6.21; Landkreis Haßberge — Das Thema ist nicht neu: Zum heutigen Tag der Buchenwälder (25. Juni) rufen die Kreisgruppen des Bund Naturschutz in den Landkreisen Haßberge, Bamberg und Schweinfurt die Kommunalpolitiker und die Bürger dazu auf, einen Nationalpark zu unterstützen, in dem die Buchenwälder im Steigerwald geschützt werden. „Machen Sie sich stark für den Schutz der für unsere Heimat charakteristischen Buchenwälder, damit sie sich künftig voll entwickeln können“, sagt der Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Haßberge, Dr. Klaus Mandery, in einer Pressemitteilung.
  • Grüne Liebe Steigerwald, FT vom 19.6.21; ...Was das Waldgebiet für sie zu etwas so Besonderem macht, verrät Barbara Ernwein. Sie ist die „neue Chefin“ im staatlichen Forstbetrieb Ebrach, der einen großen Teil des Naturparks betreut..... 2008 wurde der Verein „Unser Steigerwald“ gegründet, dessen Ziel eben genau die Erhaltung des Steigerwaldes als Naturpark ist. Naturschutz in Einklang mit den kulturellen und wirtschaftlichen Interessen der Region. Oskar Ebert aus Untersteinbach, den Vorsitzenden des Vereins, darf man mit Fug und Recht als Gallionsfigur bezeichnen. Der langjährige ehemalige Bürgermeister der Großgemeinde Rauhenebrach kennt jeden Fleck, ist verwachsen mit Land und Leuten und vor allem mit dem Steigerwald: „Ich lieb’ den Wald“, sagt er, und „ich hab mit dem Wald gelitten in den Trockenzeiten“. ...Oskar Ebert schätzt das werbewirksame Prädikat „Naturpark Steigerwald“ und besonders das vorhandene Miteinander, denn: „Dem Wald ist es wurscht, was für einen Titel er hat.“ Anmerkung: Dem Wald ist es nicht egal, ob er Nationalpark oder Naturpark ist. Im Nationalpark darf der Wald sich frei entfalten, bleibt geschlossener und so kühler und feuchter - für Natur- und Artenschutz sind Nationalparke unbestritten wesentlich besser: Auch der Region sollte der Titel nicht egal sein: Auszug aus der Pressemitteilung des Landtags, „Der Bayerische Wald ist eine ländliche Gegend. Alleine in der Nationalparkverwaltung sind 200 neue Stellen für zum Teil hochqualifizierte Arbeitnehmer entstanden. Das füllt auch unsere Schulen und Kindergärten.“ Leibl erzählt, dass jährlich etwa 1,3 Millionen Besucher in seinen Nationalpark kämen. Das entspreche einem Arbeitsplatzäquivalent von 500 bis 600 Arbeitsplätzen. Eine Erfahrung, die er mit seinem Kollegen vom Nationalpark Berchtesgaden, Dr. Michael Vogel, teilt. Tourismus anstatt Holzindustrie – das hat noch weitere Vorteile, wie Prof. Job erklärt: Der Tourismus ist dienstleistungsintensiv. Arbeitsplätze im Tourismusbereich können nicht so leicht von Maschinen übernommen werden, wie das in der Holzwirtschaft der Fall ist.“ www.bayern.landtag.de/aktuelles/aus-den-ausschuessen/umweltanschauss-anhoerung-zum-3-nationalpark/
  • 50 Jahre Naturpark Steigerwald: Vom Wandern zum Naturschutz, BR vom 18.6.21; Der Verein "Naturpark Steigerwald" hat vieles auf die Beine gestellt: Von Wanderwegen über das Steigerwald-Zentrum bis zum Baumwipfelpfad. Vor 50 Jahren wurde der Verein gegründet. Heute liegt sein Fokus auf dem Naturschutz...  Verein will sich aus Nationalpark-Debatte raushalten. Seit Jahren wird darüber gestritten, ob im Steigerwald ein Nationalpark entstehen soll. Es geht dabei um den nördlichen Teil des Steigerwalds – eine Fläche von 11.000 Hektar. Das entspricht gut acht Prozent des gesamten Steigerwalds. Nationalpark-Gegner befürchten weniger Holz-Ertrag. Befürworter erhoffen sich ein Schutzgebiet für die Natur. Der Verein "Naturpark Steigerwald" will sich aus der Debatte raushalten. 
  • Hautpilz macht Feuersalamandern zu schaffen, BR vom 7.6.21, 3 min; Im nördlichen Steigerwald ist eine Seuche ausgebrochen, die vor allem Feuersalamander bedroht. Der Hautpilz ist wohl von Asien nach Europa eingeschleppt worden. Jürgen Thein untersucht die Feuersalamander.
  • Urlaub dahoam: Wie viel Tourismus verträgt die Natur?, BR Fernsehen, mehr/wert | 10.06.2021, 7 Min. Vom Verein Nationalpark Steigerwald: Liebhard Löffler, Florian Tully, Stefanie Baumann und von den Bayerischen Staatsforsten: Petra Diener.
  • Wie retten wir unseren Wald? Der deutsche Wald leidet. Worauf kommt es jetzt für die Zukunft unserer Wälder an? Das diskutieren Ex-Forstdirektor Lutz Fähser und Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. 02.06.2021
  • Ausstellung „Wilde Buchenwälder“ geöffnet, FT vom 1.6.21: Ebrach — Die Ausstellung „Wilde Buchenwälder“ in Ebrach am Marktplatz 5 hat ab morgigen Mittwoch, 2. Juni, wieder ihre Türen geöffnet. Öffnungszeiten sind von Mittwoch bis Sonntag von 13 bis 17 Uhr. Die Ausstellung bietet spannende Einblicke in die Welt naturbelassener Buchenwälder. Zum Entdecken gibt es ein Walddiorama mit Tierpräparaten, den Waldbodentunnel für Kinder, eine kleine Bücherei mit gemütlichen Sitzgelegenheiten und bebilderte Wandtafeln mit tollen Informationen. Zum Schutz vor Corona gelten Hygienevorschriften. Infos Rathaus Ebrach, Telefon 09553/92200.

Mai 2021

  • Feuersalamander-Pilz: Der Befall ist noch relativ lokal, MP vom 30.5.21; Nach dem Auftreten der so genannten Salamanderpest im Steigerwald arbeiten Forscher intensiv an Möglichkeiten, die tödliche Seuche einzudämmen. .. Der Biologe Jürgen Thein aus Haßfurt und sein Büro für Faunistik und Umweltbildung wurde vom Bayerischen Landesamt für Umwelt im vergangenen Jahr nach dem Fund des infizierten Tieres bei Ebrach beauftragt, den Gesundheitszustand der Feuersalamander-Population im nördlichen Steigerwald zu untersuchen.... Vier Wochen lang waren Thein und sein Team heuer von Mitte April bis Mitte Mai im Steigerwald unterwegs und haben dabei 60 Tiere entdeckt und untersucht.... "Der Befall ist noch relativ lokal."  Thein fasst seine bisherigen Suchaktionen so zusammen: "Es ist zwar bislang kein Massenverlust wie in Westdeutschland zu verzeichnen, aber trotzdem ist die Situation keineswegs glimpflich.".. So bleibt momentan nur die Hoffnung, dass die Natur das Problem selbst regelt – zum Beispiel, indem sich durch Mutation und Selektion Feuersalamander-Generationen entwickeln, die gegen den Bsal resistent sind. "Dann bleiben nur noch die Tiere übrig, die den Pilz vertragen", erklärt Thein... Das Ausbreiten der Pilzkrankheit kann zumindest gebremst werden, wenn die Feuersalamander einen idealen Lebensraum vorfinden, sagt Mark-Oliver Rödel vom Museum für Naturkunde/Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung in Berlin. Die Amphibien brauchen einen dunklen, feuchten Laubwald mit möglichst vielen Mikrostrukturen, wie Totholz. Dann stehen ihnen ausreichend Winterquartiere zur Verfügung. Gibt es hingegen nur wenige geeignete Winterquartiere, bilden sich dort größere Gruppen von Feuersalamandern und es kommt leichter zur gegenseitigen Ansteckung mit dem Pilz.
  • Leserforum: Ohne Forstwirtschaft wird Wald zum Gratis-Naturwunder, MP vom 28.5.21; Zum Bericht "Warum gefällte Bäume erst jetzt abtransportiert werden " erreichte die Redaktion folgender Leserbrief. Nicht nur das Fällen, auch das Rücken stört die Natur beim Gedeihen. Man hätte die Forstarbeiten früher durchführen müssen. Die Verjüngung auf ganzer Fläche hat große Löcher ins Kronendach gerissen, und nun erwärmt sich der Wald schnell. Das kann man selbst bei kurzen Wolkenlücken spüren. Man muss nur am Trekkingplatz Steinknuck vorbei und nach 300-400 Metern links in den Wald gehen: Die Rückegassen sind kaum zu übersehen.
  • BN: Nutzwald muss Klimawald werden, FT vom 26.5.21; Der Bund Naturschutz verlangt die Gewinnorientierung der Staatsforsten aufzugeben. Statt Holzverkauf müsse im Staatswald ein Umbau zum Klimawald das Ziel sein. Der Bund Naturschutz (BN) fordert einen klaren Kurswechsel bei der Bewirtschaftung der bayerischen Staatswälder: „Klimaschutz, Artenvielfalt, Erholung und weitere Schutzfunktionen sind in den 800 000 Hektar großen Staatswäldern viel wichtiger als Gewinnstreben und Holzverkauf“, findet der BN-Landesvorsitzende Richard Mergner.
  • Vorrang für Gemeinwohl im Staatswald, BN fordert Neuausrichtung der Bayerischen Staatsforsten, Pressemitteilung BN vom 19.5.21; Der BUND Naturschutz in Bayern (BN) fordert angesichts der Klimakrise, dass die Bewirtschaftung der bayerischen Staatswälder vorrangig dem Gemeinwohl dienen muss. „Klimaschutz, Artenvielfalt, Erholung und weitere Schutzfunktionen sind in den 800.000 Hektar großen Staatswäldern viel wichtiger als Gewinnstreben und Holzverkauf“, so Richard Mergner, BN-Landesvorsitzender. „Wir fordern, dass die Entscheidung des Ministerpräsidenten aus 2019 die Leitlinien für die Staatswaldbewirtschaftung zu ändern, auch im Waldgesetz verankert werden muss.“ Um dem geänderten Schutzempfinden und der immensen Bedeutung der Staatswälder für die Schutz- und Erholungsfunktionen Rechnung zu tragen, soll im Waldgesetz ein Vorrang für die Gemeinwohlleistungen festgeschrieben werden. „Wir fordern deshalb Forstministerin Michaela Kaniber auf, das Reformvorhaben „Forstbetrieb 2030“ sofort zu stoppen“, so Mergner. „Die Leistungen des Staatswaldes für das Gemeinwohl müssen unabhängig von schwankenden Holzpreisen aus dem Staatshaushalt finanziert werden.“
  • Steigerwald: Warum gefällte Bäume erst jetzt abtransportiert werden, MP vom 18.5.21; Der Bund Naturschutz fordert einen "Stopp der massiven Einschläge" nahe Fabrikschleichach. Die Leiterin des Forstbetriebs Ebrach kann diese Vorwürfe nicht nachvollziehen.... Der Nordsteigerwald sei Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes "Natura 2000" und nahezu flächig als Fauna-Flora-Habitat (FFH)- und Vogelschutzgebiet ausgewiesen, heißt es weiter in der Mitteilung. Beim Rücken der Bäume (als Holzrücken bezeichnet man den Transport von gefällten Bäumen innerhalb des Waldes, die Red.) hinterließen die Forstmaschinen tiefe und breite Fahrspuren. Auf die beginnende Brut- und Setzzeit werde keinerlei Rücksicht mehr genommen, so die Vorwürfe. Auch Buchen mit über 80 Zentimeter Durchmesser in Brusthöhe seien geschlagen worden.... Dem widerspricht Barbara Ernwein, neue Leiterin des Steigerwald-Forstbetriebs der Bayerischen Staatsforsten, die am 1. Mai von Ulrich Mergner die Verantwortung für rund 17 000 Hektar Wald übernommen hat, entschieden. "Der reguläre Holzeinschlag im Bereich des Forstbetriebs Ebrach wird größtenteils von Oktober bis Ende März umgesetzt. Die restlichen sechs Monate werden keine Holzerntemaßnahmen durchgeführt", erläutert die Forstbetriebsleiterin auf Anfrage dieser Redaktion. "Der angesprochene naturverträglich durchgeführte Hieb" sei bereits am 16. März beendet worden. Danach habe weder eine weitere Holzernte noch eine Störung der Brut- und Setzzeiten stattgefunden. "Die Rückung des Holzes musste allerdings aufgrund der Niederschläge immer wieder pausieren und konnte so erst in der letzten Aprilwoche abgeschlossen werden", erklärt Barbara Ernwein den verspäteten Rücketermin, der wohl den Waldbesuchern aufgefallen war.
  • „Massive Einschläge“ kritisiert, FT Has 15.5.21; STEIGERWALD Bund Naturschutz sowie zwei Nationalpark-Organisationen sehen Bestand der alten Buchen als gefährdet an.- Fabrikschleichach — Der Bund Naturschutz (BN), der Verein Nationalpark Steigerwald und der Freundeskreis Nationalpark Steigerwald fordern einen zeitweiligen Stopp der „massiven Einschläge“ im Fauna-Flora-Habitat- (FFH) und Vogelschutzgebiet im Steigerwald. Das geht aus einer Mitteilung der drei Organisationen, die für einen Nationalpark im Steigerwald eintreten, vom Freitag hervor.Sie monieren die Holzeinschläge des Staatsforstbetriebs Ebrach. Diese störten im April 2021 Vogel- und Haarwildarten in der für sie so lebenswichtigen Brut- und Setzzeit massiv, wie die Naturschützer feststellten. Der Nordsteigerwald ist nach ihren Angaben Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 und nahezu flächig als Fauna-Flora-Habitat (FFH) und Vogelschutzgebiet ausgewiesen.

April 2021

  • Forstbetrieb Ebrach: Barbara Ernwein beerbt Ulrich Mergner, MP vom 29.4.21
  • Massive Einschläge in Laubwäldern, MP vom 29.4.21; Leserbrief Helfrich; Bei der Forstwirtschaft steht der Profit im Mittelpunkt und nicht die Ökologie. Denn aus dem propagierten Holz der kurzen Wege ist ein Holz der langen Wege geworden. Deutschland sägt in seinen Wäldern für die Welt, vor allem für die USA und China.
  • Horch amol: Lisa Badum prophezeit Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Union, Nordbayern, 28.4.21; Lisa Badum zog 2017 für den Wahlkreis Bamberg-Forchheim erstmals in den Bundestag ein und sieht nun große Chancen, dass ihre Partei erstmals die Bundeskanzlerin stellen wird. Im Podcast "Horch amol" spricht sie von den regionalen Brauereien und den Nationalpark Steigerwald ebenso selbstverständlich wie über CO2-Besteuerung und ökologischem Fußabdruck. ... Badum gehört nämlich zu den vehementen Verfechtern eines Nationalparks Steigerwald und hier hat die CSU bislang keineswegs gezeigt, dass ihr der Schutz der einzigartigen Buchenwälder am Herzen liegen würde. Die momentanen Umfragewerte der Grünen kommen ihr da sehr entgegen, da es in ihrer Partei "klare Beschlusslage" sei, dass der Steigerwald der nächste in Deutschland auszuweisende Nationalpark werden soll.
  • BN startet Aktion für Baumpatenschaften im Steigerwald, MP vom 27.4.21; Zum Tag des Baumes am 25. April startet der Bund Naturschutz in Bayern (BN) ein Baumpatenschaftsprojekt im Steigerwald. Natur- und Waldfreunde sowie Liebhaber dicker und alter Bäume können eine ideelle Baumpatenschaft für Starkbäume im "Hohen buchenen Wald" bei Ebrach erwerben, informiert der BN in einer Pressemitteilung.... Patenschaftsprojekt des BN: www.bund-naturschutz.de/baumpate
  • Jetzt Baumpate im Steigerwald werden! - Zum Tag des Baumes: Schutz des Steigerwalds stärken, Pressemitteilung des BN vom 23.4.21; Zum Tag des Baumes am 25. April startet der BUND Naturschutz in Bayern (BN) mit dem Baumpatenschafts-Projekt im Steigerwald eine besondere Aktion für mehr Waldschutz. Natur- und Waldfreunde sowie Liebhaber dicker und alter Bäume können eine ideelle Baumpatenschaft für Starkbäume im Hohen Buchenen Wald bei Ebrach erwerben. „Nachdem es die Staatsregierung bis heute ablehnt, einen Teil der Staatswälder im Steigerwald durch einen Nationalpark zu schützen, rufen wir Waldfreunde auf, mit dem Erwerb einer Baumpatenschaft ein deutliches Zeichen für mehr Waldschutz im Steigerwald zu setzen“, so Martin Geilhufe, Landesbeauftragter des BN. „Helfen Sie uns, damit eines der am besten geeigneten Laubwaldgebiete endlich Nationalpark werden kann.“ In einem früheren Projekt mit dem WWF hatte der BN 7.600 starke Bäume kartiert, für deren Schutz die Gelder aus den Baumpatenschaften verwendet werden sollen.

März 2021

  • Waldschutz besser für das Klima als die Holz-Nutzung , MP vom 28.3.21; In einer Presseerklärung nimmt der Verein Nationalpark Steigerwald e.V. Stellung zum Artikel "Unser Steigerwald": Waldbewirtschaftung ist besser für den Klimaschutz", in dem sich der Verein "Unser Steigerwald" gegen die Ausweisung eines Nationalparks ausspricht.... Alte Wälder mit geschlossenem Kronendach sind starke Faktoren im Klimaschutz. Die Darstellung des Vereins "Unser Steigerwald" lägen "völlig daneben". Das Papier des Instituts für Biogeochemie sei längst mehrfach widerlegt. Die Verlautbarung aus dem letzten Jahr, welches Waldnutzung (und die Verbrennung von Holz) als klimafreundlich darstelle und den Schutz der Wälder eher weniger, habe unter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auch international für heftige Kritik gesorgt. "Wer jetzt noch dem Holzeinschlag als Klimaretter das Wort redet, dreht gefährlich am Thermostat, leider in die falsche Richtung", betont Dr. Liebhard Löffler 1. Vorsitzender des Bürgervereins.
  • Mehr Waldschutz und einen Nationalpark im Steigerwald, MP vom 26.3.21; Am 21. März war "Internationaler Tag des Waldes". Vor zehn Jahren riefen die Vereinten Nationen das internationale Jahr der Wälder aus, um die besondere Verantwortung der Menschen für die Wälder zu betonen, erläutert der Verein Nationalpark Steigerwald in einer Pressemitteilung.
  • Für Schonung und Stabilisierung von Wald und Boden: BUND Naturschutz fordert Einschlagsstopp im Nationalpark-Suchraum Steigerwald, in und um schweinfurt vom 25.3.21; Intakte Buchenwaldökosysteme sind nicht nur wichtig für die Artenvielfalt, sondern auch für den Wasserhaushalt und die Landschaftskühlung. Buchenwälder reagieren oft empfindlich auf stärkere Auflichtungen durch die Baumfällungen. Studien zeigen, dass Buchen in unbewirtschafteten Wäldern weniger trockenheitsempfindlich sind als in bewirtschafteten. Der Effekt ist umso ausgeprägter, je länger die Wälder nicht mehr bewirtschaftet sind.
  • Nationalpark Steigerwald e.V. fordert mehr Waldschutz und einen Nationalpark im Steigerwald, Der Neue Wiesentbote vom 24.3.21;...Der Bürgerverein mit seinen über 1300 Mitgliedern zeigt sich besorgt über den aktuellen Einschlag bei den mächtigen Buchen im Staatswald. Denn Buchenholz werde gerne als Brennholz genutzt. Und die Buchenstämme werden aber auch über Großsäger mit internationalen Verflechtungen in Europa und in die USA und nach China verkauft. Für Löffler ist das Buchen-Naturerbe in Bayern deshalb in großer Gefahr. Denn der Nordsteigerwald sei ökologisch immer noch Bayerns wertvollstes Gebiet. ...Der Verein sieht sich im Aufwind: Immer mehr Menschen erkennen, dass die wenigen bestehenden Reste älterer Laubmischwälder für die nächsten Generationen nur gerettet werden können, wenn sie umgehend konsequent geschützt werden. Bereits heute seien wirklich alte Buchenwälder rar. Der Anteil der Buchen in Deutschland, die älter als 140 Jahre sind, betrage nur noch etwa 0,7 Prozent und die älter als 160 Jahre sind, mache nur noch 0,27 Prozent aus. Die Forstwirtschaft müsse aufhören, alte Buchenwälder durch zu starke Auflichtungen zu schwächen, sie auf diese Weise zu zerstören und zu verhindern, dass künftig alte Wälder entstehen können. Löffler ist mit Waldexperten einer Meinung, dass die Buche auch in der Klimakrise in den meisten Wäldern eine ganz wichtige und zukunftsfähige Baumart bleiben wird. Ein Nationalpark und ein UNESCO Weltnaturerbe im Steigerwald auf Staatswaldgebiet bleibe das Ziel des Bürgervereins.
  • "Unser Steigerwald": Waldbewirtschaftung ist besser für den Klimaschutz, MP vom 22.3.21; Flächenstilllegungen wie in einem Nationalpark seien kontraproduktiv, betont der Verein "Unser Steigerwald" - und bezieht sich auf namhafte Naturwissenschaftler.
  • Verein fordert Fällungsstopp von alten Buchen, FT vom 22.3.21; Mitglieder des Vereins Nationalpark Steigerwald haben bei Eschenau die Buchenwälder des Steigerwaldes erkundet, um mit dem roten Punkt markierte Buchen zu finden. Fündig wurden sie, wie aus einer Mitteilung der Befürworter eines Nationalparks im Steigerwald hervorgeht, am Zabelstein-Rundweg...Die Auswirkungen auf den hochsensiblen Lebensraum Schluchtwald seien massiv, da der Boden verdichtet werde, Erosion drohe und das Kronendach aufgerissen werde. Durch das Fällen von alten Buchen, die kurz vor den 80 Zentimetern Stammdurchmesser stehen, beweisen die Bayerischen Staatsforsten laut Nationalparkverein "einmal mehr, dass es ihnen nicht um die Natur geht, sondern darum, aus alten Buchen Profit zu schlagen". Der Verein Nationalpark Steigerwald fordert daher umgehend einen sofortigen Fällungsstopp von alten Buchen und die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für einen Nationalpark Steigerwald.
  • Baumgeist und Totengräberinnen suchen rote Punkte, MP vom 22.3.21; Offenbar planen die Bayerischen Staatsforsten Buchen am neuen Zabelstein-Wanderweg zu fällen. Befürworter eines Nationalparks Steigerwald protestieren in Youtube-Video.
  • Verein Nationalpark Steigerwald: Geplante Fällungen zerstören die Aura des neuen Zabelstein-Rundwegs, in und um schweinfurt, 22.3.21;
  • Trauer um die zum Tod verurteilten Buchen, youtube-Film vom Verein Nationalpark Steigerwald
  • Mehrheit für Nationalpark Steigerwald, FT vom 17.3.21;  "Es ist an der Zeit, dass Bayern als mit Abstand größtes Flächenland Deutschlands seiner Verantwortung für Natur- und Umweltschutz gerecht wird und einen weiteren Brutkasten für mehr Artenvielfalt schafft", forderte der grüne Fraktionsvorsitzende Ludwig Hartmann bei der Vorstellung der Ende vergangenen Jahres erhobenen "Nationalparkstudie 2020". Er kündigte für seine Fraktion die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie für die Ausweisung eines Nationalparks Steigerwald an: "Wir wollen den Weg zu einem neuen Nationalpark so konkret wie möglich ausweisen - er muss dann nur noch beschritten werden."
  • Wohin geht das Holz aus dem Steigerwald?, FT vom 27.2.21; ... Was konkrete Zahlen betrifft, gibt es solche vom Staatsforstbetrieb Ebrach. Rund 100 000 Kubikmeter (Festmeter) Holz kommen dort jährlich in die Nutzung. Etwa 20 Prozent davon bleiben nach einer Auflistung von Forstbetriebsleiter Ulrich Mergner als Totholz im Wald - in der Regel die verästelten Baumwipfel.... Ein großer Buchenanteil fällt auch in die Kategorie Brennholz.
  • BN FORDERT EINSCHLAGSSTOPP IM NATIONALPARK - SUCHRAUM STEIGERWALD FÜR SCHONUNG UND STABILISIERUNG VON WALD UND BODEN; Pressemitteilung des BUND Naturschutz und des Freundeskreises Nationalpark Steigerwald zum Tag des Waldes vom 13.3.21; Intakte Buchenwaldökosysteme sind nicht nur wichtig für die Artenvielfalt, sondern auch für den Wasserhaushalt und die Landschaftskühlung. Buchenwälder reagieren oft empfindlich auf stärkere Auflichtungen durch die Baumfällungen. Studien zeigen, dass Buchen in unbewirtschafteten Wäldern weniger trockenheitsempfindlich sind als in bewirtschafteten. Der Effekt ist umso ausgeprägter, je länger die Wälder nicht mehr bewirtschaftet sind. Fotos sind hier zu finden

Februar 2021

  • Zu wenig Wildnis - Deutschland verfehlt Naturschutz-Ziel, Frontal 21, 23.02.2021 von Jörg Göbel und Güven Purtul; Mehr als zehn Jahre nach Ablauf der Frist erfüllt Deutschland die EU-Vorgaben zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen noch immer nicht.
  • Kaum unberührter Wald, Frankfurter Rundschau, 23.2.21; Deutschland versäumt es bislang, weitere besondere Schutzgebiete auszuweisen. Bislang sind nur 0,6 Prozent der Fläche Wildnis – und um deren Erhalt steht es schlecht. Wir brauchen eine globale Trendwende“, sagt Angela Merkel, „wir müssen Schutzgebiete ausweiten, wir müssen Ökosysteme renaturieren“. Nur so lasse sich das dramatische Artensterben aufhalten, betont die Bundeskanzlerin – und: „Mit ‚wir‘ meine ich alle Staaten.“ .... Dabei scheitert Deutschland selbst schon seit Jahren an dem Ziel, wenigstens zwei Prozent seiner Fläche als „Wildnis“ der Natur zu überlassen. Vorgenommen hatte sich die Bundesregierung diese Quote bereits 2007 in ihrer Nationalen Biodiversitätsstrategie. Daten aller Bundesländer, die das ZDF-Magazin „Frontal 21“ erhoben hat und die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegen, zeigen: Bundesweit ist mit 0,6 Prozent nicht mal ein Drittel des Wildnisziels erreicht... Definiert sind Wildnisgebiete als „ausreichend große, (weitgehend) unzerschnittene, nutzungsfreie Gebiete“ mit einer Mindestgröße von 1000 Hektar, in Ausnahmefällen 500 Hektar. Solche Gebiete finden sich vor allem in den Kernzonen der Nationalparks. Doch mit Bayrischem Wald und Nationalpark Berchtesgaden kommt selbst Bayern als größtes Flächenland nur auf 0,45 Prozent Wildnis. Da der Freistaat kürzlich den Schutz für einige große Waldgebiete beschlossen hat, schiebt er sich mit 0,63 Prozent ins bundesdeutsche Mittelfeld. Doch bisher stehen hier vor allem Nadelwälder unter Schutz. Schon lange fordern Naturschützer einen dritten Nationalpark in Franken mit seinen besonders wertvollen Laubwäldern Spessart und Steigerwald. Umfragen zeigen dafür hohe Zustimmungswerte. Kein Wunder also, dass die Grünen mit der Forderung Wahlkampf machen..
  • Ökologisches Mosaik, MP vom 22.2.21; Leserbrief Helfrich; Zum Interview „Naturwälder sind uns fremd geworden“ (17.2.): Der Forstwissenschaftler Prof. Jörg Müller hat die Bedeutung eines Nationalparks im Steigerwald für den Schutz der waldspezifischen Artenvielfalt und als Erholungsraum auf den Punkt gebracht. Der Ökologe hat verdeutlicht, dass in einem Buchen-Großschutzgebiet ein ökologisches Mosaik entstehen kann, wenn die Fläche groß genug ist, damit durch Naturdynamiken wie Windwurf immer nur Teile betroffen sind und sich Populationen seltener Arten entwickeln können. Um von der Natur lernen zu können, reichen kleine Schutzgebiete nicht aus....
  • Verein Nationalpark Steigerwald: Fotoaktion zum “Exitus”, Der Neue Wiesentbote vom 18.2.21; Ende Waldparadies – Was ist der Steigerwald wert, wenn diese stattlichen Buchen fehlen? So die Botschaft der Mitglieder des Vereins Nationalpark Steigerwald. Geschockt von der Unzahl gefällter Bäume tragen sie deren Stämme symbolisch zu Grabe. Damit es real nicht so weit kommt, fordert der Verein umgehend eine Machbarkeitsstudie und ein Ende der massiven Fällungen durch die BaySF.
  • Ab sofort - zum Auftakt des Jubiläumsjahres (10 Jahre Weltnaturerbe Buchenwälder in Deutschland - präsentiert sich die transnationale UNESCO-Welterbestätte "Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas" im neuem Design
  • Nationalpark Steigerwald: "Naturwälder sind uns fremd geworden" , MP vom 17.2.21; Was würde es bedeuten, der Natur im Steigerwald freien Lauf zu lassen? Forstwissenschaftler Jörg Müller über den ökologischen Wert und seine Erfahrung im Bayerischen Wald.... Ob und wo man ihn in Bayern macht, ist eine gesellschaftliche Frage. Der Steigerwald wäre grundsätzlich geeignet.... Man kann lernen, wie ein Waldökosystem funktioniert: Wie sich Lebensräume, Populationen entwickeln. Wie nach Störungsereignissen Totholz in den Wald kommt und plötzlich seltene Arten richtig große Populationen bilden – all das passiert nicht in kleinen Schutzgebieten.... Für Buchenwälder wie im Steigerwald kennen wir im Moment keine Organismen, die ganze Bestände zum Absterben bringen. Aber selbst dann würden wir positive Effekte erwarten, weil der Steigerwald im Moment nur auf einer sehr geringen Fläche reich an Altbäumen und Totholz ist. Im Prinzip ist jedes Trockenjahr dort, in dem Buchen absterben, aus naturschutzfachlicher Sicht eher ein Segen. Störungsereignisse nach unserem Empfinden sind für den Wald in der Regel ein Vielfaltsmotor.
  • Peter Wohlleben: "Steigerwald sofort zum Nationalpark machen", Nordbayern, 15.2.21; Förster und Buch-Autor fordert den Schutz wertvoller Bestände ; Der Wald ist uns als Rückzugsgebiet heilig, andererseits beuten wir ihn über Gebühr aus. Das meint zumindest Peter Wohlleben – Deutschlands bekanntester Förster. Er fordert deshalb einen achtsameren Umgang zwischen Baum und Mensch und plädiert für einen Nationalpark Steigerwald. 
  • Verein "Unser Steigerwald" gibt eigene Umfrage in Auftrag , MP vom 14.2.21 Zu einer Online-Besprechung haben sich die Vorstandsmitglieder des Vereins "Unser Steigerwald" getroffen. Insbesondere ging es um das Ergebnis einer Analyse der Umfrage von "Bündnis 90 - Die Grünen", aus der ein Meinungsumschwung der Steigerwald-Bevölkerung für einen Nationalpark abgeleitet wurde, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins....Anmerkung: bei der FORSA Umfrage von „Unser Steigerwald“ 2014 „wurden 331 Personen in der kreisfreien Stadt Bamberg, 261 Personen in der kreisfreien Stadt Schweinfurt und 409 Personen in den an den Steigerwald angrenzenden Gemeinden in den Landkreisen Bamberg (85 Personen), Haßberge (218 Personen) und Schweinfurt (106 Personen) telefonisch befragt.“ (Zitat aus der FORSA-Umfrage-Veröffentlichung).Eine Umfrage ist keine Informations-Veranstaltung, sondern sollte neutrale Fragestellungen haben. Die Fragen der EMNID-Umfragen von BN, WWF, LBV (1014/ 2016) bzw, der Grünen und des VNS (2020) sind neutral gehalten, während die Fragen bei „Unser Steigerwald“ 2014 suggerierten, dass mit einem Nationalpark Steigerwald mehr Holz aus dem Ausland importiert werden müsse. Dies ist nicht der Fall, denn die Staatsforsten exportieren viel Laubholz ins Ausland und es gibt auch zahlreiche nichtstaatliche Wälder in der Umgebung des Nordsteigerwalds. Außerdem muss mit natürlichen Ressourcen schonender umgegangen werden, als dies aktuell der Fall ist.
  • Aufruf von mehr als 500 Wissenschaftlern: Verbrennt kein Holz, Businessinsider vom 11.2.21; Mehr als 500 Wissenschaftler haben die Europäische Union und die USA aufgefordert, auf die Verbrennung von Holz zur Energiegewinnung zu verzichten. Dies gefährde Klima- und Artenschutzziele, heißt es in einem offenen Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Joe Biden, der am Donnerstag veröffentlicht wurde.... Mehr als 500 Wissenschaftler appellieren in einem gemeinsamen Brief an die EU und die USA, auf die Verbrennung von Holz zur Energiegewinnung zu verzichten. Der durch die Verbrennung von Holz freigesetzte Kohlenstoff lässt sich nur durch Wiederaufforstung von Wäldern ausgleichen – Zeit, die die Welt nicht hat, um den Klimawandel aufzuhalten. Die Naturschutzorganisation WWF unterstützt die Aufforderung... Zu den Unterzeichnern gehören neben Forschern von Harvard, Stanford und der Universität Oxford auch Wissenschaftler aus Deutschland etwa vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung, der Humboldt-Universität Berlin und der Universität Göttingen. Link zum Brief, RobinWood: 500 Wissenschaftler warnen die Regierungsoberhäupter eindringlich vor der Nutzung von Holzbiomasse: 
  • Streit ohne Ende? Umfrage-Gerangel um Nationalpark Steigerwald, BR Fernsehen, Quer, 11.02.2021, 6 Min; Nach langem Hin und Her hatte Ministerpräsident Söder 2018 entschieden: Aus der Idee, in den Buchenwäldern des Steigerwalds einen Nationalpark auszuweisen, wird vorerst nichts. Trotzdem ist der Steigerwald nicht zur Ruhe gekommen ...
  • Leserforum: Schutz trotz Nutzung: Holzweg der Staatsforsten, Rebhan, MP vom 8.2.21; ... Zu lange schien all das im Überfluss vorhanden und bei der Forstwirtschaft „in guten Händen“. Doch die forstlichen ökonomischen Erwartungen orientieren sich mehr denn je an kurzfristigen Profitinteressen und Produktionszyklen. Die bedrohten ökologischen Reserven unseres Landes wecken immer mehr Widerstand in der Bevölkerung. Das Leitbild der konventionellen Forstwirtschaft richtet sich meist auf die Optimierung von Produktionstechnik und Kosteneinsparung. So riskiert diese die biologische und soziale Wertschöpfung.  Wenn es im forstlichen Berufsstand zu keiner Neuausrichtung von Förster- zu Bürgerwald kommt, wird die gesellschaftliche Debatte ohne den Forst neue Maßstäbe für die Wertschöpfung im öffentlichen Wald finden. Dann könnten die Forstwirtschaft und ihre Akteure ihre waldgestaltenden Möglichkeiten verlieren.

Januar 2021

  • Kritik an geplanter Umfrage der Nationalpark-Gegner, MP vom 29.1.21; Der Landtagsabgeordnete der Grünen, Paul Knoblach, ist der Meinung, dass die Gegner eines Nationalparks im Steigerwald die Zeichen der Zeit ignorieren.... Die Wortmeldung des Vereins "Unser Steigerwald" zeige vor allem wegen der Ankündigung, mit einer eigenen Umfrage das Ergebnis im Sinne der Vereinsziele "wieder passend zu machen", dass den Nationalparkgegnern die Argumente ausgehen.... Wenn die Nationalparkgegner um ihren Vorsitzenden und CSU-Innenstaatssekretär Gerhard Eck nun wiederum das Meinungsforschungsinstitut Forsa mit einer neuen Umfrage beauftragen wollen, sei das Ergebnis vorhersehbar, zumal die Fragen in der Forsa-Umfrage von 2014 im Kontext zumindest fragwürdig gewesen seien, so Knoblach.... Für Knoblach fällt besonders ins Gewicht, dass durch die aktuelle Umfrage von Grünen und Pro-Nationalparkverein das bisherige Hauptargument der Gegner widerlegt sei: "Die Menschen vor Ort wollen jetzt einen Nationalpark." Wegen der erfreulichen Umfrageergebnisse will Paul Knoblach eine Anfrage zum dann dritten bayerischen Nationalpark im Steigerwald an die Staatsregierung stellen, kündigte er in der Pressemitteilung an.
  • Lesermeinungen pro und contra Nationalpark, MP vom 29.1.21
  • Grünen-MdL Paul Knoblach: Gegner des Nationalparks Steigerwald ignorieren die Zeichen der Zeit, in und um schweinfurt, 28.1.21; „Eine Reaktion auf die hohen Zustimmungswerte für einen Nationalpark Steigerwald durch die Nationalparkgegner war zu erwarten“, so der Schweinfurter Abgeordneten der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Paul Knoblach in einer Pressemitteilung. Die Wortmeldung des Vereins „Unser Steigerwald“ zeige allerdings vor allem wegen der Ankündigung, mit einer eigenen Umfrage das Ergebnis im Sinne der Vereinsziele „wieder passend zu machen, dass den Nationalparkgegnern die Argumente ausgehen“.... Wenn die Nationalparkgegner um ihren Vorsitzenden und CSU-Innenstaatssekretär Gerhard Eck nun wiederum Forsa mit einer neuen Umfrage beauftragen wollen, sei das Ergebnis vorhersehbar. Das zumal die Fragen in der Forsa-Umfrage 2014 im Kontext zumindest fragwürdig gewesen seien, so Knoblach. Seitdem seien aber gut sechs Jahre vergangen, „die Zeiten und Bevölkerungsmeinung haben sich gewandelt und weiterentwickelt“. Für Knoblach fällt besonders ins Gewicht, dass durch die aktuelle Umfrage von Grünen und Pro-Nationalparkverein das bisherige Hauptargument der Gegner widerlegt sei: „Die Menschen vor Ort wollen jetzt einen Nationalpark“. Wegen der erfreulichen Umfrageergebnisse wird Knoblach eine Anfrage zum dann dritten bayerischen Nationalpark im Steigerwald an die Staatsregierung stellen.
  • Nationalpark Steigerwald e.V.: “Breite Zustimmung der Bevölkerung im Steigerwald für einen Nationalpark”, Der Neue Wiesentbote vom 28.1.21; Verein Nationalpark Steigerwald: 75 Prozent der Menschen in der Region wünschen sich Nationalpark vor der Haustür. Das ist eine starke und eindeutige Botschaft an die Regierung und eine breit vom Volk getragene Aufforderung.... Das Meinungsforschungsinstitut Brand Support führte für diese Befragung in den KW 47-KW 50 / 2020 durch. 1001 Telefoninterviews im Auftrag der Landtagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen, dem Verein Nationalpark Steigerwald e.V. im Steigerwald und Steigerwaldvorland durch. Befragt wurden Einwohner in Stadt und Landkreis Bamberg, im Landkreis Hassberge sowie in Stadt und Landkreis Schweinfurt. In den Landkreisen wurden Kommunen in die Umfrage einbezogen, die bis 5 km vom diskutierten Nationalparkgebiet entfernt sind. Die Befragung wurde bevölkerungsproportional durchgeführt.
  • Georg Sperber - Porträt eines Naturwald-Pioniers, radioReportage BR von Kirsten Zesewitz, 28.01.2021; Georg Sperber sollte den Steigerwald in den 1970ern zum Fichtenforst umbauen. Er weigerte sich und rettete so die alten Buchen. Heute favorisiert er einen Nationalpark Steigerwald. Mit 88 Jahren ist Sperber ein streitbarer Geist.
  • Nationalpark im Steigerwald? Kritiker fordern neue Umfrage, BR vom 28.1.21; von Norbert Steiche mit Interviews von Manfred Baumann und Elena Reinhardt. Kommt ein dritter bayerischer Nationalpark? Laut einer aktuellen Umfrage ist ein Großteil der Befragten für einen Nationalpark, zum Beispiel im Steigerwald. Vom Verein "Unser Steigerwald" kommt nun Gegenwind, die Kritiker wollen eine neue Umfrage.
  • „Schutz trotz Nutzung“ favorisiert, FT vom 26.1.21; Die große Sorge, die Begeisterung und das Interesse vieler Menschen und die damit verbundene Diskussion zur Zukunft des nördlichen Steigerwaldes erlebt Petra Diener täglich in den verschiedenen Medien und in der neuesten Umfrage der Grünen.... Große Bereiche des Staatswaldes im Forstbetrieb Ebrach sind laut Diener Teil des europäischen Natura2000-Netzwerks und als FFH-(Flora-Fauna-Habitat) und als SPA-Gebiet (Special Protectet Area) geschützt... Dank der strikten Umsetzung im Sinne der Integration des Naturschutzes in die Bewirtschaftung habe die Artenvielfalt im Staatswald „deutlich zugenommen. ...“... Diese naturschutzintegrative Waldbewirtschaftung hat nach ihrer Darstellung gegenüber einem Nationalpark „viele Vorteile: Lebensräume für seltenere und bedrohte Waldarten werden aktiv erhalten oder deren Lebensräume gestaltet, vergleichbar dem regelmäßigen Mähen oder Beweiden von naturschutzrelevanten Magerwiesen im Offenland. Standortfremde Baumarten können durch standortheimische und zunehmend auch trockenresistentere Baumarten ersetzt werden... Schon heute wie auch in Zukunft werde, wie die Expertin erklärt, das Modell „Schutz trotz Nutzung“ allen Waldfunktionen der Gesellschaft gerechter, was bei Einstellung der Holznutzung im Zuge eines Nationalparks nicht gegeben wäre. Anmerkung: Die Naturschutzverbände finden es gut, nachwachsende Rohstoffe wie Holz zu nutzen, wenn schonend bewirtschaftet wird. Aber Wald hat auch noch andere Funktionen und einen Selbstwert. 95 % der Waldfläche sollen für die Holzernte bleiben, auf den naturschutzfachlich besten 5 % müssen andere Ziele Vorrang haben. Alle Waldfunktionen auf einer Fläche gleichermaßen gut umzusetzen, ist unmöglich. Es gibt keine eierlegende Wollmilchsau, auch nicht in Bayern. Wirtschaftswälder und Naturwälder sollen sich ergänzen, hier ist ein sinnvolle Landschaftsplanung gefragt. Der Nordsteigerwald ist einer der wenigen verbliebenen Laubwälder Deutschlands mit Eignung für ein „Ökosystem-Schutzgebiet“. Ein riesiges Potential direkt vor unserer Haustür im Staatswald. Hier Holzwirtschaft zu betreiben heißt im Klartext: die Bayerische Staatsregierung schätzt Ökosystemleistungen wie intakten Wasserhaushalt, Klimaschutz und -anpassung oder Erhalt der heimischen Biodiversität geringer als Gewinne aus dem Brenn- und Bauholzverkauf.
  • Leserbriefe zur Umfrage, MP vom 21.1. und 25.1.21; Als ich in Ihrer Zeitung gelesen habe, dass 75 Prozent der Befragten einen Nationalpark im Steigerwald sehr gut oder eher gut finden, habe ich mich sehr gefreut...
  • Verein „Unser Steigerwald“ kritisiert Grünen-Studie und bezweifelt Meinungsumschwung, FT vom 25.1.21; Der Verein „Unser Steigerwald“ bezweifelt das und kündigt eine weitere Umfrage an, wie aus einer Stellungnahme des Vereins hervorgeht.... Der Verein der Nationalpark-Gegner kritisiert, dass für die Umfrage durch „Brand Support“ lediglich 1001 Bürger aus den Städten Bamberg, Schweinfurt und verschiedenen Gemeinden in den Landkreisen Haßfurt, Schweinfurt und Bamberg befragt worden seien... Würde sich die Nationalparkszene einmal ideologiefrei mit den Fakten beschäftigen, so würde schnell klar, dass sowohl regionalpolitische wie auch waldökologische Gründe für eine Beibehaltung der umsichtigen Waldnutzung durch den Forstbetrieb Ebrach sprechen...
  • Dazu auch die Mainpost „Nationalpark-Gegner wollen eigene Umfrage in Auftrag geben, MP vom 25.1.21
  • Nationalpark: Meinungen gehen weit(er) auseinander, FT vom 21.1.21; Ebrach/München — Erneut sorgt ein möglicher Nationalpark Steigerwald für Schlagzeilen. Laut einem Medienbericht haben Nationalparkbefürworter eine neue Umfrage in Auftrag gegeben, wonach 75 Prozent der Befragten sich für einen Nationalpark aussprechen. „Eine daraufhin gestartete große und damit wirklich repräsentative Umfrage des bekannten Forsa-Instituts hat letztlich allerdings ein völlig gegenteiliges Ergebnis ergeben. Die deutliche Mehrheit der Menschen im Steigerwald lehnte die Schaffung eines Nationalparks darin klar ab“, so der Landtagsabgeordnete Holger Dremel in einer aktuellen Pressemeldung seines Abgeordnetenbüros. Dremel zeigt sich „nicht davon überzeugt, dass die Menschen in der Region einen Nationalpark Steigerwald wirklich möchten. Daher würde ich eine erneute Umfrage durch ein bekanntes Unternehmen sehr begrüßen, bevor wir eine solche Diskussion überhaupt wieder aufkochen.“ Die Koalition aus CSU und Freien Wählern habe einen neuen Nationalpark in Bayern sowieso bis zum Jahr 2023 ausgeschlossen. Anmerkung: Auf der Webseite von Holger Dremel steht die Pressemitteilung anders. Daraus wird klar, dass Herr Dremel sich auf die veraltete FORSA-Umfrage vom Verein „Unser Steigerwald“ von 2014 bezieht. Die Anzahl der Befragten war in dieser FORSA Umfrage genauso hoch, wie bei den Umfragen von BN/ WWF vom EMNID-Institut 2014 und 2016, nämlich rund 1001 Befragte. Aus den Umfragen von BN und WWF 2014 und 2016 ging bereits eine steigende Zustimmung hervor, die neue Umfrage macht die Bergfahrt weiter.
  • Fragen über Fragen, Leserbrief Oltsch, FT vom 20.1.21 – nun zeitlich versetzt dieser Leserbrief auch beim FT Bamberg. Es bleibt weiter eine Frage, wie man beim Streitpunkt der Holznutzung im Steigerwald miteinander umgeht. Eine Interessengemeinschaft Holzverarbeiter hat verbal aufgerüstet. Es ist schon bemerkenswert, mit welcher grimmigen Entschlossenheit sich die „Holzverarbeiter im Steigerwald“ am Thema Sachbeschädigung einer Forstmaschine abarbeiten.... Mit der Gründung 2019 hat sich die Interessengemeinschaft u. a. die Unterstützung der regionalen Sägewerke auf die Fahnen geschrieben. Gegenwärtig ist davon aber nichts zu hören. Bei Hummelmarter wurden Mitte Dezember rund 1000 Festmeter Buchen und circa 500 Festmeter Kiefern eingeschlagen. Ein Großteil des Holzes geht an Unternehmen, die weiter als 150 Kilometer entfernt sind. Nur einen kleinen Anteil hat eine Firma aus Wonfurt erworben....
  • „Blümchennaturschutz reicht nicht“ und „Buchen geklaut, Weltnaturerbe versaut“, Leserbriefe Berens und Brändlein, FT vom 20.1.21
  • Leserbrief Hartner zur Umfrage, InFranken vom 21.1.21
  • Rückenwind für Nationalpark, FT vom 19.1.21;
  • Grünen-Umfrage zu Nationalparks – LBV freut sich über breite Zustimmung, Großschutzgebiet in Laubwald muss Priorität haben, Der Neue Wiesentbote, 19.1.21; Der LBV hat sich stets konsequent für ein Großschutzgebiet im Laubwald ausgesprochen, und daher hat für die Artenschützer*innen ein Nationalpark Steigerwald oberste Priorität: „Bayern trägt für Laubwälder, insbesondere für den Buchenwald, eine hohe nationale Verantwortung. Nach den zum Teil harten Diskussionen der letzten Jahre um einen Nationalpark im Steigerwald, freuen wir uns darüber, dass die Zustimmung der Bevölkerung zur Einrichtung eines Nationalparks kontinuierlich ansteigt und nunmehr drei Viertel der Befragten einen Nationalpark in der Region befürworten“, zieht der LBV-Vorsitzende ein erstes Fazit. „Das Ammergebirge ist unbestritten ein wertvolles Gebiet, weshalb es auch schon als Naturschutzgebiet ausgewiesen und Bestandteil des Schutzgebietsnetzes Natura 2000 wurde. Gleichwohl haben wir mit dem Nationalpark. Berchtesgaden bereits einen Nationalpark in den Alpen“, so Schäffer weiter.
  • UMFRAGE-Ergebnisse auf der Seite des Vereins Nationalpark Steigerwald
  • Hohe Zustimmung zum Nationalpark Steigerwald: Grüne sehen das Tor nun weit aufgestoßen, in-und-um-schweinfurt, 18.1.21; ... Die hohen Zustimmungswerte für den Nationalpark Steigerwald in der Region erfreuen MdL Paul Knoblach aus Garstadt. „Die Menschen in unserer Region stoßen die Tür zu einem Nationalpark Steigerwald/Nationalpark Ammergebirge damit weit auf“, so Knoblach. Der bei vielen Umweltschutzthemen bekannte Reflex „grundsätzlich ja, aber nicht vor meiner Haustüre“ sei damit unterbrochen. Paul Knoblach: „Das ist vor allem auch dem nimmermüden Werben und der guten Aufklärungsarbeit des Vereins Nationalpark Steigerwald zu verdanken. Ein Nationalpark wird von der großen Mehrheit als wichtig für den Umweltschutz, Aufwertung für unsere Region und Chance für Tourismus und Beschäftigung gesehen. Das ist quasi ein Arbeitsauftrag für die Söder-Regierung.“
  • Naturschutz: Bevölkerung befürwortet neue Nationalparks, SZ vom 18.1.21; Die Grünen fordern mindestens ein weiteres Großschutzgebiet in Bayern. Die Staatsregierung lehnt das bisher ab und verweist auf mangelnde Zustimmung der Einheimischen in den betroffenen Gebieten. Neue Umfragen widerlegen das.... "Knüpfen wir an die Erfolgsgeschichten der beiden Nationalparks im Bayerischen Wald und in Berchtesgaden an", sagte der Grünen-Fraktionschef im Landtag, Ludwig Hartmann, am Montag. "Es wird Zeit, dass Bayern als das mit Abstand größte Flächenland Deutschlands seiner Verantwortung für Natur- und Umweltschutz gerecht wird und einen weiteren Brutkasten für mehr Artenvielfalt schafft." Als Standorte für neue Großschutzgebiete kommen aus Sicht der Grünen der fränkische Steigerwald und das Ammergebirge in Frage, das von Garmisch-Partenkirchen bis nach Füssen im Landkreis Ostallgäu reicht. 
  • Umfrage: Große Mehrheit für Nationalpark im Steigerwald, MP vom 18.1.21;In der Steigerwald-Region sind laut einer aktuellen Umfrage 75 Prozent der Bürger für einen Nationalpark. Besonders stark wächst die Zustimmung in den betroffenen Landkreisen.... 75 Prozent der Befragten finden einen Nationalpark im Steigerwald demnach "sehr gut" oder "eher gut". Nur 18 Prozent finden das Schutzgebiet "eher schlecht" oder "sehr schlecht". Interessant dabei: Nicht nur in den Städten ist die Zustimmung hoch - in Schweinfurt mit 71 Prozent und Bamberg mit 82 Prozent. Auch in den Landkreisen Haßberge, Schweinfurt und Bamberg gibt es nun eine klare Mehrheit pro Nationalpark. Im Vergleich zu inhaltlich wie regional gleichen Umfragen in den Jahren 2014 und 2016 ist die Zustimmung dort von zunächst 38 auf nun 72 Prozent deutlich gestiegen. ..."Das bisherige Hauptargument gegen einen Nationalpark, dass die Bevölkerung vor Ort dagegen sei, ist nun endgültig widerlegt", sagt indes Florian Tully vom Verein Nationalpark Steigerwald. "Jetzt ist es bestätigt: Die Menschen vor Ort wollen den Nationalpark", sagt auch Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann.
  • Staatsregierung sollte lösungsorientierte Debatte um Nationalparks führen, Augsburger Allgemeine, 18.1.21; ... Seine Liebe zu Bäumen hat Ministerpräsident Markus Söder bereits medienwirksam durch die Umarmung eines Baumes im Hofgarten hinter der Staatskanzlei demonstriert. Wie weit diese Liebe reicht, ist Naturschützern in Bayern aber noch nicht so recht klar. Sie erkennen zwar an, dass in jüngster Zeit infolge des Artenschutz-Volksbegehrens einiges geschehen ist – etwa die rechtsverbindliche Ausweisung von 58.000 Hektar staatlicher Wälder als forstwirtschaftlich nicht genutzter Naturwald. Ein echter Ersatz für einen dritten oder vierten Nationalpark ist das nach ihrer Überzeugung aber nicht. Wirksamer Artenschutz brauche größere, zusammenhängende Gebiete, in denen Natur tatsächlich Natur sein kann.... Das muss nicht bedeuten, diejenigen vor Ort zu ignorieren, die gegen Nationalparks sind, weil ihre Existenz an der Forstwirtschaft hängt. Aber es sollte bedeuten, dass man sich von einem zerbröselnden Argument verabschiedet und sich einer neuen, lösungsorientierten Debatte nicht verweigert.
  • Umfrage: Mehrheit will dritten Nationalpark in Bayern, BR24 vom 18.1.21; ...Die Freien Wähler erteilen einem dritten Nationalpark erneut eine Absage. Florian Streibl, Vorsitzender der Freie Wähler Landtagsfraktion bezeichnet die Idee in einer Pressemitteilung als "ein ökologisches Relikt aus dem letzten Jahrtausend".
  • „Miteinander statt übereinander sprechen“ Dialog im Steigerwald, FT vom 18.1.21; Oberaurach — Die Oberauracher Grünen bedauern, dass in der gegenwärtig erneut aufgeflammten Debatte um die richtige Nutzung des Ökosystems Steigerwald zuviel übereinander und zuwenig miteinander geredet wird. Aus diesem Grund trafen sich Mitglieder der Vorstandschaft des Oberauracher Ortsvereins von Bündnis 90/Die Grünen mit Ulrich Mergner vom Staatsforstbetrieb Ebrach in den Staatswaldabteilungen beiMarkertsgrün, um sich im Rahmen einer Begehung einen Eindruck über die Nutzung oder gar vermeintliche Übernutzung des Waldes durch den Holzeinschlag der Staatsforsten GmbH zu verschaffen und – im Sinne eines demokratischen Gedankenaustausches – die Meinung des Forstbetriebsleiters dazu zu hören.... Die Gruppe nahm Langholzpolter, die an Waldwegen für den Abtransport zusammengezogen werden, in Augenschein und diskutierte mit dem Dienststellenleiter. Hierbei machten beide Seiten gleich zu Beginn deutlich, dass man in grundlegenden Fragen zur Zukunft des Steigerwaldes sicherlich auf lange Sicht unterschiedliche Zielsetzungen verfolge. Dies solle jedoch kein Hindernis sein, Gedanken und Argumente auszutauschen, hielten alle Exkursionsteilnehmenden fest. Anita Amend, Roland Baumann, Julian Bayer und Hans Stark führten aus, dass sie als Grüner Ortsverband die Ausweisung eines dritten Nationalparks in Bayern unterstützen. Bayern kann und muss sich ihrer Meinung nach ein großes Laubwaldschutzgebiet leisten. Sie fordern diesen, weil in einem Nationalpark Bäume zu Baumriesen heranwachsen dürfen und man ihrer Meinung nach „Natur Natur sein lassen solle“, um zu staunen und zu beobachten, wie sie sich entwickelt.
  • Staatsforst: "Trockenschäden zwingen zu Holznutzung", MP vom 15.1.21; ... Markertstgrün: Der Forstbetrieb habe auf die neue Situation wie folgt reagiert:  Alle vitalen Bäume oder Bäume in den drei Waldabteilungen mit noch mehr als 50 Prozent Belaubung blieben stehen, "ohne Beachtung von Qualität und Dimension". Alle Bäume, die nur noch zwischen zehn und 50 Prozent Belaubung aufwiesen, wurden entnommen – ausgenommen davon waren allerdings die Biotop- oder Methusalembäume. Sie blieben stehen. Bäume, die schon abgestorben waren oder nur noch weniger als zehn Prozent Belaubung hatten, blieben ebenfalls stehen. "Sie bilden künftig stehendes Totholz", teilt der Forstbetriebsleiter mit.... Badum: "Der absolut falsche Weg": "In der aktuellen Situation mit heißen Sommern und Wassermangel ist es der absolut falsche Weg, die Wälder weiter derartig auszulichten – gerade dort, wo viele Bäume schon geschwächt sind", schreibt sie. Dadurch werde das kühle Waldinnenklima gestört und der magere Wasserhaushalt noch stärker geschädigt. "Dass deshalb im Steigerwald auch die Buchen leiden und angreifbarer für beispielsweise Trockenheit werden, obwohl geschlossene und gesunde Buchenwälder als klimastabil gelten, wundert nicht." Je mehr Buchen aus dem Wald genommen werden, desto angreifbarer werde auch der noch lebende Buchenbestand, so Badum. "Es muss doch momentan zuallererst um den Erhalt der Wälder gehen, sie dürfen nicht noch zusätzlich geschwächt werden." Anscheinend brauche man jetzt noch dringender eine Nationalpark im Steigerwald, denn die Stärke der Einschläge durch die Bayerischen Staatsforsten seien der Klimakrise nicht angemessen.
  • Schmierereien sorgen im Steigerwald für Aufregung, BR vom 8.1.21; Seit Jahren herrscht eine hitzige Diskussion über die Gründung eines Nationalparks im Steigerwald. Vor Kurzem wurde dort eine Forstmaschine beschmiert. Darauf standen Parolen wie „Rettet die Buchen“. Diese Sachbeschädigung sorgte für viel Aufregung.
  • Leserbriefe Rebhan, Schneider und Graff, FT vom 6.1.21 + MP vom 29.12.20: Rebhan: ...Ich habe übrigens durch Bekannte vor Ort erfahren, dass es sich bei den Graffiti um nichts weiter als abwaschbare Farbe handelt. Die künstliche Aufregung soll wohl davon ablenken, dass der Forstbetrieb Ebrach schon wieder an verschiedenen Orten im Steigerwald eine Unzahl vitaler Rotbuchen gefällt hat. Waldbaukundige Mitglieder des Vereins Nationalpark Steigerwald stellten fest, dass die meisten Stämme für den Holzhandel von minderer Qualität sind, sie also vor allem als Brennholz enden werden. Und das in einem öffentlichen Wald, der schon längst Weltnaturerbe sein könnte. Ich kann mir nicht helfen, aber das ist meiner Meinung nach der eigentliche Skandal... Schneider: Zum Thema Steigerwald. Wer in den letzten Wochen im Nordsteigerwald unterwegs war, konnte sehen, dass zurzeit wieder massiv Buchen gefällt werden. Wer das traurige Bild z. B. in der Nähe von Hummelmarter gesehen hat, mit Wegen, an denen endlos beidseitig Buchen liegen, der erstarrt und fragt sich, warum so großflächig hauptsächlich Buchen gefällt werden. Unter den gefällten Buchen sind nicht wenige, die davor waren, ein Methusalembaum zu werden und damit vor der Säge verschont geblieben wären, weil sie den Schutzstatus erhalten hätten! Mir ist es ein Rätsel, warum gerade zur Zeit des Klimawandels so viele gesunde Buchen gefällt werden....Graff: ...So werden aus kurzsichtigen Profitüberlegungen heraus auch 150-jährige Buchen gefällt, gerade so, als ob mit dem vielen abgestorbenen Holz im Wald nicht schon genug Arbeit wäre. Da hilft es auch nicht, wenn Forstamtsleiter Merger betont, Bäume mit einem Durchmesser von über 80 Zentimtern stehen zu lassen. Im Umkehrschluss bedeutet es ja, dass systematisch die Bäume geschlagen werden, die kurz vor dieser Marke sind.
  • Der größte Wunsch für 2021: Paragdigmenwechsel zu einer enkeltauglichen Zukunft, Leserbrief Atzmüller, FT vom 5.1.21; ... Ich spaziere durch ausgeräumte Forstbestände und sehe vor den Baumerntemaschinen die gesuchten Reste uralter Riesen. Und ich höre seit Jahren die Forstexperten, wie sie auf jede wissenschaftliche Warnung eine schön klingende Gegenantwort parat haben, eine dieser Erleichterungen, die mich traurig stimmen. Und ich drücke die Hände meiner Enkelin noch etwas inniger – ihre Generation muss uns ausbaden! Und mein Herz fragt sich: Sind nicht die kärglichen Reste unserer heimischen alten Wälder Grund genug sie zu bewahren, ganz, ohne weitere Kompromisse? Dieser Paradigmenwechsel zu einer enkeltauglichen Zukunft ist mein Wunsch für 2021 und alle folgenden meines an Jahren reichen Lebens.
  • Leserbrief Angenvoort-Baier, MP, 4.1.21: ...Diese Relativierung mit einer weniger reißerischen Wortwahl wie am Vortag hat sicherlich nur einen Bruchteil der Leserschaft vom Vortag erreicht. Um nicht falsch verstanden zu werden: Sachbeschädigungen am Eigentum unbeteiligter Dritter halte ich für absolut unentschuldbar. Aber diese Art der Berichterstattung ist zutiefst tendenziös, hat Bildzeitungsniveau und die Grenzen der Rufschädigung von Frau Badum erreicht. Die Redaktion sollte sich nochmals Gedanken über ihre publizistischen Sorgfaltspflichten machen.
  • Kritik und Vorwürfe beherrschen Diskussion um den Steigerwald, FT vom 3.1.21; Naturschützer beklagen, dass aktuell wieder sehr alte Buchen für wirtschaftliche Zwecke gefällt werden, Forstwirte kritisieren die Bundestagsabgeordnete Lisa Badum für ihr Verhalten scharf.... "Wir halten unsere Kritik an den Fällungen in dem Nationalpark-Suchgebiet aufrecht, mit denen der Forstbetrieb ein großes Schutzgebiet verhindern will", erklärt Ralf Straußberger, Waldreferent des BN, im Zusammenschluss mit Helmut Beran, Geschäftsführer des LBV... "Wir machen nicht den Forstunternehmer für die Fällungen der dicken Bäume verantwortlich, sondern die Bayerischen Staatsforsten, die das angeordnet haben." - "Wir kritisieren, dass die Holznutzung in einem der naturschutzfachlich wertvollsten Wälder Deutschlands weiterhin Vorrang haben soll, vor dem Schutz als Nationalpark", schreibt Steffen Jodl, BN-Regionalreferent für Unterfranken.
  • Fragen der Umgangsformen, FT vom 2.1.21; Naturschützer beklagen, dass aktuell wieder sehr alte Buchen für wirtschaftliche Zwecke gefällt werden, Forstwirte kritisieren die Bundestagsabgeordnete Lisa Badum für ihr Verhalten scharf.... Der Bund Naturschutz (BN) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV) erneuern ihre Kritik an den massiven Fällungen dicker Buchen im Forstbetrieb Ebrach. Wegen der aktuellen Baumfällungen hatte es eine fragwürdige Aktion von Naturschützern im Steigerwald gegeben. Diese hatten eine Waldmaschine mit abwaschbarer Farbe beschriftet... Nun meldet sich auch die Interessengemeinschaft „Holzverarbeiter im Steigerwald“ zu Wort und erhebt Vorwürfe gegen Badum.
  • Sägewerk-Besitzer fordern Rücktritt von Lisa Badum MP vom 1.1.21; Auch die Interessengemeinschaft "Holzverarbeiter im Steigerwald" kritisiert das Beschmieren einer Forstmaschine durch Nationalpark-"Aktivistis" und verlangt Konsequenzen.
  • Auch Bund Naturschutz distanziert sich von der Sprühaktion, MP vom 1.1.21; Der BN verwehrt sich gegen den erhobenen Vorwurf, idealistische junge Menschen mit plumpen Parolen zu manipulieren

Presse 2020

Dezember 2020

  • geo-net distanziert sich von Schmierereien, MP vom 30.12.20; ... Der von der grünen Bundestagsabgeordneten Lisa Badum (Forchheim) geforderte „Runde Tisch“ wird von geo-net unterstützt: "Wir wollen, dass die Vor- und Nachteile eines Großschutzgebietes im Steigerwald wissenschaftlich geprüft und gegenübergestellt werden, so wie es auch der Beschluss des Stadtrates von Gerolzhofen vom 6. März 2017 fordert", heißt es in der Mitteilung.
     
  • BN UND LBV DISTANZIEREN SICH VON MAL-AKTION AN FORSTMASCHINE - KRITIK ERNEUERT: STARKBAUM-FÄLLUNGEN STATT SCHUTZ, Pressemitteilung des BUND Naturschutz (BN), 30.12.20; Der BUND Naturschutz (BN) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV) erneuern ihre Kritik an den massiven Fällungen dicker Buchen im Forstbetrieb Ebrach. „Wir halten unsere Kritik an den Fällungen in dem Nationalpark-Suchgebiet aufrecht, mit denen der Forstbetrieb ein großes Schutzgebiet verhindern will“, so Ralf Straußberger, Waldreferent des BN und Helmut Beran, Geschäftsführer des LBV. „In dem Zusammenhang distanzieren wir uns von dem Bemalen einer Rückemaschine eines privaten Forstunternehmers.“ BN und LBV weisen Unterstellungen als haltlos zurück, die beiden Naturschutzverbände hätten etwas mit dieser Mal-Aktion zu tun. „Wir machen nicht den Forstunternehmer für die Fällungen der dicken Bäume verantwortlich, sondern die Bayerischen Staatsforsten, die das angeordnet haben.“ „Wir kritisieren, dass die Holznutzung in einem der naturschutzfachlich wertvollsten Wälder Deutschlands weiterhin Vorrang haben soll, vor dem Schutz als Nationalpark“, so Steffen Jodl, BN-Regionalreferent für Unterfranken. Der BN und LBV werden weiterhin mit guten Argumenten für den Schutz alter Buchen werben und sich für einen Nationalpark einsetzen.
     
  • Leserbriefe aus der Mainpost vom 30.12.20 zum Thema
     
  • Nationalpark-Aktivisten wollen die Forstmaschine reinigen, MP vom 29.12.20; Nach dem Beschmieren eines Holzrücke-Schleppers hat sich eine Gruppe zur Tat bekannt. Man habe abwaschbare Kreidefarbe verwendet und werde die Schriften wieder entfernen... "Es wird natürlich nicht der Forstunternehmer für die massiven Fällungen verantwortlich gemacht, sondern die bayerischen Staatsforsten." Aus diesem Grund habe man mit dem Unternehmer telefonischen Kontakt aufgenommen und ihm angeboten, das Kreidespray auf der Maschine wieder per Hand abzuwaschen.... "Als Freundin des Steigerwalds lade ich alle, die an der aktuellen Diskussion mitwirken, wie die Bayerischen Staatsforsten, den Bund Naturschutz und auch Christian Binder sowie weitere Forstunternehmer, zu einem Runden Tisch ein, um die Argumente für ein Fällungsmoratorium in diesem Winter auszutauschen. Wir sollten der Bevölkerung zeigen, dass alle Akteure zu ihrem Wohle wirken wollen."
     
  • Das Beste für den Steigerwald, FT vom 29.12.20; DEBATTE Nationalpark oder nachhaltige Nutzung? Für beides gibt es gute Argumente. Wir stellen sie einander gegenüber. STEIGERWALD Ist ein Nationalpark die bessere Lösung? Die jüngsten Baumfällungen haben die Debatte wieder angefacht. Eine sachliche Diskussion über Waldbewirtschaftung und Waldschutz im Nordsteigerwald ist nötig und möglich.... Um heraus zu bekommen, wer in welchen Punkten richtig liegt und welcher der beste Weg ist, ist der inzwischen mehrfach gemachte Vorschlag eines Runden Tisches vielleicht keine schlechte Idee – mit einer neutralen Bewertung der Erfahrungen und Studien, die den sich widersprechenden Argumenten zu Grunde gelegt werden.
     
  • PROTESTAKTION - „Farbe war abwaschbar“, FT vom 29. 12.20
     
  • Badum weist Vermutungen zurück, FT vom 28.12.20; Ebrach — Die Bundestagsabgeordnete Lisa Badum (Grüne) geht auf Abstand zu der Sprayeraktion, bei der am vergangenen Montag eine forstwirtschaftliche Maschine im Wald bei Ebrach beschädigt wurde. „Ich distanziere mich von der Besprayung des gezeigten Schleppers, die ich für falsch halte und von der ich bis zum Lesen des Artikels keine Kenntnis hatte“, schreibt sie in einer Erklärung, die den Fränkischen Tag am Freitag erreichte.
     
  • Haben Nationalpark-Aktivisten eine Waldmaschine beschädigt?, Mainpost vom 28.12.20; Im Wald bei Handthal wurde ein abgestellter Tragrückeschlepper eines privaten Forstunternehmers mit Pro-Nationalpark-Parolen beschmiert. Die Tat schlägt hohe Wellen...  In den Tagen kurz vor Weihnachten ist ein im Steigerwald abgestellter "Forwarder"-Schlepper des privaten Forstunternehmens Christian Binder aus Mittelsteinach (Burgwindheim, Lkr. Bamberg) von unbekannten Tätern beschmiert und beschädigt worden. Auf den Tragrückeschlepper wurden die Sprüche "Rettet die Buchen" und "Steigi bleibt" aufgesprüht.
     
  • “Abwaschbare Farbe ist keine Sachbeschädigung” – Klima-Aktivistis zeigen sich diskussionsbereit, Der Neue Wiesentbote, 28.12.20; Vorab ist erst einmal klar zustellen, dass es neben dem “Steigi Bleibt”- Bündnis viele verschiedene Akteure für einen Nationalpark Steigerwald gibt, die sich seit Jahren für einen Nationalpark einsetzen und die mit der Aktion nichts zu tun haben. Es gibt den Freundeskreis Nationalpark Steigerwald (Naturschutzverbände), den Verein Nationalpark Steigerwald (Bürger*innen), das Nationalparkbündnis (bestehend aus Greenpeace, Gregor Louisoder Umweltstiftung, BN,…) und viele Einzelpersonen. Die im Presseartikel vorgebrachten Anschuldigungen aus dem Fränkischen Tag sind so nicht korrekt. Die genannte Maschine wurde nicht mit Grafitti-Spray beschädigt, sondern lediglich mit einem Kreidespray besprüht. Die Kreidefarben sind mit Wasser abwaschbar.
     
  • Fränkische Buchenwälder - Streit im Steigerwald: Staatsforsten sägen alte Buchen um, SZ vom 28.12.20; Naturschützer und Staatsforsten streiten um die Klimaverträglichkeit einer Fällaktion im fränkischen Steigerwald. Ein Nationalpark könnte den Erhalt der Bäume sichern, doch den lehnt die Staatsregierung seit Jahren ab.  
     
  • Wieder Streit wegen Baumfällungen im Steigerwald, MP vom 27.12.20; Nach Wochen der Ruhe haben sich wenige Tage vor Weihnachten mehrere Gruppierungen, die einen Nationalpark im Steigerwald fordern, in Pressemitteilungen wieder zu Wort gemeldet. Der Grund seien "massive Fällungen in den Staatswäldern im Nordsteigerwald".... Es werde verhindert, dass ein alter Wald mit dicken Bäumen entstehen kann, beklagt Ralf Straußberger als BN-Waldreferent. „BN und LBV fordern einen sofortigen Einschlagsstopp im Nationalpark-Suchraum, der nur neun Prozent der Fläche des Naturparks Steigerwald beträgt“, so Martin Geilhufe, BN-Landesbeauftragter und Helmut Beran, Geschäftsführer des Landesbund für Vogelschutz (LBV). Während Rheinland-Pfalz mit einem Einschlagstopp alle alten staatlichen Buchenwälder über 100 Jahre vor den Folgen der Klimakrise schütze, würden die Bayerischen Staatsforste gezielt die dicken Buchen herausschlagen.... Forstbetriebsleiter Ulrich Mergner vom Forstbetrieb Ebrach weist die Vorwürfe zurück. Es habe keine „massiven Fällungen" gegeben.
     
  • Nordsteigerwald: Bürgerverein fordert Einschlagstopp im Steigerwald, Der Neue Wiesentbote vom 26.12.20;  Der Wald leidet. Nicht nur Trockenheit, Hitze, Stürme und Schadinsekten machen ihm zu schaffen, auch die menschliche Unvernunft und Profitgier setzen ihm zu. So haben Mitglieder des Verein Nationalpark Steigerwald e.V. beobachtet, dass die Bayerischen Staatsforsten alte, mächtige Buchen im Steigerwald fällen. Für den Bürgerverein ist der Einschlag paradox. Ministerpräsident Markus Söder hatte noch vor kurzem den Staatswald zum Klimawald und zum wichtigen Verbündeten gegen den Klimawandel erklärt und als Zeichen der Wertschätzung Bäume umarmt. Einige Zeit später werden im Staatswald eben diese Verbündeten mit schweren Maschinen abgesägt. Geht man so mit Verbündeten um? 
     
  • Protest hinterlässt Spuren, FT vom 24.12.20; STEIGERWALD Eine Aktion der Gruppe „Steigi bleibt“ wird in sozialen Medien dokumentiert – unter anderem von der Bundestagsabgeordneten Lisa Badum. Für den Besitzer eines Rückeschleppers scheint nun klar, wer sein teures Fahrzeug beschädigt hat... In einer Pressemitteilung, die fast gleichzeitig mit den ersten Berichten über die „Steigi bleibt“-Aktion erschien, fordert der BN „einen sofortigen Einschlagsstopp im Nationalpark-Suchraum“
     
  • Einschlagsstopp im Steigerwald Nationalpark-Suchraum gefordert: BN und LBV kritisieren massive Fällungen dicker Buchen, Der Neue Wiesentbote vom 22.12.20
     
  • Bayerns letzte alte Buchen im Steigerwald schützen: Einschlag muss aufhören, Pressemitteilung Grüne vom 23.12.20: Vor Weihnachten zeigen aktuelle Fotos, dass die bayerischen Staatsforsten im Steigerwald nochmals in größerem Umfang alte Buchen fällen. Die Parteivorsitzende der bayerischen GRÜNEN Eva Lettenbauer und Lisa Badum, Mitglied des Bundestages und Sprecherin des Bündnisses Steigibleibt, kommentieren die aktuellen Fällungen der Bayerischen Staatsforsten: „Nur noch knapp drei Prozent der deutschen Wälder sind alte Buchenwälder. Gerade alte Buchen sind als grüne Lunge und CO2-Speicher wichtige Verbündete in der sich zuspitzenden Klimakrise. Deutschland hat sich völkerrechtlich verpflichtet, ein Zehntel der Waldfläche aus der Nutzung zu nehmen. Der Nordsteigerwald ist damit als potenzielles Weltnaturerbe und größtes zusammenhängendes Laubwaldgebiet in Bayern sofort unter Schutz zu stellen, denn er ist das geeignetste Gebiet für einen dritten Nationalpark in Bayern. Auf keinen Fall darf es sein, dass im Gegenteil auch dieses Jahr die Staatsforsten ihre Fällungen im Nordsteigerwald fortsetzen und unwiederbringlich einzigartige alte Buchen zerstören.“
     
  • BN und LBV kritisieren massive Fällungen dicker Buchen - Einschlagsstopp im Steigerwald Nationalpark-Suchraum gefordert, Pressemitteilung des BUND Naturschutz (BN), 22.12.20; Besorgte Waldbesucher haben den BUND Naturschutz (BN) über massive Fällungen in den Staatswäldern im Nordsteigerwald informiert, für den ein Nationalpark diskutiert wird. „Wir sehen mit großer Sorge, dass gerade die dicksten Buchen konsequent herausgeschlagen wurden und so große Löcher in das schattenspendende Kronendach gerissen werden“, so Ulla Reck vom Freundeskreis Nationalpark Steigerwald. „In Zeiten der Klimakrise mit extremer Hitze und Trockenheit ist dies schädlich für den verbleibenden Wald“. „So wird verhindert, dass ein alter Wald mit dicken Bäumen entstehen kann“, beklagt Ralf Straußberger, BN-Waldreferent. „BN und LBV fordern einen sofortigen Einschlagsstopp im Nationalpark-Suchraum, der nur 9 Prozent der Fläche des Naturparks Steigerwald beträgt“, so Martin Geilhufe, BN-Landesbeauftragter und Helmut Beran, Geschäftsführer des Landesbund für Vogelschutz (LBV). Während Rheinland-Pfalz mit einem Einschlagstopp alle alten staatlichen Buchenwälder über 100 Jahre vor den Folgen der Klimakrise schützt, schlagen die Bayerischen Staatsforste gezielt die dicken Buchen raus.
     
  • Steigi Bleibt Bündnis, Staatsregierung zeigt Doppelmoral im Naturschutz
     
  • Steigi Bleibt Bündnis” fordert Stopp der Fällungen und wirft Staatsregierung Doppelmoral im Naturschutz vor, Der Neue Wiesentbote vom 19.12.20; Die Staatsregierung, allen voran Ministerpräsident Markus Söder inszenierten sich in den letzten Monaten als Naturschützer. Im Juli stellte sich Söder, halb einen Baum umarmend, hin und ruft aus er wolle 30 Millionen Bäume pflanzen oder der Wald sei unser Erbe, ihn zu erhalten sei die wichtigste Aufgabe. Daher solle der Staatswald künftig nicht die Staatseinnahmen füttern, sondern er müsse CO2-Speicher sein. [Quelle: Süddeutschen Zeitung „Söder will 30 Millionen Bäume pflanzen lassen“]. Im krassen Kontrast dazu stehen die wiederholten und leider auch wieder aktuellen Fällungen im Steigerwald und der Jahresbericht der Bayerischen Staatsforsten. Letzterer zeigt auf: Die oberste Priorität der Staatsforsten ist eben nicht Natur- oder Klimaschutz, sondern weiterhin ein profitabler Umsatz.... Das Bündnis Steigi Bleibt fordert deshalb: sofortiger Einschlagstopp im Nationalparksuchgebiet! „Wir werden es nicht länger hinnehmen, dass die Staatsregierung vorne Waldschutz propagiert und hinten Jahr für Jahr den wertvollen alten Buchenbestand im Steigerwald zerstört.“ – Sprecherin des Bündnisses Lisa Badum „Wir werden corona-konform handeln, wenn die Einschläge weitergehen!“ – Sprecher des Bündnisses Tim-Luca Rosenheimer
     
  • Nehmt den Förstern den Wald weg!, Mainpost vom 17.12.20, Leserbrief Rebhan; Zum Artikel "Der Wald als Jahrhundertbaustelle" (12.12.):... Aber der böse Klimawandel! Hilfe. Der ist an allem schuld! Jetzt stirbt sogar das Wucherunkraut Rotbuche. Gerade noch alle teuren Eichen und die edle Elsbeere im Würgegriff gehabt, da springt schon die Rinde ab, die Äste brechen entlaubt weg und bevor das Buchenungetüm zu Boden stürzt, muss es, man kann es sich denken, natürlich umgesägt werden. Schade, dass Bäume nicht reden können. Sie würden uns bestimmt eine andere Geschichte als diese försterlichen Schauermärchen erzählen. Viele würden sagen, die Rotbuche, die „Mutter des Waldes“, ist doch erst unsere Lebensgrundlage. Aus dem Schoß ihrer dichten, feuchten Wälder keimen doch auch wir, die Eichen, die Ahorne, die Weißtannen...... Warum geht’s denn dem Wald so schlecht? Wegen der Förster! Warum sind sie nicht endlich mal ehrlich. Wir nehmen dem Wald viel zu viel, sollten sie mal sagen. Tut uns Leid, liebe Gesellschaft, dass wir dich bis heute mit dem Versprechen des grenzenlosen Verbrauchs verführt haben. Oh, Moment. 500 Millionen Euro Steuergeld für das Wiederholen der alten Fehler!? Hat das etwa gerade die Klöckner verkündet? Da bin ich aber dagegen. In Zukunft soll der deutsche Wald so behandelt werden, dass die Ernte das Ökosystem so gering wie möglich belastet. Dafür kann dann gerne Steuergeld ausgegeben werden.
     
  • So kann Bayern weitermachen, SZ Leserbrief vom 16.12.20; ... Es ist angesichts von Klimakatastrophe und Artentod nicht mehr zeitgemäß, die öffentlichen Wälder Bayerns ausschließlich zur Rohstoffgewinnung zu nutzen. Zu groß werden die Schäden am Ökosystem, das der Bevölkerung die lebenswichtigen Ökosystemleistungen spendet. Wenn es auch immer noch nicht für einen neuen Nationalpark langt, wäre ein solcher Ehrentitel für die alten Buchen- beziehungsweise Eichenwälder Frankens kein Luxus. Jeweils ein Nationalpark in den Staatswäldern von Spessart und Steigerwald strahlten für Bayern in die ganze Welt hinaus. 
     
  • Naturwälder sind klimastabiler als bewirtschaftete Forste, Pressemitteilung NABU, 10.11.20: NABU fordert mehr Wildnis-Wälder als Antwort auf den Klimawandel

November 2020

  • BUND Naturschutz und Greenpeace begrüßen weitere Sicherung von Naturwäldern in Bayern, Pressemitteilung des BUND Naturschutz (BN) und Greenpeace Bayern vom 30.11.20; BUND Naturschutz (BN) und Greenpeace begrüßen die Sicherung weiterer Naturwälder durch die bayerische Staatsregierung als wichtigen und überfälligen Schritt. „Nachdem wir 2016 mit Greenpeace ein von der Staatsregierung kritisiertes Naturwaldverbundkonzept vorgestellt haben, sind heute Naturwälder als zentraler Baustein der bayerischen Forst- und Naturschutzpolitik fest verankert“, so Richard Mergner, Landesvorsitzender des BN. „Dies ist ein großer Erfolg für unseren Verband und die vielen Ehrenamtlichen, die sich dafür eingesetzt haben.“ Volker Oppermann von Greenpeace Bayern: "Es ist ein großer Vorstoß in die richtige Richtung. Aber wir brauchen statt kleiner Schutzgebiete, wie mit einem Schrotschuss gezeichnet unbedingt größere Waldschutzgebiete.“ „Wir fordern deshalb einen Nationalpark im Steigerwald und weitere große Naturwälder im Spessart, Gramschatzer Wald und Ammergebirge, so Mergner und Oppermann.
     
  • Der Waldmensch: Georg Sperbers Leidenschaft für Nachhaltigkeit: Portrait über Dr. Georg Sperber und Ehefrau: Freitag, den 27. November 2020, im Bayerischen Fernsehen in der Sendereihe `Unser Land` von 19:00 – 19.30 Uhr
     
  • In Wäldern nicht aufräumen, Pressemitteilung Uni Würzburg vom 23.09.20;  Bitte nicht stören: Nach Waldbränden, Borkenkäferbefall oder anderen Schädigungen sollte in den betroffenen Wäldern nicht aufgeräumt werden. Das schreibt ein Forschungsteam in „Nature Communications“. Wälder, in denen natürliche Störungen ohne menschliche Eingriffe erhalten bleiben, gehören zu den am stärksten bedrohten Lebensräumen der Welt. „Bislang gab es keine belastbaren Zahlen dafür, welcher Flächenanteil in einem natürlich gestörten Wald unaufgeräumt bleiben sollte, um die Artenvielfalt an Pflanzen, Vögeln, Insekten und Pilzen so gut wie möglich zu fördern“, sagt der JMU-Wissenschaftler. Um diese Lücke zu schließen, hat ein internationales Forschungsteam um Simon Thorn weltweite Daten zu natürlichen Störungen in Wäldern analysiert. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kommen im Journal Nature Communications zu dem Fazit: Werden rund 75 Prozent eines natürlich gestörten Waldgebietes nicht aufgeräumt, bleiben 90 Prozent des dortigen Artenreichtums erhalten. Lässt man nur die Hälfte eines gestörten Waldes unangetastet, geht rund ein Viertel der Arten verloren. „Diese Zahlen können als einfache Faustregel für das Belassen von Störungswäldern dienen“, sagt Thorn.
     
  • Leserbriefe Mainpost zum Streitgespräch Steffen Iodl/ Ulrich Mergner vom 21.11.20
     
  • Förster gegen Naturschützer: Wie können wir unseren Wald retten?, MP vom 13.11.20;  Unterfrankens Bäume leiden extrem unter dem Klimawandel. Doch was hilft? Sollte man den Wald sich selbst überlassen oder weiter Bäume fällen? Ein Streitgespräch zwischen Ulrich Mergner (Forstbetrieb Ebrach) und Steffen Jodl (BN).... Steffen Jodl: ... Ich wünsche mir, dass der Einschlag reduziert wird. Denn je mehr Licht in einen Wald hineinfällt, desto stärker wird die Austrocknung forciert und desto höher ist die Gefahr, dass die noch vorhandenen Buchen Sonnenbrand bekommen.... Das Trittsteinkonzept im Steigerwald ist wertvoll. Aber wie der Name schon sagt: als Trittsteine. Sie verbinden Lieferbiotope miteinander. Das sind größere Flächen, in denen eine Reproduktion der Arten stattfinden kann.
    Anmerkung: Nutzungsfreier Wald ist nicht „still“ gelegt, im Gegenteil: hier tummelt sich mehr Leben als im Wirtschaftswald. Gerade in Zeiten der Klimakrise brauchen wir dringend Wälder, in denen wir beobachten können, wie die Natur sich selbst hilft. Hierfür ist der Nordsteigerwald mit seinem immensen Baumartenreichtum hervorragend geeignet. Wir beobachten auch im Ebracher Forst regelmäßig, dass die dürregeschädigten Bäume vor allem dort zu finden sind, wo durch Holzeinschlag große Löcher im schützenden Kronendach entstanden sind sowie am Rand von Rückegassen und Forststraßen. Die Schädigung des Wasserspeichers im Boden durch den Einsatz schwerer Maschinen verstärkt den Wassermangel zusätzlich.

Oktober 2020

  • Leserforum: Wald braucht Schutz vor Ausbeutern, Atzmüller, MP vom 27.10.20... Wer heute in die bestehenden Nationalparkregionen, zum Beispiel den als Urlaubsregion hoch geschätzten Bayerischen Wald, fährt und mit den Menschen dort redet, wird schnell erkennen, dass sie dort schon nach kurzer Zeit mit dem Nationalpark äußerst gut und besser leben konnten und können. Sogar die Politiker lassen sich nun dort feiern und sind übervoll mit Lobeshymnen auf den segensreichen Nationalpark (seit 50 Jahren). Aus ökologischer und ökonomischer Sicht sei er für die Region und ganz Bayern wertvoll. "Ein Schatz", sagte Söder. Kaum sind sie zurück im Steigerwald, ist alles wieder vorbei und vergessen... „Wald“ braucht Helden und Heldinnen wie Dich, die auch mal laut werden, ihm ihre Stimme leihen, für ihn wirklich einmal einstehen – bevor es zu spät für unsere Kinder ist! Wahnsinn in seiner reinster Form zeigt sich, wenn wir unsere letzten alten Buchenwälder im nördlichen Steigerwald in Zeiten der höchsten Klimanot und weltweiten Ratlosigkeit von monströsen Holzerntemaschinen leerräumen lassen.
     
  • Den Wald sich selbst überlassen, FT vom 24.10.20; 50 Jahre  Nationalpark  Bayerischer  Wald; In Niederbayern wurde 1970 der erste Nationalpark in Deutschland gegründet. Seither gilt dort der Leitsatz: Natur Natur sein lassen. Der Mensch darf nicht eingreifen. Aber kann der Wald den Klimawandel allein bewältigen?... Trotz aller Befürworter sind die Planungen für einen dritten Park auf Eis gelegt. Die bayerische Landesregierung unter Ministerpräsident Söder hat im April 2018 den bereits angelaufenen Suchprozess für ein Nationalparkgebiet abgebrochen.  Potenzielle Kandidaten hatte es dabei viele gegeben: Frankenwald, Spessart, Steigerwald und Rhön. Doch die Gebiete fielen frühzeitig wieder aus der Planung für einen dritten Park. Die Begründung lautete in allen Fällen: Es solle keinen Nationalpark gegen den Willen der Bevölkerung geben. Und der Protest der Anwohner in den umliegenden Gemeinden war tatsächlich in allen Regionen beträchtlich. Aber vielleicht ist auch das ein Lernprozess. + Interview Hans Bibelriether: Brauchen wir einen dritten Nationalpark in Bayern? Wo sollte er entstehen? Auf jeden Fall, sinnvollerweise auch einen vierten und fünften. Am dringlichsten wäre ein Nationalpark im Steigerwald. Das ist derzeit ein großer Naturpark, in dem aber schon heute 7000 Hektar aus der Bewirtschaftung genommen sind. Deshalb sollte man zügig einen Nationalpark Steigerwald ausweisen.
     
  • Leserforum: Nationalparke helfen Lebensgrundlagen bewahren, MP vom 21.10.20; Niko Rebhan zum Artikel „Nationalpark-Paradoxon: Stirbt der Steigerwald ohne Menschenhand?“ vom 19. Oktober erreichte diese Redaktion folgender Leserbrief: Bei diesem Bericht von fiel mir sofort das große Main-Post-Interview mit Hans Bibelriether, einem der Väter des Bayerwald-Nationalparks ein. Was für ein Gegensatz zum Forstbetrieb Ebrach! Bibelriether würde sicher niemals die Buche als zu schwach zum Klimawandel beschreiben.... Man sollte so eine Diskussion um einen Nationalpark nicht unnötig zuspitzen und stattdessen flugs viel mehr Großschutzgebiete in Bayerns Staatswäldern einrichten. Die Forstwirtschaft hatte bisher nahezu alles, jetzt muss sie endlich einmal abgeben. Politische Veränderungen können auch hier viel bewirken – wenn es nicht anders geht, liebe Staatsregierung!
     
  • Nationalpark-Paradoxon: Stirbt der Steigerwald ohne Menschenhand?, MP vom 19.10.20; Die wertvollen Buchen leiden viel stärker unter dem Klimawandel als erwartet. Die Forstwirtschaft will eingreifen, Umweltschützer der Natur freie Hand lassen... Nationalpark würde keinen "Wald unter einer Glasglocke" bedeuten: Nein, kontern Martin Geilhufe, der Landesbeauftragte von Bund Naturschutz (BN), und BN-Waldreferent Ralf Straußberger. Sie glauben: Worauf die Forstwirtschaft abzielt, schafft der Wald ganz alleine. Zweck eines Nationalparks sei es nicht, "einen Status quo wie unter einer Glasglocke zu erhalten." Geilhufe und Straußberger setzen vielmehr auf natürliche Anpassungsprozesse an Veränderungen wie die Klimakrise, wozu es zweierlei braucht: Erstens Raum und zweitens Zeit. Mehr Raum für eine natürliche Entwicklung fordern die beiden Naturschützer vor allem auf den schwierigeren Standorten in älteren Buchen- und Laubwäldern. Hier sollen die Staatsforsten schon jetzt am besten gar nicht mehr einschlagen, und hier wie anderswo auch keine absterbenden Bäume und kein Totholz mehr entnehmen.
     
  • „Nationalpark muss zeitnah kommen“, FT vom 8.10.20; Der Nationalpark Bayerischer Wald feiert seinen 50. Geburtstag und Naturverbände und Gruppierungen nutzen diesen Anlass nicht nur, um zu gratulieren, sondern auch, um sich mit einem „Nationalparkbündnis Bayern“ in der Forderung nach einem dritten Nationalpark Bayerns im Steigerwald zu vereinen.... Das Bündnis „steigi bleibt“ freut sich laut einer Pressemitteilung über zukünftige Zusammenarbeit mit allen unterstützenden Bündnissen, Initiativen, Verbänden und Vereinen im Kampf um einen Nationalpark Steigerwald. „Steigi bleibt“-Bündnis-Sprecher Luca Rosenheimer, der auch der heutigen Kundgebung der Initiative „Nationalparkbündnis Bayern“ vor der Staatskanzlei in München beiwohnte, gratuliert... Der Bayerische Wald zeigt uns, wie ein Nationalpark erfolgreich funktionieren kann. Und dieser Erfolg bestätigt uns nur noch mehr in unserer Forderung nach einem Nationalpark im nördlichen Steigerwald. Für uns als „steigi bleibt“-Bündnis ist klar, dass ein dritter Nationalpark in Bayern zeitnah im Steigerwald kommen muss. Wir wollen keine weiteren Fällungen in diesem wertvollen Buchenwald und potenziellen Weltnaturerbe hinnehmen.“ „Steigi bleibt“-Bündnis-Sprecherin Lisa Badum ergänzt „Wir als Bündnis ,steigi bleibt‘ zählen mittlerweile 26 unterstützende sozial-ökologische Initiativen, Vereine und Parteien.  Die Unterstützung aus der Region wächst kontinuierlich... Mit allen, die sich uns anschließen wollen, fordern wir ein sofortiges Fällmoratorium im Nationalparksuchgebiet im nördlichen Steigerwald und einen Nationalpark Steigerwald.“
     
  • 50 Jahre: Söder besucht Nationalpark Bayerischer Wald zum Jubiläum, PnP vom 7.10.20; Der Nationalpark Bayerischer Wald sei ein Schatz, den es zu schätzen und zu schützen gelte, sagte Söder. Aus ökologischer Sicht sei der Nationalpark wichtig für ganz Bayern und aus ökonomischer Sicht wertvoll für Lebensqualität, Wirtschaft und Tourismus in der Region.... Sieben Naturschutzverbände und Bürgerinitiativen - darunter der Bund Naturschutz, Greenpeace und der Landesbund für Vogelschutz - gratulierten am Mittwoch zum Jubiläum und stellten in München zugleich ein Nationalpark-Bündnis vor. Damit setzen sie sich für die Errichtung eines dritten Nationalparks in Bayern ein. Am Dienstag hatten bereits die Grünen die Schaffung eines dritten Nationalparks Bayern gefordert. Ein weiterer Nationalpark sei auch für den Artenschutz wichtig. Auch aus der SPD-Fraktion wurde erneut die Forderung laut, einen Nationalpark im Steigerwald mit einer Machbarkeitsstudie voranzubringen.
    Dazu auch PnP
    Welt
    Anmerkung: das Bündnis der Verbände fordert den Nationalpark Steigerwald
     
  • Zum Jubiläum im Bayerischen Wald: Bayern soll dritten Nationalpark bekommen, SZ vom 7.10.20;Mit Blick auf das 50-jährige Bestehen des Nationalparks Bayerischer Wald fordern sowohl die Grünen als auch die SPD im Landtag einen neuen, dritten Nationalpark im Freistaat... Florian von Brunn, umweltpolitischer Sprecher der SPD, sagte: "In Bayern fehlt noch ein großes Schutzgebiet für den Laubwald, insbesondere für die Buche. Deswegen wollen wir weiterhin eine Machbarkeitsstudie für einen Nationalpark Steigerwald."..."Wir haben ein deutlich gestiegenes Umweltbewusstsein in unserem Land", sagte Hartmann. Die Staatsregierung müsse daher "beim stolzen Blick zurück auf 50 Jahre Nationalpark Bayerischer Wald ein Auge auch nach vorn richten". Die Entwicklung und Ausweisung eines dritten Nationalparks, etwa im Steigerwald, müsse konsequent vorangetrieben werden... Die Idee für einen dritten Nationalpark im Steigerwald hat die Regierung von Anfang an abgelehnt. Entsprechend skeptisch äußerte sich Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) am Dienstag zur Forderung der Grünen. Mit Blick auf einen dritten Nationalpark sagte er, dass ein solches Projekt nur dann "in einer Region eine Erfolgsgeschichte werden" könne, wenn man auch alle Menschen mitnehme. Der Nationalpark Bayerischer Wald wird zum Geburtstag um 630 Hektar erweitert. 
     
  • "XXL-Geburtstagsgeschenk" für Nationalpark Bayerischer Wald, BR, 7.10.20; Das bayerische Kabinett hat - wie erwartet - grünes Licht für die Weiterentwicklung des Nationalparks Bayerischer Wald gegeben: Anlässlich seines 50-jährigen Bestehens wird er um 630 Hektar erweitert und damit zum größten deutschen Wald-Nationalpark, wie Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) nach einer Kabinettssitzung in München sagte. Er sprach von einem "XXL-Geburtstagsgeschenk", das den ältesten Nationalpark Deutschlands noch einmal aufwerte.... Um die Attraktivität des Nationalparks zu steigern, sollen nach Angaben der Staatskanzlei bis 2024 rund 3,5 Millionen Euro für neue Besucherprojekte zur Verfügung stehen... SPD fordert Machbarkeitsstudie für Nationalpark Steigerwald: SPD-Umweltexperte Florian von Brunn begrüße zwar ebenfalls die Erweiterung, mahnte aber zugleich: "In Bayern fehlt noch ein großes Schutzgebiet für den Laubwald, insbesondere für die Buche. Deswegen wollen wir weiterhin eine Machbarkeitsstudie für einen Nationalpark Steigerwald - als Grundlage für einen sachlichen Dialog!"  ... Ein Weltnaturerbe Steigerwald wäre dem SPD-Politiker zufolge aber ein großer Gewinn für die Natur, für die Menschen und für die ganze Region... Grüne und Naturschützer fordern dritten Nationalpark: Der Nationalpark Bayerischer Wald übernimmt nach Meinung von Grünen-Landeschefin Eva Lettenbauer "eine Mammutaufgabe für Bayern". Er brauche Verstärkung durch einen weiteren Nationalpark im Steigerwald. "Seit 50 Jahren filtert der Bayerische Wald unsere Luft, speichert CO2 und Wasser und ist natürlicher Lebensraum für unzählige Tiere und Pflanzen." Er biete Erholung und stärke nachhaltigen Tourismus in der Region. Das einzig passende Geschenk zum 50. Geburtstag könne nur ein weiterer Nationalpark sein. "Wir Grüne fordern einen dritten Nationalpark im fränkischen Steigerwald als wichtigen Schritt für mehr Klima- und Artenschutz in Bayern." Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Ludwig Hartmann verwies auf eine Umfrage aus dem Jahr 2018, laut der zwei Drittel der Menschen in Bayern für einen dritten Nationalpark seien. "Die Söder-Regierung muss deshalb beim stolzen Blick zurück auf 50 Jahre Nationalpark Bayerischer Wald ein Auge auch nach vorn richten und die Entwicklung und Ausweisung eines dritten Nationalparks konsequent vorantreiben." Auch der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) betonte, die heutige Entscheidung der Staatsregierung könne nur ein Zwischenschritt für die Ausweisung eines dritten Nationalparks sein.
     
  • Bayerns Grüne fordern Nationalpark im Steigerwald, FT vom 7.10.20; München — Pünktlich zum 50-jährigen Bestehen des Nationalparks Bayerischer Wald fordern die Grünen die Schaffung eines dritten Nationalparks im Freistaat. „Der Nationalpark Bayerischer Wald übernimmt eine Mammutaufgabe für Bayern – und er braucht Verstärkung durch einen weiteren Nationalpark im Steigerwald“, sagte Grünen-Landeschefin Eva Lettenbauer am Dienstag in München. Ein weiterer Nationalpark sei auch für den Artenschutz in Bayern wichtig.
     
  • Sieben Naturschutzverbände und Bürgerinitiativen sagen „DANKE für 50 Jahre Nationalparke in Bayern“ und stellen „Nationalparkbündnis Bayern“ vor - Wann kommt der Nationalpark Steigerwald?, Gemeinsame Pressemitteilung der Naturschutzverbände, 7.10.20; München: Sieben Naturschutzverbände und Bürgerinitiativen aus dem Steigerwald, Bayern und Deutschland sagten heute anlässlich des 50. Geburtstags des Nationalparks Bayerischer Wald vor der Bayerischen Staatskanzlei „DANKE für 50 Jahre Nationalparke in Bayern“ und informierten über ihre neue Initiative „Nationalparkbündnis Bayern“ (www.nationalparkbuendnis-bayern.de). Der Nationalpark im Bayrischen Wald ist ein Gewinn für den Naturschutz und die Bevölkerung in der Region. Diese großartige Erfolgsgeschichte soll – so die Forderung des Nationalparkbündnisses Bayern – im Steigerwald fortgeschrieben werden
     
  • Dritter Nationalpark: Warum Naturschützer noch daran glauben, MP München, 4.10.20; 50 Jahre Nationalpark im Bayerischen Wald - zum Jubiläum gibt es viel Lob. Die Regierung Söder will trotzdem kein neues Schutzgebiet. Naturschützer aber hoffen weiter

September 2020

  • Blätterkronen am Weltkindertag, MP vom 25.9.20; Den Weltkindertag als Tag mit und in der Natur feierten Junge und Alte im Naturfreundehaus Sennfeld.... Sennfelds Bürgermeister Oliver Schulze war mit der ganzen Familie da und freute sich über den Naturtag in seiner Gemeinde. "Nur wer als Kind gelernt hat, die Natur zu lieben, wird sie als Erwachsener achten und schützen", war sein Leitsatz. Bevor es mit Gitarre, Djembe und Didgeridoo am Lagerfeuer weiterging, gab es vom Verein Nationalpark Steigerwald mit dem Film "Steigerwaldflimmern" ein besonderes Kinoerlebnis zu Ursachen und Lösungsmöglichkeiten in Sachen Klimawandel.
     
  • Schutz der Natur als Herzensanliegen, MP vom 7.9.20; Die Eltern betrieben in Alitzheim (Landkreis Schweinfurt) eine Landwirtschaft und Erich, der älteste der drei Rößner-Söhne, genoss die Freiheiten auf dem Land. Schon damals aber, Ende der 1950er, Anfang der 1960er Jahre, sei es mit dem „Raubbau an der Natur“ losgegangen. ... Neben seiner landwirtschaftlichen Tätigkeit kümmert er sich auch weiterhin ehrenamtlich um den Schutz der Natur. Das ist ihm ein Herzensanliegen. Seit 1977 engagiert er sich beim Bund Naturschutz. Seit 1992 sitzt er der Ortsgruppe Gerolzhofen vor... Prägen sollten ihn Persönlichkeiten aus Weihenstephan und Dr. Georg Sperber vom Bayerischen Staatsforst. Den lernt Rößner bei einem Praktikum kennen. Sperber hatte 1972 die Leitung des Forstamts Ebrach (Landkreis Bamberg) übernommen. Er stellte die Kahlschlagwirtschaft ein, stoppte die „Vernadelung“ und arbeitete nach den Grundsätzen naturnaher Waldwirtschaft. „Das war für mich sehr beeindruckend und die Voraussetzung dafür, dass wir heute für einen Buchennationalpark im Steigerwald streiten können“, sagt Rößner...Rößner hofft, dass es eines Tages einen Nationalpark Steigerwald gibt, dass die Steigerwaldbahn reaktiviert wird.
     
  • Klimawandel: Waldarbeiter fällen keine alten Buchen mehr, SZ News vom 4.9.20; Mainz, Rheinlandpfalz (dpa/lrs) - Angesichts der massiven Waldschäden infolge des Klimawandels sollen Waldarbeiter im rheinland-pfälzischen Staatswald keine alten Buchen mehr fällen. Dieser Einschlagstopp bis zum Ende der diesjährigen Vegetationsperiode solle dazu beigetragen, das Kronendach von Buchenwäldern möglichst geschlossen zu halten, teilte das Forstministerium in Mainz am Donnerstag mit. Sonneneinstrahlung und Hitzeeinwirkung auf die Bäume und das Waldökosystem sollten so verringert werden....  Der Schutz gilt ihren Worten zufolge für mehr als 100 Jahre alte Buchen im Staatswald, die keine Gefahr für Menschen darstellen oder Baumnachwuchs oder lichtbedürftige Mischbaumarten bedrängen - und die zusammen ein vor Sonneneinstrahlung schützendes Kronendach bilden.
     
  • Nationalpark Steigerwald, Mainfranken ÖkoTip Nr.5/ 2020 (Gemeinschaftspublikation für mainfränkische Ökobetriebe).

August 2020

  • Neues Bündnis für Nationalpark, FT vom 6.8.20; Mit „Steigi bleibt“ hat sich ein neues Bündnis für den Nationalpark Steigerwald gegründet. „Wir sind ein Bündnis aus ober-, unter- und mittelfränkischen sozial-ökologischen Vereinigungen und vielen Menschen aus der Steigerwald-Region.... Man sehe sich als als Ergänzung und Unterstützung bestehender Vereinigungen, wie dem Verein Nationalpark Steigerwald und dem Freundeskreis Nationalpark Steigerwald. „Wir fordern ein sofortiges Fällmoratorium, ein Großschutzgebiet im Nationalparksuchgebiet und langfristig einen Nationalpark Nordsteigerwald“, heißt es in der Pressemitteilung.
     
  • Leserforum: Buchen trotzen dem Klimawandel, wenn man sie lässt!, MP vom 5.8.20; Das ist gut so, denn Staatswälder sollten nicht ausschließlich der Holzgewinnung dienen und das hat man inzwischen auch beim Forstbetrieb Ebrach eingesehen. Vielleicht sollte man aber anmerken, dass doch eigentlich bekannt ist, dass äußere Einflüsse sehr wohl die Weitervererbung des Genoms verändern können. ...Wäre es also nicht viel interessanter, die Holznutzung im Steigerwald hintenan zu stellen und die Buchenwälder in ein Forschungslabor umzuwandeln, aus dem die Menschheit Nutzen ziehen könnte, wenn es nicht mehr unter den Spuren der Forstwirtschaft begraben würde? Dann wäre es auch nicht mehr so gravierend, wenn in einem kleinen Schutzgebiet so mir nichts dir nichts drei Buchen gefällt würden. Die Wissenschaft in fünfzig Jahren braucht auch noch alte Wälder, in denen sie forschen kann. Jedenfalls sollte man die ganze Forschung nicht nur aus dem Blickwinkel der Waldbewirtschaftung, die am Ende die größte Menge an Holz erbringt, betrachten.
     
  • Grüne Bayern wollen als dritten Nationalpark den Steigerwald - Landesvorsitzende Eva Lettenbauer mit Lisa Badum im Steigerwald unterwegs, Pressemitteilung Bündnis 90/ Die Grünen vom 3.8.20; Im Rahmen des Grünen Sommerprogramms von Grünes Bamberg lud die Grünen Abgeordnete Lisa Badum zum Politischen Waldspaziergang in den Steigerwald. Neben Teilnehmer*innen aus der Region, darunter Bambergs Landtagsabgeordnete Ursula Sowa, war auch die Bayerische Landesvorsitzenden der Grünen der Einladung in den Nordsteigerwald bei Obersteinbach gefolgt. Die Tour führte die Gruppe durch das Naturschutzgebiet Kleinengelein, wo man auf eine Vielzahl an dicken Buchen blicken kann.
     
  • Grüne Bayern wollen Steigerwald als dritten Nationalpark, MP, 4.8.20

Juli 2020

  • Wald mit Zukunft, Beschluss des Digitalen Kleinen Parteitags der bayerischen Grünen vom 11. Juli 2020: .... Wir bekräftigen den Beschluss über die Ausweisung eines Nationalparks Steigerwald. Wir fordern die Regierung von Oberfranken auf, das Schutzgebiet „Hoher Buchener Wald“ wiederherzustellen. Wir wollen außerdem weitere Nationalparke ausweisen: Auch der Spessart, das Ammergebirge, Isar- und Donauauen und die Rhön bedürfen unseres besonderen Schutzes....  
     
  • Forchheimer MdB Lisa Badum begrüßt die Gründung des Bündnisses “Steigi bleibt!”, Pressemitteilung, Der Neue Wiesentbote, 28.7.20; Zur Gründung des Bündnisses “Steigi bleibt!” – ein Zusammenschluss aus sozial-ökologischen Vereinigungen aus ganz Franken – erklärt Lisa Badum, Abgeordnete für Bamberg/Forchheim und klimapolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, die das Bündnis unterstützen wird: “Wir haben hier in Franken direkt vor der Haustüre einen Naturschatz und das Potential eines alten Klimawaldes. Seit Jahren setze ich mich gemeinsam so vielen Aktiven aus der Region für einen Nationalpark ein. Dass sich nun unserer Forderung eine Bandbreite an Vereinigungen aus ganz Franken anschließt, darunter auch viele junge Menschen, nehmen wir als Zeichen, dass wir in die richtige Richtung marschieren und auf die Unterstützung aus der regionalen Bevölkerung zählen können. Ich unterstütze das Bündnis STEIGI BLEIBT und bin stolz; auf eine derart aktive Zivilgesellschaft zählen zu können. Je mehr sich uns anschließen, desto deutlicher schicken wir ein Signal an die Bayerische Staatsregierung: Wir wollen einen Nationalpark Steigerwald und wir brauchen ihn auch. Es führt kein Weg mehr daran vorbei.”
     
  • Die Schiene als starkes Rückgrat für den Tourismus: Tourismussprecher der Grünen besuchte Steigerwaldregion, in und um schweinfurt, 20.7.20; GEROLZHOFEN SCHWEINFURT – Nach Ostbayern im zurückliegenden Jahr bereist der Landtagsabgeordnete Christian Zwanziger (Bündnis 90/Die Grünen) auf seiner Tourismus-Tour 2020 noch bis Ende Juli alle drei fränkischen Bezirke. Den ersten Tag seiner elftägigen Reise mit Rad, Bahn und Bus widmete der 33-jährige Sprecher für Landesentwicklung und Tourismus dem Steigerwald unter dem bewusst so gewählten Motto „Visionen: Mit der Bahn in den Nationalpark“.
     
  • Wald braucht mehr Raum zur Entfaltung, Leserbrief Niko Rebhan, FT vom 16.7.20; Zum Thema „Selbstdarstellung hilft dem Wald nicht“ - Mehr Respekt für den Wald, er kann sich selber helfen!.... Im Hinblick auf die öffentlichen Wälder, unsere Staatswälder, muss „die Forstpartie“ eben einsehen, dass ihr Handeln kein Selbstzweck ist, sondern dass die Bevölkerung über den Zweck des Waldes mitbestimmt. So wie es jeweils der Freundeskreis und der Verein Nationalpark Steigerwald tun. Die Bevölkerung ist sehr wohl in der Lage, den Zweck von Wald in die aktuelle Weltlage einzuordnen. Und ich finde, Herr Knorr und seine „Forstpartie“ sollten weniger von Wald reden. Denn was sie wollen ist Forst, der für die Rohstoffproduktion gewaltsam umgeformt wird. Ohne Respekt dafür, was Wald uns schenkt: reine Luft. Sauberes Wasser. Regen. Fruchtbaren Boden. Klimaregulation. Genetische Reserven. Waldfrüchte. Inspiration und Erholung. Wald braucht endlich mehr Raum zur Entfaltung! Da muss ich sagen, ist die Bevölkerung und die Politik schon viel weiter als die privilegierte „Forstpartie“. Noch ist es für deren Netzwerke nicht zu spät, ihren Weg zu ändern.
     
  • Artenvielfallt durch Waldschäden, FT vom 16.7.20; Würzburg — Durch den Klimawandel verursachte Waldschäden könnten einen positiven Effekt auf die Artenvielfalt haben. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Uni Würzburg, die etwa 500 Waldstücke in Deutschland mit Lasertechnik auf Struktur, Tier- und Pflanzenarten hin untersucht haben. Ein Wechsel von dichtem Wald und Lücken erhöht die Vielfalt in den meisten Artengruppen, so die Forscher. „Damit erscheinen die aktuell häufig beklagten Waldschäden im Zuge des globalen Klimawandels mit absterbenden Baumgruppen in dichten Wäldern in einem neuen Licht“, erläuterte der Leiter des Projekts, Tierökologe Jörg Müller.
     
  • Erstmals in Bayern: Salamander-Pest im Steigerwald nachgewiesen, MP vom 8.7.20; Der für Feuersalamander tödliche Hautpilz Bsal hat den Steigerwald erreicht. Jetzt droht ein Massensterben unter den Lurchen. Experten versuchen dies zu verhindern
     
  • Passen sich Bäume an?, FT vom 1.7.20; WISSENSCHAFT Die TU München untersucht bei Fabrikschleichach das genetische Material von Buchen. Die Forscher erhoffen sich dadurch Erkenntnisse beispielsweise zum Klimawandel.
     
  • Bürgerverein fordert Buchen-Großschutzgebiet im Steigerwald, Der Neue Wiesentbote vom 25.6.20; Pressemitteilung des VNS zum Tag der Buchenwälder am 25.06.2020 erinnert der Verein Nationalpark Steigerwald die Bayerische Staatsregierung an ihre Verantwortung für den Schutz und den Erhalt eines der wertvollsten Buchenwaldgebiete Deutschlands: Der Nordsteigerwald ist Bayerns Spitzenreiter für ein „UNESCO-Weltnaturerbe Buchenwälder“.

Juni 2020

  • Hautpilz bei Feuersalamander nachgewiesen - Infektion im Steigerwald bestätigt, Bayerisches Landesamt für Umwelt – PRESSEMITTEILUNG Nr. 17/20 Freitag, 26. Juni 2020-Natur
     
  • Offene Brief an die Bundesministerinnen Klöckner und Schulze zum Tag der Buchenwälder, den zahlreiche Naturschutzinitiativen unterschrieben haben, 24.6.20, Robin Wood: …..Das Verschwinden vitaler Waldökosysteme hat schwerwiegende Auswirkungen, nicht nur auf die Buchenwälder selbst. Vielmehr wirken sich die Waldschäden auch auf die Artenvielfalt, den Klimaschutz, den Wasserhaushalt und die Bodenfruchtbarkeit aus. Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner dieses offenen Briefes möchten Ihnen ihre große Besorgnis über den derzeitigen Zustand und die sich abzeichnende Entwicklung der Buchenwälder – sowohl hier in Deutschland als auch in ganz Europa – zum Ausdruck bringen. Trotz eines formal bestehenden Schutzregimes, insbesondere durch die Natura 2000-Gebiete, sind die Buchenwälder stark gefährdet. …Aus diesem Grund möchten die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner dieses offenen Briefes folgende Forderungen an Sie richten:…..5. Deutschland muss sich außerdem wieder stärker für das Management der europäischen UNESCO-Welterbestätte engagieren (z.B. im Rahmen von Forschungsprojekten und Personal) und hierbei insbesondere Länder, die wirtschaftlich schlechter gestellt sind, substanziell unterstützen. Einige deutsche naturschutzfachlich besonders wertvolle Buchenwaldgebiete (z.B. im Steigerwald und im Spessart) müssen von den Ländern für das UNESCO-Welterbe nachgemeldet und umgehend strikt geschützt werden.
     
  • Bedrohte Vielfalt in Buchenwäldern, Pressemitteilung BUND Naturschutz in Bayern (BN) vom 24.6.20; Der BUND Naturschutz in Bayern (BN) sorgt sich zum Tag der Buchenwälder am 25. Juni um diese bedrohten, für Bayern und Deutschland typischen Lebensräume. Bayern wäre von Natur aus ein Buchenland. „Das Land Bayern besitzt die größte Fläche an Buchenwäldern in Deutschland und muss endlich seine internationale Verantwortung für diese wertvollen Lebensräume wahrnehmen“, fordert der BN-Vorsitzende Richard Mergner: „Buchenwälder schonender nutzen und besser schützen.“ Wenn Buchenwälder alt werden, entwickeln sie sich zu wahren Hotspots der Artenvielfalt. Wegen starker Holznutzungen werden Buchenwälder aber kaum noch über 180 Jahren alt, es sei denn sie werden entsprechend geschützt. Buchenwälder beherbergen eine enorme biologische Vielfalt – bis zu 11.000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. Der Verantwortung für die Buchenwälder wird Bayern bislang jedoch nicht ausreichend gerecht. Seit Jahren werden vielerorts zu viele Bäume in zu kurzen Zeitabständen gefällt und ökologisch wertvolle Buchenwälder werden nicht geschützt. Der Freistaat weigerte sich sogar geeignete Buchenwälder für ein Weltnaturerbe zu melden, während andere Bundesländer die Chance nutzten und seit 2011 mit fünf anerkannten Weltnaturerbestätten werben können.
     
  • Bedrohte Vielfalt: BUND fordert besseren Schutz für alte Buchenwälder, Pressemitteilung BUND vom 24.6.20; Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sorgt sich zum Tag der Buchenwälder am 25. Juni um diese bedrohten, für Deutschland jedoch typischen Lebensräume. "Bund und Länder müssen endlich ihre internationale Verantwortung für diese wertvollen Lebensräume ernst nehmen und besonders alte Buchenwälder besser schützen", fordert der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt. "In Deutschland stünden von Natur aus besonders viele Rotbuchenwälder, damit haben wir eine internationale Verantwortung für den Erhalt dieser vielfältigen Lebensräume – gerade in Zeiten des Artensterbens und des Klimawandels." Die unterschiedlichen Buchenwälder beherbergen eine enorme biologische Vielfalt – bis zu 11.000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. "Alte, naturnahe Buchenwälder von über 180 Jahren zählen zu den am stärksten bedrohten Lebensräumen der Erde", erklärt Bandt weiter. "Dabei sind sie wahre Hotspots der Artenvielfalt, die wir dringend erhalten müssen."… Zum Erhalt der Buchenwälder und ihrer Artenvielfalt fordert der BUND im Rahmen einer Ökologischen Waldwende konkret: Klima schützen und Stickstoffemissionen reduzieren, Schonender Umgang und ökologisch verträgliche Waldbewirtschaftung, Schutz von Naturwäldern und Waldwildnis und Waldumbau durch Naturverjüngung unterstützen, Jagdgesetz waldfreundlich gestalten
     
  • Presseinformation der BBIWS vom 22. Juni 2020 zum „Tag der deutschen Buchenwälder“ am 25. Juni 2020: Studie bringt erschreckende Zahlen ans Licht - „Gefährdungssituation deutscher Buchenwälder ist prekär“.
    Flyer zum Tag der Buchenwälder mit Fakten und Zahlen
     
  • Steigerwald: Forstamtsleiter hält kleine Schutzgebiete für besser, Mainpost, 23.6.20; .. Das Gebiet Knetzberge-Böhlgrund ist deutlich höherwertig als der so genannte Hohe Buchene Wald. In der neuen Naturwald-Fläche gibt es doppelt so viele Biotop-Bäume, mehr Baum-Arten, mehr Standort-Vielfalt und mehr alte Wälder über 100 Jahre. Wegen der vielen Gräben und Schluchten ist es spannender als das flache Gelände bei Ebrach. Es macht Sinn, hier kein Holz mehr zu gewinnen. Eigentlich müsste der Naturschutz Hurra rufen…. Große Schutzgebiete können sogar kontraproduktiv sein. In unseren Reservaten beobachten wir, wie die Buche massiv Überhand nimmt und die Eiche verdrängt. Die Eiche ist jedoch der wichtigste Träger der Artenvielfalt. Viele Arten sind auf die Eiche spezialisiert….
    Anmerkung: Im staatlichen Forstbetrieb Ebrach geht es um den Erhalt eines der wertvollsten Buchenwaldgebiete Deutschlands: Der Nordsteigerwald ist Bayerns Spitzenreiter für ein UNESCO-Weltnaturerbe Buchenwälder, ein nutzungsfreies Schutzgebiet ist dafür Voraussetzung. In diesem Waldgebiet sollte primäres Ziel sein, Buchenwälder mit ihrer natürlichen Vielfalt zu unterstützen und zu schützen, nicht die Eiche künstlich zu fördern. Zumal jede Auflichtung zugunsten der Eiche in Zeiten der Klimakrise die zunehmende Dürre und Hitze im Wald verstärkt – mit fatalen Folgen für den Wald. Die Naturschutzverbände fordern seit langem eine Umsetzung des Trittsteinkonzepts im staatlichen Wirtschaftswald. Der Nordsteigerwald hat seine Aufgabe in einer anderen Kategorie: Auf 5 % der Waldfläche soll laut „Nationaler Strategie zum Schutz der biologischen Vielfalt“ Naturwald entstehen. Für großflächige Schutzgebiete sind hier nur noch wenige Flächen geeignet und der Nordsteigerwald zählt bundesweit zu den Besten. Von den erwähnten Sägewerken, werden lediglich 25 vom Forstbetrieb Ebrach beliefert und nur 12 davon mit Laubholz – die genannte Sägewerkszahl ist demnach irreführend. Außerdem gibt es in anderen Nationalparkregionen staatliche Konzepte zur regionalen Holzversorgung. Einzelne Biotopbäume zur Naturwaldfläche zu erklären, ist mehr als fragwürdig. Kleine Naturwald-Trittsteine sind nur zur Vernetzung größerer Naturwaldgebiete gedacht, sie sollen diese auf der Wirtschaftswaldfläche ergänzen und nicht ersetzen. Der „Hohe Buchene Wald“ ist gemeinsam mit den angrenzenden Naturwaldreservaten die wertvollste Kernfläche im Forstbetrieb zum Schutz der Buchenwälder, deshalb auch seine Ausweisung als Geschützter Landschaftsbestandteil durch den Landkreis Bamberg 2014. Er ist leichter zu bewirtschaften als Hangwälder und daher für die Bayerischen Staatsforsten interessanter. Zudem hat die Kartierung von BN und WWF hier die hohe Zahl von mehr als 7600 (erntereifen) Starkbuchen ergeben. Aber genau hier muss die Bayerische Staatsregierung mit dem Schutz der Buchenwälder beginnen, wenn sie es ernst meint, dass Gemeinwohlaufgaben im öffentlichen Wald vor finanziellem Gewinn stehen sollen!
     
  • Jahrelanger Streit über Nationalpark, BR Fernsehen vom 16.06.2020,  Interview Oskar Ebert und Liebhard Löffler, 3 Min
     
  • Webinar mit Peter Wohlleben, Lisa Badum, Luca Rosenheimer und Sabine Ratzel
     
  • Peter Wohlleben zeigt klare Kante für Nationalpark Steigerwald, FT vom 17.6.20
     
  • Peter Wohlleben zeigt klare Kante für Nationalpark Steigerwald, Pressemitteilung Lisa Badum vom 16.6.20; Webinar „Dürstende Wälder -  Wird der Steigerwald zum Bayerischen Hambi?“ zog 100 Teilnehmer*innen/ Bewegung „Steigi bleibt“ gründet sich; Die Aktivist*innen und Lisa Badum hatten Anfang des Jahres gemeinsam mit Waldspaziergängen auf einen Nationalpark Steigerwald aufmerksam gemacht und konnten nun mit Peter Wohlleben eine prominente Stimme in der Diskussion gewinnen, der sich mit klaren Worten auf die Seite der Nationalpark-Befürworter stellte: „Unsere heimischen, alten Buchenwälder in Deutschland gibt es nur noch im Promillebereich. Sie und mit ihnen viele unentdeckte, aber auch entdeckte Arten sind vom Aussterben bedroht. Die wenigen Reste, zu denen auch der Steigerwald gehört, müssen sofort aus dem Verkehr gezogen werden. Ein Nationalpark Steigerwald ist überfällig“, betonte Wohlleben, der Anfang des Jahres mit „Das geheime Leben der Bäume“ einen Kinohit landete. „Mir geht es vor allem um mehr Respekt vor unseren Wäldern.“… Ein Streitthema, das auch durch die kürzliche Naturwaldausweisung im 850 Hektar großen Böhlgrund im Steigerwald durch Forstministerin Michaela Kaniber nicht beigelegt werden kann. Die Naturschützer*innen an der Seite der Grünen Politiker*innen vor Ort wollen sich mit diesem Häppchen nicht zufriedengeben. Und auch bei Peter Wohlleben traf das Vorgehen auf Unverständnis: „Warum sollten wir Naturkathedralen, wie beispielsweise die alten Buchen im Steigerwald abholzen? Man kann sicher punktuell vorbildlich wirtschaften in unseren Wäldern, gar keine Frage. Aber doch bitte nicht in den letzten schützenswerten Gebieten.“
     
  • FDP und JuLis fordern Nationalpark, FT vom 16.6.20
     
  • Bamberger Kreis-FDP und Junge Liberale fordern Nationalpark Steigerwald, Pressemitteilung, Der Neue Wiesentbote, 11.6.20 - Strube: „Schutzgebiet Böhlgrund ist guter Schritt, aber zu wenig“; „Trotz Corona-Krise und Einbruch der Konjunktur dürfen wir die anderen Herausforderungen unserer Zeit, wie die Klimakrise oder den Umweltschutz, nicht beiseite legen, sondern müssen noch aktiver auf diese nicht zu vernachlässigenden Probleme aufmerksam machen“, fordert der Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen und FDP-Kreisrat Marco Strube.  FDP und JuLis Bamberg begrüßen daher den Beschluss der Staatsregierung, dass das Naturwaldreservat Böhlgrund um etwa 500 bis 600 Hektar erweitert wird. „Diese Maßnahme ist eine Chance für die heimische Tierwelt und die einmalige Natur, auch wenn das neue Schutzgebiet nicht im Landkreis Bamberg liegt. Dennoch sind wir der Meinung das diese Maßnahmen nicht ausreichen und es dringend einen Nationalpark Steigerwald braucht”, betont Marco Strube (19), der als jüngster Kreisrat im Landkreis Bamberg die FDP im Kreistag vertritt.
     
  • Die Vergebliche Suche nach dem Superbaum", von Stephan Börnecke; In der am 11.06.2020 vorgestellten Studie beschäftigt sich der Autor und Journalist Stephan Börnecke nach seinem letzten erfolgreichen Dossier „Die unheimliche Artenerosion“  in seiner neuesten Arbeit nun mit den Fragen des ökologischen Waldumbaus in Zeiten des Klimawandels, dem Sinn von Waldschadensberichten, dem Dauerproblem Wildverbiss sowie dem fehlenden Waldschutz im europaweiten Netzwerk Natura 2000. Dabei legt er vor allem Augenmerk auf den Waldkiller Dürre sowie die Schäden an der Waldnatur durch Stickstoff-Emissionen und Wildrudel.
    Direkter Link zur Waldstudie
    Link zum Webinar mit Stephan Börnecke (Autor und Journalist), Jörg-Andreas Krüger (NABU-Präsident), Dr. Diana Pretzell (Leiterin Naturschutz Deutschland beim WWF Deutschland), Prof. Pierre Ibisch (Professur für Naturschutz Fachbereich für Wald und Umwelt, Hochschule Eberswalde)
     
  • Eck sollte sich entscheiden, Leserforum Mainpost vom 10.6.20; Zum Samstagsbrief "Warum in Sachen Steigerwald nicht mal versöhnen, Herr Eck?" (6.6.): Nicht immer bin ich mit dem Samstagsbrief einverstanden, weil er zu oft mit übergroßer Wucht daher kommt, besonders wenn er sehr persönlich gegen den Empfänger gerichtet ist. Im Falle der Kritik am Regierungshandeln des Vorsitzenden des Vereins "Unser Steigerwald", Staatssekretär Eck, hat Henry Stern allerdings den Nagel auf den Kopf getroffen. Eck sollte sich entscheiden, auf welcher Seite er nach den neuen Vorgaben seiner Kabinettskollegin Kaniber für die Zukunft des Steigerwaldes steht.
     
  • "Naturwald"-Diskussion: Eck reagiert auf Samstagsbrief, MP vom 8.6.20; Redakteur Henry Stern forderte den Staatssekretär auf, Gräben im Naturschutz-Streit zuzuschütten. Die Antwort Gerhard Ecks fällt deutlich aus. Dabei spart er nicht mit Kritik.
     
  • Samstagsbrief: Warum im Steigerwald nicht versöhnen, Herr Eck?, MP vom 6.6.20; Henry Stern
     
  • Grußwort des Vereins Nationalpark Steigerwald zum Webinar mit Peter Wohlleben am 9. Juni
     
  • Online-Kampagne der Grünen Jugend Oberfranken für einen Nationalpark Steigerwald , facebook

Mai 2020

  • Neue Waldschutzgebiete als substanzialer Schritt in richtige Richtung, Pressemitteilung LBV vom 29.5.20, LBV begrüßt Ausweisung weiterer nutzungsfreier Schutzgebiete – Viele Empfehlungen des Runden Tisches zum Volksbegehren eingelöst – Netzwerk noch nicht vollständig; Dass dabei die Wälder an der Weltenburger Enge einbezogen werden, wertet der LBV-Vorsitzende als richtigen Schritt, da dies der LBV seit jeher gefordert hatte. Auch die Ausweisung des großflächigen Waldgebietes Knetzberge-Böhlgrund im Steigerwald bewertet der LBV positiv. Vorausgegangen waren langwierige und emotionale Diskussionen um einen Nationalpark im Steigerwald bzw. die politisch und juristisch brisante Rücknahme des Schutzgebietes „Hoher Buchener Wald im Ebracher Forst“ im Jahr 2015. Insgesamt ist diese Ankündigung aus Sicht der LBV-Artenschützer eine gute Nachricht für den Naturschutz in Bayern. „Der LBV sieht jedoch insbesondere im Spessart noch Bedarf, weitere repräsentative Flächen zu schützen, wie es die Fachgruppe Wald am Runden Tisch zum Volksbegehren Artenvielfalt empfohlen hat“, sagt Norbert Schäffer.
     
  • Schutzgebiet im Steigerwald darf nur der erste Schritt sein Nationalpark Steigerwald weiterhin als Ziel, Pressemitteilung Grüne, 29.5.20;
     
  • Ludwig Hartmann und Patrick Friedl begrüßen Waldschutzmaßnahmen als ersten Schritt auf dem Weg zu drittem Nationalpark in Bayern; Ludwig Hartmann: „Es ist gut, dass die Natur in den vier Waldschutzgebieten eine Verschnaufpause vom Menschen bekommt. Gleichzeitig ist dies nur eine verzagte Verlegenheitslösung, weil Markus Söder in seinen ideologischen Vorbehalten gegen einen dritten Nationalpark gefangen ist. Stattdessen verstreut er jetzt einen Waldschutz-Flickenteppich übers Land und nimmt dann nicht mal wertvolle, schutzbedürftige Waldbestände wie das Ammergebirge oder den Spessart in den Blick….Patrick Friedl: „Wir erwarten, dass neben dem Nationalpark-Grundsatz ‚Natur Natur sein lassen‘, in diesen Waldschutzgebieten auch alle übrigen Nationalpark-Maßnahmen umgesetzt werden. Gerade in den durch immer heißere Sommer und trockenere Jahre bedrohten unterfränkischen Wäldern sind begleitende Forschungsprojekte dringend geboten. Leider sind die vier Waldstücke viel zu klein, um groß in Umweltbildung einsteigen und die sich frei entfaltende Natur auch als Tourismusfaktor nutzen zu können. Der erweiterte Schutz für den Böhlgrund muss der erste Schritt auf dem Weg zu einem Buchennationalpark Steigerwald sein, der dann auch den Hohen Buchenen Wald bei Ebrach mit einschließt.“
     
  • Kanibers Plan für den Wald: Ein Nationalpark in Häppchen, MP vom 29.5.20: Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat am Freitag verkündet, im Freistaat rund 5000 Hektar Staatswald als Naturwälder auszuweisen und damit dauerhaft unter Schutz zu stellen….Bei den neuen Gebieten handelt es sich um ökologisch wertvolle Buchen-Mischwälder im Steigerwald bei Knetzgau (Lkr. Haßberge) auf einer Fläche von 850 Hektar,... ….Das neue Schutzgebiet im Böhlgrund ist nur ein Bruchteil dessen, was die Grünen eigentlich fordern. "Wir lassen uns sicher nicht mit diesen politischen Häppchen abspeisen. Es wird nichts ändern an unserer Forderung, wir brauchen einen Nationalpark Steigerwald", betont die Grünen-MdB Lisa Badum (Forchheim). Und ihre Parteifreundin, die Landtagsabgeordnete Ursula Sowa (Bamberg) ergänzt: "Mit einer solchen Trostpflaster-Politik der CSU-Staatsregierung kann man keinen Naturschutz betreiben." Auch Parteikollege Thomas Vizl, neu gewählter stellvertretender Landrat im Kreis Schweinfurt und Stadtrat in Gerolzhofen, betont: "Wir halten nach wie vor an unserem Ziel eines Schutzgebietes im Hohen Buchener Wald fest." Auch für den Würzburger Landtagsabgeordneten der Grünen, Patrick Friedl, müsse der erweiterte Schutz für den Böhlgrund bei Knetzgau nur der erste Schritt sein auf dem Weg zu einem Buchennationalpark Steigerwald. Der Bund Naturschutz (BN) begrüßt Kanibers Entscheidung ebenfalls als wichtigen, wenn auch nur ersten Schritt, "um Bayerns Naturerbe dauerhaft zu sichern". Das allerdings, so Ralf Straußberger vom BN, werde nur mit einem Wald-Nationalpark gelingen und dafür seien die alten Buchenbestände im Steigerwald prädestiniert. Claus Obermeier, Vorstand der Gregor-Louisoder-Umweltstiftung und Mitglied im Trägerkreis des Volksbegehrens "Artenvielfalt", sieht in der Ausweisung der Naturwälder einen großen Erfolg für das Volksbegehren. Bayern könne mit den Naturwäldern "tolle Leuchtturmprojekte des Naturschutzes schaffen". Was jetzt noch fehle, sei die am Runden Tisch zugesagte Ausweisung eines Schutzgebiets im Spessart.
     
  • Verbände begrüßen neues Schutzgebiet im Steigerwald!-Wichtigstes Gebiet im Steigerwald weiterhin ohne Schutz! Pressemitteilung Freundeskreis vom 29.5.20; Nationalpark Steigerwald weiterhin oberstes Ziel!; BUND Naturschutz und Freundeskreis Nationalpark Steigerwald begrüßen das von Ministerin Michaela Kaniber angekündigte Schutzgebiet im Böhlgrund als wichtigen Schritt zum Schutz des Nordsteigerwalds. „Wir freuen uns, dass nun nach 13 Jahren Diskussionen um ein Schutzgebiet im Steigerwald die Bayerische Staatsregierung endlich einen ersten Schritt gemacht hat,“ lobt Ralf Straußberger, Geschäftsführer des Freundeskreises. „Wir bedauern allerdings sehr, dass mit dem Hohen Buchenen Wald die am besten geeigneten Flächen weiterhin ohne Schutz bleiben“. Die Verbände werden deshalb ihr Engagement für einen Nationalpark fortführen und intensivieren. Das künftige Naturwaldgebiet Böhlgrund liegt ganz in Norden der diskutierten Nationalparkkulisse und kann in einen Nationalpark Steigerwald gut integriert werden.
     
  • Unkraut, Beitrag Steigerwald; 18.5.20; Streit um den Steigerwald - Nationalpark oder Schutzzonen? Der Plan für einen dritten Nationalpark in Bayern liegt auf Eis. Aber das neue Artenschutzgesetz hat eine neue Situation geschaffen: 10 Prozent des Bayerischen Staatswaldes sollen bis 2023 aus der Nutzung genommen und in Schutzgebiete umgewandelt werden - das lässt hoffen für den Steigerwald.
     
  • Dichte Baumkronen bieten Schutz, FT vom 18.5.20; Dichte Baumkronen können Pflanzen und Tiere am Boden eines Waldes vor extremen Temperaturen und vor anderen Folgen des Klimawandels schützen. Lichtet sich das Blätterdach, kann die Temperatur am Boden andersherum schnell stark steigen, was eine Veränderung der Artenvielfalt nach sich ziehen kann. Das berichtet eine internationale Forschergruppe unter der Leitung von Florian Zellweger von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft in Birmensdorf (Schweiz) im Fachmagazin „Science“. Bisher werde das spezielle Mikroklima am Waldboden bei Prognosen zu den Auswirkungen des Klimawandels nicht ausreichend berücksichtigt….Die Wissenschaftler plädieren zum einen dafür, das Mikroklima in Wäldern bei Berechnungen zur Entwicklung der Biodiversität einzubeziehen. Zum anderen fordern sie Waldbewirtschafter auf, die Auswirkungen von Forsteingriffen auf die Klimabedingungen am Waldboden und deren Einfluss auf das gesamte Ökosystem zu berücksichtigen.
     
  • Baumkronen schützen Waldlebewesen vor Klimaerwärmung, wsl, 14.5.20; Das kühlende Blätterdach der Bäume schützt Waldorganismen vor Temperaturextremen. Es hat einen wichtigen Einfluss auf ihre Anpassung an die Klimaerwärmung, weist eine internationale Studie unter Leitung der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL nach, die heute im Fachjournal «Science» erscheint.

April 2020

  • Lasst die dicken Buchen leben!, Pressemitteilung von BUND Naturschutz und Freundeskreis zum Tag des Baumes am 25.4.; Zum Tag des Baumes appellieren BUND Naturschutz (BN) und Freundeskreis Nationalpark Steigerwald an die Bayerische Staatsregierung und die Bayerischen Staatsforsten, das Fällen der dicken Bäume in der Nationalpark-Kulisse im Nordsteigerwald zu stoppen! Die Naturschutzverbände kritisieren, dass gezielt der größte Teil der dicken Buchen Zug um Zug entnommen wird. „Damit wird deutlich, dass es den Bayerischen Staatsforsten aktuell nicht darum geht diese Buchen zu schützen und richtig alt werden zu lassen, sondern den größten Teil zu nutzen“ kritisiert Ralf Straußberger, Geschäftsführer des Freundeskreises und BN-Waldreferent. Die Verbände fordern die Ausweisung des Nationalparks und als ersten Schritt den „Hohen Buchenen Wald“ und den Stollberger Forst als Naturwaldgebiet zu schützen. Foto

März 2020

  • Der ewige Kampf um alte Buchen - Nationalpark Steigerwald, BR vom 26.3.20; Ein Beitrag von: Kirsten Zesewitz, Als dritter Nationalpark wurde der Steigerwald von vornherein ausgeschlossen, dabei wachsen hier uralte Buchen, ganze Areale erinnern an einen Urwald. Aber der Wald wird weiter forstlich genutzt. Kann eine Schutzzone helfen?
     
  • Artenvielfalt braucht alte Wälder und Bäume, PM Grüne, 21.3.20: Zum Internationalen Tag des Waldes am 21. März fordern die bayerischen Grünen mehr Platz für einheimische Artenvielfalt in den bayerischen Wäldern.
     
  • Aktuelles vom Verein Nationalpark Steigerwald
     
  • Mehr Schutz für den Steigerwald: Verbände kritisieren Fällen statt Schützen, MP vom 23.3.20; Anlässlich des Internationalen "Tag des Waldes" kritisiert der Freundeskreis Nationalpark Steigerwald, dass die Staatsregierung die Staatswälder im Steigerwald zu wenig schützt und stattdessen dicke Buchen im großen Stil fällen lässt, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Staatsregierung müsse die Zusagen nach dem Volksbegehren Artenvielfalt für mehr Schutz im Steigerwald endlich umsetzen und ein Schutzgebiet auf den Weg bringen.
     
  • Mehr Schutz für Steigerwald, Pressemitteilung FK Nationalpark Steigerwald vom 20.3.20; Verbände kritisieren Fällen statt Schützen: Anlässlich des Internationalen Tag des Waldes kritisiert der Freundeskreis Nationalpark Steigerwald, dass die Staatsregierung die Staatswälder im Steigerwald zu wenig schützt und stattdessen dicke Buchen im großen Stil fällen lässt. Die Staatsregierung muss die Zusagen nach dem Volksbegehren Artenvielfalt für mehr Schutz im Steigerwald endlich umsetzen und ein Schutzgebiet auf den Weg bringen. „Doch anstatt wie versprochen im Steigerwald einen Naturwald auf den Weg zu bringen, gehen die Fällungen der dicken Buchen immer weiter“, kritisiert Ralf Straußberger, Geschäftsführer Freundeskreis Nationalpark Steigerwald und Waldreferent des BUND Naturschutz (BN). BN und Freundeskreis Nationalpark Steigerwald fordern die schleichende Entwertung des Steigerwaldes zu stoppen.
     
  • Tag des Waldes: Holzverarbeiter gegen Kahlschläge, MP vom 20.3.20; "Waldstilllegungen im Steigerwald sind im Sinne des Klimaschutzes kontraproduktiv, da sie Raubbau in anderen Ländern vorantreiben", so Burkard Müller und Peter Gleitsmann als Vertreter der Interessengemeinschaft "Holzverarbeiter im Steigerwald"
    Anmerkung:
    1.    Deutschland ist Laubholz-Exportland, 2017 wurde mehr als doppelt so viel Laub- Rohholz und –schnittholz exportiert als importiert (https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Broschueren/Holzmarktbericht2018.pdf;jsessionid=C33FC8ED6FA37BE673B03CB2FDBE2BDA.2_cid385?__blob=publicationFile)
    2.    Der Holzverbrauch hat sich seit den 1990er Jahren in Deutschland verdoppelt und der Druck auf den Wald steigt weiter. Verantwortlich ist das starke Wachstum der Holzindustrie auf dem nationalen und globalen Markt, nicht der Naturschutz.
    3.    Deutschlands steigender, kräftig beworbener Holz-Verbrauch rechtfertigt nicht, ungebremst aus dem Ausland zu zukaufen. Der Verbrauch muss den Grenzen der Natur angepasst werden. Der Raubbau in andern Ländern der Welt hat seine Ursachen in der Wirtschaft, wie im Soja- und Palmölanbau oder im Brennholzverkauf.
    4.    Deutsche Wälder sind nicht vorbildlich, sondern zum größten Teil naturferne Kunstforste, was auch die letzte Bundeswaldinventur zeigt: 54 % standortfremde Nadelbäume meist in Monokultur, auf 80 % % der Waldfläche wächst nach Angaben des Bundesamt für Naturschutz nicht die dort natürliche Waldvegetation, gerade mal ca. 3,5 % Baumbestände sind über 160 Jahren und dicke Bäume Mangelware, Biotopbäume und Biotopholz (Totholz) sind absolut rar. Das fast vollständige Fehlen der Altersphase hat fatale Folgen für die biologische Vielfalt.
    5.    Wissenschaftliche Auswertungen zeigen: In nutzungsfreien Wäldern wird CO2 länger gebunden als in Holzprodukten. (https://www.muw-nachrichten.de/naturschutzwaelder-tragen-zum-klimaschutz-bei/). Große Mengen Holz werden verbrannt (mehr als 50 %) oder zu kurzlebigen Produkten, wie Papier, verarbeitet. Dadurch wird Kohlenstoff zeitnah wieder freigesetzt. Mehrere wissenschaftliche Studien belegen, dass alte bzw. nutzungsfreie Wälder erhebliche Mengen an CO2 speichern, v.a. im Boden und in alten Bäumen - über sehr lange Zeiträume hinweg und wesentlich mehr als herkömmliche Wirtschaftswälder (z.B. N.L. Stephenson et al. Nature 507, 90-93 (2014); S. Luyssaert et al., Nature 455, 213 (2008). Nationalparks und andere Naturschutzwälder sind wichtige CO₂-Speicher, sie sind ebenso bedeutsam für den Klimaschutz wie für den Biotop- und den Artenschutz. (https://www.speicherwald.de/imperia/md/content/nabude/wald/170817-speicherwald-wald-als-kohlenstoffspeicher-welle-sturm.pdf.
    6.    Der Vorrat an Holz auf einem Hektar Fläche (und damit an gespeichertem Kohlenstoff) beträgt in Naturwäldern teils bei bis zu 1000 Festmeter (fm) pro Hektar – der zitierte Holzvorrat im Forstbetrieb Ebrach liegt mit 380 fm wesentlich darunter
    7.    In Naturwäldern gibt es nachweislich eine höhere Vielfalt an Strukturen und waldtypischen Arten als in Wirtschaftswäldern. (Höltermann et al; BfN, 2020). Auch durch eine naturnahe Forstwirtschaft können natürliche Waldlebensgemeinschaften und waldtypische Prozesse nicht vollständig bewahrt werden (Bässler, Müller, 2015)
    8.    Die Forstwirtschaft trägt Verantwortung für den Erhalt von Biologischer Vielfalt und Klimaschutz. Wenn Bayern als reiches Industrie-Bundesland - das seine Urwälder schon lange zerstört hat - signalisiert, dass es kein Interesse hat, wieder Naturwälder zu schützen, ist es ein schlechtes Vorbild.
    9.    25 Sägewerke im Umkreis werden vom Forstbetrieb Ebrach mit Holz versorgt, nur die Hälfte davon mit Laubholz: „Der Forstbetrieb und natürlich auch schon die vorherigen Forstämterbeliefern rd. 25 regionale Sägewerke mit Holz. Die Hälfte davon ist auf Laubholz Buche und Eiche spezialisiert.“ (Vortrag von Ulrich Mergner im Rahmen des wissenschaftlichen Symposiums am 24.3.2017)
    10.    Die Bayerische Staatsregierung muss ihren Spitzenreiter für ein Weltnaturerbe der UNESCO für den Schutz von Arten, Klima und Ökosystemleistungen (wie Wasserspeiche) nutzen, das macht Sinn. Holzernte wird aktuell auf über 98 % der Fläche betrieben, dafür braucht es den Nordsteigerwald nicht.

     
  • Naturschutzwälder tragen zum Klimaschutz bei; Pressemitteilung Nationalpark Bayerischer Wald, 13.2.20; Wissenschaftliche Auswertungen zeigen: In nutzungsfreien Wäldern wird CO2 länger gebunden als in Holzprodukten
     
  • Bäume vergessen nicht , Zeit vom 4.3.20;  Leidet der Wald unter Trockenheit, gibt er seine Erfahrungen an spätere Baumgenerationen weiter. Text s.u.
     
  • Proteste für Nationalpark Nordsteigerwald, FT vom 4.3.20; Ebrach — „Genial, dass so viele gekommen sind“, begrüßte Luca Rosenheimer von Fridays for Future die etwa 150 Teilnehmer des Waldspaziergangs bei Ebrach. Gemeinsam mit dem Freundeskreis Nationalpark Steigerwald und Lisa Badum, Bundestagsabgeordnete der Grünen, hatte der 21-Jährige den Waldspaziergang ins Leben gerufen
     
  • Naturschutzverbände fordern Schutz für Steigerwald, Pressemitteilung FK Nationalpark Steigerwald vom 2.3.20; Anlässlich des Weltartenschutztages weist der Freundeskreis Nationalpark Steigerwald auf die großen Defizite beim Schutz von Naturwäldern hierzulande hin. „Als wichtigen Schritt für mehr Artenschutz fordern wir, dass die Staatsregierung im Steigerwald endlich den Hohen Buchenen Wald samt Stollberger Forst als Naturwaldgebiet schützt“, so Ralf Straußberger, Geschäftsführer Freundeskreis Nationalpark Steigerwald. „Die Staatsregierung muss ihre Zusage nach dem erfolgreichen Volksbegehren Artenvielfalt, im Steigerwald ein bis zu 2.000 Hektar großes Naturwaldgebiet zu schützen, einhalten.“
     
  • Fridays for Future im Kampf für den Nationalpark, BR-Beitrag über den Aktionstag, 2.3.20;Fridays for Future und Extinction Rebellion setzen sich für den Steigerwald als dritten Nationalpark Bayerns sein. Die Staatsregierung ist jedoch bislang dagegen.
     
  • Gegen Abholzung: Umweltaktivisten setzen Zeichen im Steigerwald, BR, 2.3.20; Der Steigerwald braucht Schutzgebiete, das wünschen sich Naturschützer seit Langem. Ihre Forderung unterstrichen sie mit einem Waldspaziergang in Ebrach im Landkreis Bamberg.
     
  • Weltenburger Enge: "Naturfrevel sondergleichen": Naturschützer beklagen Fällaktion vieler alter Buchen, SZ vom 1.3.20; Es ist keine drei Wochen her, da sind Ministerpräsident Markus Söder, Forstministerin Michaela Kaniber (beide CSU) und Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) nach Kelheim gereist und haben die Ausweisung der Weltenburger Enge als erstes Nationales Naturmonument in Bayern gefeiert.... Dieser Tage kommen nun schlimme Nachrichten aus dem Gebiet im Westen von Kelheim. Die Bayerischen Staatsforsten haben in den Wäldern um die Weltenburger Enge so viele alte Buchen gefällt, dass Umweltschützer von einem "Naturfrevel sondergleichen" sprechen. "Da sind zig mehr als hundert Jahre alte Buchen umgesägt worden", klagt Christian Stierstorfer, Biologe und Waldfachmann beim Landesbund für Vogelschutz (LBV), "darunter viele alte Biotopbäume mit Rissen und Höhlen im Stamm, die die Staatsforsten nach ihren eigenen Naturschutzkriterien niemals hätten antasten dürfen."... Die Staatsforsten geben sich derweil wenig beeindruckt. Die Fällaktionen hätten sich auf kleine Teile der beiden Naturschutzgebiete beschränkt, heißt es in einer Erklärung, die das Staatsunternehmen am Freitag verschickt hat. Ihr Ziel sei "die Förderung eines klimastabilen Mischwalds" gewesen.... Die Leiterin des Kelheimer Forstbetriebs, Sabine Bichlmaier, die für die Fäll-aktion verantwortlich ist, hat sich in der Lokalpresse dafür um so heftiger zu den Vorwürfen geäußert. "Mich kotzt es an, dass sich unsere Mitarbeiter für gute Arbeit verteidigen müssen. Dass sie diskreditiert werden", wird die Forstbetriebschefin in der Mittelbayerischen Zeitung zitiert... Das Umweltministerium sieht die Aktionen ebenfalls sehr kritisch. "Wir haben uns bereits mit zuständigen Behörden in Verbindung gesetzt und prüfen weitere Schritte", sagt eine Ministeriumssprecherin. Die Konsequenzen sollen offenbar drastisch ausfallen. Nach Informationen der SZ will die Regierung von Niederbayern die einstweilige Sicherstellung der Naturschutzgebiete "Weltenburger Enge" und "Hirschberg" anordnen. Danach sollen die einschlägigen Schutzverordnungen überarbeitet werden. Das heißt, dass die Staatsforsten nun keinen Baum mehr in den beiden Naturschutzgebieten anfassen dürfen.

Februar 2020

  • Nationalpark und kein Ende, FT vom 8.2.20: Der Verein Nationalpark Steigerwald lässt nicht nach in seinem Bemühen, ein Unesco-Weltnaturerbe im Steigerwald zu erreichen. Jüngster Anlass war jetzt der Besuch des bayerischen Umweltministers Thorsten Glauber, der anlässlich der Kandidatenvorstellung der Freien Wähler in die Remise des „Klosterbräu“ in Ebrach gekommen war. Bei dieser Gelegenheit betonte der Vorsitzende des Vereins, Liebhard Löffler, gegenüber dem Minister, dass das erste Weltnaturerbe Bayerns im Nordsteigerwald wirtschaftlich und ökologisch große Vorteile aufweisen und auf das gesamte Franken mit seinen über vier Millionen Einwohnern positiv ausstrahle.... Glauber wiederum, der in Ebrach eine Reihe von Walhkampfveranstaltung mit den Freien Wählern startete, blieb bei seiner bisherigen Linie. Sein Ministerium werde nur dann tätig werden, „wenn es von den beteiligten Landkreisen solide Beschlüsse gibt“, so der Minister.
     
  • Breites Bündnis für einen Nationalpark Steigerwald, Der Neue Wiesentbote vom 4.2.20, Pressemitteilung vom Bündnis „#steigibleibt“: Wir sind das Bündnis „#steigibleibt“ aus Bamberger, Würzburger, Haßfurter und Nürnberger sozial-ökologischen Vereinigungen und vielen Menschen aus der Steigerwald-Region. Wir wollen, dass im Steigerwald ein Großschutzgebiet ausgewiesen wird und unterstützen deshalb die Forderungen des BUND Naturschutz sowie anderer Verbände im Freundeskreis Nationalpark Steigerwald und des Vereins Nationalpark Steigerwald, einen Nationalpark in den Staatswäldern zu schaffen. Wir stehen für den Schutz dieses wertvollen Laubwaldgebietes und für unsere Heimat ein. Deshalb waren wir am Sonntag auch gemeinsam mit 60 Menschen auf einem Waldspaziergang im Steigerwald.

Januar 2020

  • Nationalpark-Verein: Alte Bäume helfen Klimaschutz am meisten, MP vom 26.1.20; Der Vorsitzende des Vereins Nationalpark Steigerwald widerlegt Aussagen der Forstwirtschaft. Bei der Speicherung von Kohlenstoff komme Totholz eine besondere Rolle zu.
     
  • Markus Söder auch dabei: Gerhard Eck feiert mit 300 Freunden, MP vom 25.1.20; ... Rot sehe der "schwarze Gerhard" nur, so Söder weiter, wenn die Rede auf einen eventuellen Nationalpark Steigerwald kommt. Da habe er, so der Ministerpräsident, schon als junger Umweltminister die Erfahrung gemacht, "dass bei ihm die innere Kettensäge losgeht". Und so verspricht er Eck an seinem Ehrentag: "Solange Du alles im Griff hast, gibt es unter keinen Umständen einen Nationalpark im Steigerwald." Da ist der Jubel im Saal groß.
     
  • Gerhard Eck wird 60: Geburtstag wie der "Alte Fritz", Mainpost vom 22.1.20; Der dienstälteste Unterfranke im Söder-Kabinett feiert 60. Geburtstag. Zum Ehrentag findet Innenminister Joachim Herrmann sogar Gemeinsamkeiten mit Friedrich dem Großen. .....Geht ihm etwas gegen den Strich, platzt Eck allerdings auch schnell der Kragen: "Da kann er richtig ungehobelt werden", stöhnen auch Kabinettskollegen. Vor allem das Thema Nationalpark treibt nach wie vor seinen Blutdruck hoch. Als Chef des Vereins "Unser Steigerwald" kämpfte er einst gar wenig zimperlich gegen den Pro-Nationalpark-Kurs des eigenen Ministerpräsidenten Horst Seehofer. Im Streit um die Steigerwaldbahn und das Schloss Mainberg verweigerte er dem Grünen Landtagsabgeordneten Paul Knoblach in einem Brief kürzlich die Höflichkeitsformeln. "Wenn er sich aufregt, dann regt er sich eben richtig auf", erklärt ein Parteifreund. Letztlich hat Gerhard Eck jedoch mehrere Kabinettsumbildungen, zwei Koalitionen und einen Wechsel des Ministerpräsidenten politisch genauso überstanden, wie eine Verwicklung in die Verwandten-Affäre 2013 im Landtag.
     
  • Akteure auf dem Holzweg, Leserbrief Rebhan. MP vom 22.1.20; Zum Artikel "Kritik an Söders Forstpolitik" (14.1.): Es hat mir gut gefallen, was ich kürzlich in Ihrer Zeitung gelesen habe, dass die Kritik zweier alter Männer der bayerischen Politik energisch zurückgewiesen wurde. Worum ging´s? Die Altminister Eberhard Sinner und Helmut Brunner verstehen die aktuelle Forstpolitik nicht. Schutzgebiete brauche es nicht, Wirtschaftswald sei besser fürs Klima. Forstministerin Kaniber schlug jedoch den Pflock ein und erklärte, dass es auch notwendig sei, ökologisch besonders wertvolle Staatswälder der Natur zurückzugeben. Peng, das hat gesessen. Lasst die Jungen mal machen. Die verstehen die heutigen Aufgaben viel besser.
     
  • Holzverarbeiter im Steigerwald: Waldnutzung ist Klimaschutz, MP, 26.1.20;Auch die Interessengemeinschaft "Holzverarbeiter im Steigerwald" kritisiert die Pläne des Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, den bayerischen Wald durch Stilllegungen zu einem Klimawald umzubauen. Das schreibt die Gemeinschaft in einer Pressemitteilung. "Was viele Menschen übersehen, ist, dass bewirtschaftete Wälder in der Klimabilanz weit vor Waldgebieten liegen, die stillgelegt werden", wird Burkard Müller, Sprecher der Interessengemeinschaft, in der Mitteilung zitiert.... "Der vom bayerischen Ministerpräsidenten angekündigte Umbau zum Zukunftswald darf die sinnvolle Bewirtschaftung der Wälder nicht außer Acht lassen", so Müller. Schließlich habe sich Söder zum Ziel gesetzt, ländliche Regionen bewusst zu fördern. Allein aus dem Steigerwald werden laut Pressemitteilung über 70 regionale Holzverarbeiter mit Holz versorgt. Die Forst- und Holzwirtschaft sichert bayernweit etwa 200 000 Arbeits- und Ausbildungsplätze überwiegend im ländlichen Raum. "Eine Stilllegung von Wäldern würde gerade ländlichen Regionen die wirtschaftliche Basis nehmen." Die Interessengemeinschaft Holzverarbeiter im Steigerwald ist eine eigenständige Institution innerhalb des Vereins "Unser Steigerwald". Ihr Sprecher ist Burkard Müller, weitere aktive Mitglieder sind Susanne Bickel, Peter Gleitsmann, Stefan Reinlein, Philipp Reitz und Markus Schonath.
    Anmerkung: zu den Auswirkungen eines Nationalparks auf die Region, siehe Argumente auf unserer Webseite. Aktuelle Studien zeigen klar,das alte Naturwälder große Kohlenstoffspeicher und Kohlendioxidsenken sind. Außerdem sind sie widerstandsfähiger und anpassungsfähiger in der Klimakrise. Vom staatlichen Forstbetriebs Ebrach werden nach Aussagen des Forstbetriebsleiters nur 25 Sägewerke im Umkreis beliefert, die Hälfte davon mit Laubholz. Die  Zahl 70 Sägewerke wird in der Diskussion um ein Schutzgebiet gerne zur Irreführung erwähnt
     
  • Glauber: Nationalpark Bayerischer Wald feiert 50. Geburtstag, Pressemitteilung des Umweltministeriums vom 13.1.20: Der Nationalpark Bayerischer Wald feiert dieses Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Deutschlands ältester Nationalpark ist im Lauf der Jahrzehnte zu einer Erfolgsgeschichte für die gesamte Region geworden. Das betonte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber heute beim Neujahrsempfang in Neuschönau: "Der Nationalpark hat sich in 50 Jahren zu einem einzigartigen Refugium für Tiere und Pflanzen entwickelt. Hier darf Natur noch Natur sein. Die einmalige Landschaft des Nationalparks ist heute ein Magnet für Touristen. Seine Strahlkraft erreicht die gesamte Region. Das belegt eine aktuelle Studie:  Gut 1,4 Millionen Besucher kamen 2019 in den Nationalpark, fast doppelt so viele wie vor zwölf Jahren. Auch die wirtschaftlichen Effekte für die Region sind beeindruckend. Wir wollen diese Erfolge und den Nationalpark weiterentwickeln. Ein Sonderprogramm mit einem Volumen von rund 32 Millionen Euro soll die Infrastruktur im Bereich des Nationalparks stärken." Mit der Ertüchtigung der Besuchereinrichtungen im Nationalpark wurde bereits begonnen. Die neue Waldwerkstatt für Kinder und Jugendliche im Informationszentrum "Hans-Eisenmann-Haus" wird im Frühjahr eröffnet. Vorgesehen ist, noch in diesem Jahr mit der Sanierung der Nationalpark-Basisstraße zu beginnen. Die Sanierung der Gfällstraße ist für das kommende Jahr geplant.

Presse 2019

Dezember 2019

November 2019

  • BN fordert offene Diskussion zu Naturwaldgebieten, MP vom 21.11.19; Bei der gut besuchten Tagung „Naturerbe Buchenwälder“ des BUND-Naturschutz (BN) in Ebrach ging es laut einer Pressemitteilung um ein Naturwald-Verbundsystem in Bayern und Wälder in der Klimakrise. Lob gab es für die Bayerische Staatsregierung für das gesetzlich festgelegte Ziel, zehn Prozent der Staatswälder „mit besonderer Bedeutung für die Biodiversität“ aus der Nutzung zunehmen. BN und Greenpeace hatten 2016 ihr Konzept für ein Naturwald-Verbundsystems veröffentlicht, einige Kerngebiete wurden in Ebrach vorgestellt. Die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) haben dem Forstministerium einen Entwurf vorgelegt, aber eine Diskussion über Gebiete und deren fachliche Eignung wird verweigert. Richard Mergner, Vorsitzender des BN, fordert dazu eine Diskussion: "In Bayern fehlen mittelgroße und große Naturwälder, die natürliche Anpassungs-Prozesse gewährleisten und Spenderflächen für Biodiversität sowie Lernflächen für den Waldbau sind. Da muss dringend nachgebessert werden und fachlich geeignete Gebiete geschützt werden, denn öffentliche Wälder haben Verantwortung für das Gemeinwohl!"
     
  • Knoblach will Steigerwald-Buchen dauerhaft retten, MP vom 21.11.19;  ... "Dass im früheren Ebracher Klosterwald noch immer uralte Buchen gefällt werden dürfen, ist ein Skandal, für den CSU-Innenstaatssekretär Gerhard Eck maßgeblich verantwortlich ist", erklärt der Biolandwirt aus Garstadt. Eck und Co. hätten so viel Druck gemacht, dass die Staatsregierung einen von den Grünen stets geforderten, weil sinnvollen Nationalpark Steigerwald seit Jahren ablehnt. Das gleiche Trauerspiel ist jetzt bei der Steigerwaldbahn zu beobachten, wieder mit Eck als Hauptgegner einer Wiederbelebung der Bahnstrecke. Das Buchensterben im Steigerwald müsse aber enden. "Ein Einschlag-Stopp im Klosterwald bei Ebrach ist auch sofort möglich, wenn Ministerpräsident Markus Söder und Forstministerin Michaela Kaniber das schon für den Spätsommer angekündigte Naturwaldreservat dort ausweisen", sagt der grüne MdL. Dieses Naturwaldgebiet müsse neben dem Hohe Buchener Wald bei Ebrach (Landkreis Bamberg) auch den sich anschließenden Stollberger Forst bei Oberschwarzach im Landkreis Schweinfurt umfassen.
     
  • BN fordert offene Diskussion zu Naturwaldgebieten Pressemitteilung BN und FK Freundeskreis Nationalpark Steigerwald, 20.11.29; Fachtagung in Ebrach: neue Erkenntnisse zu Naturwald und Klima; Bei der gut besuchten Tagung „Naturerbe Buchenwälder“ des BUND-Naturschutz (BN) in Ebrach ging es letztes Wochenende um ein Naturwald-Verbundsystem in Bayern und Wälder in der Klimakrise. Lob gab es für die Bayerische Staatsregierung für das gesetzlich festgelegte Ziel 10 % der Staatswälder „mit besonderer Bedeutung für die Biodiversität“ aus der Nutzung zunehmen. BN und Greenpeace hatten 2016 ihr Konzept für ein Naturwald-Verbundsystems veröffentlicht, einige Kerngebiete wurden in Ebrach vorgestellt. Die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) haben dem Forstministerium einen Entwurf vorgelegt, aber eine Diskussion über Gebiete und deren fachliche Eignung wird verweigert. Richard Mergner, Vorsitzender des BN, fordert dazu eine Diskussion: „In Bayern fehlen mittelgroße und große Naturwälder, die natürliche Anpassungs-Prozesse gewährleisten und Spenderflächen für Biodiversität sowie Lernflächen für den Waldbau sind. Da muss dringend nachgebessert werden und fachlich geeignete Gebiete geschützt werden, denn öffentliche Wälder haben Verantwortung für das Gemeinwohl!“ Aktuelle Studien zeigen, dass alte Wälder mit viel Biomasse und einer hohen typischen Artenvielfalt wesentlich stabiler und anpassungsfähiger in der Klimakrise sind als junge Wirtschaftswälder. Dr. Anke Höltermann vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) appellierte an die Länder: „Der Anteil von Wäldern mit natürlicher Waldentwicklung sollte schnell und signifikant erhöht werden.“ Mehrere Referenten forderten einen Einschlags-Stopp für staatliche Laubwälder über 140 Jahren. Die Besichtigung des Naturwaldreservats Waldhaus und der Ausstellung „Wilde Buchenwälder“ sowie der Kurzfilmabend „Steigerwald-Flimmern“ rundeten die Tagung ab. Bei der Podiumsdiskussion mit Vertretern der Landtagsfraktionen wurden die Unterschiede deutlich. Während Patrick Friedl von den Grünen sich klar für mehr und auch größere Naturwälder aussprach, verwiesen Barbara Becker von der CSU und Leopold Mayer von der FDP auf die Notwendigkeit der Holznutzung.
     
  • Stehen lassen, SZ vom 15.11.19; Der Bamberger Altlandrat Günther Denzler (CSU) ist ein entschiedener Kämpfer für einen Buchen-Nationalpark im fränkischen Steigerwald. Jetzt fordert Denzler, der sich mit seinem Engagement wenig Freunde in seiner Partei gemacht hat, das Fällen alter Buchen in dem früheren Ebracher Klosterwald zu stoppen. Und zwar zumindest so lange, bis Ministerpräsident Markus Söder und Forstministerin Michaela Kaniber (beide CSU) entschieden haben, wo im Steigerwald das Naturwaldreservat ausgewiesen wird, das sie angekündigt haben. Für Denzler und den "Verein Nationalpark Steigerwald" ist klar, wo dieses Reservat eingerichtet werden sollte: in eben jenem Ebracher Klosterwald, der zu den urtümlichsten Buchenwäldern Deutschlands zählt.
     
  • Das sinnlose Fällen von Altbuchen im Steigerwald, FT, Leserbrief vom 5.11.19; Ist denn die Fällung von Altbäumen in einem Naturschutzgebiet so schlimm? Die Bayer. Staatsregierung wird nicht müde, bei jeder Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass auch Naturschutz im intensiv genutzten Forst möglich ist. Und die Aussagen des Staatsforstbetriebes Ebrach in der Mainpost vom 7.10.2019, dass „die vitalsten Bäume stehen bleiben“, ist damit eine glatte Lüge. Die Eliminierung eines Naturschutzgebietes im Bayer. Staatswald ist ein Skandal ohne Gleichen.
     
  • Für ein UNESCO Welt-Naturerbe im Steigerwald, MP vom 14.11.19; An der Veranstaltung  des Vereins Nationalpark Steigerwald in der Gaststätte Klosterbräu in Ebrach nahmen über 100 Kommunalpolitiker, Kandidaten verschiedener Parteien und Freunde eines Waldschutzgebietes im Steigerwald teil, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Vorsitzende, Liebhard Löffler,  freute sich in seiner Begrüßung über das große Interesse, einen sichtbaren, solidarischen Schulterschluss der bestehenden Unesco-Welt-Kulturerbe-Städte Bamberg und Würzburg mit einem künftigen Welt-Naturerbe im Steigerwald zu erleben.... In ihren Grußworten sprachen  Max Dieter Schneider, Bürgermeister von Ebrach, Wolfgang Metzner, stellvertretender Bürgermeister von Bamberg, und Wolfgang Baumann, Würzburger Stadtrat, die gemeinsamen Interessen der  Unesco-Welt-Kulturerbe-Städte Bamberg und Würzburg und dem Umland an. ... Der frühere  Bamberger Landrat Günther Denzler schilderte seine Bemühungen, ein größeres Schutzgebiet im Steigerwald zu schaffen. Der „Hohe Buchene Wald“ vernetzte flächig zwei Naturwaldreservate bei Ebrach, die zu den wertvollsten in Deutschland gehören, um dadurch eine größere ökologische Wirkung zu entfalten.....Ulla Reck appellierte an die Politik, besonders an Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Wir freuen uns, dass im Steigerwald ein Naturwald-Schutzgebiet kommen wird. „Der „Hohe Buchene Wald“ muss als wertvollste Kernfläche unbedingt in dieser Schutzgebietsfläche enthalten sein, landkreisübergreifend ergänzt um den Stollberger Forst. Beim 10 Prozent-Naturwald-Ziel im Staatswald haben nutzungsfreie Großschutzgebiete in Steigerwald und Spessart absoluten Vorrang!“.. .In seinem anschließenden Vortrag stellte Michael Heger, Tourismusdirektor der Stadt Bamberg, die Bedeutung des Umlandes für den Tourismus der Welterbe-Stadt Bamberg vor. Der Unesco-Welt- Kulturerbe-Titel sei ein Glücksfall für Bamberg gewesen.
     
  • Naturwaldgebiet mit knapp 1000 Hektar an der Donau, Pressemitteilung LBV und GLUS, 6.11.19: Schritt der Staatsregierung in die richtige Richtung

Oktober 2019

  • Immer weniger Insekten, FT vom 31.10.19; 10 Jahre lang 150 Grünlandflächen und 140 Waldflächen untersucht...Auf Wiesen und in Wäldern in Deutschland sind deutlich weniger Insekten und andere Gliederfüßer unterwegs als noch vor einem Jahrzehnt. Das belegen neue Daten aus drei Regionen Deutschlands, die Forscher unter Leitung der Technischen Universität München (TUM) ausgewertet haben.... Das Team um Sebastian Seibold vom Lehrstuhl für Terrestrische Ökologie der TUM hatte zwischen 2008 und 2017 regelmäßig Insekten und andere Gliederfüßer wie Spinnentiere und Tausendfüßer an insgesamt 290 Standorten in drei Regionen Deutschlands gesammelt: auf der Schwäbischen Alb in Süddeutschland, im Hainich – einem bewaldeten Höhenrücken in Thüringen – sowie in der brandenburgischen Schorfheide. Insgesamt analysierten die Wissenschaftler Daten von mehr als einer Million Gliederfüßern, die zu mehr als 2700 Arten gehörten. Sowohl auf Wiesen als auch in Wäldern ging die Artenzahl, also die Vielfalt unter den untersuchten Tieren, im Untersuchungszeitraum um etwa ein Drittel zurück.... Auch deren Gesamtmasse nahm ab, besonders ausgeprägt in den Graslandschaften – um 67 Prozent. In den Wäldern schrumpfte sie um etwa 40 Prozent. ... Den 2017 im Fachmagazin „PLOS ONE“ vorgestellten Daten zufolge nahm die Gesamtmasse an Fluginsekten zwischen 1989 und 2016 um mehr als 75 Prozent ab.... Um den möglichen Ursachen auf die Spur zu kommen, stellten die Forscher einen Zusammenhang zur Landnutzungsintensität an den einzelnen Standorten her.... Auch die Waldflächen wurden in drei Kategorien von wenig bis stark bewirtschaftet unterteilt.. Insgesamt stellten die Wissenschaftler keinen unmittelbaren Zusammenhang mit der regionalen Landnutzungsintensität fest. Allerdings war der Insektenschwund auf solchen Grasflächen besonders ausgeprägt, die von landwirtschaftlich genutzten Ackerflächen umgeben waren... In den Wäldern schwanden demnach vor allem jene Arten, die weite Strecken zurücklegen. Die Gründe dafür seien noch unklar.
  • Insektensterben, BR vom 31.10.19
  • Pressemitteilung Technische Universität München (TUM)
     
  • Kranke Buchen werden aus dem Weltall identifiziert, MP vom 13.10.19; Mergner möchte aber durch wissenschaftliche Beobachtungen über mehrere Jahre erfahren, welche kranken Bäume sich revitalisieren und welche absterben. Möglicherweise spielt dabei auch die Baumgenetik eine Rolle... Schuldt hat an der Universität Würzburg den Lehrstuhl Botanik II (Ökophysiologie und Vegetationsökologie) inne. In der Abteilung Reiherstand betreut er das Forschungsprojekt "Beech Decline" (Buchenrückgang).... Schuldt und seine Mitarbeiter forschen auf 20 Flächen in Unter- und Oberfranken, auf denen Buchenbestände starke Schäden erlitten.... Mit an der wissenschaftlichen Arbeit beteiligt ist seit August auch die  Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) in Freising. Die Forschungseinrichtung befliegt im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums bayerische Wälder auf der Suche nach Baumschäden. Denn aus der Luft ist oft mehr zu sehen als auf Aufnahmen vom Boden.... Dazu kommen Infrarot-Aufnahmen aus dem Satelliten Sky-Sat, der in 700 Kilometern Höhe um die Erde kreist. Auf diesen Aufnahmen sind tote Kronen gut zu erkennen. Alle zwei Jahre werden bei dieser Fernerkundung von den gleichen Waldflächen Bilder gemacht. Auch die Satelliten-Bilder beweisen: In den vergangenen beiden Jahren hat sich die Situation der Buchen deutlich verschlechtert... Die Bilder aus dem Weltall sollen den Forstleuten bei der Entscheidung helfen, welche Buchen sie auf keinen Fall nutzen und welche sie fällen sollten. Außerdem können sie Aufschlüsse geben, wie der Förster den Wald der Zukunft pflegen sollte. Gibt es waldbauliche Fehler? Aufgabe der Freisinger ist auch zu untersuchen, wo eventuell waldbauliche Fehler gemacht wurden, sagt Rudolf Seitz, Leiter der Abteilung Informationstechnologie bei der LWF. Dabei arbeitet die Landesanstalt mit dem Amt für Waldgenetik in Teisendorf zusammen.
     
  • Auf das sich die Balken biegen, FT vom 19.10.19, Kommentar Michael Wehner

September 2019

Deutschland verfehlt Waldschutzziele deutlich, Frontal 21 vom 3.9.19: Nur wenige Bundesländer erfüllen die Vorgabe der Biodiversitätsstrategie, auf fünf Prozent der Waldfläche eine natürliche Entwicklung zuzulassen. Das zeigt eine Frontal-21-Umfrage.  ZDF-Magazin Frontal21 deckt großen Nachholbedarf im Waldnaturschutz auf - Ankündigungen müssen Taten folgen – internationale Glaubwürdigkeit Deutschlands im Naturschutz steht auf dem Spiel Profit statt Naturschutz, mit Beitrag zum Steigerwald ab ca. 3:30 min! https://www.zdf.de/politik/frontal-21/wald-profit-statt-naturschutz-100.html

Pressemitteilung dazu von der Gregor Louisoder Umweltstiftung:Presseinfo 3.9.2019 (Zumeldung zu ZDF-Frontal21-Presseinfo vom  3.9.2019)

Forstbetrieb: Buche ist kein Baum der Zukunft, MP vom 2.9.19; Zu den Aussagen in der Pressemitteilung von Bund Naturschutz (BN), Landesbund für Vogelschutz (LBV) und Freundeskreis Nationalpark Steigerwald (online seit 21. August 2019) nimmt jetzt der staatliche Forstbetrieb Ebrach Stellung....

Dazu Prof. Ibisch, Interview Deutschlandfunk,24.7.19 "Wir sehen ganz deutlich, dass die Intensität der Bewirtschaftung eine Rolle spielt. Dort wo die Bestände aufgelichtet wurden, wo viel Biomasse entnommen wurde...sind die Wälder jetzt am stärksten gefährdet. ..."

August 2019

  • Vertreter von EuroNatur unterstützen Forderung nach Schutzgebiet im Steigerwald, Der Neue Wiesentbote vom 29.8.19 mit Foto

  • "Ein Baumsterben, kein Waldsterben", MP vom 27.8.19; Vertreter der Stiftung EuroNatur besuchten am Wochenende die Buchenwälder im Nordsteigerwald bei Ebrach. Professor Mario Broggi, Forstingenieur und Ökologe, begleitete die Gruppe, teilt der "Verein Nationalpark Steigerwald" in einer Presseerklärung mit.... Georg Sperber, ehemaliger staatlicher Forstamtsleiter von Ebrach, führte die Gäste in das seit einem halben Jahrhundert nutzungsfreie Naturwaldreservat „Waldhaus“. Die Teilnehmer seien beeindruckt gewesen von der hohen Qualität der alten Buchenwälder im Steigerwald, heißt es von Vereinsseite. "Sie unterstützen die Forderung der Verbände, in den Buchenwäldern im Nordsteigerwald umgehend ein großflächiges, nutzungsfreies Schutzgebiet auszuweisen." Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer von EuroNatur, betonte, dass der Steigerwald mit einem ausreichenden Schutzgebiet bereits seit 2011 Teil des UNESCO Weltnaturerbes wäre.... Die aktuellen Dürreschäden waren ebenfalls Thema. Georg Sperber erinnerte an frühere Hitzerekordjahre in seiner Dienstzeit, wie 1976, als der Wald von Forstexperten vorschnell totgesagt wurde, sich aber mit Ausnahme einzelner Bäume immer wieder flächig erholte. Mario Broggi sieht die aktuelle Situation nicht als Waldsterben, sondern als „Baumsterben“ und ist sicher, die Natur helfe sich selbst und werde dadurch resistenter... Blinder Aktionismus mit Aufräumarbeiten und Anpflanzung neuer Bäume, teils ausländischer Baumarten, sei der absolut falsche Weg und behindere eher den Prozess. Bäume, die von Keimling an durch Naturverjüngung aufwachsen, würden einen wesentlich stabileren Wald bilden als angepflanzte.
  • Waldsterben 2.0 – Politik und Wissenschaft suchen nach Lösungen, ARD vom 27.08.19 | 07:22 Min. |Verfügbar bis 27.8.2020 : Zwei trockene und heiße Sommer bringen den deutschen Wald an seine Belastungsgrenze. Die Situation ist so dramatisch, dass in den ostdeutschen Wahlkämpfen nahezu täglich neue Vorschläge unterbreitet werden. Doch nicht einmal die Wissenschaft weiß derzeit, welche Baumsorten den Klimawandel überstehen könnten.

  • Forderung nach Taten für den klimakranken Wald, MP vom 21.8.19; Angesichts der landesweiten Dürreschäden unterstreichen Bund Naturschutz (BN), Landesbund für Vogelschutz (LBV) und Freundeskreis Nationalpark Steigerwald ihre Forderung nach einem nutzungsfreien Schutzgebiet im "Hohen Buchenen Wald" mit Erweiterung um den Stollberger Forst.... Das Freistellen von Buchen durch starke Durchforstung oder von Eichen, damit diese mehr Licht bekommen - wie es im Ebracher Forst jüngst auch in Teilen des aufgehobenen Schutzgebiets praktiziert wurde - wäre in Zeiten der Klimakrise  kontraproduktiv. Es trockne die Böden aus und setze die Bäume stark der Hitze aus. Gerade die Buche reagiere da empfindlich. Ein Blick in den Ebracher Forst zeigt, dass Buchenwälder bei intaktem Waldinnenklima Hitze und Trockenheit in der Regel besser überstehen.... Laut der Pressemitteilung ist der Nationalpark Hainich, der von Seiten der Nationalparkkritiker als Argument gegen den Nutzen von Schutzgebieten angeführt wird, erst 22 Jahre alt. Vor seiner Unterschutzstellung wurde er im sogenannten "Großschirmschlag" mit Freistellung einzelner älterer Bäume bewirtschaftet.... Der Forstbetrieb Ebrach könnte als "Klimalabor" für die Zukunft wichtige Erkenntnisse bringen, indem eine Hälfte weiter schonend bewirtschaftet und der Kohlenstoff bindende Holzvorrat durch Verringerung der Einschlagsmenge vergrößert und die andere Hälfte im Nationalpark der Natur überlassen wird. Anmerkung:  Die gewünscht Unterschrift wurde verändert, hier das Original: Unterschrift: Stark aufgelichtetes Kronendach durch forstliche Baumentnahmen am Handthaler Südhang: Einzelne leidende Buchen überragen den Waldbestand, das Waldinnenklima ist gestört. Starke Auflichtung zur  Förderung der Eiche führte bei zahlreichen Buchen im Forstbetrieb zu Sonnenbrand und Trockenschäden. Foto: Ulla Reck
  • BUND Naturschutz, Landesbund für Vogelschutz und Freundeskreis Nationalpark Steigerwald fordern umgehend Taten für den klimakranken Wald, Pressemitteilung vom Freundeskreis Nationalpark Steigerwald vom 16.8.19; Angesichts der landesweiten Dürreschäden unterstreichen BUND Naturschutz (BN), Landesbund für Vogelschutz (LBV) und Freundeskreis Nationalpark Steigerwald ihre Forderung nach einem nutzungsfreien Schutzgebiet im „Hohen Buchenen Wald“ mit Erweiterung um den Stollberger Forst. Die Buche ist in Europa heimisch und krisenerprobt, sie gilt im Klimawandel auf vielen Standorten - auch im Steigerwald - als Baumart der Zukunft. Die Bäume leiden klar erkennbar am stärksten auf trockenen Standorten, wie dem Handthaler Südhang. Verschärft wird dies aber durch forstliche Maßnahmen, die das Waldinnenklima stören. Forstwissenschaftler und Vorsitzender des BUND, Hubert Weiger, betont: „Naturwälder haben ein feuchteres, kühleres Waldinnenklima, weil die hohe Strukturvielfalt die Hitze abhält und das Kronendach nicht ständig durch Baumentnahmen aufgerissen wird. Sie können im Vergleich zu Wirtschaftswäldern größere Wassermengen speichern, weil keine tonnenschweren Forstmaschinen den Waldboden befahren, den Wasserspeicher verdichten und damit die Wasserspeicherfähigkeit reduzieren. Dies passiert im Wirtschaftswald der Bayerischen Staatsforsten auf ca. 15-20 Prozent  der Fläche. Im Wirtschaftswald fließt der Regen oft schnell aus dem Wald, weil er über bodenverdichtete Rückegassen und Gräben abgeleitet wird, die Hochwassergefahr steigt.“

  • Weg vom kurzfristigen Gewinn im Wald, MP vom 15.8.19; Angesichts der aktuellen Waldkrise macht sich eine Gruppe von Waldexperten, Forstpraktikern, Waldbesitzern, Verbändevertretern, die BundesBürgerInitiative WaldSchutz (BBIWS) mit den ihr angeschlossenen Bürgerinitiativen in einem offenen Brief an Bundesministerin Julia Klöckner für eine Abkehr von der konventionellen Forstwirtschaft stark. Die Unterzeichner, zu denen auch der Verein Nationalpark Steigerwald gehört, „fordern die staatliche Forstwirtschaft auf, anstelle teurem Aktionismus endlich eine sachkundige Fehleranalyse des eigenen Wirkens vorzunehmen und dabei alle Akteure mit einzubeziehen.
  • Leserforum: Unser Steigerwald liegt falsch, MP vom 15.8.19, Uwe Gratzky; Zum Thema "Auch im Nationalpark sterben die Buchen" vom 11.8. erreichte uns folgender Leserbrief. Der Steigerwald muss nicht umgebaut werden! Er ist ein funktionierender Naturwald und wird immer besser, je weniger die Staatsforsten die Fehler wie damals wiederholen als Laubwälder in Kiefer- und Fichtenwälder „umgebaut“ wurden!
  • Tricksereien mit Staatswaldflächen vermutet, MP vom 15.8.19; Der Steigerwald bietet nach Ansicht der SPD-Landtagsfraktion großartiges Potenzial für eine Verbindung von Naturschutz, Tourismus und in Teilbereichen auch Forstwirtschaft. Die Fraktion fordert schon seit langem eine Machbarkeitsstudie für einen möglichen Nationalpark Steigerwald. Am Dienstag wollten sich SPD-Fraktionsvorsitzender Horst Arnold und SPD-Umweltexperte und Landtagsmitglied Florian von Brunn ein Bild machen vom Stand der Dinge vor Ort. "Wir wollen Diskussionsbeiträge liefern, die überzeugen", sagte Arnold bei einer Besprechung im Ebracher Rathaus. Florian von Brunn berief sich auf eine Aussage von Ministerpräsident Markus  Söder, der mehr Wald unter Schutz stellen will. Dabei seien aber nur die Donauauen ins Spiel gebracht worden. "Warum nicht der Steigerwald?", fragte von Brunn.... Ulla Reck vom Freundeskreis Nationalpark Steigerwald möchte ökologisch besonders wertvolle Flächen aus der Nutzung nehmen wie den Hohen Buchenen Wald mit einer Erweiterung Richtung Stollberg-Forst. Dieses Gebiet sei eines Weltnaturerbes für würdig befunden worden.... Liebhard Löffler, Vorsitzender des Nationalparkvereins, forderte Ministerpräsident Markus Söder auf, jetzt nicht auf halbem Wege stehen zu bleiben. Söder folge einem gewissen Druck, der aus dem Volksbegehren entstanden sei, wolle jetzt schnell zu den Donauauen kommen und lasse Steigerwald und Spessart links liegen. Als Ziel gab er ein Weltnaturerbe Steigerwald mit einem kleineren Schutzgebiet aus, als es der Nationalpark mit 11 000 Hektar gewesen wäre.
  • Markus Söders bucklige Welt, FT vom 14.8.19; ... „Wir sind skeptisch, weil es die Staatsregierung oft bei vollmundigen Ankündigungen belässt“, begründet Arnold das Nein zur Versöhnung. „Die Regierung will sich mit diesem Feigenblatt durchwurschteln“, sagt Arnold und macht das am Beispiel Staatsforsten/Steigerwald fest. Zehn Prozent des Staatswaldes, so sieht es das Gesetz vor, sollen binnen weniger Jahre aus der Nutzung genommen werden. Das bedeutet: Auf 73 000 der 730 000 Hektar Staatswald schweigt die Motorsäge. Klingt gut, kann aber ebenso eine Luftnummer sein, meint Helmut Beran, der Geschäftsführer des Landesbundes für Vogelschutz. ..Denzler fordert deshalb wie der Ebracher Bürgermeister Max-Dieter Schneider ein großes Waldschutzgebiet im Steigerwald. Anmerkung: durch das Versöhnungsgesetz wurde im Art 12a im Waldgesetz folgender Satz eingefügt: „(2) 1 Bis zum Jahr 2023 wird im Staatswald ein grünes Netzwerk eingerichtet, das 10 Prozent des Staatswaldes umfasst und aus naturnahen Wäldern mit besonderer Bedeutung für die Biodiversität besteht (Naturwaldflächen). 2 Abs. 1 Satz 3 gilt entsprechend.“ Der Steigerwald ist Bayerns bestes Laubwaldgebiet für ein UNESCO-Weltnaturerbe Buchenwälder, ein naturnaher Wald mit besonderer Bedeutung für die Biodiversität: Viele Arten der FFH-Anhangsliste  und bedrohte Arten der Roten Liste sind hier nachgewiesen. Ein Naturwald - Schutzgebiet muss hier ausgewiesen werden!
  • Steigerwald: Nationalpark unterzeichnet Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin, radio primaton, 13.8.19; In einem offenen Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner haben Waldexperten vor Aktionismus in der Waldkrise gewarnt. Sie fordern ein Ende von ‚Holzfabriken‘. Mitunterzeichner ist auch der Nationalpark Steigerwald. Die Unterzeichner fordern in ihrem Brief eine sachkundige Fehleranalyse, eine Abkehr von der Plantagenwirtschaft sowie „eine radikale Hinwendung zu einem Management, das den Wald als Ökosystem und nicht mehr länger als Holzfabrik behandelt“. Zudem kritisierten sie die Anfang August verabschiedete „Moritzburger Erklärung“ von fünf Forstministern der unionsgeführten Länder. Denn es handle sich aktuell um eine nicht nur vom Klimawandel getriebene Waldkrise, betonten die Autoren.
  • Naturwälder als großes Klima-Labor nutzen, MP vom 9.8.19; Die spannende Frage in diesem Zusammenhang lautet, was sagt der Bund Naturschutz in Bayern dazu, dass Schutzgebiete für den Umbau des Waldes eher hinderlich sind? Wir haben Dr. Ralf Straußberger, seines Zeichens, Wald- und Jagdreferent des Bund Naturschutz und zugleich Geschäftsführer des Freundeskreises Nationalpark Steigerwald um eine Stellungnahme gebeten.... Ralf Straußberger: „Wichtig ist uns dabei, dass man aus den Fehlern der Vergangenheit lernt und die Waldwirtschaft an die Klimakrise anpasst. So kann man aus Naturwäldern auch lernen wie Wirtschaftswälder zu behandeln sind.“ Naturwälder haben ein feuchteres und kühleres Waldinnenklima, so der Mann vom BN. Sie könnten zudem mehr Wasser speichern, mehr Kohlenstoff im Boden und in den Bäumen fixieren und sie würden vor allem einen Lebensraum für Waldarten bieten, die im Wirtschaftswald nicht oder kaum vorkommen.....
  • "Fridays For Future"-Aktivisten für Nationalpark im Steigerwald, MP vom 8.8.19;... Tim-Luca Rosenheimer erklärte danach laut der Pressemitteilung: „Waldschutz ist Klimaschutz und Klimaschutz ist Waldschutz! Dies haben wir als Fridays For Future Bamberg eindrucksvoll gezeigt. Wir werden weiterhin lautstark für Klimaschutz einstehen, ob in Bamberg oder im Steigerwald!“. Lisa Badum wird schließlich mit den Worten zitiert: „Ich bin begeistert, dass so viele junge Leute sich auch in den Ferien auf in den Steigerwald gemacht haben, um ein Zeichen zu setzen. Wir können nicht international den Erhalt des Regenwalds in Brasilien fordern und bei uns vor der Haustüre Wälder selbst nur als Profitquelle betrachten. Lasst endlich die Säge ruhen – für einen Nationalpark Steigerwald!"
  • Steigerwald: geschützter, aber noch nicht geschützt genug, FT vom 8.8.19; ... Ebrach — Als „Etappenziel für den Steigerwald“ bezeichnet Landtagsabgeordnete Ursula Sowa (Bündnis90/Grüne) das Artenschutzgesetz. Auch wenn der Hohe Buchene Wald im Norden noch nicht als Schutzgebiet ausgewiesen werde, sieht Sowa das Areal durch das neue Gesetz „wesentlich besser geschützt als vorher“. „Jedenfalls dann“, so Sowa, „wenn die Regierung künftig im Sinne des Gesetzes handelt.“ Und hier will sie Ministerpräsident Söder beim Wort nehmen. Der hatte angekündigt, dass die Bayerischen Staatsforsten ihre Wälder künftig als Klimawälder verstehen, ihr oberstes Ziel also der Klimaschutz sei.... Wenn Söder die Waldwende ernsthaft betreibt, dann muss der nördliche Steigerwald mit seinen für den Klimaschutz wertvollen alten Buchenbeständen das erste Waldstück sein, das davon profitiert – das ist eine ganz einfache Logik“. Gleichwohl hält Sowa am Ziel fest, den nördlichen Steigerwald als nutzungsfreies Schutzgebiet auszuweisen.
  • Waldschutz: Ein Zeichen für einen Nationalpark im Steigerwald, nordbayern vom 6.8.19; Bamberger Fridays-For-Future-Aktivisten demonstrierten im Ebracher Forst;  "Waldschutz ist Klimaschutz und Klimaschutz ist Waldschutz" – nach diesem Motto haben am ersten Sommerferien-Sonntag, den 28. Juli 2018, rund 50 junge Klimaaktivisten, organisiert von der Bamberger Fridays-For-Future-Gruppe, für die Ausweisung eines Nationalparks im nördlichen Steigerwald demonstriert. Das Thema ist nicht neu und viel diskutiert.... Tim-Luca Rosenheimer von Fridays-For-Future Bamberg.: "Die Notwendigkeit von naturbelassenen Buchenwäldern lässt sich durch die abkühlende Wirkung, die gute Speicherung von CO2 im Boden und der deutlich stärkeren Resistenz gegen Schädlinge, Unwetter und Trockenheit rechtfertigen. Wir möchten mit unseren Aktionen, von denen es im Herbst noch einige mehr geben wird, Aufmerksamkeit für das Thema generieren und mehr Menschen für das Thema sensibilisieren". 
  • Klimawandel erreicht Steigerwald, FT vom 6.8.19; BAUMSTERBEN Der Forstbetrieb Ebrach hält aktives Handeln für erforderlich, um die Leistungsfähigkeit der Wälder zu sichern.
    Anmerkung: auch im Steigerwald leidet der Wald am stärksten dort, wo zu einer trockenen Hanglage forstliche Eingriffe hinzu kommen. Sobald die intakte Waldstruktur aufgebrochen ist durch  Baumentnahmen, setzt die Hitze den verbliebenen Bäumen stark zu und trocknet den Boden aus. Dies kann jeder aufmerksame Spaziergänger gut beobachten.
  • Den Wald durch seinen Schutz gegen die Klimakrise wappnen, MP vom 4.8.19; Anlässlich des Krisentreffens der Unionsminister zum Waldsterben und Ulrich Mergners jüngster Pressekonferenz zum Buchensterben im Steigerwald meldet sich jetzt Lisa Badum, klimapolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und Abgeordnete für Bamberg/Forchheim im Deutschen Bundestag mit einer Pressemitteilung zu Wort. Sie erklärt darin: „Nach einem weiteren Hitzesommer wird uns nun vor Augen geführt, was wir schon vor Jahren hätten erkennen müssen: Ein Waldökosystem, das auf schnelles Wachstum und Profit ausgerichtet ist, kann Extremwetter wie Hitze und Dürre nicht standhalten.“
    Anmerkung hierzu: wer aufmerksam durch den Ebracher Forst geht kann sehen, dass die Buchen an Stellen mit intakter Waldstruktur grün und vital sind. Sobald das kühle und feuchte Waldinnenklima natürlicher Buchenwälder durch Bewirtschaftung, wie „Freistellen von Eichen“ oder starke Durchforstung zerstört ist, leider die Bäume. Das Problem ist also zu einem großen Teil vom Forst „hausgemacht“: Das Waldinnenklima ist zerstört, der Wasserspeicher geschädigt, durch die starke Entnahme von Biomasse ist die Humusbildung vermindert uvw.... Im Handthal kommt zu starker Durchforstung noch die trockene Hanglage hinzu. Der Nationalpark Hainich wird oft als Argument angeführt, dass Schutzgebiete nichts bringen: er ist erst seit 22 Jahren Naturwald. Bis die Folgen der Bewirtschaftung durch die Natur korrigiert sind, dauert es Jahrhunderte, nicht Jahrzehnte!

Juli 2019

Großalarm im Wald: Nun läutet die Totenglocke auch für die Buche, MP vom 27.8.19 und auch vom 8.8.19; Der Klimawandel vor der Haustür: Die Bilder der Vorjahre und der Anblick des Waldes in der Waldabteilung „Banzerrangen“ in Handthal im Hintergrund reichen, damit Ebrachs Forstbetriebsleiter Ulrich Mergner jedermann die Schäden an der Buche von der Terrasse des Steigerwald-Zentrums aus vor Augen führen kann.

Nicola Uhde, Waldreferentin BUND, zum klimawandelbedingten Waldsterben: "Die Situation ist dramatisch", Tagesschau vom 26.7.19; ca. 5 min

Waldsterben 2.0: Naturwälder können Weg aus der Krise zeigen, LBV vom 25.7.19; Vorsizender Norbert  Schäffer: „Das Ausmaß des derzeitigen Waldsterbens ist wirklich dramatisch. Wie unser Wald in Zukunft aussehen wird, ist kaum vorauszusehen. Wir bewegen uns zunehmend auf Neuland und Patentrezepte im Umgang mit dem neuen Waldsterben gibt es nicht“, so der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer. „Naturwäldern kommt in diesem Lern- und Entwicklungsprozess eine zentrale Rolle zu. Denn dort können ungestört Anpassungsprozesse ablaufen, die entscheidende Antworten auf die wichtigsten Fragen zum neuen Waldsterben liefern“, erklärt der Naturschützer weiter. Der LBV fordert deshalb mehr Großschutzgebiete für Laubwälder wie zum Beispiel im Steigerwald und Spessart einzurichten.... „Wir müssen in großen Waldschutzgebieten die natürlichen Anpassungsprozesse an den Klimawandel zulassen. Daraus können wir essenzielle Informationen gewinnen, nicht zuletzt für die Waldwirtschaft der Zukunft,“ beschreibt Schäffer die zentrale Idee des LBV zur Rettung des Waldes.

Naturforscher Pierre Ibisch über das Waldsterben „Uns sollte wirklich mulmig werden“, DLF vom 24.7.19; Einschlagsmoratorium bis Winter gefordert. Naturwälder als wichtige Forderung. Waldökosystem jetzt nicht mit massiven Pflanzmaßnahmen zusätzlich stressenca. 5 min

„Der Hitzestress trifft ein ohnehin geschwächtes Wald-Ökosystem“, Hubert Weiger im Gespräch mit Britta Fecke vom 24.7.19 

Fridays For Future Bamberg bricht Lanze für Nationalpark Steigerwald, FT vom 30.7.19; Ebrach — Am Sonntag ist Fridays For Future Bamberg in den nördlichen Steigerwald gefahren. Mit rund 60 Schülern und Studenten veranstalteten die Aktivisten einen zweistündigen Waldspaziergang. Damit wollten sie ein klares Zeichen für einen Nationalpark Steigerwald im Ebracher Forst setzen. Nach kurzen Grußworten von Lisa Badum, klimapolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der Grünen, Liebhard Löffler, Vorsitzender des Vereins Nationalpark Steigerwald, sowie der Klimaaktivisten Tim-Luca Rosenheimer und Joshua Wolf begann der Waldspaziergang

Klimakrise führt zu neuem Waldsterben: flächendeckender Waldumbau von Nadelforsten hin zu Laubmischwäldern muss endlich vorrangig werden, Pressemitteilung BUND vom 24.7.19 mit Forderungen; Klimakrise führt zu neuem Waldsterben: flächendeckender Waldumbau von Nadelforsten hin zu Laubmischwäldern muss endlich vorrangig werden... Weiger weiter: „Um die gestressten Wälder besser gegen die Auswirkungen der Klimakrise zu schützen, müssen wir sie schonender behandeln. Wir müssen unsere Wälder endlich ökologisch verträglich bewirtschaften, sodass mehr Feuchtigkeit im Wald verbleibt und dieser sich selbst stabilisieren kann. Das bedeutet: weniger drastische Eingriffe für die Holzernte, ein Stopp der Entwässerung von Wäldern und die Vermeidung der Verdichtung von Waldböden durch Befahrung.“... Der BUND fordert auch, dass sich langfristig mindestens zehn Prozent der Wälder dauerhaft als Naturwälder, frei von forstlichen Eingriffen entwickeln dürfen. In diesen „Urwäldern von morgen“ würden nicht nur seltene Tiere, Pflanzen und Pilze besonders geschützt, sondern die Forschung könne hier wertvolle Erkenntnisse gewinnen, wie sich der Wald in der Klimakrise selbst helfen kann.

Steigerwald: Geschützter, aber noch nicht geschützt genug, Der Neue Wiesentbote vom 24.7.19; MdL Sowa geht davon aus, dass Buchenwald vom neuen Artenschutzgesetz profitiert, auch wenn er noch nicht explizit zum Schutzgebiet erklärt wurde... „Jedenfalls dann“, so Sowa, „wenn die Regierung künftig im Sinne des Gesetzes handelt.“ Und hier will sie Ministerpräsident Söder beim Wort nehmen. Dieser hatte angekündigt, dass die Bayerischen Staatsforsten ihre Wälder künftig als Klimawälder verstehen, ihr oberstes Ziel also Klimaschutz und nicht Profit sei. Auf 30 Millionen Euro Überschuss, die bisher jährlich an den Staatshaushalt abgeführt werden, will Söder verzichten... Wenn Söder die Waldwende ernsthaft betreibt, dann muss der nördliche Steigerwald mit seinen für den Klimaschutz wertvollen alten Buchenbeständen das erste Waldstück sein, das davon profitiert – das ist eine ganz einfache Logik.“

Rauhenebrach: Wald vor Trockenheit und Hitze schützen, MP vom 23.7.19;„Dabei sollten die Umweltverbände eigentlich wissen, dass ein Antrag auf ein Weltnaturerbe in Deutschland auf lange Sicht nicht mehr möglich ist, da die Aufnahmeliste seit längerer Zeit geschlossen ist“, schreibt der Verein „Unser Steigerwald“. Der Verein, der sich gegen einen Nationalpark oder ein Großschutzgebiet im Steigerwald ausspricht, weiter: Die Verfasser der Mitteilung würden sich nicht scheuen, mit falschen Behauptungen die Sachlage völlig zu verdrehen. ...Dass mit Ralf Straußberger ein Waldreferent des Bund Naturschutz in Bayern dabei mitspiele, werfe wieder einmal ein beschämendes Licht auf den BN und seine angegliederten Verbände. Es gehe in keiner Weise um sachliche Diskussion, sondern nur um „billige Propaganda“, die von den Menschen im Steigerwald aber durchschaut werde, heißt es weiter bei „Unser Steigerwald“....

Wo sitzen die "verblendeten Idealisten" wirklich?, MP vom 19.7.19; Der Vorwurf von Herrn Eck vor der CSU-Ortsgruppe, die Anderen wären „Verblendete Idealisten“ , diffamiert leichtfertig eine große Gruppe von besorgten und andersdenkenden bayerischen Bürgern.... Ich werde versuchen seine Vorwürfe als gemeine Vorurteile zu entlarven, nicht um Herrn Eck zu ärgern, sondern ihm und den Lesern seine Sicht der Dinge vor Augen zu führen, für ein besseres Verständnis.... Wenn in unseren Wäldern 30 Prozent des Holzbedarfes von Deutschland nicht wächst, dann müssen wir die gegenwärtigen Holzströme besser justieren, damit wir das benötigte Holz im Land behalten und nicht nach Österreich oder gar China billig verkauft wird. Das hätte eine Machbarkeitsstudie längst erledigen können, was aber nicht von Idealisten sondern von den selbsternannten Realisten bis auf den heutigen Tag verweigert wird. Warum – das kann sich mancher denken.... Die „saubere Forstwirtschaft“ der selbsternannten Realisten hat uns in Franken und anderswo einen Forst beschert, mit durch Harvester verdichteten Böden, der nun durch den Klimawandel auf großer Fläche dahinstirbt.

Werden weiter dicke Buchen gefällt?, FT vom 19.7.19; STEIGERWALD Was bedeutet das vom Landtag verabschiedete Artenschutzgesetz für die wertvollen Laubbaumbestände des Hohen Buchenen Walds bei Ebrach? Darüber gehen die Meinungen sogar bei jenen Abgeordneten auseinander, die im Schulterschluss dafür gestimmt haben.... „Als Franke sehe ich es als schwere Benachteiligung, wenn die Donauauen bei Ingolstadt zu einem Großschutzgebiet erklärt werden und der Steigerwald leer ausgeht“, erklärt Liebhard Löffler vom Verein Nationalpark Steigerwald.  Hört man Löffler, der für die FDP im Bamberger Kreistag sitzt, wird das seine Mitstreiter aber kaum bremsen: „Wir fordern weiter ein Schutzgebiet von 1200 Hektar. Damit hätte die Region Chancen, den Titel Weltnaturerbe der Menschheit zu erhalten. Das wäre aus unserer Sicht eine Befriedung.“...

Offener Brief der Verbände an alle örtlichen Mitglieder des Bayerischen Landtags, 15.7.19; der Freundeskreis Nationalpark Steigerwald und der Verein Nationalpark Steigerwald begrüßen die Ankündigung von Ministerpräsident Söder, dass der Staatswald ökologischer ausgerichtet werden soll. Ziel muss es sein, dass bei den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) das Gemeinwohl Vorrang erhält vor dem Streben nach Gewinnen.... Die Verbände sind erfreut, dass als Ergebnis des „Volksbegehrens Artenvielfalt“ nach der Ankündigung eines Großschutzgebietes in den Donauauen in weiteren wertvollen Waldgebieten Bayerns neue große zusammenhängende Naturwaldflächen entstehen sollen. Ein großes nutzungsfreies Schutzgebiet im Steigerwald hat aus fachlicher Sicht höchste Priorität. Gefordert wird die Fläche des aufgehobenen Schutzgebiets "Hoher Buchener Wald" mit landreisübergreifender Erweiterung um den Stollberger Forst... fileadmin/pro-nationalpark-steigerwald/download/Presse/Presse_2019/GLB_und_Stollberger_Forst_Karte_grob_150719.jpgKarte

Knapp 1.200 Hektar großes Schutzgebiet im Steigerwald gefordert, BR 24, 16.7.19; Ein Beitrag von: Norbert Steiche

Naturschützer fordern 1.200 Hektar Schutzgebiet im Steigerwald, BR vom 16.7.19; Markus Söder will, dass der Staatswald ökologischer wird. In einem offenen Brief an den Ministerpräsidenten schlagen nun zwei Initiativen aus dem Steigerwald vor: Der Freistaat soll 1.200 Hektar Wald als Schutzgebiet ausweisen. Mit einem offenen Brief haben sich der "Freundeskreis Nationalpark Steigerwald" und der "Verein Nationalpark Steigerwald" an Ministerpräsident Söder gewandt. Die Unterzeichner des offenen Briefes schlagen vor, zwei Gebiete im Steigerwald als nutzungsfreies Schutzgebiet auszuweisen. Das wäre notwendig, damit sich der Steigerwald um den ersten Weltnaturerbe-Titel Bayerns bewerben kann.... Konkret fordern die Naturschützer ein Schutzgebiet, das sich über den "Hohe Buchener Wald" bei Ebrach (Landkreis Bamberg) und den "Stollberger Forst" bei Oberschwarzach (Landkreis Schweinfurt) erstreckt. "Dies wäre auch ein wertvolles Signal zur Befriedung der Region," heißt es in dem offenen Brief. Beide Waldstücke haben zusammen eine Fläche von etwa 1.200 Hektar..

Helfen die Bienen dem Hohen Buchenen Wald, MP vom 16.7.19; Gemeinsam haben sich der Freundeskreis Nationalpark Steigerwald, der Nationalparkverein und der LBV an die hiesigen Landtagsabgeordneten gewandt. Es geht um den "Buchenen Wald"...Der Freundeskreis Nationalpark Steigerwald und der Verein Nationalpark Steigerwald begrüßen in dem Zusammenhang die Ankündigung von Ministerpräsident Markus Söder, dass der Staatswald ökologischer ausgerichtet werden soll. Ziel müsse es sein, dass bei den Bayerischen Staatsforsten das Gemeinwohl Vorrang erhält vor dem Streben nach Gewinnen, heißt es dazu in dem Brief. Die Verbände seien erfreut, dass als Ergebnis des „Volksbegehrens Artenvielfalt“ nach der Ankündigung eines Großschutzgebietes in den Donauauen in weiteren wertvollen Waldgebieten Bayerns neue große zusammenhängende Naturwaldflächen entstehen sollen. Ein großes nutzungsfreies Schutzgebiet im Steigerwald hätte in den Augen der Verfasser des Briefes aus fachlicher Sicht höchste Priorität... Die Buchenwälder im Nordsteigerwald sind dem Schreiben zufolge Bayerns Aushängeschild für ein Weltnaturerbe Buchenwälder in Europa.

Verbände fordern Schutzgebiet bei Ebrach, FT vom 17.7.19; Ebrach — Bund Naturschutz Bayern, Landesbund für Vogel-schutz und der Freundeskreis Nationalpark Steigerwald fordern den Landtag auf, in der anstehenden Entscheidung über die Konsequenzen aus dem Artenvielfalt-Volksbegehren auch den „Hohen Buchenen Wald“ als Schutzgebiet auszuweisen.

Söder: Millionen Bäume pflanzen, FT vom 11.7.19; München — Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will aus Gründen des Klimaschutzes eine radikale Wende bei der Bewirtschaftung des Staatswalds: „Unser Staatswald soll zum Klimawald werden“, kündigte er am Mittwoch in München an. Anstatt wie bisher mit den staatlichen Wäldern einen Gewinn für den Staatshaushalt zu erwirtschaften, sollen die Bayerischen Staatsforsten künftig ökologische Ziele bei der Waldpflege in den Mittelpunkt stellen: „Statt am Wald zu verdienen, müssen wir ihn klimafest umbauen“, erklärte Söder.... Größere neue Schutzgebiete oder gar einen Nationalpark will Söder zur Bewahrung der Wälder allerdings nicht schaffen: „Ein Nationalpark könnte die Lage beim Klima-Waldumbau sogar verschlechtern“, warnte er. Denn dort könnten auf Hitze oder Trockenheit empfindlich reagierende Baumarten wie etwa die Fichte nicht mehr durch widerstandsfähigere Sorten ersetzt werden. Denkbar sei allerdings, auf Basis des im Steigerwald entwickelten Trittstein-Konzeptes weitere Flächen im Staatswald stillzulegen, kündigte Söder an: „Wir müssen wilde und sehr alte Wälder besonders schützen.“

BN begrüßt Kurswechsel für Staatswald-Gemeinwohl muss Vorrang bekommen, Pressemitteilung BN vom 11.7.19; Der BUND Naturschutz in Bayern (BN) begrüßt den von Ministerpräsident Markus Söder angekündigten Kurswechsel für den Staatswald, der ökologischer ausgerichtet werden soll. „Wir haben immer betont, dass die Hauptaufgabe für die Staatswälder darin liegen muss, vorrangig dem Gemeinwohl zu dienen, d.h. dem Klimaschutz für die Städte, dem Schutz vor Lawinen und Hochwasser im Gebirge oder dem Natur- und Artenschutz“, so Richard Mergner, Landesvorsitzender des BN. Die Klimakrise macht eine Neuausrichtung der Bayerischen Staatsforsten notwendig, wofür der BN bereits viele Maßnahmen vorgeschlagen hat. Dazu gehören eine naturverträglichere Waldnutzung, eine waldverträgliche Jagdpolitik und mehr Naturwälder inklusive eines Nationalparks mit erster Priorität im Steigerwald. Mehr naturnahe Wälder mit vielen alten Bäume und intakten Waldböden sind bessere Kohlenstoffspeicher.

„Waldsterben 2.0 durch Klimakrise“,  Pressemitteilung des BUND Naturschutz (BN) Wald vom 5.7.19; BN fordert: Politik muss Klima jetzt schützen: Im Rahmen einer Pressekonferenz verdeutlicht der BUND Naturschutz in Bayern (BN) die dramatischen Ausmaße, die das Sterben von Bäumen und teileweise ganzer Wälder in verschiedenen Waldgebieten Bayerns angenommen hat. „Wir stehen vor einem Waldsterben 2.0, das durch die Klimakrise verursacht wird“, so Richard Mergner, Landesvorsitzender des BN. „Verantwortlich dafür machen wir die Politik, weil sie über Jahre hinweg versäumt hat, wirkungsvolle Maßnahmen zum Schutz des Klimas – und damit auch zum Schutz der Wälder – auf den Weg zu bringen. Um die Klimakrise und das Waldsterben 2.0 zu stoppen, braucht es eine ähnliche Kraftanstrengung wie beim Waldsterben in den 80er Jahren. Damals ist es der Regierung Kohl 1983 gelungen mit der Großfeuerungsanlagen-Verordnung die Luftschadstoffe, v.a. das Schwefeldioxid um über 80 % zu reduzieren und dadurch das Waldsterben zu stoppen. „Wir brauchen sofort politische Entscheidungen zum Schutz des Klimas, auch auf globaler Ebene,“ fordert Mergner. „Wir fordern die Politiker auf Landes-, Bundes- und Europaebene auf, hier mit gutem Beispiel voranzugehen und umgehend wirkungsvolle Klimaschutzmaßnahmen.“ Die Schäden für Gesellschaft und Waldbesitzer durch die Klimakrise sind heute schon enorm. „Die Folgekosten für ein weiteres Aussitzen der Klimakrise durch die Politik wären deutlich höher als die Kosten für Klimaschutzmaßnahmen“, so Mergner.

Juni 2019

  • Erster Waldspaziergang für den Steigerwald, Mainpost vom 5.7.19; Auf Initiative und Einladung von Lisa Badum, Grünen-Bundestagsabgeordnete aus Bamberg, und des Vereins Nationalpark Steigerwald versammelten sich jetzt am Sonntag Spaziergängerinnen und Spaziergänger aus Ober- und Unterfranken bei Ebrach, um gemeinsam ein friedliches Zeichen für einen Nationalpark Steigerwald zu setzen. Mit den Teilnehmern solidarisierte sich der Pressemitteilung zufolge auch der ehemalige Förster Georg Sperber, der die Gruppe neben dem Waldbaden spontan mit seinem umfassenden Wissen zum Steigerwald unterhielt.
  • Waldschutz ist Klimaschutz – Erkenntnisse der Bundesregierung jetzt in Bayern umsetzen!- Pressestatement Lisa Badum, Der Neue Wiesentbote vom 15.6.19;Die Bundesregierung bestätigt schwarz auf weiß, dass unsere Wälder schon heute massiv unter der Klimakrise leiden. Sturmschäden, Hitzetage und Waldbrandgefahr nehmen deutlich zu. Auch die Gegenmittel sind der Bundesregierung bestens bekannt: Vielfältige und naturnahe Mischwälder können Klimaveränderungen besser trotzen als naturferne Reinbestände. Buchen und andere Laubbäume sorgen für ein besseres und kühleres Klima im Wald und können helfen, die Waldbrandgefahr zu senken. Bayern muss diese eindeutigen Erkenntnisse jetzt endlich umsetzen, statt sich den Waldschutz schönzurechnen. Die Staatsforsten müssen sofort 10% der gesamten Waldfläche Bayerns aus der forstwirtschaftlichen Nutzung nehmen, um eine naturnahe Entwicklung zu fördern. Und die Staatsregierung muss den Steigerwald mit seinem uralten Buchenbestand endlich als Nationalpark ausweisen, statt ihn weiter abzuholzen. Denn als Laubwald ist er prädestiniert für den Kampf gegen die Klimakrise. Ministerpräsident Söder hat jetzt die Chance, echten Klimaschutz umzusetzen, statt nur darüber zu schwadronieren!“
  • Weilersbachtal: Justiz lässt Mergner unbehelligt, MP vom 14.6.19; Der Eingriff im Frühjahr 2018 mit schwerem Gerät in das im Dreieck zwischen Fabrikschleichach, Neuhausen und Obersteinbach gelegene Naturschutzgebiet Weilersbachtal hat keine strafrechtlichen Folgen und Konsequenzen für den Forstbetrieb Ebrach. Dem verantwortlichen Forstbetriebsleiter Ulrich Mergner bleibt somit ein juristisches Nachspiel erspart. Das hat jetzt die Staatsanwaltschaft in Schweinfurt entschieden. Sie hat das Ermittlungsverfahren gegen Mergner wegen Gefährdung schutzbedürftiger Gebiete mit Datum vom 15. Mai 2019 eingestellt. Strafanzeige hatte der Verein Nationalpark Steigerwald gestellt.

Mai 2019

  • Lasst wilde Wälder wachsen!, Focus Magazin vom 26.5.19:  Eine Million Arten vom Aussterben bedroht: Gleichzeitig warnt der Weltbiodiversitätsrat: Bis zu einer Million Tier- und Pflanzenarten sind weltweit vom Aussterben bedroht, wir befinden uns im sechsten Massenaussterben der Erdgeschichte. In Deutschland hat die Anzahl der Insekten nach Studien von Naturschutzverbänden innerhalb weniger Jahrzehnte selbst in Schutzgebieten um mehr als 70 Prozent abgenommen. Sie fehlen auch als Nahrung für zahlreiche Vögel. Wälder bedecken gut ein Drittel Deutschlands und könnten letzte Refugien der Natur sein. Zu 80 Prozent sind sie jedoch naturferne, künstlich begründete, stark gestaltete und wenig widerstandsfähige Forste. Es sind im Wesentlichen diese labilen Kunstprodukte, die mit teurem Forstschutz in ihrer Künstlichkeit erhalten werden.....

  • Nationalpark Steigerwald e.V. : Offener Brief an Ministerpräsident Söder, Der Neue Wiesentbote vom 21.5.19; ; Sehr geehrter Herr Dr. Markus Söder, was sich hier Bayern leisten wird, ist einmalig.... Danke, dass Sie auch daran gedacht haben und 10 Prozent der Staatsforsten aus der Nutzung nehmen werden. Vielleicht schaffen Sie auch hier die lang ersehnte Versöhnung. Der unselige Streit um den Hohen Buchener Wald mit seinen uralten Buchen zermürbt die Bürger immer noch. Die meisten Bayern könnten Sie hier hinter sich scharen, wenn sie dort, wie von Naturschutzorganisationen unisono vorgeschlagen, eine große Schutzzone einrichten könnten.https://www.wiesentbote.de/2019/05/21/nationalpark-steigerwald-e-v-offener-brief-an-ministerpraesident-soeder/

  • Kann Holznutzung aktiver Klimaschutz sein?, MP vom 9.5.19; Holznutzung ist aktiver Klimaschutz – unter diesem Motto haben sich Anfang Mai 2019 zahlreiche Vertreter von Sägewerken im Steigerwald getroffen, um die Interessengemeinschaft „Holzverarbeiter im Steigerwald“ zu gründen, teilt der Verein „Unser Steigerwald“ mit.... Damit wenden sich die Betriebe auch gegen etwaige großflächige Waldstilllegungen im Steigerwald, die verheerende wirtschaftliche Folgen hätten: Über 70 regionale Sägewerke werden aus dem Steigerwald mit Holz versorgt, heißt es weiter. Über die gesamte Wertschöpfungskette hängen daran über 3000 Arbeitsplätze überwiegend im ländlichen Raum.
  • Schweigt die Säge im Steigerwald?, FT vom 9.5.19; ARTENVIELFALT Der Landtag hat am Mittwoch ein Gesetz auf den Weg gebracht, mit dem die Natur im Freistaat besser geschützt werden soll. Dazu gehört die Stilllegung von 75 500 Hektar Staatswald.... Allen voran die geplanten Änderungen im Waldgesetz: Der Freistaat soll sich verpflichten, „auf zehn Prozent der Staatswaldflächen ein grünes Netzwerk einzurichten, das aus Wäldern mit besonderer Bedeutung für die Biodiversität besteht“, heißt es da wörtlich. Auf diesen Flächen, für die die neue Kategorie „Naturwald“ geschaffen wird, schweigt die Säge.... Eine Stilllegung von zehn Prozent würde bedeuten, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre 77 500 Hektar Wald nicht mehr bewirtschaftet werden dürfen. Zum Vergleich: Die Waldfläche der Staatsforsten im Steigerwald ist 17 000 Hektar groß.... Da ist von ökologisch besonders hochwertigen Gebieten die Rede und nicht von einem Fleckerlteppich, sondern von großen Öko-Zonen....„Das zielt ganz klar auf den Steigerwald und auf die Schaffung eines Nationalparks dort, und nicht nur dort“, sagte am Rande der Sitzung Ludwig Hartmann, der Fraktionsvorsitzende der Grünen. Für den Innenstaatssekretär Gerhard Eck (CSU) aus dem Landkreis Schweinfurt hingegen „ist da noch gar nichts entschieden“. Man stehe ganz am Anfang des Prozesses. „Wir müssen erst mal nach geeigneten Flächen suchen und die sorgfältig prüfen.“
  • Mehr nutzungsfreier Wald im Steigerwald?, FT vom 8.5.19; Jahrelang lieferten sich Naturschützer und Forstleute einen ebenso erbitterten wie ergebnislosen Kampf um den so genannten Hohen Buchenen Wald bei Ebrach – nun scheint durch das Volksbegehren zur Artenvielfalt wieder Bewegung in die Fronten zu kommen. Der 700 Hektar große Laubholzbestand mit hohem Anteil an Starkbuchen könnte eines jener Gebiete werden, in denen der Freistaat zur Förderung die Artenvielfalt „tausende von Hektar“ zusätzlich aus der Nutzung nimmt.
  • Naturschutz ernst nehmen, MP vom 3.5.19; Immer mehr Menschen stellen fest, dass es in Sachen Natur an allen Ecken brennt: In der Flur wird ein dramatischer Rückgang der Insekten und Vögel deutlich. Im Staatswald im Steigerwald werden hunderte mächtige Starkbuchen gefällt, obwohl nicht klar ist, ob die nachwachsenden Keimlinge dem Wetter der Zukunft gewachsen sind. Das Klima verändert sich und macht mit seinen Extremen nicht nur den Landwirten, sondern auch den Naturschützern Sorgen. „ Wir haben deshalb die diesjährige Jahreshauptversammlung der BN Ortsgruppe Volkach unter das Motto „Naturschutz – unsere Chance“ gestellt, betonte der Vorsitzende Willi Freibott... Der Vorsitzender des Vereins Nationalpark Steigerwald Liebhard  Löffler dankte für die Einladung und stimmte zu, dass ein konsequenter Naturschutz Chancen biete.

April 2019

Ausflüge ohne Auto, FT vom 29.4.19; FREIZEIT Der VGN bietet ab 1. Mai mit zwei speziellen Buslinien wieder die Möglichkeit, zahlreiche Ziele im Steigerwald und in der Fränkischen Schweiz zu erreichen.

Der abrupte Stopp vorm Umkehrbaum, MP vom 24.4.19; Beinahe wäre der vom Verein Nationalpark Steigerwald in Untersteinbach aufgestellte "Umkehrbaum" zu Kleinholz geworden. Ein von der Straße abgekommenes Auto kam am Karfreitag gerade noch rechtzeitig davor mit Totalschaden auf dem Wiesengrundstück zum Stehen.

Nationalparkverein stellt richtig, Pressemitteilung des Vereins Nationalpark Steigerwald e. V., Der Neue Wiesentbote vom 15.4.19: Vor dem Hintergrund, dass der Staatsforstbetrieb Ebrach in verschiedenen Bereichen des Staatswaldes im Steigerwald intensiv alte Buchen im Alter von 120- 160 Jahren fällt, traf sich der Vorstand des Vereins Nationalpark Steigerwald zu einer Dringlichkeitssitzung. Der 1. Vorsitzende Dr. Liebhard Löffler brachte es auf den Punkt: „Zuerst wurden im Hohen Buchenen Wald Starkbuchen gefällt, dann im Staatswald Stollberger Forst, sowie um Fabrikschleichach und nun im Staatswald Geiersberg bei Fatschenbrunn.“ Gerade an den Orten, die noch eine relativ hohe Dichte an Starkbuchen aufgewiesen haben, weil frühere Förstergenerationen achtsam waren, würden jetzt die Staatswälder stark aufgelichtet. „Statt nach der Zukunft des Wirtschafts-Holzes zu fragen, wie es die Waldschutzgegner in der Presse getan haben, sollten wir uns in Zeiten des Klimawandels lieber die Frage stellen, was wir für einen intakten Naturwald tun können“, betonte Löffler

Kämpfen Sie weiter für ihren Nationalpark!“, MP vom 11.4.19; Die zwölfte Busfahrt des Bund Naturschutzes (BN), die in die Welterberegion Wartburg-Hainich führte, war schnell ausgebucht. Zusätzlich zum Weltnaturerbe im Nationalpark Hainich stand dieses Jahr erstmals die Wartburg als Weltkulturerbe mit auf dem Programm..... Nationalparkleiter Manfred Großmann plädierte bei seiner Waldführung eindrücklich dafür, alte Bäume im Nordsteigerwald nicht abzusägen, da es sehr lange dauere, bis sie nachgewachsen seien und ein alter Wald entstehe. So stünden im Karpaten-Urwald Uholka 18 dicke Bäume pro Hektar mit einem Brusthöhendurchmesser über 80 Zentimeter, im 20-jährigen Nationalpark Hainich dagegen erst einer. Dürften die dicken Buchen im aufgehobenen Schutzgebiet im Steigerwald ungestört weiter wachsen, würde hier in schon zwei Jahren ebenfalls einer pro Hektar stehen, heißt es in der Mitteilung.... Im Nationalpark-Partnerbetrieb Eisenacher Hof diskutierten die Steigerwälder bei Kaffee und Kuchen mit der Kommunalpolitikerin Karola Hunstock. Die Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft Hainich-Werratal und das Vorstandsmitglied der Welterberegion Wartburg Hainich e. V. sieht den Nationalpark als echte Erfolgsgeschichte. Hunstocks Rat: „Kämpfen Sie weiter für ihren Nationalpark!“

Der Wert der wilden Buchenwälder, MP vom 11.4.19; ... Obwohl im Zentrum der hartumkämpften Auseinandersetzung um einen Buchen-Nationalpark im Steigerwald gelegen, handelt es sich um keine „Kampfausstellung“. Und doch ist sie ein klarer Fingerzeig in Richtung Artenvielfalt in naturnahen Buchenwäldern. Die Kernbotschaft könnte lauten: Wir brauchen in bestimmten Umfang wilde, sprich ungenutzte Buchenwälder, wenn wir die komplette Vielfalt an Tier-, Pflanzen-, Moos- und Pilzarten haben wollen....

Welterbe nicht absägen, sondern bewahren! Erfolgsrezept „Welterberegion Wartburg-Hainich“ Rat von Kommunalpolitikerin an Steigerwälder Gäste bei BN-Busfahrt: „Kämpfen Sie weiter für Ihren Nationalpark“, Pressemitteilung BN vom 10.4.19; Die 12. Busfahrt des BUND Naturschutzes (BN), die am Sonntag in die „Welterberegion Wartburg-Hainich“ führte, war schnell ausgebucht. Zusätzlich zum Weltnaturerbe im Nationalpark Hainich stand dieses Jahr erstmals die Wartburg als Weltkulturerbe mit auf dem Programm. Nationalparkleiter Manfred Großmann plädierte bei seiner Waldführung eindrücklich dafür, alte Bäume im Nordsteigerwald nicht abzusägen, da es sehr lange dauert, bis sie nachgewachsen sind und ein alter Wald entsteht. So stehen im Karpaten-Urwald Uholka 18 dicke Bäume pro Hektar mit einem Brusthöhendurchmesser über 80 cm, im 20 jährigen Nationalpark Hainich erst einer. ... Hunstocks Rat: „Kämpfen Sie weiter für Ihren Nationalpark!“ Im Hinblick auf das „Volksbegehren Artenvielfalt“ stellte BUND Vorsitzender Hubert Weiger klar, dass sich die Biologische Vielfalt des Waldes nur in großen nutzungsfreien Schutzgebieten vollständig und ungestört erhalten kann. „Wir halten den Steigerwald in Bayern für die am besten geeignete Fläche und setzen uns weiter für seinen Schutz als Nationalpark ein.“

Ausstellung „Wilde Buchenwälder“ in Ebrach beendet Winterschlaf, FT vom 9.4.19; Ebrach — Der Frühling kehrt in die Wälder des Steigerwalds zurück und mit ihm öffnet auch die Ausstellung „Wilde Buchenwälder“ in der Tourist-Info in Ebrach am Sonntag, 14. April, wieder ihre Pforten – rechtzeitig zum Ebracher Ostermarkt und zur neuen Besuchersaison.

März 2019

  • Pressemitteilung des Freundeskreises Nationalpark Steigerwald zum Tag des Waldes, 20.3.19; Freundeskreis Nationalpark Steigerwald zum Tag des Waldes - Nur Naturwälder schützen vollständige Artenvielfalt ; Nach dem sehr erfolgreichen Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ist das Thema Artenvielfalt neu auf die politische Tagesordnung gerückt. Zum internationalen Tag des Waldes weist der Freundeskreis Nationalpark Steigerwald auf die zentrale Bedeutung von Naturwaldbereichen für den Schutz der Artenvielfalt hin. „Nur ausreichend große Naturwälder, in denen dauerhaft keine Holznutzung stattfindet, können die waldtypische Artenvielfalt vollständig erhalten“, so Ralf Straußberger, Geschäftsführer Freundeskreis Nationalpark Steigerwald.
  • Steigerwald etwas Einzigartiges, FT vom 12.3.19; UMWELTPOLITIK Bundestagsabgeordnete Lisa Badum (Bündnis 90/Die Grünen) sprach und diskutierte in der Haßfurter Stadthalle über den Klimawandel und plädierte dafür, den Nationalpark Steigerwald zu verwirklichen.
  • Im Einsatz für einen Schatz der Region, Mainpost vom 8.3.19; Die Bundestagsabgeordnete Lisa Badum (Bündnis 90/Die Grünen) aus dem Wahlkreis Bamberg/Forchheim diskutierte mit rund 45 Interessierten im kleinen Saal der Stadthalle Haßfurt über Klimaschutz und insbesondere über den Steigerwald.... „Das Ziel muss sein, dass der Steigerwald erhalten bleibt“, betonte die Oberfränkin, die seit 2017 über die Liste im Bundestag vertreten ist. „Der Steigerwald ist der Schatz dieser Region“, führte Badum aus.... Rund 7600 solcher Buchen stünden im Ebracher Forst und in der Gefahr, von den Bayerischen Staatsforsten gefällt zu werden. Wie viele Buchen tatsächlich gefährdet sind und ob nicht die Abholzung einzelner Buchen auch sinnvoll sein könnte, ließ Badum offen. Diesbezüglich laufe eine Anfrage der Grünen im Landtag. Für sie stehe fest, dass keine einzige dieser besonders alten und dicken Buchen abgeholzt werden darf. „Wir haben nicht das Recht, diese Bäume umzuhauen.“

Februar 2019

  • Lisa Badum: Staatsforsten haben kein Recht auf Profit, MP vom 5.2.19; Der Antrag mit dem Titel „Skandal im Steigerwald beenden – Bayerische Wälder vor der Staatsregierung schützen" fordert die Staatsregierung dazu auf, einen Prozess für einen dritten Nationalpark anzustoßen sowie endlich zehn Prozent der öffentlichen Wälder aus der Nutzung zu nehmen. Das sei die Grundlage, um die internationale Verpflichtung einzuhalten und echten Natur- und Klimaschutz zu verfolgen. Der Antrag wurde ohne Gegenrede angenommen. Dazu wird Lisa Badum in der Pressemitteilung wie folgt zitiert: „Versprechen der CSU im Natur- und Klimaschutz klingen in unseren Ohren wie leerer Hohn. Denn dort, wo die Staatsregierung handeln und konkret ihre Ziele verwirklichen könnte, stellt sie wertvolle Naturschätze nicht unter Schutz, sondern holzt hinterrücks wertvolle Bestände ab.“
  • Lisa Badum (Grüne) reicht Antrag auf Schutz des Steigerwaldes ein, FT vom 4.2.19; Ebrach/Bad Windsheim — Bei der Landeskonferenz der Grünen am Wochenende in Bad Windsheim brachte Lisa Badum, Bundestagsabgeordnete der Grünen für Bamberg und Forchheim, einen Antrag zum Schutz des Steigerwalds ein. Darin fordert sie die Staatsregierung auf, einen Prozess für einen dritten Nationalpark anzustoßen und zehn Prozent der öffentlichen Wälder aus der Nutzung zu nehmen. Der Antrag wurde mit deutlicher Mehrheit angenommen. ... An vielen Orten, wie im Spessart, im Kemper, im Jura oder in den Alpen gäbe es noch großes Potenzial für Naturwälder. „Doch besonders im Steigerwald muss die Staatsregierung endlich ihren Aktionsplan, einen Nationalpark durch vorzeitige Fällungen zu vernichten, stoppen. Wir fordern die sofortige Unterschutzstellung des ehemaligen Geschützen Landschaftsbestandteils Hoher Buchener Wald, sowie der angrenzenden unterfränkischen Gebiete bei Handthal, Oberschwarzach und Gerolzhofen“, sagte Badum. Die Voraussetzungen dürften nicht zerstört werden, bevor es einen Prozess über einen dritten Nationalpark geben wird. „Naturschätze wie im Steigerwald lassen sich nicht mit Geld aufwiegen.“

 

Januar 2019

  • Welche Geheimnisse die Bäume hüten, MP vom 25.1.19; ...Eine besondere Beziehung zu unserer Region hat Peter Wohlleben in zweifacher Hinsicht. Zum einen hatte seiner Urgroßmutter vor langer Zeit einmal das Hotel „Goldener Stern“ in Königsberg gehört. Zum anderen steht er als Ehrenmitglied dem Verein „Nationalpark Steigerwald“ sehr nahe. „Die Buchenwälder des Steigerwaldes gehören zu meinen Lieblingswäldern“, sagte der Förster.

  • "Apfelbäume können warme Tage über 20 Grad zählen", InFranken vom 25.1.19: Der bekannte Förster und Autor Peter Wohlleben erzählte in Haßfurt vor über 400 Besuchern von seinen Vorstellungen und seinem Wissen zur Natur.

  • Buchenwald „taktisch“ gelichtet, FT HAS vom 24.1.19; Der Verein Nationalpark Steigerwald vermutet, dass die bayerischen Staatsforsten durch das Fällen einiger Buchen, die kurz vor dem Methusalem-Alter standen, die Chancen verringern wollten, dass das Gebiet zum Weltnaturerbe wird...Trittsteinkonzept: Liebhard Löffler erkennt den Nutzen des Konzepts ohne Wenn und Aber an, würde aber gerne noch einen Schritt weitergehen: Er und seine Mitstreiter wollen einen noch intensiveren Schutz des Waldes erreichen, insbesondere da, wo es sich lohnen würde, die Staatsforsten aber in den Augen des Nationalparkvereins lieber schnell ein paar bedeutende Bäume aus der Fläche nehmen, um sie ökologisch abzuwerten und so die Nationalpark- oder Naturerbe-Chancen zu verringern.

  • Wir sind es den nachfolgenden Generationen schuldig, Leserbrief Geheeb, InFranken vom 23.1.19: Der Naturpark Steigerwald umfasst eine Fläche von gut 129 000 Hektar. Durch glückliche Umstände konnte sich rund um den Markt Ebrach ein in Europa einzigartiger Buche... Wir sind es nachfolgenden Generationen schuldig, unser Naturerbe zu bewahren. Wenn extrem ärmere Staaten wie zum Beispiel in Afrika (Serengeti) oder Südamerika (Amazonas-Regenwald) schon weitaus größere Flächen aus der Nutzung nehmen und diese als Unesco-Weltnaturerbe geschützt werden, müsste sich das wirtschaftlich starke Bayern auch im Hinblick auf einen dritten Nationalpark (10 000 Hektar = etwa neun Prozent des Steigerwaldes) eigentlich für ein solches Verhalten schämen.

  • Buchautor unterstützt Großschutzprojekt: Spende an den Verein „Nationalpark Nordsteigerwald“, Der Neue Wiesentbote vom 27.1.19; Der Korbacher Forstexperte Norbert Panek hat mit Unterstützung des Ambaum-Verlags in Vöhl-Basdorf (Nordhessen) 500,- Euro in die Kasse des Vereins „Nationalpark Steigerwald“ gespendet. „Mit der Spende möchten wir die Arbeit des Vereins unterstützen und mit einer kleinen Geste zum Gelingen der Nationalpark-Ausweisung beitragen.“

  • Den Steigerwald seiner Seele beraubt; Leserforum MP vom 14.1.19; Meine unsere Bäume sind weg... Der Wurzel, die sie ernährt und zu ihrer Größe verholfen hat, beraubt und genauso wie dieser Baum wurde auch der Steigerwald seiner Wurzel, seiner Seele beraubt. Denn so fühle ich mich, wenn ich heute genau da spazieren gehe, wo ich als Kind gehen musste. Meiner Seele beraubt.  

  • Unsere Verantwortung für die Zukunft des Steigerwalds, Leserforum MP vom 9.1.19; Unser Waldspaziergang am Dreikönigstag bei Fabrikschleichach glich einem Leidensweg. Über 100 Jahre alte Buchen wachsen nicht mehr zum Himmel. Wunderbare, gesunde Buchenstämme liegen tot links und rechts des Weges. Richtig dicke Bäume abgesägt und bereit zum Verkauf. Es war der traurigste Waldspaziergang meines Lebens; ja fast ein Kreuzweg.

  • Waldfreunde zählen die Baumstümpfe; MP vom 16.1.19; Nach der umstrittenen Fällaktion des Staatlichen Forstbetriebs im Waldgebiet bei Fabrikschleichach hat der Verein Nationalpark Steigerwald eine ungewöhnliche Aktion organisiert. 70 Vereinsmitglieder hätten eine Menschenkette gebildet, um eine Waldfläche von einem Hektar abzugrenzen, teilt der Verein in einer Presseerklärung mit. „Das Ziel dieser Aktion ist es, mehr Transparenz in das Ausmaß der Waldzerstörung zu bringen“, betonte der Vereinsvorsitzende Liebhard Löffler. Man wollte damit den Wahrheitsgehalt der Behauptungen des Forstbetriebs nachprüfen.

  • „Die Spuren der Hunnen im Steigerwald“, Leserforum Rebhan, MP vom 16.1.19; Waren Sie schon mal bei den Wanderparkplätzen oberhalb von Fabrikschleichach? Berge von zusammengehauenen, ehemals stolzen Bäumen, zermatschte Fahrspuren, Laub und Asthaufen, Holztrümmer überall: da oben schaut's aus, als wäre Attila mit seinen Hunnen durchgezogen. Was soll man von den Staatsforsten halten, wenn von ihnen gleichzeitig jammervolle Briefe mit der Bitte um Verständnis an die Öffentlichkeit geschickt werden und im Steigerwaldzentrum in Handthal eine Ausstellung mit den Worten „Rette die Welt – zumindest ein bisschen“ beworben wird? Also, wir haben es am Wochenende getan!

  • Wieder Ärger wegen Baumfällung, MP vom 3.1.19; Der Leiter des Staatsforstbetriebs Ebrach, Ulrich Merger, reagiert auf die jüngste Pressemitteilung des Vereins auf Anfrage dieser Redaktion mit völligem Unverständnis. Vor dem Beginn der Hiebmaßnahme in der Waldabteilung Röthen im älteren Waldteil zwischen Fabrikschleichach und Unterschleichach habe es extra einen Ortstermin mit der Redaktion der Main-Post Gerolzhofen vor Ort gegeben. Man habe den geplanten Hieb vorab ausführlich fachlich erläutert. Darüber sei dann auch ein umfangreicher Bericht erschienen. "Ich finde es eigenartig, dass nun plötzlich der Nationalparkverein eine Pressekampagne vom Zaun bricht und nicht schon damals auf unsere Information reagiert hat."