Naturschutzverbände stellen Nationalpark-Verordnung zur Diskussion, 8.10.2012

Da die Bayerische Staatsregierung sich seit über 5 Jahren einer intensiven Diskussion zum Nationalpark Steigerwald verweigert, ergreifen nun die Naturschutzverbände die Initiative und stellen eine Nationalpark-Verordnung der Öffentlichkeit vor. "Mit diesem Vorschlag wollen wir als Naturschutzverbände die Diskussion auf sachliche Füße stellen und klar machen, was ein Nationalpark für die Steigerwaldregion konkret bedeutet", faßt Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND Naturschutz Bayern (BN) zusammen.

So soll nur Staatswald zum Nationalpark erklärt werden, es soll keine  Betretungsverbote geben, das Sammeln von Waldfrüchten für den Hausgebrauch soll wie bisher erlaubt sein und das in der Pflegezone des Nationalparks genutzte Holz soll vorrangig an die Bewohner in der Steigerwaldregion und die lokalen Sägewerke verkauft werden. "Wir laden den Bayerischen Landtag sowie die Bevölkerung und die Kommunalpolitik im Steigerwald dazu ein, sich auf Basis dieser Fakten eine Meinung zu bilden und darüber offen zu diskutieren" so Ludwig Sothmann, Vorsitzender des Landesbundes für Vogelschutz (LBV). "Mit unserem Verordnungsentwurf stellen wir klar, dass der Nationalpark Steigerwald eine Chance für die Entwicklung der Region ist und ohne die befürchteten Einschränkungen für die Bevölkerung machbar ist", betont Weiger.


Hier finden Sie den Verordnungs-Entwurf der Verbände

Hier finden Sie dieErläuterungendazu

Pressemitteilung zur Veröffentlichung des Verordnungs-Entwurfes                vom 8.10.2012

von links: Brüggemann (Naturfreunde), Dr. Sperber (OAG), Sothmann (LBV), Prof. Weiger (BN), Mergner (BN), Strunz (Nationalpark-Experte), Dr. Straußberger (BN)